Hallo,
ich erbitte eine fachliche Einschätzung zu folgendem Vorfall im Bereich Postlogistik und der daraus resultierenden zwischenmenschlichen Dynamik.
Der Sachverhalt:
Vor ca. vier Wochen wurden Einladungskarten (Inhalt: 145 x 145 mm, Umschlag: 155 x 155 mm) versendet. Trotz des eindeutigen Sonderformats (quadratisch), welches gemäß Postentgelten als Großbrief (1,60 €) zu frankieren ist, wurden die Sendungen lediglich mit dem Standardporto für Briefe (0,85 €) versehen.
Die Konsequenz:
Nach aktuellen Rückmeldungen mussten Empfänger ein Nachporto in Höhe von 2,75 € entrichten (Differenz zum korrekten Porto zzgl. Einziehungsentgelt/Servicegebühr der Post).
Das Problem:
Anstatt den Fehler in der Unterfrankierung sachlich anzuerkennen, herrscht im Umfeld der Absender Unverständnis. Besonders brisant: Einzelne Empfänger reagieren auf die Nachporto-Forderung mit aggressivem Unmut („asoziales Verhalten“), anstatt die logische Konsequenz einer Fehlfrankierung sachlich zu akzeptieren.
Meine Fragen an die Community:
Wie beurteilen Sie die Entscheidung, quadratische Sonderformate wissentlich oder grob fahrlässig unterfrankiert zu versenden, um Porto zu sparen?
Ist die emotionale Eskalation aufseiten der Empfänger (wegen 2,75 €) aus Ihrer Sicht verhältnismäßig, oder spiegelt dies eine generelle gesellschaftliche Knauserigkeit wider?
Wie reagiert man professionell auf Vorwürfe der Empfänger, wenn man als Außenstehender versucht, die postalischen Regeln (Großbrief-Pflicht für Quadrate) zu erklären?
Wie ist eure faktenbasierte Meinung zu diesem „Porto-Eklat“?