[FONT="] Dann kennst du die tibetische Geschichte nicht! [/FONT]Gut, offiziell verzichtet man darauf, das Wort "Unabhängigkeitsbestrebung" zu verwenden, um die chinesische Regierung nicht zu sehr zu reizen, aber sprich mit einem Nepalesen und der wird dir erzählen, dass er von Unabhängigkeit statt Autonomie träumt. Autonomie ist der erste Schritt zur Unabhängigkeit. Diese Ehrlichkeit können wir uns hier leisten. Wenn dies nicht als erster Schritt gedacht ist, warum sieht man nepalesischen Fahnen? Fahnen sind das nationalistischste, das ein Land zu bieten hat neben seiner Nationalhymne, die Tibet übrigens auch hat, ebenso eine eigene Sprache und eigene Schrift.
China wird Tibet nicht hergeben und mit ALLEN Mitteln das auch durchsetzen - ohne Rücksichten. Ein Unabhängigkeit Tibets wird es nicht mehr geben, meine Meinung. Das weiß auch der Dalai Lama und hat es sich deshalb zum Ziel gemacht lediglich eine Autonomie anzustreben, damit die Tibeter in Ruhe und vor allem "angstfrei" IHRE Religion/Tradition leben und ihre Sprache sprechen können.
Ist das zu viel verlangt?
Wohl kaum.
China hat zwar seine vollkommen rigorose Haltung GEGEN Religion aufgeben, aber nur weil sie eingesehen haben, dass man den Menschen "das Glauben" nicht verbieten kann.
Ein Glaube hält sich umso hartnäckiger je härter man gegen ihn und die Gläubigen vorgeht. Da haben wohl ein paar Chinesen die an der Macht sind eingesehen. Allerdings sehen sie auch die Möglichkeit einer neuen Einnahmequelle: der Tourismus.
Ich denke, dass die Tibeter sich mit ihrer Vorgehensweise selbst ins Knie geschossen haben.
Sie haben zwar alle Rechte auf die Straßen zu gehen und zu demonstrieren, aber die werden an China scheitern. Wie man ja sieht.
Es ist gut möglich, dass sie dadurch um Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte zurückgeworfen werden.
Das weiß auch der Dalai Lama und ruft deshalb zur Friedlichkeit auf.
Aber, und ich finde das darf man nicht vergessen, sind die Forderung der Tibeter gerechtfertigt. Die Forderung nach Freiheit mit allem was dazugehört.
Auf der einen Seite steht das Recht - auf der anderen Seite die Möglichkeiten.
Friedlicher Protest ist ein Kompromiss auf Kosten Schwächerer. Wir würden damit kein Jahr leben können. Die Tibeter tun es schon seit 50 Jahren.