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Therapie von DIS

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okulalia71

Gast
hey, muss bei einer Dissoziativen Identitätsstörung das ziel der Therapie sein, dass alle Persönlichkeitsanteile zu einer Person integriert werden ?

LG okulalia71
 

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seele28

Gast
Nein muss es nicht. Manchmal geht das auch gar nicht mehr. Ziel kann sein, das alle Anteile gut mit einander auskommen und gut zusammen arbeiten. Wenn Anteile nicht zusammen "schmelzen" wollen, aus Angst dass sie dann sterben könnten, dann sollte man das erst mal nicht in Betracht ziehen oder überhaupt nicht. Sterben tun die ja nicht, aber diese Angst ihnen zu nehmen, ist schwierig und kann dauern. Manchmal ist es auch gar nicht möglich alle wieder zu einer Person zu integrieren. Ein schwieriger Prozess. Für manche Therapeuten mag das das Ziel sein, aber ist nicht bei jedem Therapeuten so.

Lg Seele28
 
P

Püppi83

Gast
Macht mir keine Angst! Ich wünsche mir nämlich, dass meine beiden Persönlichkeiten wieder zusammenfließen.
 

Mittendurch

Moderator
Teammitglied
Macht mir keine Angst! Ich wünsche mir nämlich, dass meine beiden Persönlichkeiten wieder zusammenfließen.
Die Anteile, die zusammenwachsen wollen können es ja. Doch wenn Anteile es nicht wollen, weil sie Angst haben dann nicht mehr zu sein oder was auch immer, dann kann und sollte es nicht erzwungen werden

Frieden zwischen den Persönlichkeitsanteilen, gegenseitige Akzeptanz und wenn mehr geht auch mehr, dass ist schon toll
 
P

Püppi83

Gast
@ Püppi,

vielleicht ist es hilfreich, deinen Wunsch in kleine Schritte aufzuteilen.
Z. B., dass die Anteile in Kontakt miteinander kommen, dass sie sich kennen lernen, dass sie evtl. einen kleinen Teil ihrer eigenen Erfahrungen austauschen, usw.

Sollte sich im Laufe der Zeit daraus ein Team entwickeln oder es zu einer Verschmelzung kommen ist das gut, aber wenn das nicht passiert, ist das auch kein Beinbruch.

Gib den Anteilen einfach Zeit. Sie hatten so lange jeder ein eigenes Leben, das sie nicht gleich aufgeben können. Sie müssen auch lernen sich zu vertrauen, sich aufeinander zu verlassen.

Danke für deine Worte. In meinem Fall bin ich "nur" zweigeteilt.
Also Kind/Erwachsener. Mein großes Problem ist, dass die Kleine auf einen Mann steht und den nicht mehr her gibt. Dies geht schon 6 Jahre so. Ich weiß nicht, wie ich die Kleine von diesem Mann los bekommen soll, also wie ich es ihr erklären kann, dass dieser Mann kein Vaterersatz für sie sein kann.
 

Silan

Aktives Mitglied
Danke für deine Worte. In meinem Fall bin ich "nur" zweigeteilt.
Also Kind/Erwachsener. Mein großes Problem ist, dass die Kleine auf einen Mann steht und den nicht mehr her gibt. Dies geht schon 6 Jahre so. Ich weiß nicht, wie ich die Kleine von diesem Mann los bekommen soll, also wie ich es ihr erklären kann, dass dieser Mann kein Vaterersatz für sie sein kann.
Indem du mit ihr sprichst und auch den Mann mit ins Boot holst, wenn das möglich ist. Aber das ist sehr schwer.
Wir hatten vor vielen Jahren eine ähnliche Situation mit einer Kleinen von uns, die sich unsere damalige Therapeutin als Mutterersatz ausgeguckt hatte. So lange die Therapie lief, war das weniger ein Problem, als die Therapie dann aber beendet war, wurde das zu einem großen Problem, weil sie nicht von "ihrer Ma" ablassen wollte. Eine emotionale Bindung hat sie noch heute zu dieser Frau, aber es besteht kein persönlicher Kontakt mehr. Sie musste lernen zu akzeptieren, dass Frau XY nicht ihre Mama sein kann sondern nur unsere Therapeutin war. Jahre lang hat sie noch heimlich den AB der Therapeutin angerufen um ihre Stimme zu hören, bis das irgendwann mal aufgeflogen ist. Sie hatte dann noch einmal kurze Zeit schriftlichen Kontakt zu der Frau, die den dann aber irgendwann eingestellt hat. Das ist jetzt etwa 8 Jahre her, sie hat das mittlerweile irgendwie akzeptiert, aber wenn doch noch mal die Sprache auf Frau XY kommt, spricht sie eher trotzig noch von "ihrer Ma".
 
P

Püppi83

Gast
Indem du mit ihr sprichst und auch den Mann mit ins Boot holst, wenn das möglich ist. Aber das ist sehr schwer.
Wir hatten vor vielen Jahren eine ähnliche Situation mit einer Kleinen von uns, die sich unsere damalige Therapeutin als Mutterersatz ausgeguckt hatte. So lange die Therapie lief, war das weniger ein Problem, als die Therapie dann aber beendet war, wurde das zu einem großen Problem, weil sie nicht von "ihrer Ma" ablassen wollte. Eine emotionale Bindung hat sie noch heute zu dieser Frau, aber es besteht kein persönlicher Kontakt mehr. Sie musste lernen zu akzeptieren, dass Frau XY nicht ihre Mama sein kann sondern nur unsere Therapeutin war. Jahre lang hat sie noch heimlich den AB der Therapeutin angerufen um ihre Stimme zu hören, bis das irgendwann mal aufgeflogen ist. Sie hatte dann noch einmal kurze Zeit schriftlichen Kontakt zu der Frau, die den dann aber irgendwann eingestellt hat. Das ist jetzt etwa 8 Jahre her, sie hat das mittlerweile irgendwie akzeptiert, aber wenn doch noch mal die Sprache auf Frau XY kommt, spricht sie eher trotzig noch von "ihrer Ma".
@Silan

Danke für deinen Beitrag. Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich finde deine Schilderungen süß. Ich musste schmunzeln, nein lachen, als ich deine Ausführungen gelesen habe. Eine Kleine von euch hat heimlich eure Therapeutin angerufen? :D Ich hoffe, dass meine Kleine nicht auf solche oder andere Ideen kommt. :rolleyes: Ich habe schon etwas Angst davor, weil man ja sagt, dass man bei diesem Krankheitsbild auch Dinge macht, an die man sich aber nicht erinnern kann. Ich habe schon oft mit dem betreffenden Mann gesprochen, jedoch macht es keinen Sinn. Er hört zwar zu und versucht zu verstehen, aber er hat von der Thematik keine Ahnung und ich meine, dass ihm alles Angst macht. Damals haben mir Therapeuten einer Klinik angeboten, dass wir alle mal zusammen reden, aber dies habe ich abgelehnt. Mittlerweile versuche ich der Kleinen Grenzen zu setzen, aber derzeit tanzt sie mir auf den Kopf herum. :D
 

Silan

Aktives Mitglied
@Silan

Danke für deinen Beitrag. Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich finde deine Schilderungen süß. Ich musste schmunzeln, nein lachen, als ich deine Ausführungen gelesen habe. Eine Kleine von euch hat heimlich eure Therapeutin angerufen? :D Ich hoffe, dass meine Kleine nicht auf solche oder andere Ideen kommt. :rolleyes: Ich habe schon etwas Angst davor, weil man ja sagt, dass man bei diesem Krankheitsbild auch Dinge macht, an die man sich aber nicht erinnern kann. Ich habe schon oft mit dem betreffenden Mann gesprochen, jedoch macht es keinen Sinn. Er hört zwar zu und versucht zu verstehen, aber er hat von der Thematik keine Ahnung und ich meine, dass ihm alles Angst macht. Damals haben mir Therapeuten einer Klinik angeboten, dass wir alle mal zusammen reden, aber dies habe ich abgelehnt. Mittlerweile versuche ich der Kleinen Grenzen zu setzen, aber derzeit tanzt sie mir auf den Kopf herum. :D
@püppi83: ja, im nachhinein haben wir auch schon oft über Situationen geschmunzelt, in die uns gerade die Kleinen reinmanöveriert haben... und wir haben nen ganzen Sack voll von den Banausen;):rolleyes::D:) Wir haben in den letzten 20 Jahren gelernt uns alle so anzunehmen, wie wir sind. Anfangs wollten auch einige, dass das alles eins werden muss, aber mittlerweile finden wir uns so wie wir sind super. Auch wenn wir regelmäßig in irgend welchen Krisen stecken, aber das würden wir vermutlich auch, wenn wir uno wären. Jedenfalls kennen wir genügend unos, bei denen das so ist;)
Wir vertreten mittlerweile den Standpunkt, dass jede/r die/der da ist uns irgendwann mal das (Über)Leben gerettet hat. Und somit hat auch jede/r von uns eine Daseinsberechtigung. Damit geht es uns am besten.
 

Mittendurch

Moderator
Teammitglied
hey, muss bei einer Dissoziativen Identitätsstörung das ziel der Therapie sein, dass alle Persönlichkeitsanteile zu einer Person integriert werden ?

LG okulalia71
Hallo Okulalia,
das Ziel einer Therapie bei DIS ist es das alle Persönlichkeitsanteile in ihrem Wunsch berücksichtigt werden. Doch mit Anteilen die schädigendes Verhalten haben wird ein Weg gesucht, wie sie ihre Fähigkeiten zum Nutzen für sich und der anderen Anteile einsetzen können.
Wie Momo und Seele geschrieben haben. Niemand wird zu irgendetwas gezwungen.
Manchmal ist der Wunsch nur Frieden und das sollte dann auch das Ziel sein.

LG
Mittendurch
 
O

okulalia71

Gast
Danke für die vielen Antworten :)
Mir kam diese Frage weil meine Therapeutin gemeint hat, wenn ich ja gar nicht will das die Anteile verschwinden, dann hat eine Therapie auch keinen Sinn. Ich habe zwei Therapeuten und sie macht die Verhaltenstherapie.
Und ich weiss nicht mehr was ich meinem anderen Therapeuten als Ziel der Therapie genannt habe.:confused:
Und jetzt habe ich angst das mein anderer Therapeut auch sagt das eine Therapie keinen Sinn macht wenn ich nicht will das die anderen verschwinden. :(

LG okulalia71
 

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