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Theaterrolle mit Nacktszenen annehmen?

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Schon mal Respekt, dass du dich traust. Wenn sich eine Gelegenheit bietet die du als gut und interessant erachtest, dann würde ich sie annehmen.

Ich bin eigentlich keine offenherzige Person und mache noch nicht mal oben-ohne. Deswegen habe ich in der Vergangenheit auch nie Rollen gespielt die Nacktheit erfordert hatten, obwohl mir klar ist dass es bei meinem Beruf dazu gehört.

Da es eine Rolle ist durch die ich mich empfehlen kann, sehe ich aber nun die Erfordernis dazu und würde es tun. Auch ist es so, dass es ein "modernes" Stück in einem alternativ geprägten Theater ist. Daher besteht das Publikum nur aus Kunstkennern in einem gesetzten Alter und nicht aus Ottonormalverbraucher. Bei diesem Publikum steht die Kunst im Vordergrund und nicht ein nackter Körper.

Zum anderen mache ich sehr viel Sport und achte auf meine Ernährung. Ich bin deswegen sehr schlank und habe eine Figur, die viele Frauen mit 39 nicht mehr haben. Das gibt mir natürlich auch ein gewisses Maß Selbstsicherheit. Ich habe es leider recht früh bei anderen Kolleginnen sehen müssen, dass gutes Aussehen sehr entscheidend sein kann, auch wenn es nicht so sein soll.
 


Ich bin eigentlich keine offenherzige Person und mache noch nicht mal oben-ohne. Deswegen habe ich in der Vergangenheit auch nie Rollen gespielt die Nacktheit erfordert hatten, obwohl mir klar ist dass es bei meinem Beruf dazu gehört.

Da es eine Rolle ist durch die ich mich empfehlen kann, sehe ich aber nun die Erfordernis dazu und würde es tun. Auch ist es so, dass es ein "modernes" Stück in einem alternativ geprägten Theater ist. Daher besteht das Publikum nur aus Kunstkennern in einem gesetzten Alter und nicht aus Ottonormalverbraucher. Bei diesem Publikum steht die Kunst im Vordergrund und nicht ein nackter Körper.

Na dann wäre blankes Fell doch nicht notwendig...
🙂
Steht nicht immer die "Kunst" im Vordergrund?
Und ist Nacktheit nicht zu allen Zeiten "modern" gewesen?

Z
um anderen mache ich sehr viel Sport und achte auf meine Ernährung. Ich bin deswegen sehr schlank und habe eine Figur, die viele Frauen mit 39 nicht mehr haben. Das gibt mir natürlich auch ein gewisses Maß Selbstsicherheit. Ich habe es leider recht früh bei anderen Kolleginnen sehen müssen, dass gutes Aussehen sehr entscheidend sein kann, auch wenn es nicht so sein soll.

Das ist für mich eine seltsame Einstellung im letzten Absatz, ist es nicht Ausdruck von besonderer Kunst eben nicht perfekte Körper zu zeigen?
Vor kurzem starb Gottfried John, hätte er solchen Erfolg gehabt, wenn er nicht die prägnante Nase gehabt hätte?
Oder war die Ferres deshalb unerotisch, als sie noch etliche Kilos mehr in ihrer Nacktheit hatte?
Aber über Geschmack lässt sich trefflich streiten...
Ob Nacktheit Publikumsmagnet oder karriereförderlich ist, auch.
Nur du kannst wissen, ob es gut oder schlecht für dich ist.


 
Ich habe es leider recht früh bei anderen Kolleginnen sehen müssen, dass gutes Aussehen sehr entscheidend sein kann, auch wenn es nicht so sein soll.
UND? Schauspieler... Schauspieler (besonders weibliche) sind (fast) immer gutaussehend. Dein Beruf ist anderen etwas vorzumachen. Dein Beruf ist, dafür zu sorgen, dass andere Menschen unterhalten/angeregt (nicht erregt) werden. Dazu musst Du mit Leib und Seele stehen. Wir Zuschauer wollen genau das sehen. Was (be)hindert Dich? Im Bikini, Badeanzug oder Badehose ist frau/mann auch fast nackt. Im Grunde genommen kann man/frau auch dann schon (fast alles) sehen oder zumindest erahnen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, Du solltest es zumindest versuchen. Ich sehe es als Chance für Dich.

Susanne Lothar: Susanne Lothar - Susanne Lothar als "Lulu" - Kultur - Süddeutsche.de
Susanne Lothar : Die Frau, die Grenzen des Erträglichen überschritt - Nachrichten Kultur - DIE WELT

Und genau, es gehört in Deinem Beruf dazu - insbesondere dann, wenn frau weiterkommen will. Für Männer ist es anscheinend auch als Schauspieler einfacher... Es geht doch nicht um pornographische Szenen - oder doch? Dann würde ich es an Deiner Stelle lassen.

Ach ja, das bedeutet noch lange nicht, dass Du für alle Zeit nackt auf der Bühne stehen musst. Es ist nur eine (!!!) Rolle. Mehr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:




Da es eine Rolle ist durch die ich mich empfehlen kann, sehe ich aber nun die Erfordernis dazu und würde es tun. Auch ist es so, dass es ein "modernes" Stück in einem alternativ geprägten Theater ist. Daher besteht das Publikum nur aus Kunstkennern in einem gesetzten Alter und nicht aus Ottonormalverbraucher. Bei diesem Publikum steht die Kunst im Vordergrund und nicht ein nackter Körper.

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Das heißt gar nichts und ich würde die dennoch filzen lassen nach Handys bzw. Kameras, sonst kannst du hier gleich ein Nacktfoto für mich posten. :daumen:
 
Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt. Da deine Karriere eher auf Eis liegt, wäre es doch eine gute Gelegenheit, etwas dazu zu verdienen und mal wieder im Gespräch zu sein.
 
Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt. Da deine Karriere eher auf Eis liegt, wäre es doch eine gute Gelegenheit, etwas dazu zu verdienen und mal wieder im Gespräch zu sein.

Im Eröffnungspost hatte ich geschrieben, dass ich zwar nicht begeistert bin aber die Notwendigkeit sehe.
Mein Problem war eigentlich, dass mir mein Sohn nicht gerade erfreut schien obwohl er sagte er hätte kein Problem damit. Deshalb hate ich mich gefragt ob ich darsuf Rücksicht nehmen sollte.

Aber ich habe mich dazu entschlossen es zu machen und kein Problem zu kreieren wo möglicherweise keines ist. Ich werde dem Theaterintendanten heute noch Bescheid geben, die Zeit drängt etwas. In 1 Woche soll es losgehen.
 
Ich kann´s jetzt auch nicht lassen, zu diesem Thema noch mal meinen Senf abzugeben (aber hausgemacht dafür).
Ja, ich fände es auch schön, wenn gerade in der Kunst, Menschen (wenn sie wollen wohlbemerkt) ihre unperfekten Körper zeigen.
Aber so einfach ist das halt nicht...und Gottfried John war eben ein Mann. Gerade weibliche Schauspielerinnen bedauern das ja immer sehr, dass da mit zweierlei Maß gemessen wird...und schon ist man wieder in diesem Konkurrenzkampf-Schönweitswahn-
Dings, und da kann man dann halt nicht einfach mal so alt aussehen wie man ist...schade eigentlich!
 
Ich finde es ungewöhnlich, daß das Thema Nacktheit für Dich als Theaterschauspielerin so eine Bedeutung hat, daß du es bisher vermieden hast. Und es Dir auch wichtig ist, daß Dein Körper gut aussieht dabei. Und Dich niemand sieht, der Dich kennt.

Ich kenne das eher so, daß die meisten - gerade auch die vorwiegend an Theatern arbeitenden - Schauspieler ihren Körper egal ob bekleidet oder unbekleidet, egal ob hübsch oder häßlich hergerichtet in erster Linie als Handwerkszeug sehen, das sie für ihr Spiel einsetzen und das sie der Regie anvertrauen.

Schau einfach mal, was so bei Dir und Deiner Einstellung zu Deinem Körper und Deinem Handwerk geschieht durch die nackte Darstellung. Vielleicht wird das ja eine interessante Erfahrung für Dich.

Ich finde Nacktheit auf der Bühne übrigens völlig unspektakulär und in keinster Weise erwähnenswert. Der Schauspieler ist da ja nicht privat, sondern agiert im Sinne des Stückes.

Ich habe selbst schon eine Szene inszeniert, in der die Nacktheit des Schauspielers und die unmittelbare auch räumlich nahe Konfrontation der Zuschauer mit dieser Nacktheit aus meiner Sicht als Regisseurin absolut erforderlich war (der Kaiser ohne Kleider). Ich hätte mich gewundert, wenn der Schauspieler das anders gesehen hätte.
 
Ich finde es ungewöhnlich, daß das Thema Nacktheit für Dich als Theaterschauspielerin so eine Bedeutung hat, daß du es bisher vermieden hast. Und es Dir auch wichtig ist, daß Dein Körper gut aussieht dabei. Und Dich niemand sieht, der Dich kennt.

Ich kenne das eher so, daß die meisten - gerade auch die vorwiegend an Theatern arbeitenden - Schauspieler ihren Körper egal ob bekleidet oder unbekleidet, egal ob hübsch oder häßlich hergerichtet in erster Linie als Handwerkszeug sehen, das sie für ihr Spiel einsetzen und das sie der Regie anvertrauen.

Sehe ich auch so.
Allerdings gibt es auch den dahingehenden Missbrauch von Regisseuren, die persönliche Lage der Schauspieler ausnutzend, "Nein zu sagen". In einer Situation der Arbeitslosigkeit ist etwas anderes, als in einer Lage der finanziellen Stärke.
Das sollte es nicht geben, jeder müsste sich ohne Druck des Geldes entscheiden können.

Schau einfach mal, was so bei Dir und Deiner Einstellung zu Deinem Körper und Deinem Handwerk geschieht durch die nackte Darstellung. Vielleicht wird das ja eine interessante Erfahrung für Dich.

Womit du jedoch jetzt unterschwellig andeutest, dass seine Einstellung zum Körper nahezu zwangsläufig mit sich bringen müsste, sich als Schauspieler nackt zu zeigen?
Ich denke da verwechselst du, sich die Würde eines Menschen wahren, mit dem vermeintlichen Zwang eines Schauspielers zum Exhibitionismus.

Ich warte nur noch auf den Tag, wo die alljährliche penetrante Oldykiste "Dinner for one", Miss Sophie zum Abschluss, nackt versteht sich, in der Kiste mit Butler James, zeigen wird.

Und unter dem tosenden Beifall und Anfeuerungsrufen des Publikums, zu James hauchen wird, der dem Herzinfarkt allerdings recht nahe erscheint: "The same procedure as every year, James!"
Dinner for one, ok, doch Dinner ohne, no! 🙂

Ich finde Nacktheit auf der Bühne übrigens völlig unspektakulär und in keinster Weise erwähnenswert. Der Schauspieler ist da ja nicht privat, sondern agiert im Sinne des Stückes.

Ja richtig, wobei sich halt die Frage stellt, inwieweit es notwendig ist, einen Voyeurismus zu befriedigen.
Wer meint mit Nacktheit als Regisseur zu punkten, der irrt.

Ich habe selbst schon eine Szene inszeniert, in der die Nacktheit des Schauspielers und die unmittelbare auch räumlich nahe Konfrontation der Zuschauer mit dieser Nacktheit aus meiner Sicht als Regisseurin absolut erforderlich war (der Kaiser ohne Kleider). Ich hätte mich gewundert, wenn der Schauspieler das anders gesehen hätte.

Und ich wundere mich, warum Nacktheit bis zum Exzess getrieben werden muss.
Schließlich wenn eine Gewalttat dargestellt wird, muss man ja auch keinen Menschen verstümmeln oder tatsächlich totschlagen.

Ich denke einem guten Regisseur sollte es gelingen, dem Zuschauer anhand von schauspielerischer Leistung und Dramaturgie, eine angedeutete Nacktheit so vorzuspielen, dass jeder überzeugt ist, dass da jemand nackt sei.

Denn in einem Buch gibt es die Nacktheit ja auch nur in der Phantasie des Lesers.
Zudem scheint mir, wenn das so wichtig ist, dass in "des Kaisers neue Kleider" die Nacktheit des Kaiser tatsächlich real dargestellt werden muss, der Sinn und die Botschaft des Stückes auf der Strecke geblieben zu sein.
Dem Stück wäre es keinesfalls abträglich gewesen, die primären Geschlechtsteile zu verdecken.
Es sei denn, man verfolgt andere Ziele.

Ich frage mich immer, wo ich auch die Film Akademie in Ludwigsburg kenne, warum man sich nicht mal zurückbesinnen mag auf die ungeheuerlich große Kunst der Nachkriegs-Regisseure, die mit fast keinem Etat, einem Bühnenbild und zwei guten Schauspielern, die Zuschauer fesseln konnten.
Viel ist also nicht immer mehr, und Nacktheit kein Selbstzweck.

Und was kommt nachdem alle Schauspieler nackt sind?
Porno?
Wobei ja diese Grenzen auch schon überschritten wurden. Es ist halt künstlerische Inflation und gewisse Einfallslosigkeit, zudem mit einem immer satteren Publikum im Nacken, welches sich die Regisseure und Darsteller nicht selten selbst herangezogen haben...
Schade!
 
@Rhenus

Vielen Dank für deinen Beitrag.

Ich denke auch, dass der Regisseur möglicherweise einen anderen Eindruck hat als der Schauspieler. Jedem ist bekannt, dass man als Schauspieler schon zusehen muss wo die Rollen bleiben. Darüber hatte ich neulich erstmal wieder einen Bericht gesehen. Natürlich gibt es dann einige die ihren Körper als Werkzeug betrachten und vieles machen.
Aber es gibt auch diejenigen die für eine Rolle nicht alles machen und völlige Nacktheit nur zuhause haben wollen. Dass jemand, dem Nacktheit unangenehm ist, vermeiden will dass Bekannte ihn sehen ist für mich nachvollziehbar.
 
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