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Tibet

  • Starter*in Starter*in Catherine
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    tibet
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[FONT=&quot]
Allerdings sind es keine Jahrhunderte sondern ca. 50 Jahre. [/FONT]
[FONT=&quot] Dann kennst du die tibetische Geschichte nicht!
Es geht auch nicht um Unabhängigkeit, sondern um -wie oben schon erwähnt- Autonomie des Glaubens und der Tradition. Dafür sollte kein Mensch betraft werden.
[/FONT] Gut, offiziell verzichtet man darauf, das Wort "Unabhängigkeitsbestrebung" zu verwenden, um die chinesische Regierung nicht zu sehr zu reizen, aber sprich mit einem Nepalesen und der wird dir erzählen, dass er von Unabhängigkeit statt Autonomie träumt. Autonomie ist der erste Schritt zur Unabhängigkeit. Diese Ehrlichkeit können wir uns hier leisten. Wenn dies nicht als erster Schritt gedacht ist, warum sieht man nepalesischen Fahnen? Fahnen sind das nationalistischste, das ein Land zu bieten hat neben seiner Nationalhymne, die Tibet übrigens auch hat, ebenso eine eigene Sprache und eigene Schrift.
 

Hallo malin,

schau mal hier: Tibet. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Also schon sehr kalkuliertes politisches Handeln einer Kaste, die sich mehr um das Seelenheil als um Politk kümmern sollte. Ob nun jetzt oder genau zu den Spielen der richtige oder „bessere“ Zeitpunkt für Proteste gewesen wäre, ist müßig darüber nachzudenken. Jetzt bleibt man mindestens bis zu und nach den Spielen in den Medien präsent. Und wer weiss, was während der Spiele noch alles geplant ist.

Der Dalai Lama ist das politische, sowie geistliche Oberhaupt der Tibeter, in etwa vergleichbar mit dem Papst im Vatikan-Staat. Deine Forderung, die tibetischen Mönche sollen sich lieber anektieren lassen und besetzen lassen, als die Staatsgeschäfte selbst wahrzunehmen finde ich ein wenig seltsam und realitätsfremd. Ist es denn so schwer vorstellbar, dass ein religiöser Orden anstatt einer Monarchendynastie regiert?
 
Und was sollen sie bitte deiner Meinung nach tun.
Die Vereinten Nationen wissen um die Situation in Tibet schon lange nur es tut sich nichts, es wird zugeschaut.
Wie sollen sich die Tibeter denn zur Wehr setzen?

Miteinander reden - das, was man zu oft in der Politik versäumt. Verhandeln - und zwar heftig und unerbittlich. Woher weisst du, was bei der UNO in Bezug auf Tibet gemacht wird ? Wir sehen nur, dass es keine Veränderungen gibt. Ob verhandelt wird, wissen wir nicht.

Wie willst du den Konflikt lösen? Was willst du ? Krieg? Dass die USA oder die UNO sich militärisch einschaltet, weil hier ein guter David gegen einen bösen Goliath aufbegehrt? Dass daraus ein Weltkrieg entstehen kann, ist dir egal?
 
Der Dalai Lama ist das politische, sowie geistliche Oberhaupt der Tibeter, in etwa vergleichbar mit dem Papst im Vatikan-Staat.
Nein, der Papst ist das Oberhaupt aller Katholiken, während der Dalai Lama das buddhistische Oberhaupt nur eines Landes ist. Das politische Oberhaupt ist ein demokratisch gewählter Exil-Premierminister. Dass der Dalai Lama auch eine durchaus sehr starke politische Autorität ist, ist ein Nebenschauplatz.

Deine Forderung, die tibetischen Mönche sollen sich lieber anektieren lassen und besetzen lassen, als die Staatsgeschäfte selbst wahrzunehmen finde ich ein wenig seltsam und realitätsfremd. Ist es denn so schwer vorstellbar, dass ein religiöser Orden anstatt einer Monarchendynastie regiert?
Gut, du findest es seltsam, ich finde aber, dass es nicht gut ist, wenn eine Religionsgemeinschaft Politik betreibt. Politik ist das dreckigste Geschäft, das ich mir vorstellen kann und ist daher in meinen Augen nicht vertretbar für Mönche. Guck dir Europa zur Zeit des Mittelalters an, dann weisst du, was ich meine.
 
[FONT=&quot] Dann kennst du die tibetische Geschichte nicht! [/FONT]Gut, offiziell verzichtet man darauf, das Wort "Unabhängigkeitsbestrebung" zu verwenden, um die chinesische Regierung nicht zu sehr zu reizen, aber sprich mit einem Nepalesen und der wird dir erzählen, dass er von Unabhängigkeit statt Autonomie träumt. Autonomie ist der erste Schritt zur Unabhängigkeit. Diese Ehrlichkeit können wir uns hier leisten. Wenn dies nicht als erster Schritt gedacht ist, warum sieht man nepalesischen Fahnen? Fahnen sind das nationalistischste, das ein Land zu bieten hat neben seiner Nationalhymne, die Tibet übrigens auch hat, ebenso eine eigene Sprache und eigene Schrift.

China wird Tibet nicht hergeben und mit ALLEN Mitteln das auch durchsetzen - ohne Rücksichten. Ein Unabhängigkeit Tibets wird es nicht mehr geben, meine Meinung. Das weiß auch der Dalai Lama und hat es sich deshalb zum Ziel gemacht lediglich eine Autonomie anzustreben, damit die Tibeter in Ruhe und vor allem "angstfrei" IHRE Religion/Tradition leben und ihre Sprache sprechen können.

Ist das zu viel verlangt?
Wohl kaum.

China hat zwar seine vollkommen rigorose Haltung GEGEN Religion aufgeben, aber nur weil sie eingesehen haben, dass man den Menschen "das Glauben" nicht verbieten kann.
Ein Glaube hält sich umso hartnäckiger je härter man gegen ihn und die Gläubigen vorgeht. Da haben wohl ein paar Chinesen die an der Macht sind eingesehen. Allerdings sehen sie auch die Möglichkeit einer neuen Einnahmequelle: der Tourismus.

Ich denke, dass die Tibeter sich mit ihrer Vorgehensweise selbst ins Knie geschossen haben.

Sie haben zwar alle Rechte auf die Straßen zu gehen und zu demonstrieren, aber die werden an China scheitern. Wie man ja sieht.
Es ist gut möglich, dass sie dadurch um Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte zurückgeworfen werden.

Das weiß auch der Dalai Lama und ruft deshalb zur Friedlichkeit auf.

Aber, und ich finde das darf man nicht vergessen, sind die Forderung der Tibeter gerechtfertigt. Die Forderung nach Freiheit mit allem was dazugehört.

Auf der einen Seite steht das Recht - auf der anderen Seite die Möglichkeiten.

Friedlicher Protest ist ein Kompromiss auf Kosten Schwächerer. Wir würden damit kein Jahr leben können. Die Tibeter tun es schon seit 50 Jahren.
 
Gut, du findest es seltsam, ich finde aber, dass es nicht gut ist, wenn eine Religionsgemeinschaft Politik betreibt. Politik ist das dreckigste Geschäft, das ich mir vorstellen kann und ist daher in meinen Augen nicht vertretbar für Mönche. Guck dir Europa zur Zeit des Mittelalters an, dann weisst du, was ich meine.

Das weiß auch der Dalai Lama und hat deshalb schon sehr früh nach seiner Flucht nach Indien eine tibetische Exilregierung gegründet - mit eben dem Ziel Religion und Politik zu trennen.
Sehr weise und vor allem weit vorausschauend.
 
Nein, der Papst ist das Oberhaupt aller Katholiken, während der Dalai Lama das buddhistische Oberhaupt nur eines Landes ist. Das politische Oberhaupt ist ein demokratisch gewählter Exil-Premierminister. Dass der Dalai Lama auch eine durchaus sehr starke politische Autorität ist, ist ein Nebenschauplatz.

Ich sagte ja auch nur "in etwa". 🙄

Gut, du findest es seltsam, ich finde aber, dass es nicht gut ist, wenn eine Religionsgemeinschaft Politik betreibt. Politik ist das dreckigste Geschäft, das ich mir vorstellen kann und ist daher in meinen Augen nicht vertretbar für Mönche. Guck dir Europa zur Zeit des Mittelalters an, dann weisst du, was ich meine.

Vielleicht ist es dir entgangen, aber wir leben nicht mehr im Mittelalter. Ausserdem haben wir mit unserer Diktatur-Demokratie die Weisheit in puncto Staatswesen nun wirklich nicht gepachtet. Wenn die Tibeter ihrer Tradition gemäß von dem Handeln eines Mönchsordens und eines Dalai Lamas abhängig sein möchten, finde ich, sollte man das respektieren. China ist grundlos gewaltsam in dieses Land einmarschiert und hat seitdem eine ethnische Säuberung vorgenommen. Ich finde die Tibeter haben alles Recht der Welt, für ihre Kultur und ihre Tradition zu kämpfen. Und das unabhängig davon, ob ein Verfechter der Demokratie das richtig oder falsch findet.

Mal Hand aufs Herz, wenn du eine Gehaltserhöhung von deinem Chef möchtest, rufst du ihn doch auch nicht nachts um 03:00 Uhr an, weil dann die Chance, dass du sie bekommst ungefähr gleich 0 ist. Nein du wartest, bis dir ein günstiger Moment gekommen scheint, an dem er gute Laune hat. Ich finde es nur natürlich, dass die Tibeter, die sich mit ihren Protesten im Recht befinden, die Gunst der Stunde nutzen, wenn die Aufmerksamkeit der Welt ausnahmsweise mal auf diese Region gelenkt wird.
 
Ich finde es nur natürlich, dass die Tibeter, die sich mit ihren Protesten im Recht befinden, die Gunst der Stunde nutzen, wenn die Aufmerksamkeit der Welt ausnahmsweise mal auf diese Region gelenkt wird.

Ich habe schon in meinem ersten Posting nichts anderes geschrieben, nämlich : Taktisch sehr klug, denn der Zeitpunkt verspricht größtmögliche Medienpräsenz.........

Im übrigen wird die Aufmerksamkeit nicht auf die "Religion" gelenkt, denn Buddhismus an sich ist keine Religion, sondern eine Geisteshaltung. Die Aufmerksamkeit wird auf das Land Nepal gelenkt.

Das Wort "Diktatur-Demokratie" im Zusammenhang mit Deutschland ( wenn du mal die DDR außer Acht lässt ) ist mir neu, aber du wirst es mir sicher erklären können.

Ja, wir Europäer leben zum Glück inzwischen nicht mehr im Mittelalter, in anderen Ländern der Welt sieht es auch heute noch anders aus. Europa ist kein Maßstab. Dennoch liegt es mir fern, die Regierungsform oder Zusammensetzung der Regierung eines anderes Landes zu kritisieren. Aber die Geschichte lehrt, dass Religion und Politik in einer Hand nichts Gutes verspricht - im übrigen auch die Geschichte Tibets.
 
Tibet gehört zur Volksrepublik China.
Die angeblich doch so friedlich gesinnten
Tibeter täten gut daran, keine Toten zu
provozieren. Der Widerstand wird auch von
außen gesteuert.

Herzlichst

Germ
 
Ich habe schon in meinem ersten Posting nichts anderes geschrieben, nämlich : Taktisch sehr klug, denn der Zeitpunkt verspricht größtmögliche Medienpräsenz.........

Nur mit dem Unterschied, dass du das implizit kritisiert hast und ich es befürwortet habe.

Im übrigen wird die Aufmerksamkeit nicht auf die "Religion" gelenkt, denn Buddhismus an sich ist keine Religion, sondern eine Geisteshaltung. Die Aufmerksamkeit wird auf das Land Nepal gelenkt.

Erstens schrieb ich Region und nicht Religion, zweitens ist das größte Merkmal einer Religion die Ausformulierung einer Weltanschauung, oder wie du es nennst Geisteshaltung.

Das Wort "Diktatur-Demokratie" im Zusammenhang mit Deutschland ( wenn du mal die DDR außer Acht lässt ) ist mir neu, aber du wirst es mir sicher erklären können.

Bei einer Demokratie geht die Macht vom Volke aus, bei uns haben die Bürger vor den Parteien zu kuschen ohne die Mölichkeit sinnvoll etwas gegen diese hierarchischen Monstrositäten etwas tun zu können (bei der Wahl bleibt die Entscheidung zwischen Pest und Cholera übrig), was in sich auch eine Form der Diktatur darstellt.

Ja, wir Europäer leben zum Glück inzwischen nicht mehr im Mittelalter, in anderen Ländern der Welt sieht es auch heute noch anders aus. Europa ist kein Maßstab. Dennoch liegt es mir fern, die Regierungsform oder Zusammensetzung der Regierung eines anderes Landes zu kritisieren. Aber die Geschichte lehrt, dass Religion und Politik in einer Hand nichts Gutes verspricht - im übrigen auch die Geschichte Tibets.

Aber genau das tust du. Du behauptest, dass die Tibeter mit ihrer Kultur nicht staatsfähig sind, ich sehe da nur ein Problem: Man kann nicht in Frieden ruhen, wenn es der böse Nachbar nicht will. Nicht die Tibetische Kultur ist das Problem, sondern die chinesische.
 
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