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Tochter wirft mir vor, dass ich sie traumatisiert habe

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 133430
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Ich war gestern abend noch bei ihr und habe ihr gesagt, dass mir ihre Aussage, ich habe sie traumatiesiert, Bauchweh bereitet.
Mir wäre das noch zu harmlos ausgedrückt und ich hätte ihr gesagt, dass mich solch eine Anschuldigung trifft.
Zuerst meinte sie, sie müsse zu weit ausholen, um mir das zu erklären. Und dazu fehle ihr die Energie.
Zum Schluss kam noch: "Denk mal drüber nach. Vielleicht kommst du selbst drauf."
Sie wirft dir vor, sie verletzt zu haben, macht aber jetzt dasselbe mit dir. Dabei ist sie zu bequem, Ross und Reiter zu benennen. Hätte ihr gesagt dass ich ja auch nicht fehlerfrei bin, daher schon bereit wäre, mich dem Vorwurf zu stellen. Aber nicht bei solch nebulösen Andeutungen. "Rate mal mit Rosenthal" geht gar nicht. Entweder soll sie offen benennen, was los ist oder einfach dazu schweigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Schluss kam noch: "Denk mal drüber nach. Vielleicht kommst du selbst drauf."

Das ist furchtbar!

Meine Mutter hat mich in meiner Kindheit gerne mit Schweigen bestraft, ohne dass ich wusste, was ich falsch gemacht habe. Auf Nachfragen bekam ich dann genau diesen von dir zitierten Satz zu hören.

Das ist seelisch grausam und hat mich tatsächlich auch traumatisiert.

Sag ihr das deutlich. Es geht nicht, ein Unrecht mit einem anderen zu vergelten.
 
Gibt es überhaupt Eltern, die ihre Kinder nie unbewusst traumatisiert haben? Nein, die gibt es nicht.

Schon in unserer eigenen Geschichte ist es vorprogrammiert, dass wir unsere Kinder traumatisieren.
Ich weiß, was du meinst, aber ich würde hier "traumatisieren" lieber durch "verletzen" ersetzen. Ich finde nicht, dass alle Menschen durch ihre Eltern traumatisiert wurden, an der ein oder anderen Stelle verletzt oder übersehen aber sicherlich, weil das kaum vermeidbar ist. Mit dem Begriff "Trauma" wird leider sehr leichtfertig umgegangen, vielleicht kann man solche oben genannten Verletzungen als "Mikrotrauma" bezeichnen.

Liebe Threaderstellerin,

schwierige Situation! Wir kennen jetzt natürlich nur deine Position und nicht das, was deine Tochter dazu sagen und denken würde. Wenn wirklich etwas sehr schlimmes vorgefallen ist, kann ich verstehen, wenn es ihr schwer fällt darüber zu sprechen. Aber so klingt es zumindest aus deiner Position geschildert nicht und dann finde ich ihren Umgang damit nicht gut, solche Andeutungen zu machen aber nicht konkret zu werden.

Ich sehe Stefanie Stahl & Co. auch sehr kritisch, bin aber auch etwas irritiert, da kürzlich in einem anderen Thread ziemlich ähnlich über ihre Bücher geschrieben wurde und frage mich, ob das Zufall ist? 🤔
 
Ich will versuchen mich so kurz wie möglich zu halten.
Meiner Meinung nach sind wir eine Familie, in der es vielleicht auch mal Streit gibt, aber im Großen und Ganzen haben wir immer einen guten Familienzusammenhalt gehabt.
Mittlerweile ist meine Tochter 25 und lebt seit knapp 5 Jahren in ihrer eigenen kleinen Wohnung, aber im gleichen Ort.
Während ihrer Pubertät gab es vielleicht mal die ein oder andere Auseinandersetzung, zum Beispiel, wenn sie abends nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause kam und ich mir Sorgen machte.
Aber es gab nie größere Probleme.
Zuletzt haben wir uns super verstanden.
Ihr Arbeitsplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe zu unserem Haus und so kam sie nach Feierabend oft noch auf einen Kaffee vorbei. Oft bleibt sie auch zum Essen.
Völlig unerwartet warf meine Tochter mir nun vor, ich habe sie in ihrer Kindheit traumatisiert.
Darüber, inwiefern ich das getan habe, schweigt sie sich aus.
Habt ihr einen Rat, wie ich mich verhalten könnte?
Da kann ich nix drüber sagen. Würde mal gerne deine Tochter gerne darüber erzählen hören. Für mich wirkt der Text verharmlosend.

Man muss sich beide Seiten anhören ist sonst so nicht fair.
 
Hat deine Tochter das Gespräch gesucht? Es klingt so, als würdest du eine Aussprache erzwingen wollen. Ich würde sie das einfach in Ruhe lassen. Diese Selbsthilfebücher werden sie schon nicht gehirnwaschen. Manchmal ist sowas ja ganz nützlich.
 
Die Autoren wollen logischerweise die breite Masse erreichen, um ordentlich Profit zu machen.
Zum Problem wird das dann, wenn den Lesern irgendwelche scheinbaren Lösungen als allgemeingültig verkauft werden.
Das Problem sind nicht irgendwelche Psychologogen und Therapeuten, die auch Buchautoren sind.

Könnte es wohl möglich sein, dass du unbeabsichtigt und unmerklich Fehler gemacht hast?
Hast du schon mal von Entwicklungstrauma gehört, das allein durch die Art der Geburt ausgelöst werden kann?
Weißt du sicher, dass deine Tochter niemals durch etwas emotional stark verletzt wurde?

Die Häufigkeit von Kindheitstraumata ist hoch...aber nicht, wenn man die Eltern fragt...
(Wie war es z.B. beim ersten Liebeskummer?)
 
Könnte es wohl möglich sein, dass du unbeabsichtigt und unmerklich Fehler gemacht hast?
Hast du schon mal von Entwicklungstrauma gehört, das allein durch die Art der Geburt ausgelöst werden kann?
Weißt du sicher, dass deine Tochter niemals durch etwas emotional stark verletzt wurde?

Es kann wohl kein Elternteil von sich behaupten, es hätte garantiert keine Fehler gemacht.

Wenn die Kinder aber erwachsen sind und dann solche Vorwürfe machen wie die Tochter der TE, dann wäre es sinnvoll, wenn man Ross und Reiter benennt und nicht sagt "denk mal drüber nach". Das ist völlig sinnfrei.

Ich weiß inzwischen auch von meinen erwachsenen Kindern, dass sie in ihrer Kindheit Ereignisse ganz anders wahrgenommen haben, als ich gedacht hätte. Das ist normal. Darüber kann man aber auf Augenhöhe sprechen, wenn die Kinder erwachsen sind.
 
Wenn Deine Tochter gerade aufarbeitet, nicht mit sich im Reinen ist, wie Du sagst, kann es sein, dass sie in ihrer Verzweiflung sich verrennt. Für mich klingt es so, als würde sie Ursachen für das Scheitern ihrer Beziehung suchen und hat da eine "einfache" Erklärung gefunden.

Es ist nicht fair Dir ggü., was sie da macht. "Denk mal drüber nach" sind unwürdige Machtspielchen und mit 25 ist sie kein kleines Kind mehr.

Auch wenn es ihr gerade nicht gut geht, darf sie so nicht mit Dir umgehen. Und das würde ich ihr auch sagen. In aller Liebe, aber so geht es einfach nicht.

Ich sehe Stefanie Stahl & Co. auch sehr kritisch, bin aber auch etwas irritiert, da kürzlich in einem anderen Thread ziemlich ähnlich über ihre Bücher geschrieben wurde und frage mich, ob das Zufall ist? 🤔
Sie wird hier sehr häufig empfohlen.

Traumatisieren ist das lateinische Wort für verletzen, hat also exakt die gleiche Bedeutung.
Aber im Deutschen wird ein psychisches Trauma anders verwendet und verstanden als Verletzung. Das ist wie mit dem Unterschied Missbrauch/ Misshandlung - im Englischen ein identisches Wort, wir machen da aber einen Unterschied.

Nicht jede Person, die emotional verletzt wurde, ist auch traumatisiert.
 
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