Ja das zweifelt ja keiner an, dass die Krankenzahlen in den letzten zwei jahren sehr hoch waren. Es ist nur die Frage, welche Schlüsse man daraus zieht.Ich habe dir mit Quellen belegen, dass
A) die Krankenzahlen gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen sind und
B) Deutschlands Krankenzahlen höher sind als die aller Vergleichsländer.
Genau deswegen sollte man ja die Gründe auch mannigfaltig anpacken. Und dazu gehört eben zB auch, das man nicht immer nur am Arbeitnehmer die "Schuld" sucht, der bestimmt nur ein wenig mehr Druck braucht, dann spurt er schon, sondern sich die Gesamtlage anschaut.Die Gründe dürften so manigfaltig sein wie die erkrankten Menschen - angegangen bei chronischer Ermüdung des Arbeitslebens über chronische Unlust zu Rückenschmerzen und Grippe oder Entzündungen und Brüchen.
Also es ist eben nicht immer nur die arme Wirtschaft und der böse Arbeitnehmer, sondern das ist eine Gesamtlage mit viele Stellschrauben auf seiten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber und eben auch der Politik.
Letztlich ist es für niemanden schön, wenn er krank ist....
Also fakt ist doch: Wir haben 2022 und 2023 extreme Krankheitswellen an Atemwegserkrankungen.
Die sind sehr sehr auffällig. Und natürlich analog dazu einen erhöhten Krankenstand. Wen wunderts?
Es wäre eher überraschen, wenn trotz dieser massiven Wellen kein Anstieg der Krankenzahlen messbar gewesen wäre.
Atemwegserkrankungen: Wie schlimm ist die aktuelle Erkältungswelle?
Husten und Schnupfen an jeder Ecke - gefühlt sind aktuell besonders viele krank. Doch wie stark ist die Krankheitswelle momentan wirklich? Von Nina Kunze und Pascal Kiss.
Eins der größten Probleme dabei sind Kinder.
Kinder hatten in diesen beiden Jahren extrem viele und auch viele schwere Atemwegsinfekte.
natürlich bedeutet das in der Regel auch, dass Eltern ausfallen, entweder weil sie selbst krank werden oder weil sie ihre kranken Kinder versorgen müssen.Im Winter 2022/23 waren laut einem Bericht der DAK fünfmal so viele Säuglinge in stationärer Behandlung wie 2018 - also vor der Corona-Pandemie.
NATÜRLICH führt das zur Erhöhung des Krankenstandes und jeder der ein bißchen Einblick hat, was die letzten beiden Winter im Bereich Kindergarten und Schule los war, der weiß doch wie extrem Eltern da am Limit waren: Geschlossene Kitas weil alle krank waren. Selber dauernd krank. Kinder gehen nahtlos von einem Infekt in den nächsten, Kinderarztpraxen am Limit, Kinderkliniken übervoll usw.
All das spricht doch eine eindeutige Sprache und zeigt, dass unser größtes Problem bei Krankheitstagen NICHT die Blaumacher sind, sondern die massiven Wellen an Atemwegserkrankungen, die mal eben ganze Familien, gaze Schulklassen und auch ganze Firmen flachlegen.
Und auf solche Wellen sollte man meiner Meinung nach unbedingt reagieren.
Also eben zB durch Verbesserung der Betreuung von Kindern im Krankheitsfall.
fakt ist nunmal: Viele Eltern können es sich nicht erlauben, krank zu sein oder ihre Kinder zuhause zu betreuen. Also schicken sie sie krank in die Kita und gehen krank in die Arbeit. Und dann? Dann ist der ganze Laden krank und SO explodieren dann eben auch die Zahlen der Krankheitstage.
Ist doch absolut nicht erstaunlich.
Also HIER müssten mal Lösungen her.
Eben zB Möglichkeit zum Homeoffice, flexiblere Arbeitszeiten usw.
Dann kann man sowas besser auffangen.
Aber was sollen denn die vielen Eltern machen, deren Kinder dauerkrank sind oder deren Kitas ständig wegen Personalmangel geschlossen sind?
Und das ist ja nur eine Gruppe von vielen, die unter den krassen Erkältungswellen der letzten zwei Jahre zu leiden gehabt hat.
Da bringt es auch nichts, zu betonen, dass die Wirtschaft darunter leidet: Klar tut sie das!
Aber solange sich die Wirtschaft (sprich: AUCH die Arbeitgeber) nicht auch ein wenig in Richtung Lösung bewegen wollen, wird das wohl nicht besser werden.
Letztlich sind es einfach Erkältungswellen, für die erstmal niemand was kann.
Und wenn man da anpackt, dann ist letztlich ja ALLEN geholfen.