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Telefonische Krankschreibung und Blaumachen? Eure Meinung!

Ich habe dir mit Quellen belegen, dass
A) die Krankenzahlen gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen sind und
B) Deutschlands Krankenzahlen höher sind als die aller Vergleichsländer.
Ja das zweifelt ja keiner an, dass die Krankenzahlen in den letzten zwei jahren sehr hoch waren. Es ist nur die Frage, welche Schlüsse man daraus zieht.

Die Gründe dürften so manigfaltig sein wie die erkrankten Menschen - angegangen bei chronischer Ermüdung des Arbeitslebens über chronische Unlust zu Rückenschmerzen und Grippe oder Entzündungen und Brüchen.
Genau deswegen sollte man ja die Gründe auch mannigfaltig anpacken. Und dazu gehört eben zB auch, das man nicht immer nur am Arbeitnehmer die "Schuld" sucht, der bestimmt nur ein wenig mehr Druck braucht, dann spurt er schon, sondern sich die Gesamtlage anschaut.
Also es ist eben nicht immer nur die arme Wirtschaft und der böse Arbeitnehmer, sondern das ist eine Gesamtlage mit viele Stellschrauben auf seiten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber und eben auch der Politik.
Letztlich ist es für niemanden schön, wenn er krank ist....

Also fakt ist doch: Wir haben 2022 und 2023 extreme Krankheitswellen an Atemwegserkrankungen.
Die sind sehr sehr auffällig. Und natürlich analog dazu einen erhöhten Krankenstand. Wen wunderts?
Es wäre eher überraschen, wenn trotz dieser massiven Wellen kein Anstieg der Krankenzahlen messbar gewesen wäre.

Eins der größten Probleme dabei sind Kinder.
Kinder hatten in diesen beiden Jahren extrem viele und auch viele schwere Atemwegsinfekte.
Im Winter 2022/23 waren laut einem Bericht der DAK fünfmal so viele Säuglinge in stationärer Behandlung wie 2018 - also vor der Corona-Pandemie.
natürlich bedeutet das in der Regel auch, dass Eltern ausfallen, entweder weil sie selbst krank werden oder weil sie ihre kranken Kinder versorgen müssen.
NATÜRLICH führt das zur Erhöhung des Krankenstandes und jeder der ein bißchen Einblick hat, was die letzten beiden Winter im Bereich Kindergarten und Schule los war, der weiß doch wie extrem Eltern da am Limit waren: Geschlossene Kitas weil alle krank waren. Selber dauernd krank. Kinder gehen nahtlos von einem Infekt in den nächsten, Kinderarztpraxen am Limit, Kinderkliniken übervoll usw.
All das spricht doch eine eindeutige Sprache und zeigt, dass unser größtes Problem bei Krankheitstagen NICHT die Blaumacher sind, sondern die massiven Wellen an Atemwegserkrankungen, die mal eben ganze Familien, gaze Schulklassen und auch ganze Firmen flachlegen.

Und auf solche Wellen sollte man meiner Meinung nach unbedingt reagieren.
Also eben zB durch Verbesserung der Betreuung von Kindern im Krankheitsfall.
fakt ist nunmal: Viele Eltern können es sich nicht erlauben, krank zu sein oder ihre Kinder zuhause zu betreuen. Also schicken sie sie krank in die Kita und gehen krank in die Arbeit. Und dann? Dann ist der ganze Laden krank und SO explodieren dann eben auch die Zahlen der Krankheitstage.
Ist doch absolut nicht erstaunlich.
Also HIER müssten mal Lösungen her.
Eben zB Möglichkeit zum Homeoffice, flexiblere Arbeitszeiten usw.
Dann kann man sowas besser auffangen.

Aber was sollen denn die vielen Eltern machen, deren Kinder dauerkrank sind oder deren Kitas ständig wegen Personalmangel geschlossen sind?

Und das ist ja nur eine Gruppe von vielen, die unter den krassen Erkältungswellen der letzten zwei Jahre zu leiden gehabt hat.

Da bringt es auch nichts, zu betonen, dass die Wirtschaft darunter leidet: Klar tut sie das!
Aber solange sich die Wirtschaft (sprich: AUCH die Arbeitgeber) nicht auch ein wenig in Richtung Lösung bewegen wollen, wird das wohl nicht besser werden.
Letztlich sind es einfach Erkältungswellen, für die erstmal niemand was kann.
Und wenn man da anpackt, dann ist letztlich ja ALLEN geholfen.
 
So ein Arbeitgeber wird seinen Betrieb nicht lange erhalten können, wenn er wegen Profitmaximierung die erfahrenen alten (und teuren) Hasen entläßt und lauter schlecht ausgebildete Hilfskräfte einstellt, weil die billiger sind.
Eben und genauso ist es doch, wenn man zB als Arbeitgeber seinen Angestellten Druck macht, wenn sie krank sind und die sich dann halt krank in die Arbeit schleppen. Übermorgen ist dann der ganze Laden krank und was ist gewonnen?
Wäre dann wohl wirtschaftlicher gewesen, die eine Schnupfennase in Ruhe zu lassen und ihr zu sagen, sie soll lieber daheim bleiben.
Es gibt ja genug Chefs, die das genauso handhaben und ihre Mitarbeiter eher dazu anhalten, wenn sie krank sind, sich möglichst schnell auszukurieren und auch nicht die ganze Belegschaft anzustecken.
DAS ist vorrausschauend gedacht.

Meine Mutter zB hat ziemlich heftiges und schwer einzustellendes Asthma. Bei ihr wird jeder Schnupfen sofort zur Bronchitis und sie ist dann immer gleich Kandidat für ne Lungenentzündung.
Ihr alter Chef hat ihr ständig Druck gemacht. Oft hat sie sich dann krank reingeschleppt, bis die Kollegen sie quasi heimgeschickt haben. Eines Tages stand der Chef sogar selbst vor der Tür, um zu prüfen, ob sie auch wirklich krank ist, weil sie halt häufiger krank war.
Der Druck war immens für sie und ihr Gesamtzustand war damals echt schlecht- auch psychisch.
Wenn man immer das Gefühl vermittelt bekommt, man würde doch eh nur blau machen oder wäre ein Weichei oä.... das zehrt einen aus.
Zum Glück ist der alte Chef seit einigen Jahren weg und ein neuer da.
Der ist aus anderem Holz und der ermöglicht ihr, sobald sie merkt "es geht wieder los" im Homeoffice zu arbeiten (sie hat einen Job, bei den sie eh vorm PC sitzt).
Das wird auch nie in Frage gestellt. Sie kann einfach morgens bescheid geben: Hey, ich komme heute nicht. Auch wenn sie mal nicht so gut beinander ist, reichts ja meist für Homeoffice noch.
Seither ist sie fast garnicht mehr krankgemeldet und hatte NIE wieder eine Lungenentzündug.
Also welcher Chef da der klügere und wirtschaftlichere ist, ist eigentlich klar!
Eigentlich ist so ein Verhalten ja im Sinne ALLER.
Es ist ja in keiner Weise so, dass das was für den Arbeitgeber gut ist, für den Arbeitnehmer schlecht sein muss- im Gegenteil! Solches Vorausschauendes Verhalten ist doch eine Win-Win- Situation.
 
Ja das zweifelt ja keiner an, dass die Krankenzahlen in den letzten zwei jahren sehr hoch waren. Es ist nur die Frage, welche Schlüsse man daraus zieht.


Genau deswegen sollte man ja die Gründe auch mannigfaltig anpacken. Und dazu gehört eben zB auch, das man nicht immer nur am Arbeitnehmer die "Schuld" sucht, der bestimmt nur ein wenig mehr Druck braucht, dann spurt er schon, sondern sich die Gesamtlage anschaut.
Also es ist eben nicht immer nur die arme Wirtschaft und der böse Arbeitnehmer, sondern das ist eine Gesamtlage mit viele Stellschrauben auf seiten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber und eben auch der Politik.
Letztlich ist es für niemanden schön, wenn er krank ist....

Also fakt ist doch: Wir haben 2022 und 2023 extreme Krankheitswellen an Atemwegserkrankungen.
Die sind sehr sehr auffällig. Und natürlich analog dazu einen erhöhten Krankenstand. Wen wunderts?
Es wäre eher überraschen, wenn trotz dieser massiven Wellen kein Anstieg der Krankenzahlen messbar gewesen wäre.

Eins der größten Probleme dabei sind Kinder.
Kinder hatten in diesen beiden Jahren extrem viele und auch viele schwere Atemwegsinfekte.

natürlich bedeutet das in der Regel auch, dass Eltern ausfallen, entweder weil sie selbst krank werden oder weil sie ihre kranken Kinder versorgen müssen.
NATÜRLICH führt das zur Erhöhung des Krankenstandes und jeder der ein bißchen Einblick hat, was die letzten beiden Winter im Bereich Kindergarten und Schule los war, der weiß doch wie extrem Eltern da am Limit waren: Geschlossene Kitas weil alle krank waren. Selber dauernd krank. Kinder gehen nahtlos von einem Infekt in den nächsten, Kinderarztpraxen am Limit, Kinderkliniken übervoll usw.
All das spricht doch eine eindeutige Sprache und zeigt, dass unser größtes Problem bei Krankheitstagen NICHT die Blaumacher sind, sondern die massiven Wellen an Atemwegserkrankungen, die mal eben ganze Familien, gaze Schulklassen und auch ganze Firmen flachlegen.

Und auf solche Wellen sollte man meiner Meinung nach unbedingt reagieren.
Also eben zB durch Verbesserung der Betreuung von Kindern im Krankheitsfall.
fakt ist nunmal: Viele Eltern können es sich nicht erlauben, krank zu sein oder ihre Kinder zuhause zu betreuen. Also schicken sie sie krank in die Kita und gehen krank in die Arbeit. Und dann? Dann ist der ganze Laden krank und SO explodieren dann eben auch die Zahlen der Krankheitstage.
Ist doch absolut nicht erstaunlich.
Also HIER müssten mal Lösungen her.
Eben zB Möglichkeit zum Homeoffice, flexiblere Arbeitszeiten usw.
Dann kann man sowas besser auffangen.

Aber was sollen denn die vielen Eltern machen, deren Kinder dauerkrank sind oder deren Kitas ständig wegen Personalmangel geschlossen sind?

Und das ist ja nur eine Gruppe von vielen, die unter den krassen Erkältungswellen der letzten zwei Jahre zu leiden gehabt hat.

Da bringt es auch nichts, zu betonen, dass die Wirtschaft darunter leidet: Klar tut sie das!
Aber solange sich die Wirtschaft (sprich: AUCH die Arbeitgeber) nicht auch ein wenig in Richtung Lösung bewegen wollen, wird das wohl nicht besser werden.
Letztlich sind es einfach Erkältungswellen, für die erstmal niemand was kann.
Und wenn man da anpackt, dann ist letztlich ja ALLEN geholfen.
Du hast aber mit allen deinen Begründungsversuchen aber bislang keine Aussage dazu getroffen, warum die Krankenstände gerade in Deutschland so deutlich gestiegen sind.
 
Ich stolpere über die Aussage, da nicht signifikant mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle auftreten, sei mit einer hohen Anzahl an Blauchmachern zu rechnen. Diese Argumentation erstaunt mich durchaus.

Ich bin chronisch krank und habe im Vergleich sogar wenig Krankenstände. Und soll dann, wenn es mir wirklich schlecht geht oder ich mal mit einem Virus flach liege, wegen eines Generalverdachtes sanktioniert werden. Entzückend.
 
Du hast aber mit allen deinen Begründungsversuchen aber bislang keine Aussage dazu getroffen, warum die Krankenstände gerade in Deutschland so deutlich gestiegen sind.
Weil die anderen Länder in diesen Phasen keine so extremen Erkältungswellen hatten?
man kann diese Länder ja auch nicht unbedingt hinsichtlich ihrer Impfbereitsschaft (gegen grippe und Corona), hinsichtlich ihrer Bevölkerungsdichte in den ballungsräumen, hinsichtlich ihrer Coronamaßnahmen (die ja auch maßgeblich waren, für die Wellen, die danach kamen) usw. vergleichen.
Also ich würde jetzt mal die Ansicht vertreten: Südliche Länder haben grundsätzlich keine derart extremen Wellen an Atemwegserkrankungen. Länder, die die Lockdowns schneller geöffnet haben (zB England) haben die Wellen verteilter gehabt und nicht so konzentriert.
Länder, in denen mehr geimpft wird habe nauch andere verläufe. Länder, in denen nicht so viele Kinder in Kitas gehen müssen oder in denen die Kitas besser sind (Frankreich) haben keine solchen Virenbrutstätten.
Usw.

Außerdem: ist es denn wirklich so?
Also ist es so, wie Du sagst, dass es gerade in DE so gestiegen ist und anderswo nicht?
Also ich finde dazu keine umfassenden Zahlen. der Artikel, den Du verlinkst, vergleicht nur Deutschland, USA, Austalien, Schweden und Kanada.
und wenn man sich die dort abgebildeten Kurven anschaut sieht man vor allem folgendes:
USA: stieg 2019 EXTREM an und fiehl erst 2022 wieder ab. warum?
Schweden: blieb moderat ungefähr auf einem Level, hatte aber Anstieg 2020-2022. Warum?
Kanada: Stieg 2020 stark an und fiehl 2022 wieder langsam. Warum?
Australien: stieg 2021 an und fällt seit letztem jahr wieder. Warum?
Deutschland hielt sich bis 2021 gut auf Level und steigt 2022 und 23 an.
Ja warum?

Das ist doch total offensichtlich.
Also deine eigene Statistik zeit: ALLE Länder verzeichnen im Umfeld der Pandemie Anstiege, die sich ganz offenbar aus ihrem Umgang mit der Pandemie ergeben.
je nachdem wann und wie es Lockdowns gab, kann man Anstiege im Krankenstand erkennen.
ist jetzt ja wirklich kein Hexenwerk.
Die Jahre davor, dümpelt Deutcshland im entspannten Mittelfeld rum: Ohne größere Ausschläge.

Also ich sehe da nicht, dass Deutschland eine Sonderstellung hätte oder bei uns etwas signifikant anders wäre als anderswo. jedes Land hat derartige Anstiege: manche schwerer (am schlimmsten die USA wo man ja durchaus unterstellen kann, dass der Druck auf die Arbeitnehmer deutlich größer ist als bei uns: hat aber offenbar nichts bewirkt) andere schwächer, wie zB Schweden (was wohl am schwedischen Sonderweg liegen dürfte, bei dem sich die Infektionszahlen verteilt haben). Die einen früher, und die anderen später.
So weit, so erwartbar.

Also ich sehe da definitiv nicht, wo deutschland jetzt besonders dastehen sollte.

Den krassesten Anstieg an Krankentagen hatte laut dieser Grfik übrigens auch nicht Deutschland, sondern die USA.
Also ich frage mich: Haben wir die gleiche Grafik angeschaut?
 
Ich stolpere über die Aussage, da nicht signifikant mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle auftreten, sei mit einer hohen Anzahl an Blauchmachern zu rechnen. Diese Argumentation erstaunt mich durchaus.

Ich bin chronisch krank und habe im Vergleich sogar wenig Krankenstände. Und soll dann, wenn es mir wirklich schlecht geht oder ich mal mit einem Virus flach liege, wegen eines Generalverdachtes sanktioniert werden. Entzückend.
Also das ist ja eine seltsame Schlussfolgerung: Gerade Herzinfarkte oder Schlaganfälle führen ja eben NICHT zu kurzfristigen Krankheitstagen wie man sie bei Blaumachern vermuten würde.
Und diese Erkrankungen sind ja nicht vorzutäuschen sondern eindeutig dokumentierbar (was ja bei einer Erkältung schon wieder anders ist)
Also DIESE schweren Erkrankungen kann man ja nun echt nicht als Marker hernehmen...für eigentlich garnichts, was mit dieser Frage der kurzfristigen Krankmeldungen zusammenhängt.
 
Weil die anderen Länder in diesen Phasen keine so extremen Erkältungswellen hatten?
man kann diese Länder ja auch nicht unbedingt hinsichtlich ihrer Impfbereitsschaft (gegen grippe und Corona), hinsichtlich ihrer Bevölkerungsdichte in den ballungsräumen, hinsichtlich ihrer Coronamaßnahmen (die ja auch maßgeblich waren, für die Wellen, die danach kamen) usw. vergleichen.
Also ich würde jetzt mal die Ansicht vertreten: Südliche Länder haben grundsätzlich keine derart extremen Wellen an Atemwegserkrankungen. Länder, die die Lockdowns schneller geöffnet haben (zB England) haben die Wellen verteilter gehabt und nicht so konzentriert.
Länder, in denen mehr geimpft wird habe nauch andere verläufe. Länder, in denen nicht so viele Kinder in Kitas gehen müssen oder in denen die Kitas besser sind (Frankreich) haben keine solchen Virenbrutstätten.
Usw.

Außerdem: ist es denn wirklich so?
Also ist es so, wie Du sagst, dass es gerade in DE so gestiegen ist und anderswo nicht?
Also ich finde dazu keine umfassenden Zahlen. der Artikel, den Du verlinkst, vergleicht nur Deutschland, USA, Austalien, Schweden und Kanada.
und wenn man sich die dort abgebildeten Kurven anschaut sieht man vor allem folgendes:
USA: stieg 2019 EXTREM an und fiehl erst 2022 wieder ab. warum?
Schweden: blieb moderat ungefähr auf einem Level, hatte aber Anstieg 2020-2022. Warum?
Kanada: Stieg 2020 stark an und fiehl 2022 wieder langsam. Warum?
Australien: stieg 2021 an und fällt seit letztem jahr wieder. Warum?
Deutschland hielt sich bis 2021 gut auf Level und steigt 2022 und 23 an.
Ja warum?

Das ist doch total offensichtlich.
Also deine eigene Statistik zeit: ALLE Länder verzeichnen im Umfeld der Pandemie Anstiege, die sich ganz offenbar aus ihrem Umgang mit der Pandemie ergeben.
je nachdem wann und wie es Lockdowns gab, kann man Anstiege im Krankenstand erkennen.
ist jetzt ja wirklich kein Hexenwerk.
Die Jahre davor, dümpelt Deutcshland im entspannten Mittelfeld rum: Ohne größere Ausschläge.

Also ich sehe da nicht, dass Deutschland eine Sonderstellung hätte oder bei uns etwas signifikant anders wäre als anderswo. jedes Land hat derartige Anstiege: manche schwerer (am schlimmsten die USA wo man ja durchaus unterstellen kann, dass der Druck auf die Arbeitnehmer deutlich größer ist als bei uns: hat aber offenbar nichts bewirkt) andere schwächer, wie zB Schweden (was wohl am schwedischen Sonderweg liegen dürfte, bei dem sich die Infektionszahlen verteilt haben). Die einen früher, und die anderen später.
So weit, so erwartbar.

Also ich sehe da definitiv nicht, wo deutschland jetzt besonders dastehen sollte.

Den krassesten Anstieg an Krankentagen hatte laut dieser Grfik übrigens auch nicht Deutschland, sondern die USA.
Also ich frage mich: Haben wir die gleiche Grafik angeschaut?
Ich würde mich freuen wenn du mal Quellen und Grafiken präsentierst, die deine Meinung stützen.
 
Es kommt denke ich wie so oft, drauf an.

Ich hatte mal einen AG der verlangte (wie es auch das Gesetz vorsieht) schon am ersten Tag die AU. Da hätte die telefonische AU schon geholfen, da man sich dann hätte auskurieren könnte anstatt mehrere Stunden im Wartezimmer zu sitzen.

Bei meinem jetzigen AG ist es tariflich geregelt das man bis zu 3 Tage ohne jegliche AU krank sein darf.

Ich denke wer "blaumachen" will nutzt jegliches System aus, egal ob mit telefonischer AU oder nicht.
So wie es eben vorher auh schon war.

Ansonsten hat "blaumachen" sehr oft auch einen Grund und da sollte man lieber ansetzen. Wer krank ist, ist krank aber es gibt auch genug die einfach "spielen".
 
Ich sehe das ganz entspannt. Die Leute haben eine Krankschreibung. Das zählt mehr als eine Mutmaßung und Unterstellung.

Krank ist halt krank, so ein gelber Zettel hat immer Recht.

Ich war auch oft dienstlich in Ländern in denen Kranksein sanktioniert wird. Dort gibt es weniger Krankschreibungen. Die Leute kommen krank zur Arbeit, stecken andere an und arbeiten kaum weil Sie sich halt schlecht fühlen. Sie sind somit anwesend, mehr auch nicht. Sieht toll in der Statistik aus, sagt aber gar nichts aus.
Das ist doch keine ehrliche Betrachtung rund um das Problem.
Die Gruppe der blaumacher ist ganz sicher grösser null.
Manche Studien kommen auf 55% andere auf 33%, immer sind es relevante Anteile.

Da zu sagen, der gelbe Zettel habe immer recht, ist naiv.

Ich kann mir frei aussuchen, was der Arzt macht.
Möchten Sie eine Krankschreibung?
Ein oder zwei Wochen?
Ach, dann gerne zwei.

Typische Kommunikation in deutschen Praxen!
 
Kurzsichtiges Denken war gerade für Unternehmer noch nie gut. Präsentismus rechnet sich nicht.


ZITAT
"Statt die Produktivität zu steigern, führt krankes Arbeiten zu Fehlern, Unzufriedenheit und letztendlich zu milliardenschweren finanziellen Verlusten."
ZITAT ENDE


ZITAT
"Betriebswirtschaftlich gesehen sind die Kosten, die durch Präsentismus entstehen, mindestens so hoch wie die Kosten durch krankheitsbedingte Fehlzeiten."
ZITAT ENDE



ZITAT
"
Fachleute für Gesundheit und die Forschung sind sich darin einig, dass es für die Unternehmen teuer wird, wenn Beschäftigte trotz Krankheit zur Arbeit gehen. Dieses Verhalten kann Folgen für Mitarbeitende und Arbeitgeber haben.

  • Denn es führt zu Produktivitätsverlusten, da die betroffenen Mitarbeitenden in ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind.
  • Zudem können sich erkrankungsbedingt auch die Häufigkeit von Fehlern und das Risiko von Arbeitsunfällen erhöhen.
  • Präsentismus kann eine spätere, dann unter Umständen umso längere Krankschreibung oder Chronifizierung und Langzeitarbeitsunfähigkeit mit den entsprechenden Kosten zur Folge haben.
  • Bei Infektionen wiederum kann es zu einer Ansteckung anderer Mitarbeitenden kommen, die dann ihrerseits ausfallen.
Auch wenn noch weitere Forschungsarbeit geleistet werden muss: Alles deutet darauf hin, dass die Kosten für Präsentismus deutlich höher ausfallen als die Kosten für krankheitsbedingte Fehlzeiten."
ZITAT ENDE


Blaumacher wird es immer geben, massiv geschadet wird mit Forderungen wie im Eingangspost nur den wirklich Kranken und damit aber letztlich auch den Unternehmen.

Um mal von mir selbst auszugehen:
Je mieser die Bedingungen für Arbeitnehmer, desto weniger engagiert wäre ich, desto weniger stünde ich hinter dem Arbeitgeber.
Schlechte Arbeitsbedingungen machen krank, das kann Fehlzeiten nach oben treiben.
Schlechte Bedingungen machen aber auch unmotiviert. Mehr als Dienst nach Vorschrift können und wollen da bestimmt viele nicht mehr leisten. Ich würde eher einen Zweitjob annehmen als mich für so einen Arbeitgeber krank zur Arbeit zu schleppen.
Wo ich weniger produktiv wäre als gesund. Mit dem Risiko einer erhöhten Fehlerquote.
Was das bei solchen Arbeitgebern auslösen dürfte, kann ich mir vorstellen.

Die Katze beißt sich doch - längst erforscht - in den Schwanz, wenn man das Betriebsklima verschlechtert.
Motivation, Produktivitität, Fehlerquoten, gesundheitliche Folgen.
Das ändern auch keine durch Druck geschönten Anwesenheitsstatisiken.
Liesst sich alles ganz toll, stimmt aber nicht.
Schau zu VW: Arbeitnehmerschutz bis zum Existus, überall feel good Management, 35 Std Woche, trotzdem jede Menge krankentage.

In meiner Wahrnehmung ist genau umgekehrt: Die einzige echte Sanktion gegen betrügerische Krankschreibungen ist das schlechte Gewissen gegenüber den Kollegen. So ist es jedenfalls bei mir.
Wenn das wegfällt, weil die Abteilungen komfortabel besetzt sind oder sowieso allen alles egal ist (wie in mancher Behörde), dann gehen die Krankentage auch gerne mal über 20 Tage im Jahr.
 

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