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Freundin hat Abschlussarbeit nicht bestanden. Wie helfen?

Sarah05

Mitglied
Liebe Community!

Eine Freundin von mir hatte am Mittwoch ihre mündlichen Maturaprüfungen (Österreich). Sie war sowohl bei der schriftlichen Matura als auch bei den mündlichen Prüfungen super gut, hat aber leider die VWA ( Abschlussarbeit am Gymnasium ) nicht bestanden. Sie weiß das bereits seit Ende April. Obwohl sie die schriftlichen und mündlichen Maturaprüfungen super bestanden hat, gilt die Matura als nicht bestanden aufgrund der negativen Abschlussarbeit. Natürlich steht dies im Zeugnis. Sie muss nun eine neue Arbeit schreiben und diese bis September einreichen. Im Oktober findet das neue Kolloqium statt.

Sie (18 Jahre alt) hat bisher noch nicht mit ihren Eltern gesprochen, da sie als bisherige Vorzeigeschülerin wahnsinnige Angst davor hat. Nächste Woche findet die Maturafeier statt. Sie ist natürlich trotzdem eingeladen. Normalerweise gehen die Eltern zu diesem Anlass mit, allerdings würde dies natürlich dazu führen, dass die Eltern von der negativen Arbeit erfahren. Sie ist total verzweifelt und überlegt bis Oktober den Eltern vorzulügen, dass sie ihr Zeugnis verloren hat.

Ich habe ihr gesagt, dass ich sie gerne beim Gespräch mit ihren Eltern unterstützen kann, aber sie traut sich nicht. Dennoch ist es natürlich ein großer psychischer Druck den Eltern nichts davon zu erzählen.
Was würdet ihr ihr raten? Wie kann sie ihren Eltern von der negativen Arbeit erzählen? Sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter, aber ihr Vater würde sie mit Sicherheit schimpfen🙁

Grüße und schönen Tag noch🙂
 
Hallo Sarah05,
schön, dass du deiner Freundin helfen möchtest! 🙂 Es hilft ihr sicher schonmal, dass sie mit dir reden kann und nicht alleine für sich damit umgehen muss.

Auf deine Frage: Manchmal tut es gut, nicht für das konkrete, scheinbar große Problem nach einem Lösungsansatz zu suchen, sondern probeweise mal für ein scheinbar kleineres ... also etwa so: Was würde sie denn machen, wenn es nicht die Matura wäre, sondern irgend ein Schwimmabzeichen? Wie würde sie das zu Hause kommunizieren, dass sie ein Drittel der Prüfung nochmal machen muss?

Und genau so würde ich es dann auch angehen. Und dabei gleich sagen: Liebe Eltern, ich brauche bitte in den nächsten Monaten eure Unterstützung, damit ich es beim zweiten Anlauf schaffe.

Die Angst vor Schimpfe ist verständlich, hilft hier aber gar nicht weiter und verleitet zu einer weniger guten Problemlösung. Sie sollte ihre ganze Kraft lieber darauf konzentrieren, eine ausreichend gute Arbeit zu schreiben. Und sich vielleicht auch einen Plan B überlegen, falls es auch dann nicht klappt. Dann geht je die Welt nicht unter, sondern sie muss sich einfach einen anderen Weg suchen.

Viel Erfolg!
Werner
 
Ein absurdes Schulsystem, aber da kann man jetzt auch nichts dran ändern.
Was sie tun soll?
Es aufschreiben. Aich, dass sie Angst vor ihren Eltern hat.
Brief den Eltern hinlegen, spazierengehen.
Nach hause kommen, Umarmung, ist doch gar nicht so schlimm, das kriegen wir schon hin.
Brief etwa so:

"Liebe Mama, lieber Papa,
ich schreibe euch, weil ich sehr bedrückt bin und mich schäme. Außerdem habe ich Angst vor eurer Reaktion. Es geht um die Maturaarbeit. Ich habe zwar alle Klausuren und mündliche Prüfungen bestanden, aber die Abschlussarbeit nicht. Ich kann sie im September wiederholen.
Ich weiß, dass ihr nun sehr enttäuscht seid, weil ich immer eure Vorzeigetochter war. Nun bin ich das nicht und es ist sehr hart für mich, euch zu enttäuschen.
Wenn ihr mögt, besprechen wir zusammen, was ich bei der Wiederholungsarbeit besser machen kann und ihr könnt auch gerne gegenlesen. Ich brauche euch und eure Hilfe, traue mich aber nicht, direkt danach zu fragen.

Ich habe euch lieb.
Eure XXX"
 
Sie kann sie also wiederholen? Dann ist doch noch alles offen. Sie soll sich einen Nachhilfelehrer suchen und mit ihm pauken. Dann klappt das schon!
 
Ich hab mal eine ganz andere Frage: Wie konnte es denn passieren, dass sie als Musterschülerin die Abschlussarbeit versemmelt? Denn das sollte beim nächsten Mal ja klappen.
Ist das sowas wie eine Hausarbeit, für die man paar Wochen Zeit hat? Wenn ja, dann kann es mit Prüfungsangst ja nichts zu tun haben.
 
Am besten beichtet sie es ihren Eltern sofort.
Ehe diese es durch andere Leute erfahren, was sehr naheliegend ist.
Außerdem müsste sie sich ansonsten bis zum Herbst die ganze Zeit quälen, ihr würde es monatelang nur schlecht gehen.
Weil die Wahrheit eh ans Licht kommt.

Auch wenn die Eltern kurz schimpfen oder enttäuscht sind, wenn sie es durch andere erfahren oder erst im Herbst, dann werden sie noch viel enttäuschter sein, weil sie so lange belogen wurden.

Wobei ich eh nicht verstehen kann, wie sie das verheimlichen könnte.
Gewöhnlich sind die Eltern bei der Abiturfeier dabei, man bekommt das Zeugnis und die Eltern wollen es sicherlich sehen, bei uns stehen die neuen Abiturienten mit Namen in der Zeitung…

Außerdem überlegt man doch meistens mit den Eltern zusammen, wie es nach dem Abi weitergehen soll…

Von daher: Sofort erzählen und es wird ihr ein Stein von der Seele fallen
 
Am besten bespricht sie es zu erst mit ihrer Mutter, dann weiß diese schon mal Bescheid und zusammen erzählen sie es dem Vater.
So was kommt in den besten Familien vor.
Da sie die Chance hat, die Arbeit bis September nachzuholen, können sie gemeinsam eine hilfreiche Lösung finden.
 
Ich hab mal eine ganz andere Frage: Wie konnte es denn passieren, dass sie als Musterschülerin die Abschlussarbeit versemmelt? Denn das sollte beim nächsten Mal ja klappen.
Ist das sowas wie eine Hausarbeit, für die man paar Wochen Zeit hat? Wenn ja, dann kann es mit Prüfungsangst ja nichts zu tun haben.
Naja, sie hatte eine Themenverfehlung, tat sich schwer für das Thema zu recherchieren etc. Ich denke auch guten Schülern kann mal ein Missgeschick passieren.
LG
 
Naja, sie hatte eine Themenverfehlung, tat sich schwer für das Thema zu recherchieren etc. Ich denke auch guten Schülern kann mal ein Missgeschick passieren.
LG
Genau 👍,
Jedem kann das mal passieren.
Und deshalb ist es auch so wichtig, dazu zu stehen und es den Eltern mitzuteilen.
Hoffentlich hat sie es bereits getan.
Damit sie sorglos den Sommer genießen kann ☺️
 
Was waren denn ihre weiteren Pläne? Studium? Berufsausbildung?

Keine Ahnung, wie das in Österreich ist - in Deutschland würde das vermutlich bereits bei den Nachweisen für die Weiterzahlung des Kindergeld's auffliegen.
 

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