M
moña.a
Gast
Sehr gut ,dieser Beitrag,dass sind gute Vorschläge,das könnte man in Erwägung ziehen.Viele Fragen auf einmal...
Ok - einen Behindertenausweis gibts beim Versorgungssamt (in Hamburg). Wo ist eure Tochter mit dem Wohnsitz gemeldet? Wenn das bei euch in S-H ist, dann dieses Bundesland zuständig. Wo ist denn ihr derzeitiger bzw. ihr überwiegender Aufenthalt? In Hamburg kann man den Antrag auf (Schwer)Behinderung auch online beim Versorgungsamt stellen. In S-H- müsstest du dich halt mal bei eurer Stadtverwaltung erkundigen, wie und wo das geregelt wird.
Wie seid ihr denn sonst vernetzt? Habt ihr Kontakt zu Selbsthilfegruppen bzw. Behindertenverbänden? Die sind in der Regel schon sehr versiert und hilfreich, was derart administrative Vorgänge betrifft. Habt ihr keine Kontaktadressen bzw. Empfehlungen von der Tagesklinik bekommen? Falls nicht könntet ihr da nochmal intensiver nachhaken.
Und das Wichtigste:
Worauf hat eure Tochter denn Lust? Liegen ihr soziale Kontakte, ist sie kommunikativ, kann sie auf andere Menschen zugehen? Hätte sie denn Freude z.B. in der Pflege oder der Gastronomie? Oder Gartenbau, Floristik - irgendetwas Praktisches, mit oder ohne Kundenkontakt. Was würde ihr liegen, wo könnte sie ihre Ressourcen zu Entfaltung bringen? Was macht sie gerne, wo blüht sie auf? Das solltet ihr zuallererst abklären, bevor sie" in eine Maßnahme gesteckt" wird. Ich verlinke mal hier ein Beispiel:
https://www.nordkirche.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/petricafe
Ich selbst bin ein anerkannter "mathematischer Vollidiot" und habe damit ein Studium abgeschlossen, obwohl ich bis heute keinen Dreisatz rechnen kann. So what? Brauche ich bei meiner Arbeit auch nicht. Es bringt auch nix, immer nur auf die Defizite zu starren. Jeder Mensch bringt Ressourcen mit- man muss sie nur erkennen, würdigen und fördern.