Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Tibet

  • Starter*in Starter*in Catherine
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    tibet
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Was wissen wir wirklich über den Dalai Lama und über die Mönche? Wir kennen nur die Fassade des Lächelns.

Hinter jeder Religion / Philosophie steckt aber auch ein gewisser politischer Machtanspruch. Die Mönche haben den Zeitpunkt vor den Olympischen Spielen für besonders passend erachtet, publikumswirksam Chaos zu veranstalten und Tibet in Unruhen zu stürzen. Taktisch sehr klug, denn der Zeitpunkt verspricht größtmögliche Medienpräsenz, politisch aber sehr unklug, denn die Chinesen lassen sich mit Sicherheit nicht vor der Weltöffentlichkeit von Tibet vorführen und in die Knie zwingen. Schon allein die negative Präsenz in den Medien führt zu einem Gesichtsverlust Chinas – in Asien das schlimmste, was einem passieren kann.

Es gibt unendlich viele Krisengebiete auf der Welt, die meisten sind in unseren Medien nicht einmal eine kurze Erwähnung wert, ebenso wäre es mit Tibet, wenn nicht dieser Zeitpunkt nicht ein besonderer wäre. Warum sollten sich die USA oder die UNO einmischen ? Jedesmal wenn die westliche Welt sich irgendwo eingemischt hat, gab es zu Recht einen Aufschrei. Warum wird jetzt nach Einmischung geschrien? Gibt es gute und schlechte Einmischungen, gute und schlechte Kriege? Die Welt ist schon unsicher genug. Eine Eskalation bzw. aktive Einmischung hätte ungeahnte Folgen für die gesamte Welt. Es wäre nicht das erste Mal, dass aus einem kleinen regionalen Konflikt ein Weltkrieg entsteht.

Zähe Verhandlungen hinter verschlossenen Türen unter Aufsicht und Einbeziehung der UNO sind auf lange Sicht die einzige Möglichkeit für Tibet, die Unabhängigkeit zu erlangen, alles andere ist sinnloses Blutvergießen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo malin,

schau mal hier: Tibet. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Was wissen wir wirklich über den Dalai Lama und über die Mönche? Wir kennen nur die Fassade des Lächelns.

Hinter jeder Religion / Philosophie steckt aber auch ein gewisser politischer Machtanspruch. Die Mönche haben den Zeitpunkt vor den Olympischen Spielen für besonders passend erachtet, publikumswirksam Chaos zu veranstalten und Tibet in Unruhen zu stürzen. Taktisch sehr klug, denn der Zeitpunkt verspricht größtmögliche Medienpräsenz, politisch aber sehr unklug, denn die Chinesen lassen sich mit Sicherheit nicht vor der Weltöffentlichkeit von Tibet vorführen und in die Knie zwingen.

Dann belege mir doch mal bitte, wo Du die Erkenntnis her hast, dass die Mönche das Chaos dort veranstaltet haben!
 
Und was der Hinweis "auf den günstigen Zeitpunkt VOR den Olympischen Spielen" besagen soll. Der beste Zeitpunkt wäre WÄHREND der Olympischen Spiele gewesen - das ist doch ganz klar.
Der Zeitpunkt ist ein Hinweis darauf das die chinesischen Machthaber eventuell Protestierende vorher mundtot ( wenn nicht schlimmeres ) machen wollen.
 
Bettelmönche sind keine "Bettler" und Kindermönche sind keine Waisen (nicht grundsätzlich).

Buddhistische Mönche haben in der Regel keinen eigenen "Besitz", d.h. nichts gehört wirklich ihnen selbst.
Gut, damit sie nicht nackt rumlaufen und Andere damit in Verlegenheit bringen haben sie 2-3 Mönchskutten. Außerdem eine Ess-Schale und ein Bett.

Sie selbst besitzen auch keine Nahrung oder gar Nahrungsvorräte. Das gehört zum Klosterleben dazu.
Die meisten Mönche nehmen auch max. 2 Mahlzeiten am Tag zu sich die sie, durch "betteln" erhalten.

"Geben ist seeliger denn nehmen" steht auch in der Bibel. Bei den Buddhisten ist es so, dass die Menschen die den Mönchen Reis/Gemüse geben "für sich selbst" was tun indem sie dadurch positives Karma für das nächste Leben ansammeln.
So gesehen haben beide Seiten, Mönch und Mensch, etwas davon.

Solche Dinge sollte man nicht aus dem Zusammenhang reißen.

Kindermönche. Es gehört zur buddhistischen Tradition einen seiner -leider meist nur Jungs- Kinder ins Kloster zu geben. Das hat auch Vorteile. Die meist arme Bevölkerung kann somit zumindest einem Kind die Möglichkeit geben "Bildung" zu erlangen. Sie lernen lesen, schreiben, in neuerer Zeit auch Englisch und vieles mehr.

Buddhistische Mönche, natürlich auch die Kinder, können jederzeit das Kloster verlassen OHNE mit Represalien rechnen zu müssen. Der Buddhismus ist da recht locker.


Dann: Buddhisten sind nicht zwangsläufig "restlos" friedlich. Es sind Menschen wie wir alle.

Auch in Tibet gab es "wilde" Zeiten. Es wurde gekämpft, getötet, ausgepeitscht. Es gab Arme und es gabe Reiche und es gab Ungerechtigkeit wie überall auf der Welt.

Tibet war von der Welt ziemlich isoliert, man wollte auch keine Ausländer haben. Selbst der Dalai Lama sah dies kritisch.

Fakt allerdings ist, dass die Chinesen in Tibet "wie die Wilden" gehaust haben. Fast alle Klöster wurden zerstört. Viele, viele unschuldige Menschen mussten ihr Leben lassen.

Tibeter sind mittlerweile eine unterdrückte Minderheit im eigenen Land. Sie können froh sein "niedere" Arbeiten zu verrichten. Bis vor kurzer Zeit war der Buddhismus verboten - bei Strafe (Tod, Folter). Die tibetische Sprache darf nicht gesprochen oder gar unterrichtet werden.

Viele Tibeter lassen ihre Kinder trotz der großen Gefahren nach Indien ins Exil bringen, weil sie nur dort die Möglichkeit für ihre Kinder sehen ein Leben als Tibeter, mit dem tibetischen Glauben und mit der tibetischen Sprache und ohne Angst vor den Chinesen zu leben.

In Tibet fand und findet eine zwar langsame, aber systhematische ethnische Säuberung statt - und das unter den Augen der Welt!

Und sogar jetzt schaut die Weltöffentlichkeit zu wie die Chinesische Regierung alle Ausländer des Landes verweist. Zeugen unerwünscht!

Wir alle wissen WAS nun in Tibet passiert! Gewalt und nochmals Gewalt.

Was China seit 50 Jahren macht ist Völkermord!
 
Die Tibeter wollten ja auch nur deshalb keine Ausländer im Land, weil ein Daleih Lama (ich weiß nicht mehr welcher) voraussagte, das Ausländer ins Land kommen die die Religion und Autonomie Tibets vernichten wollen. Leider hatte er damals recht.
Sie kamen, die Chinesen.
 
Dann belege mir doch mal bitte, wo Du die Erkenntnis her hast, dass die Mönche das Chaos dort veranstaltet haben!
Der Protest ging von den Klöstern aus. Niemand bestreitet dies ernsthaft. Dass die Mönche mit ihrem Tun China provozieren würden, war ihnen klar, ebenso wie das genauere Hinsehen der Weltöffentlichkeit vor den olympischen Spielen. Also schon sehr kalkuliertes politisches Handeln einer Kaste, die sich mehr um das Seelenheil als um Politk kümmern sollte. Ob nun jetzt oder genau zu den Spielen der richtige oder „bessere“ Zeitpunkt für Proteste gewesen wäre, ist müßig darüber nachzudenken. Jetzt bleibt man mindestens bis zu und nach den Spielen in den Medien präsent. Und wer weiss, was während der Spiele noch alles geplant ist.

[FONT=&quot]Ich möchte nicht mißverstanden werden. Ich kann es gut verstehen, dass Tibet nach Jahrhunderten seine Unabhängigkeit möchte, nur ist der jetzige beschrittene Weg in meinen Augen ( =meine Meinung ) nicht der richtige.[/FONT]
 
Die Tibeter wollten ja auch nur deshalb keine Ausländer im Land, weil ein Daleih Lama (ich weiß nicht mehr welcher) voraussagte, das Ausländer ins Land kommen die die Religion und Autonomie Tibets vernichten wollen. Leider hatte er damals recht.
Sie kamen, die Chinesen.

Das war der 13. Dalai Lama.

Wichtig finde ich ist es zu wissen, dass es nichts mit "seherischen Fähigkeiten" zu tun hatte. Es war ein gebildeter, vorausschauender und für damalige Zeiten sehr moderner Mann, der aufgrund seines Wissens und darauf aufbauenden Überlegungen zu diesem Ergebnis kam.

Auch der jetzige, der 14. Dalai Lama betonte bei seinem Besuch in Wiesbaden, dass er ein ganz normaler Mensch ist OHNE irgendwelche "übermenschlichen" Fähigkeiten!
Er ist Mensch, Realist und vor allem aber ein Mönch, den man schon als Kind in die Position als Dalai Lama steckte und versucht daraus das Beste zu machen. Und ich finde er macht es sehr sehr gut.
 
Der Protest ging von den Klöstern aus. Niemand bestreitet dies ernsthaft. Dass die Mönche mit ihrem Tun China provozieren würden, war ihnen klar, ebenso wie das genauere Hinsehen der Weltöffentlichkeit vor den olympischen Spielen. Also schon sehr kalkuliertes politisches Handeln einer Kaste, die sich mehr um das Seelenheil als um Politk kümmern sollte. Ob nun jetzt oder genau zu den Spielen der richtige oder „bessere“ Zeitpunkt für Proteste gewesen wäre, ist müßig darüber nachzudenken. Jetzt bleibt man mindestens bis zu und nach den Spielen in den Medien präsent. Und wer weiss, was während der Spiele noch alles geplant ist.

Der Protest hat m.E. nichts mit Olympia zu tun. In welchem Land gingen buddhistische Mönche wegen Unterdrückung 2007 auf die Straße. Jedenfalls wurde auch dort ziemlich rigoris seitens der Regierung vorgegangen.

Ich denke es ist eher ein Zeichen der Zeit.
Seit der Besetzung Tibets durch die Chinesen ist eine neue, junge Generation Tibeter aufgewachsen die durchaus den Anschluss an den Rest der Welt haben. Auch nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass mittlerweile Tibet für dort geborene Chinesen ebenfalls Heimat ist. Es gibt auch viele Chinesen die mit dem China wie die Politiker das gerne haben nicht einverstanden sind.
China hat sich dem Westen, oder besser gesagt dem Konsum, genähert und geöffnet. Ach dort gibt es Jugendliche die jetzt schon eine Art American-way- of life- leben und leben möchten.

Junge Tibeter haben es einfach satt unterdrückt zu werden. Sie wollen das Recht auf ein gleichberechtiges Leben - mit ihrer Sprache, mit ihrer Religion.
WANN diese angestaute Wut (zurecht wie ich finde) ausbrechen würde spielt dabei keine wesentliche Rolle.
Durch den Dalai Lama ist Tibet ein Thema und zwar fast überall auf der Welt. Deshalb reißt er u.A. durch die Welt. Er macht schon seit 50 Jahren auf Tibet und die dortige Ungerechtigkeit aufmerksam.
Aber sein größtes Anliegen ist, dass ALLE Menschen lernen friedlich miteinander zu leben. Das ist sein Lebenswerk.

Er fordert auch schon länger keine Befreiung Tibets mehr. Was er möchte ist eine Autonomie und zwar in Hinblick auf das Recht der in "Tibets Teil von China" lebenden Tibeter auf Religionsfreiheit und Traditionsfreiheit.

Da Dalai Lama ist TROTZ der von den Chinesen angewandte Brutalität in der Lage zu sehen, dass dadurch Tibet einen Anschluss an die moderne Welt bekommen hat. Ein ausgewogener Mensch.

[FONT=&quot]
[FONT=&quot]Ich möchte nicht mißverstanden werden. Ich kann es gut verstehen, dass Tibet nach Jahrhunderten seine Unabhängigkeit möchte, nur ist der jetzige beschrittene Weg in meinen Augen ( =meine Meinung ) nicht der richtige[/FONT]

Das ist ja schon mal was.
Allerdings sind es keine Jahrhunderte sondern ca. 50 Jahre. Es geht auch nicht um Unabhängigkeit, sondern um -wie oben schon erwähnt- Autonomie des Glaubens und der Tradition. Dafür sollte kein Mensch betraft werden.[/FONT]
 
Der Protest ging von den Klöstern aus. Niemand bestreitet dies ernsthaft. Dass die Mönche mit ihrem Tun China provozieren würden, war ihnen klar, ebenso wie das genauere Hinsehen der Weltöffentlichkeit vor den olympischen Spielen. Also schon sehr kalkuliertes politisches Handeln einer Kaste, die sich mehr um das Seelenheil als um Politk kümmern sollte. Ob nun jetzt oder genau zu den Spielen der richtige oder „bessere“ Zeitpunkt für Proteste gewesen wäre, ist müßig darüber nachzudenken. Jetzt bleibt man mindestens bis zu und nach den Spielen in den Medien präsent. Und wer weiss, was während der Spiele noch alles geplant ist.

Ich möchte nicht mißverstanden werden. Ich kann es gut verstehen, dass Tibet nach Jahrhunderten seine Unabhängigkeit möchte, nur ist der jetzige beschrittene Weg in meinen Augen ( =meine Meinung ) nicht der richtige.


Und was sollen sie bitte deiner Meinung nach tun.
Die Vereinten Nationen wissen um die Situation in Tibet schon lange nur es tut sich nichts, es wird zugeschaut.
Wie sollen sich die Tibeter denn zur Wehr setzen?
 
Und was sollen sie bitte deiner Meinung nach tun.
Die Vereinten Nationen wissen um die Situation in Tibet schon lange nur es tut sich nichts, es wird zugeschaut.
Wie sollen sich die Tibeter denn zur Wehr setzen?

Ein junges, tibetische Mädchen aus Deutschland meinte, dass die Tibeter zwar grundsätzlich hinter dem friedlichen Weg des Dalai Lamas stehen, aber auch Angst haben wie lange dieser Weg denn noch gehen soll. Sie meinte, dass bis es evtl. mal so weit ist, es kaum noch Tibeter geben wird.
Es ist Wut - aber halt auch Angst.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben