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Tibet

  • Starter*in Starter*in Catherine
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    tibet
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Nun, dann lies mal etwas genauer über Tibet und die Bedeutung des 10. März. Jedes Jahr am 10. März gibt es Demonstartionen und aus dieser in diesem Jahr ist etwas mehr entstanden. Zu Beginn waren genug Ausländer im Land, und wenn du nicht auf einem Auge blind bist, ging es eindeutig durch die Medien, dass die Unruhen (traditionell, wie jedes Jahr) aus einer Demonstration der Tibeter ausging.


Nun, wenn man grundlos auf Demonstranten einprügelt, kann man eine Unruhe auch provozieren.

Warum wurden denn dann alle ausländischen Journalisten aus Tibet und den anderen Regionen ausgewiesen und warum wurden ihnen Strafen angedroht wenn sie speziell diese Regionen nicht verlassen?

Du sprichts dauernd davon, dass geredet werden muss, die chinesische Regierung aber verweigert den Dialog und ruft dazu auf die Dalai Clique zu vernichten.
Die chinesische Regierung hat Demonstranten die sich stellen angeboten, dass das Strafmaß angemessen sein würde.
Würdest du dich stellen in einem Land, welches unter Umständen die Todesstrafe als angemessen ansieht bei politischen Delikten?
 

Hallo lumiere_de_ciel,

schau mal hier: Tibet. Hier findest du vielleicht was du suchst.

[FONT=&quot]
Warum wurden denn dann alle ausländischen Journalisten aus Tibet und den anderen Regionen ausgewiesen und warum wurden ihnen Strafen angedroht wenn sie speziell diese Regionen nicht verlassen?
Ich denke, hier verwechselst du die Reihenfolge der Geschehnisse. Als noch demonstriert wurde, war nicht die Rede davon, dass alle Ausländer das Land verlassen sollten, erst als es zu Unruhen und Ausschreitungen gekommen war. Im übrigen finde ich diese Art Chinas mit Journalisten / Ausländern umzugehen auch nicht in Ordnung.

Du sprichts dauernd davon, dass geredet werden muss, die chinesische Regierung aber verweigert den Dialog und ruft dazu auf die Dalai Clique zu vernichten.
Ja, was passt dir daran nicht, den Dialog zu fordern statt weitere Unruhen ? Welches realistische (!) Ziel sollen sie haben ? China in die Knie zu zwingen oder China so zu reizen, dass Tibet niedergebombt wird? Würdest du gern haben, dass die Unruhen sich ausbreiten und unüberschaubar viele Menschen sterben? Hin und wieder sollte man auch mal ein wenig über die Mentalität der Chinesen nachdenken. Ich habe schon einmal in diesem Thread über Gesichtsverlust geschrieben. Wenn man ( und damit meine ich die Politiker in der ganzen Welt, die jetzt so aufjaulen und nach Menschenrechten schreien ) sich mit der gleichen Vehemenz auf diplomatischem Gebiet sich nur mit halb so viel Energie ins Zeug geworfen hätte, wäre auf die stille Art im Laufe der vielen Jahre möglicherweise viel mehr erreicht worden. Und von daher finde ich dieses ganze Gerede der Politiker ziemlich heuchlerisch. [/FONT]
 
Hi malin,
Es ist ein Unterschied zwischen einer Demonstration und Unruhen!
Nja, im Lexikon schon. Von der Sache her ist es nur ein gradueller Unterschied - es sind sozusagen zwei Seiten der gleichen Medallie.


[FONT=&quot]Ja, was passt dir daran nicht, den Dialog zu fordern statt weitere Unruhen ? Welches realistische (!) Ziel sollen sie haben ?[/FONT]
Niemand fordert hier Unruhen. Dass man mit brennenden Autos mehr Aufmerksamkeit bekommt, als mit Petitionen und Mahnwachen ist allerdings so - aber das ist eine andere Sache.

Ich für meinen Teil finde es übrigens erstaunlich, wie lange und wie intensiv es schon gewaltlose Proteste gegen die Verhältnisse in Tibet gibt. In und ausserhalb von Tibet.
Ich halte es darum auch für ausgeschlossen, dass China die Situation in Tibet eskaliert. Es gibt keinen Grund für China, dort Bomben zu werfen - ganz im Gegenteil. Und es gibt in Tibet auch keinen Widerstand, der Waffenlieferungen aus den USA entgegennehmen könnte.

Frohe Ostern, Benjamin

XXXXXXXXXXXXXX
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich für meinen Teil finde es übrigens erstaunlich, wie lange und wie intensiv es schon gewaltlose Proteste gegen die Verhältnisse in Tibet gibt. In und ausserhalb von Tibet.
Eben !! Genau das ist es. Warum haben die Politiker der Welt Jahrzehnte offensichtlich nichts getan ? Warum ist jetzt plötzlich Action, hektisches Herumreisen und Interviews im Minutentakt in der Politik angesagt? Ich habe davon gesprochen, die Diplomatie endlich mal einzusetzen, wenn Proteste nichts mehr nutzen. Diplomatie arbeitet leise, aber manchmal effektiv.
Ich halte es darum auch für ausgeschlossen, dass China die Situation in Tibet eskaliert. Es gibt keinen Grund für China, dort Bomben zu werfen - ganz im Gegenteil. Und es gibt in Tibet auch keinen Widerstand, der Waffenlieferungen aus den USA entgegennehmen könnte.
Dein Wort in Chinas Ohr. Wenn Politiker und Waffenindustrie erst einmal ein neues lukratives Problemland gefunden haben, folgt der Verlauf der Dinge manchmal nicht mehr rationalen Überlegungen und manchmal verselbständigen sie sich. Und ob Licherketten Chinas Politiker erleuchten, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.

Im übrigen habe ich immer noch keine Antwort auf meine Frage bekommen, welches realistische Ziel diese Unruhen bezwecken.
 
Eben !! Genau das ist es. Warum haben die Politiker der Welt Jahrzehnte offensichtlich nichts getan ? Warum ist jetzt plötzlich Action, hektisches Herumreisen und Interviews im Minutentakt in der Politik angesagt? Ich habe davon gesprochen, die Diplomatie endlich mal einzusetzen, wenn Proteste nichts mehr nutzen. Diplomatie arbeitet leise, aber manchmal effektiv.
Dein Wort in Chinas Ohr. Wenn Politiker und Waffenindustrie erst einmal ein neues lukratives Problemland gefunden haben, folgt der Verlauf der Dinge manchmal nicht mehr rationalen Überlegungen und manchmal verselbständigen sie sich. Und ob Licherketten Chinas Politiker erleuchten, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.

Im übrigen habe ich immer noch keine Antwort auf meine Frage bekommen, welches realistische Ziel diese Unruhen bezwecken.

Dir kann man es auch nicht recht machen 🙄

Dinge reifen - und irgendwann ist die Zeit ebend reif 😛
 
Die ganze Scheinheiligkeit der Politiker kommt gerade
beim Tibet-Konflikt zum Vorschein.

Egal ob im Irak oder Afghanistan. Die Deutschen
sind selber aktiv in Kriege verwickelt.
Darüber hinaus gibt es ein organisiertes Verhungern
lassen von Millionen Menschen jährlich und di e
soziale Schere in der Welt wächst und wächst. Dennoch
wird immer mehr für Rüstung ausgegeben oder in den
Weltraum Hunderte Milliarden Dollar rausgeschmissen.

Unglaublich.

China hat Tibet erobert und die Tibeter haben ihren
Wohlstand durch China. Offensichtlich kriegen da einige
den Hals nicht voll. Vor der Eroberung war Tibet ein
Feudalstaat und die Menschen wurden wie Sklaven gehalten.

Außerdem sollte sich China mal um die vielen mißbrauchten
Kindermönche kümmern, die unter der Fuchtel von meist
alten Mönchen in den Klöstern ihre Frondienste machen müssen. Ein
unhaltbarer Zustand, den die Zentralregierung der Volksrepublik
China umgehend beseitigen sollte, wie ich finde.

Herzlichst

Germ
 
Dir kann man es auch nicht recht machen 🙄

Dinge reifen - und irgendwann ist die Zeit ebend reif 😛

Wofür ist die Zeit reif?? Für Unruhen ? Für Tote? Zynisch, so einen Satz zu schreiben, wenn es um Menschenleben geht und man offensichtlich seit Jahrzehnten die Diplomatie nicht (ausreichend) genutzt hat und die Tibeter sich mehr oder weniger allein überlassen hat. Und dann noch solch ein Smiley hinzuzusetzen!

Es ist dein Thread. Du hast ihn eröffnet, also gehe ich doch mal davon aus, dass du mehr als das zu schreiben hast - und mal ein paar Überlegungen anstellst.
 
Germ: .. die Tibeter haben ihren Wohlstand durch China.

Was darf die Frau hier eigentlich noch alles verzapfen?
 
China hat Tibet erobert und die Tibeter haben ihren
Wohlstand durch China. Offensichtlich kriegen da einige
den Hals nicht voll. Vor der Eroberung war Tibet ein
Feudalstaat und die Menschen wurden wie Sklaven gehalten.


Germ

Ich glaube, hier sind einige Stunden Nachhilfe in Geschichte erforderlich. Aber das ist halt das Übel heute, die jungen Leute meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, übersehen aber dabei, dass dieser Löffel ein großes Loch hat. Also nix mit Weisheit. Woher auch?

Aber das würde ja off-topic werden, da es eine Diskussion über die Misserfolge der Bildungspolitik werden würde.

Fakt ist, Tibet wurde in den 50er Jahren von China gewaltsam besetzt, so wie es Onkel Saddam mit Kuweit gemacht hat. Nur mit dem Unterschied, Onkel Saddam wurde rausgeschmissen und die Chinesen nicht.

Und zur Geschichte zwecks Aufhellung eines bildungsfernen Gemütes noch einige Fakten zur Geschichte. Der Einfachheit halber aus Wikipedia, der Enzyklopädie der Dot.com-Gesellschaft. Dumm darf man sein, Hauptsache, man kann eine PC-Maus bedienen:

Während der Phase des Great Game erneuerten die Briten ihr Interesse an Tibet, da sie eine Inbesitznahme Tibets durch Russland befürchteten, das seinen Einfluss nördlich und westlich von Tibet ausweitete. Das Drängen auf ein Abkommen mit England wurde jedoch von der tibetischen und der chinesischen Regierung abgelehnt. Als Antwort entsandten die Briten 1904 ein Expeditionscorps unter der Leitung von Francis Younghusband, das nach kurzen Kämpfen gegen die schlecht ausgestattete tibetische Armee die Stadt Lhasa erreichte.
Nach der Flucht des 13. Dalai Lama in die Mongolei erwirkten die Briten mit den verbleibenden tibetischen Vertretern ein Abkommen, in dem die Öffnung der Grenze und der Handel zu Britisch-Indien begünstigt wurden. Weiterhin wurde festgelegt, dass Tibet nicht ohne Einverständnis der Briten in Verhandlungen mit anderen Ländern treten durfte. Ein Abkommen mit China 1906 wiederholte diese Bedingungen, was Tibet de facto zu einem Protektorat der Briten machte. Eine Einmischung in innere Angelegenheiten fand jedoch nicht statt.
Im Jahr 1907 stellte ein Abkommen zwischen England, China und Russland die Suzeränität Chinas fest. 1910 schickten die Chinesen eine eigene militärische Expedition, um diesen Anspruch zu festigen. Der Dalai Lama floh erneut, diesmal nach Indien. Aufgrund der Revolution, dem Sturz der Qing-Dynastie und dem damit einhergehenden Ende des Kaisertums in China im Jahr 1911, verließen die chinesischen Truppen Tibet. Im März 1912 zwangen tibetische Verbände die letzten Truppen zum Rückzug. Der Dalai Lama kehrte 1912 zurück und zog 1913 in Lhasa ein. Nur 22 Tage später erklärte er in einer feierlichen Proklamation die förmliche Unabhängigkeit Tibets.[5] Hierbei wurden auch die äußeren Symbole wie Flagge und Hymne festgelegt.
Während der 1920er und 1930er Jahre war China durch Bürgerkriege gespalten und durch den Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg abgelenkt, gab aber nie den Anspruch auf Tibet auf und unternahm gelegentliche Versuche diesen durchzusetzen. In der Regierungszeit des 13. Dalai Lama hatte Peking jedoch keine Repräsentanten in dessen Territorien, schickte aber nach dessen Tod eine Kondolenz-Mission nach Lhasa, angeführt von General Huang Musong.
Der nach der Kapitulation Japans 1945 in China ausgebrochene Bürgerkrieg sorgte in Tibet für Besorgnis. Als Reaktion wurden alle chinesischen Beamten des Landes verwiesen und die eigene Armee aufgerüstet. Ein Appell an die Regierungen Großbritanniens, Indiens und der USA im Jahr 1949 blieb ohne Erfolg, so dass Tibet politisch isoliert blieb.

Chinesische Okkupation

Nach der Machtübernahme der Kommunistischen Partei und Gründung der Volksrepublik China unter Führung von Mao Zedong im Oktober 1949 erwachte der Anspruch auf Tibet und dessen Anschluss an das chinesische „Mutterland“ erneut. Die Absicht der Befreiung Tibets vom „britischen, imperialistischen Joch“ durch Chinas Volksbefreiungsarmee wurde im Januar 1950 durch Radio Peking verkündet. Im Oktober 1950 erreichte die Volksbefreiungsarmee die tibetische Stadt Chamdo, wo sie nur auf minimalen Widerstand durch die schlecht ausgerüstete tibetische Armee traf. Einen Monat nach der Kapitulation der Armee in Osttibet durch den Gouverneur von Kham, Ngabo Ngawang Jigme, übernahm in Lhasa im Alter von 15 Jahren, drei Jahre früher als üblich, der 14. Dalai Lama die Regierung Tibets. Ein anschließender Appell an die Vereinten Nationen blieb durch die Ablehnung von Großbritannien und Indien wegen des „ungeklärten Rechtsstatus Tibets“ erfolglos.
Nach der Aufnahme von Verhandlungen mit China unterzeichneten Repräsentanten der tibetischen Regierung am 23. Mai 1951 unter politischem Druck in Peking das 17-Punkte-Abkommen, ohne jedoch die Vollmacht durch ihre Regierung hierfür zu besitzen. In dem Abkommen wurde die Integration Tibets in China festgelegt, wobei Tibet neben der regionalen Autonomie und Religionsfreiheit auch eine Garantie zugesichert wurde, dass das existierende politische System in Tibet unverändert bleibt. Weiter sollen Reformprozesse ohne Druck durch chinesische Zentralbehörden nur durch die tibetische Regierung eingeleitet werden.
Drei Tage später erfuhr die tibetische Regierung über das Radio von der Unterzeichnung und dem Inhalt des Abkommens. Da hierin das religiös-politische System Tibets und die Stellung des Dalai Lama unverändert bleiben sollte, stimmte die Regierung in Lhasa am 24. Oktober 1951 dem Abkommen zu. Wenige Tage darauf brach die Volksbefreiungsarmee in Richtung Zentraltibet auf und errichtete in wenigen Monaten eine starke Militärpräsenz in Lhasa, die zahlenmäßig fast der Bevölkerungszahl entsprach.
Zu diesem Zeitpunkt unternahm die chinesische Regierung keine Versuche, das soziale oder religiöse System in dem neu geschaffenen Autonomen Gebiet Tibet zu verändern, jedoch wurde das östliche Kham und Amdo wie jede andere chinesische Provinz behandelt. Der Versuch der Kommunistischen Partei, dort die Landreform durch Errichtung von Volkskommunen und Sesshaftwerdens der Nomaden durchzusetzen, erzeugte erste Unzufriedenheit in der Bevölkerung. In den 1950ern kamen in diesen Gebieten größere Unruhen auf, die sich letztendlich bis ins westliche Kham und Ü-Tsang ausweiteten. 1955 kam es zu einem spontanen Aufstand, der blutig niedergeschlagen wurde. Anschließend kam es durch den Zusammenschluss verschiedener Stammesgruppen zu einer landesweiten Rebellion, die sich im Khampa-Widerstand „Chushi Gangdrug“ organisierte.
1959, zur Zeit des Großen Sprungs nach vorn in China, behandelte die chinesische Führung den mittlerweile erwachsenen Dalai Lama mit offener Pietätlosigkeit. Am 10. März 1959 brach daraufhin in Lhasa der Tibetaufstand aus. Nach dem Beschuss des Norbulingka durch chinesische Truppen am 17. März 1959 floh der dort verweilende Dalai Lama nach Indien. Zwei Tage später brachen Kämpfe in der Stadt aus, der Volksaufstand wurde am 21. März brutal niedergeschlagen. Bei den Kämpfen starben laut exiltibetischer Angaben zehntausende Tibeter.[6] Zu Unruhen in Lhasa kam es auch zwischen 1987 und 1989, was zur Ausrufung des Ausnahmezustandes durch die Behörden führte, sowie im März 2008. [7]
Siehe auch: Zeittafel Tibet
 
die muslima weiß anscheinend noch nicht mal, dass ihre glaubensgenossen in china ebenfalls unterdrückt werden - trotzdem schwingt sie fleißig die fahne für china 😀

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