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Tochter wird ausgegrenzt

Wenn sich Eltern einmischen, wird das aus verständlichen Gründen nicht gerne gesehen. Verstehe ich. Aber im Kindergarten hat sich ein Mädchen einen Spaß daraus gemacht, meiner Tochter jeden Morgen auf den Fuss zu springen. Er war schon ganz blau. Ich bin dann morgens mit ihr bis zu ihrem Raum gegangen und habe das Mädchen angesprochen. Was ich ihr sagte, werde ich nicht wiederholen. Von da an war Ruhe. Ja, das war wohl nicht richtig von mir, aber es hat gewirkt, nachdem nichts anderes funktioniert hatte. Wie setzt man eine Grenze, wenn man nicht bereit ist, sie durchzusetzen?
Das hat tatsächlich bei einer befreundeten Familie in einer ähnlichen Situation geholfen. Der Lehrer hat sich die Mobber zur Brust genommen und hat so was ähnliches gesagt wie, wenn ihr das hier weiter macht, dann bekommt ihr mächtigen Ärger mit mir. Das hat geholfen. 😉

Jetzt ist der Junge endlich gewachsen und ähnlich groß, wie die anderen Jungs. Es scheint sich zu entspannen...
 
Liebe Sieben, du machst das alles schon richtig. Ein gutes Verhältnis zum Kind kommt nicht von ungefähr, das baut sich mit den Jahren auf. Ich finde es toll, dass deine Tochter in dir einen Rückhalt hat und auch, dass du dich schlau machst, was ihr in ihrer Situation helfen könnte. Wenn ich mich recht erinnere hat doch jede Stufe einen Vertrauenslehrer, damit würde ich erst einmal anfangen und deine Tochter ermuntern, den mal aufzusuchen. Da musst du gar nicht selber vorstellig werden, das kriegt sie mit ihren 15 Jahren auch schon selber hin. An deiner Stelle würde ich mich wirklich ein bisschen zurücknehmen und ihr auch mal zeigen, dass du ihr zutraust, dass sie - mit dir als Rückhalt - solche Probleme auch selber wuppt. Auch das muss sie lernen - wenn du ihr immer alle Steine aus dem Weg räumst kann sie keine Konfliktkompetenz aufbauen.

Das was du beschreibst ist wirklich nicht selten und Stimmungsschwankungen in der Pubertät alles andere als unnormal. So manches wird überdramatisiert und immer das Ideal bei der Bewertung der eigenen Situation zu Grunde gelegt. Dass es zig andere gibt, die genauso mal zurückgewiesen werden, wird dann gar nicht mehr wahrgenommen.

Meine Tochter hat im Laufe der Oberstufe 2 Herzensmenschen gefunden. Selbst da wurde sie zunächst von einem Jungen sehr enttäuscht. Sie hatte sich mit ihm auf rein freundschaftlicher Ebene SEHR gut verstanden. Leider hatte er eine sehr eifersüchtige Freundin, die in ihr eine Gefahr witterte und seine Familie und das Mädel haben ihm dann die Hölle heiß gemacht, so dass er sich gegen meine Tochter entschieden und von jetzt auf gleich ohne Angabe von Gründen den Kontakt abgebrochen hat. Ich habe sie dann darin bestärkt, dass der Junge ihre Freundschaft gar nicht verdient hat und nach einer überschaubaren Zeit des Grummelns und der Trauer hat sie dann wieder nach vorne geschaut. Als sie jetzt ihr Abi in der Tasche hatten, hat er sich bei ihr gemeldet und sie um Verzeihung gebeten, sich erklärt und gefragt, ob sie sich nochmal mit ihm treffen würde - eine 2. Chance bekam er allerdings von ihr nicht mehr. Ich war richtig stolz auf sie - sie hat einen guten Selbstwert. Ein anderer Junge hatte dann sehr dankbar die Position des besten Freundes eingenommen. Es ist wirklich ein Kommen und Gehen und nur ganz selten gibt es diese tiefen Freundschaften, die Jahrzehnte überdauern. Das ist schon etwas, was du ihr mitgeben kannst.

Sie wird doch trotzdem eingeladen - das fand ich ganz wichtig zu erfahren, denn das ist doch auch Ausdruck des Interesses. Womöglich ist das, was sie als Ausgrenzung empfindet, tatsächlich auch ein bisschen überinterpretiert. Lass dir von niemandem hier dein Kind für therapiereif diagnostizieren. Oft sind das Menschen, die selber gar keine Erfahrung mit Kindererziehung haben, dafür schon viel Negatives im eigenen Leben hinter sich, auch wenn sie es so offen nicht zugeben.

Stärke ihr den Rücken; sei weiter für sie da. Ermuntere sie, sich neue Kontakte zu suchen und biete ihr die Gelegenheit dazu. In diesem Alter sind die Kids ja oft noch darauf angewiesen, dass die Eltern sie von A nach B kutschieren. Was habe ich bis dahin Kilometer abgerissen... 😆
Ich glaube, unsere Situationen sind gar nicht so unähnlich.
 
Es ist wirklich ein Kommen und Gehen und nur ganz selten gibt es diese tiefen Freundschaften, die Jahrzehnte überdauern. Das ist schon etwas, was du ihr mitgeben kannst.
Mir ist eine Schulfreundin noch geblieben. Nach über 30 (!) Jahren. Und es ist sehr schön und ich bin stolz darauf. Wir hatten Höhen und Tiefen, sind nun in unterschiedlichen Ländern, aber meistens ist es doch schön, dass ich sie habe. Hast du solche Freundschaften nicht. Das tut mir dann irgendwie leid für dich und das ist tatsächlich der Lohn dafür, wenn man dranbleibt. Sie kennt mich in allen Lebenslagen, ich brauche mich in keinem Punkt mehr verstellen.

Aber es stimmt, vielleicht begegnet diese Freundin der Tochter der TE erst in ein, zwei Jahren. Ich drücke ihr die Daumen. 🍀
 
Liebe Sieben, du machst das alles schon richtig. Ein gutes Verhältnis zum Kind kommt nicht von ungefähr, das baut sich mit den Jahren auf. Ich finde es toll, dass deine Tochter in dir einen Rückhalt hat und auch, dass du dich schlau machst, was ihr in ihrer Situation helfen könnte. Wenn ich mich recht erinnere hat doch jede Stufe einen Vertrauenslehrer, damit würde ich erst einmal anfangen und deine Tochter ermuntern, den mal aufzusuchen. Da musst du gar nicht selber vorstellig werden, das kriegt sie mit ihren 15 Jahren auch schon selber hin. An deiner Stelle würde ich mich wirklich ein bisschen zurücknehmen und ihr auch mal zeigen, dass du ihr zutraust, dass sie - mit dir als Rückhalt - solche Probleme auch selber wuppt. Auch das muss sie lernen - wenn du ihr immer alle Steine aus dem Weg räumst kann sie keine Konfliktkompetenz aufbauen.

Das was du beschreibst ist wirklich nicht selten und Stimmungsschwankungen in der Pubertät alles andere als unnormal. So manches wird überdramatisiert und immer das Ideal bei der Bewertung der eigenen Situation zu Grunde gelegt. Dass es zig andere gibt, die genauso mal zurückgewiesen werden, wird dann gar nicht mehr wahrgenommen.

Meine Tochter hat im Laufe der Oberstufe 2 Herzensmenschen gefunden. Selbst da wurde sie zunächst von einem Jungen sehr enttäuscht. Sie hatte sich mit ihm auf rein freundschaftlicher Ebene SEHR gut verstanden. Leider hatte er eine sehr eifersüchtige Freundin, die in ihr eine Gefahr witterte und seine Familie und das Mädel haben ihm dann die Hölle heiß gemacht, so dass er sich gegen meine Tochter entschieden und von jetzt auf gleich ohne Angabe von Gründen den Kontakt abgebrochen hat. Ich habe sie dann darin bestärkt, dass der Junge ihre Freundschaft gar nicht verdient hat und nach einer überschaubaren Zeit des Grummelns und der Trauer hat sie dann wieder nach vorne geschaut. Als sie jetzt ihr Abi in der Tasche hatten, hat er sich bei ihr gemeldet und sie um Verzeihung gebeten, sich erklärt und gefragt, ob sie sich nochmal mit ihm treffen würde - eine 2. Chance bekam er allerdings von ihr nicht mehr. Ich war richtig stolz auf sie - sie hat einen guten Selbstwert. Ein anderer Junge hatte dann sehr dankbar die Position des besten Freundes eingenommen. Es ist wirklich ein Kommen und Gehen und nur ganz selten gibt es diese tiefen Freundschaften, die Jahrzehnte überdauern. Das ist schon etwas, was du ihr mitgeben kannst.

Sie wird doch trotzdem eingeladen - das fand ich ganz wichtig zu erfahren, denn das ist doch auch Ausdruck des Interesses. Womöglich ist das, was sie als Ausgrenzung empfindet, tatsächlich auch ein bisschen überinterpretiert. Lass dir von niemandem hier dein Kind für therapiereif diagnostizieren. Oft sind das Menschen, die selber gar keine Erfahrung mit Kindererziehung haben, dafür schon viel Negatives im eigenen Leben hinter sich, auch wenn sie es so offen nicht zugeben.

Stärke ihr den Rücken; sei weiter für sie da. Ermuntere sie, sich neue Kontakte zu suchen und biete ihr die Gelegenheit dazu. In diesem Alter sind die Kids ja oft noch darauf angewiesen, dass die Eltern sie von A nach B kutschieren. Was habe ich bis dahin Kilometer abgerissen... 😆
Ich glaube, unsere Situationen sind gar nicht so unähnlich.
Ich danke dir! Ich werde ihr weiterhin den Rücken stärken … und versuchen sie zu unterstützen… den Vorschlag mit dem Vertrauenslehrer werde ich ihr geben. Wenn sie für sich möchte soll sie da gerne hingehen.
Ich kann dir gar nicht sagen wieviel Kilometer ich schon hin und hergefahren bin 😅 🤣
Solcher Erfahrungen müssen wir wahrscheinlich machen um uns zu stärken … irgendwann wird sie wahrscheinlich wie deine Tochter auch mehr Selbstwertgefühl entwickeln …
Da sie sensibel ist , hatte ich ja geschrieben und wie du schon geschrieben hast, eventuell überinterpretiert sie das in manchen Situationen und reagiert zu schnell mit sich zurückziehen …
 
Den Kids wird ja auch oft eine idealisierte Welt vorgeführt in Social Media, dem Fernsehen.. natürlich möchten sie das dann auch und halten sich für unnormal und absonderlich, wenn es bei ihnen anders läuft. Ich selber finde es dann auch schwierig, das nachzuvollziehen, da das meine Welt erst recht nicht ist.

Alles, was bei uns in den Jahren zunächst problematisch erschien, entpuppte sich am Ende als halb so wild. Im Moment selber litt man natürlich mit dem Kind, weil man ihm nur Glück und Erfolg wünscht. So funktioniert das Leben aber leider nicht. Da ist es wertvoll, wenn die Kinder über eine solide Resilienz verfügen. Die kann man aufbauen, muss sie aber trainieren. Vielleicht wäre auch das noch etwas für deine Tochter. Google mal danach. Es gibt kleine praktische Übungen, die z.B. dabei helfen, das Positive stärker wahrzunehmen. Im Buchhandel gibt es dazu z.B. kleine Kärtchen für jeden Tag - auch nett und gerade junge Mädchen mögen ja diesen cute stuff. https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1060467565
 
Hey @Sieben_7
ich wünsche dir, dass das gut ausgeht, wirklich. 🙂 Deine Tochter klingt sehr nett, klug, sensibel... Sie schafft das schon.

Das ist ja auch ein Abwägen, ab wann man ernsthaft eingreift, ich verstehe das. Du siehst ja, viele haben Vorurteile, wenn man Therapie macht. Man bekommt dann einen zusätzlichen Stempel aufgedrückt. Ja, Vertrauenslehrer ist doch erstmal gut. Das klingt nicht so "krank". Und wenn der mal einmal kräftig auf den Tisch haut, auch gut. Der wird schon wissen, was weiter zu tun ist. Das wird schon werden. ❤
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Kids wird ja auch oft eine idealisierte Welt vorgeführt in Social Media, dem Fernsehen.. natürlich möchten sie das dann auch und halten sich für unnormal und absonderlich, wenn es bei ihnen anders läuft. Ich selber finde es dann auch schwierig, das nachzuvollziehen, da das meine Welt erst recht nicht ist.

Alles, was bei uns in den Jahren zunächst problematisch erschien, entpuppte sich am Ende als halb so wild. Im Moment selber litt man natürlich mit dem Kind, weil man ihm nur Glück und Erfolg wünscht. So funktioniert das Leben aber leider nicht. Da ist es wertvoll, wenn die Kinder über eine solide Resilienz verfügen. Die kann man aufbauen, muss sie aber trainieren. Vielleicht wäre auch das noch etwas für deine Tochter. Google mal danach. Es gibt kleine praktische Übungen, die z.B. dabei helfen, das Positive stärker wahrzunehmen. Im Buchhandel gibt es dazu z.B. kleine Kärtchen für jeden Tag - auch nett und gerade junge Mädchen mögen ja diesen cute stuff. https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1060467565
Danke dir. So Karten hatten wir tatsächlich auch schon …. Hatte sie jeden Tag im Adventskalender 😊
 
Nein, man braucht eben nicht für jedes Problem einen Therapeuten. Menschen, die so denken und wirklich bei jeder Hürde im Leben bei Therapruten auflaufen, sind tarsächlich dafür verantwortlich, dass keine Plätze verfügbar sind, wenn Menschen wirklich dringend Hilfe brauchen. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Wer sich das Knie gestoßen und einen blauen Fleck hat, der sollte nicht gleich in die Notfallambulanz rennen.
Dieses Mädchen wird wiederholt ausgegrenzt, sie weint regelmäßig. Findest du das noch normal. Aber klar, da kann die TE ja mal ihre Tochter fragen, brauchst du Hilfe. Hast du dir nur das Knie gestoßen, oder ist die Kniescheibe gebrochen. Oder man lässt das im Zweifelsfall den Arzt (Therapeuten) abklären, wenn die Tochter das denn möchte.

Ich habe hier gerade wieder einen Ausgrenzungs-Fall und den kann ich tatsächlich nur mit therapeutischer Hilfe lösen, als Erwachsene! Aber das kann wirklich nur die TE einschätzen, wie ernst das ist. Ich hatte das auch erstmal laufen lassen, bis ich das ganze Ausmaß begriffen habe.

Es ist halt nicht jeder so entschieden wie du und nicht jeder hat gleich Alternativen an der Hand...

Ach Mensch, du musst das doch auch verstehen, dass die Menschen unterschiedlich sind. Manche halten mehr aus als andere. Manchen fällt es einfacher Freunde zu finden als anderen. Ich hoffe, dass die Tochter der TE die Kurve kriegt, sie ist ja noch ein Teenager. Ich möchte nur dalassen, dass sie im Zweifelsfall keine Scheu haben sollte, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich finde, die Gesellschaft muss sich da verändern. Die USA ist da doch schon weiter. Da hat jeder seinen Therapeuten, das gehört zur Selbstfürsorge dazu. Natürlich, dafür ist die Versorgung in Deutschland zu schlecht. Aber das ist ein strukturelles Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Flucht ist oft panisch, überstürzt, unüberlegt. Für dich mag es eine Flucht sein, für mich wäre das eine Entscheidung, mich einer solchen Situation nicht länger auszusetzen zu wollen, einfach weil ich niemandem das Recht gebe, mich schlecht zu behandeln..
Du, aber wenn man "flieht", nimmt man sich selbst doch immer wieder mit und wenn man das nicht bearbeitet, gerät man immer und immer wieder in dieselbe Schleife leider. Es tut mir leid, ich bin tatsächlich ein bisschen müde hier gerade.

Liebe @Sieben_7, dein Kind schafft das schon. Nicht jeder ist so seltsam wie ich. 😉
 

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