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Telefonische Krankschreibung und Blaumachen? Eure Meinung!

Die jüngst veröffentlichte Statistik der DAK spricht eine deutliche Sprache
Wobei mir nicht ganz klar ist, was die "deutliche Sprache" letztlich spricht bzw. aussagen will. Die Statistik sagt aus, dass viele Menschen im Beruf aus Gesundheitsgründen ausfallen. Sie sagt aber glaube ich nicht allzu viel über die Gründe aus.
 
Die Gründe dürften so manigfaltig sein wie die erkrankten Menschen - angegangen bei chronischer Ermüdung des Arbeitslebens über chronische Unlust zu Rückenschmerzen und Grippe oder Entzündungen und Brüchen.

Ich mag die Raffgier der Arbeitgeber auch nicht!!! Aber Fakt ist: wenn ein Arbeitgeber nicht für seine Verhältnisse genug verdient, dann macht er/sie den Laden dicht! Bei zu hoher Krankheitsrate ist dieses stark zu vermuten auf lange Sicht. Arbeitgeber will verdienen, ansonsten muss er ja nicht das Risiko tragen sondern kann sich einfach auf ein Luxusleben konzentrieren. Das Recht darauf hat Arbeitgeber ja.

Die Frage ist doch nicht wie oder wann es der Gesellschaft und einzelnen Mitgliedern gut geht sondern wie lange diejenigen (die das Geld für die Bezahlung der Mitarbeiter haben) weiter ans auszahlen - und unter welchen Bedingungen denken! Nicht unschuldig an solchen Misständen sind diverse Gewerkschaften, die alles kaputtgestreikt haben und dadurch auch den ehemals guten Ruf verspielt haben. Herr Weselsky, Kaptain Bundesbahn, ist für mich eines der schlimmsten Beispiele.

Gruß von Grisu
 
Aber Fakt ist: wenn ein Arbeitgeber nicht für seine Verhältnisse genug verdient, dann macht er/sie den Laden dicht!
Fakt ist wohl auch: wenn ein Arbeitgeber beispielsweise aus Gründen der Profitmaximierung die Arbeitsbedingungen immer schwieriger und stressiger werden lässt, dann dürfte sich auf die Dauer eine ähnliche Entwicklung einstellen.
 
ist denn der Anstieg in deutschland tatsächlich so massiv im Vergleich zu anderen Ländern mit vergleichbaren Systemen?
Habe keine Zahlen dazu.
Ja, ist es.
Im Schnitt 24,9 Tage im Jahr, fast einen ganzen Monat, fehlen Beschäftigte hierzulande. Das zeigt beispielsweise eine Grafik auf Grundlage von OECD-Daten. Die Briten lassen sich demnach nur fünf Tage im Jahr krankschreiben. Auch die Dänen, Ungarinnen und Niederländer fehlen deutlich seltener als Beschäftigte in Deutschland.
Da die Deutsche in anderen Messungen (Anzahl Herzinfarkte, Anzahl Krebsfälle) nicht negativ hervorstechen, ist diese Statistik ein hartes Indiz für einen hohen Anteil von Blaumachern.
Auch spannend: Je besser der Kündigungsschutz und je geringer die Arbeitszeiten (Behörde!), desto höher die Krankentage.
 
Es gibt übrigens eine rechtliche Möglichkeit, faktisch die Entgeltfortzahlung doch einzuschränken und ich höre nun schon vom zweiten Arbeitgeber, der davon Gebrauch machen:

Man senkt das eigentlich eingeplante Gehalt um 25% und vereinbart diese 25% als Anwesenheitsprämien. In § 4a EFZG ist geregelt, dass auch Zeiten der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit bei der vereinbarten Kürzung der Höhe von Sondervergütungen berücksichtigt werden können. Dies geht natürlich nur, wenn es keine Tarifbindung oder Vereinbarungen mit dem Betriebsrat gibt.

Eine solche Konstruktion könnte eine Alternative zur Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland sein.
 
Fakt ist wohl auch: wenn ein Arbeitgeber beispielsweise aus Gründen der Profitmaximierung die Arbeitsbedingungen immer schwieriger und stressiger werden lässt, dann dürfte sich auf die Dauer eine ähnliche Entwicklung einstellen.
Also ich kenne in Deutschland nur noch Arbeitgeber die sich von dem Gedanken einer Profitmaximierung längst getrennt haben. Was nach den Taten der Ampelregierung in Deutschland niemanden verwundern sollte.

Sie sind häufig nur noch froh darüber, wenn das Geschäftsjahr kostendeckend verläuft.
 
Der Krankenstand erreichte 2023 zum zweiten Mal in Folge ein Rekordniveau.

Bei den Statistiken der Krankmeldungen sollte man noch Corona und die Folgen der Impfung beachten.
Offiziell ging die Pandemie bis April 2023, danach wurde sie für beendet erklärt.

Trotzdem existiert das Virus ja weiterhin und auch die Nebenwirkungen der Impfung, die sich erst nach der Impfung gezeigt haben.

Ist eigentlich schon logisch bei einer "Pandemie" wenn sich der Krankenstand der Mitarbeiter wesentlich erhöht
 
Fakt ist wohl auch: wenn ein Arbeitgeber beispielsweise aus Gründen der Profitmaximierung die Arbeitsbedingungen immer schwieriger und stressiger werden lässt, dann dürfte sich auf die Dauer eine ähnliche Entwicklung einstellen.
So ein Arbeitgeber wird seinen Betrieb nicht lange erhalten können, wenn er wegen Profitmaximierung die erfahrenen alten (und teuren) Hasen entläßt und lauter schlecht ausgebildete Hilfskräfte einstellt, weil die billiger sind. Da ist der baldige Ruin vorprogrammiert, wenn die Hilfskräfte nur Mist produzieren weil sie es nicht besser wissen und sich die Kunden erst beschweren, Nachbesserungen verlangen und dann abwandern zu anderen Firmen. Auch negative Erfahrungen sprechen sich herum. Derartig kurzfristiges Denken (was man von unserer Politik kennt) zahlt sich langfristig nie aus, sowas machen daher nur Arbeitgeber die von vornherein die Zerschlagung des Unternehmens planen. (Wieder Hinweis auf die Politik.)

Ich mag die Raffgier der Arbeitgeber auch nicht!!! Aber Fakt ist: wenn ein Arbeitgeber nicht für seine Verhältnisse genug verdient, dann macht er/sie den Laden dicht! Bei zu hoher Krankheitsrate ist dieses stark zu vermuten auf lange Sicht. Arbeitgeber will verdienen, ansonsten muss er ja nicht das Risiko tragen sondern kann sich einfach auf ein Luxusleben konzentrieren. Das Recht darauf hat Arbeitgeber ja.
LOL, glaubst Du im Ernst daß jeder der ein paar Leute einstellt automatisch reich ist? In Kleinbetrieben (bis 10 Leute) reicht es oft gerade mal daß man über die Runden kommt, und dann kann man sich hohen Krankheitsstand bei den Arbeitnehmern schlicht nicht leisten, sonst ist die Firma dicht. Als solche Kleinbetriebe kann man z. B. auch Kitas sehen, wenn da alle Erzieher wegen Krankheit oder Burnout ausfallen wird zugesperrt. Wo zugesperrt ist gibt es keine Einnahmen, somit auch keine Lohnzahlungen mehr, dann muß der Staat für die Arbeitnehmer einspringen, und der bisherige Arbeitgeber muß schauen womit er selber sein Geld verdienen kann. Wenn ihm die Ausstattung der Firma gehört und nicht alles gemietet oder geleast ist, hat er immerhin noch was, was er verkaufen kann.
 
Was ich hier in der Diskussion spüre ist wieder das übliche Klassendenken und gegenseitige Schuldzuweisungen.
Die Einen wollen die Schuld eher beim Arbeitgeber abladen und betonen dass diese gierig seien oder die Arbeitnehmer ausnutzen. Und die Anderen sehen die Schuld bei zunehmend demotivierten Angestellten, die sich leichtfertiger als früher krank melden oder einfach blau machen.

Diese Teilung haben wir hier im Forum in fast allen sozialen Themen und ich finde es super ermüdend.

Wenn irgendjemand ganze neutral feststellt, dass die Krankenzahlen gestiegen sind, dann ist sofort ein Anderer da, der ungefragt in die Verteidigungshaltung geht als habe man damit irgendjemanden angegriffen oder die Schuld gegeben.

Vielleicht machen Arbeitnehmer häufiger blau als früher, vielleicht hat sich die Arbeitsbelastung verdichtet, vielleicht ist es eine Mischung als zig Gründen. Aber ich finde es unheimlich schwer in Diskussionen weiter zu kommen wenn es die üblichen Personen gibt, die nicht an einer Erörterung der Thematik interessiert sondern denen es nur um "Verteidigung" geht.
 
... und letztendlich wird sich irgendwann alles auflösen auf Grund ganz anderer Geschehnisse rund um uns herum.

Die Wirtschaft befindet sich im Keller und wird meiner (unmaßgeblichen) Meinung nicht in absehbarer Zeit wieder ans Tageslicht empor kriechen. Das bedeutet im Umkehrschluss (für mich....) weiteren Wegfall von Arbeitsplätzen, geringere Steuereinnahmen für Transfer-/Sozialleistungen - somit ein Absinken von diesen Leistungen. Dem steht aber gegenüber die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge, vielleicht mal in bälde wieder versteckte Steuern (so im Sinne der Grundsteuer) und was noch alles kommen könnte.

Da hilft dann keiner Seite mehr die Vorstellung was im Arbeitsleben sinnvoll oder förderlich wäre - einfach deshalb, weil der Arbeitnehmer nicht darüber entscheiden kann sondern der Arbeitgeber. Und wie wohl fühlt derzeit sich ein Arbeitgeber in Deutschland???

ZF ist ein hervorragendes Beispiel: Obwohl ZF Kosten senken und Personal in Deutschland abbauen will, investiert Deutschlands zweitgrößter Autozulieferer jetzt massiv in den USA. Wie passt das zusammen?
Autoindustrie: Zulieferer ZF baut sein Werk in den USA aus

Gruß von Grisu
 

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