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Telefonische Krankschreibung und Blaumachen? Eure Meinung!

Ja, ab erstem Tag. Das war bei uns auch so, deswegen gab es AU's mit 3 oder mehr Tagen. Meine Ex-Chefin hat bei uns im Büro aber die Parole ausgerufen, dass wir keine bräuchten. Denn lieber einen Tag weg bleiben, als direkt 3 oder mehr Tage.
Natürlich ist AU ab dem ersten Tag möglich. Gibt ja Unternehmen die das so handhaben.
Aber Vio fragte ja vielmehr danach, ob das auch unterschiedlich gehandhabt werden dürfe. Das ist ja der Kern an dieser Sache.

Und ich kann mir sehr gut vorstellen das innerhalb der AV eine gewisse Gleichheit herrschen muss.
Und die Betriebsvereinbarung gilt auch für alle Arbeitnehmer.

Was man machen kann ist zum Amtsarzt schicken. Das kann man individuell entscheiden, da für jeden einzelnen Arbeitnehmer eine gesonderte Betrachtung gilt, für die ein berechtigter Grund vorliegen muss, damit man jemanden zum Vertrauensarzt schicken kann.
Das ist auch ein durchaus probates Mittel, da man sich als AG ja auch verpflichtet fühlt, das es einem Mitarbeiter gut geht und der Ursprung seiner häufigen Fehlzeiten geklärt werden muss, damit man auch als AG gezielt gegenwirken kann.
Und das geht nur individuell, da man ja schlecht jemanden direkt zum Amtsarzt schicken kann der 1 Tag im Jahr wegen starken Kopfschmerzen fehlt.
 
Du solltest Dich an der Lebensrealität der Betriebe orientieren.
Denk das ganze mal durch:
Möchtest Du zB von einer verschnupften Bäckereiverkäuferin bedient werden?
ich nicht!
Möchtest Du, dass die Lehrerin deiner Kinder sich mit Migräne in den Unterricht schleppt und die Kinder nur einen Film anschauen, weil die Lehrerin keine Kraft hat für ordentlichen Unterricht?
Ich nicht!
Möchtest Du, dass dein Zahnarzt zwischen den behandlungen mal eben auf Klo springt und sich übergibt, weil der Norovirus nicht ausgeheilt ist?
ich nicht!
Usw usf.
Wie oben schon jemand geschrieben hat: Es gibt doch X untersuchungen, die zeigen, dass der Druck, nicht krank sein zu DÜRFEN, genau das Gegenteil bewirkt: Nämlich schlechtere Arbeit, langsamere Genesung und mehr ausfälle, weil halt andere angesteckt werden.

Schau Dir doch einfach mal alle branchen so an: Man denkt bei den meisten Jobs an Bürotätigkeiten, aber mal ehrlich: ich möchte keinen Dachdecker krank aufs Dach jagen, niemanden zwingen, Maschinen oder ähnliches zu bedienen, Kinder oder kranke zu pflegen, mit Lebensmitteln oder sonstigen Verkaufsgütern zu hantieren, wenn er oder sie nicht gesund ist.


Unsere Arbeitswelt besteht nicht nur aus lauter Großkonzernen, die jederzeit abwandern könnten (und dies tun, aber nicht wegen der Krankheitstage, sondern weil es anderswo billigere und ausnützbarere Arbeitskräfte gibt)
Die meisten Arbeitsplätze hier im Land sind NICHT bei Großkonzernen, die jederzeit abwandern können: Handwerksbetriebe, Handel, der komplette Pflegesektor, die Bahn, die Post und die Kirche, der öffentliche Dienst, sämtliche Klein- und Mittelständischen Betriebe usw usf....all die sollen also mit "büßen", weil Großkonzerne abwandern könnten, weil dort evtl ein paar Mitarbeiter blau machen könnten?
Nicht wirklich oder?

Also orientiere dich mal an der Lebensrealität der Leute:
die meisten Menschen arbeiten entweder
1. in Branchen, in denen man nicht so einfach abwandern KANN (man also nicht davon profitieren würde, am Arbeitsrecht zu schrauben, nur damit die Firma BITTEEEE nicht abwandert)
2. in Branchen, in denen man echt keine kranken Mitarbeiter vor Ort sehen möchte
3. in Branchen, in denen man durchaus im Krankehitsfall mit Homeoffice einiges ausgleichen könnte.
und die Jobs, die in KEINE dieser drei Kategorien passen, können wohl bitte mit einem kleinen Restrisiko leben, dass man jemand blau macht.
Du gehst in der Argumentation von 0% Blaumachern aus, was sicherlich falsch ist. In der anonymen Befragung, die ich oben zitiert habe, wird von 33% ausgegangen, die man eigentlich nicht krankschreiben müsste.

Spannend ist auch der neue Vorschlag, Leute nur für einige Stunden krankzuschreiben:
https://www.zeit.de/arbeit/2024-10/teilzeitkrankschreibung-aerztepraesident-klaus-reinhardt

Die Idee, jemanden gesund für das Homeoffice aber krank für das Großraumbüro zu schreiben, ist mal eine ganz neue Idee. Das wäre passend, wenn man nur die andere schützen möchte.

Am Ende möchte ich hier gar nicht der Buhmann sein, der all diese Sache fordert.

Ich merke aber, dass die Krankentage in immer mehr Firmen als Problem wahrgenommen werden und Investitionsentscheidungen steuern. Daher gibt es ja auch so viele Artikel darüber.
 
Das sind zwar plausible Gründe, aber keine sie erklären weder warum dies spezifisch auf Deutschland zutrifft, noch warum der Anstieg so massiv ist.
ist denn der Anstieg in deutschland tatsächlich so massiv im Vergleich zu anderen Ländern mit vergleichbaren Systemen?
Habe keine Zahlen dazu.
Aber natürlich ist es sicher vorstellbar, dass in Ländern, in denen Du halt nicht krank sein DARFST, auch ein niedrigerer Krankenstand ist.
Aber ob das gut ist, ist halt die Frage.
Vermutlich eher nicht ,oder?
 
Du gehst in der Argumentation von 0% Blaumachern aus, was sicherlich falsch ist.
Nein tu ich nicht, aber der Punkt ist nunmal: Will man die Arbeitsbedingungen für ALLE verschlechtern, nur wegen dieser angeblichen 33%? (von denen sicher ein Großteil auch mit bestehenden Mitteln erwischt werden kann und ein weiterer teil vermutlich garnicht soooo schlimm ist - es gibt bestimmt Menshcen, die haben 3 oder 4 mal in ihrem Leben wirklich blau gemacht, aber davon geht die Welt halt auch nicht unter).
Wir hatten hier ja schon einige Links, in denen die Rede davon war, dass sämtliche "Druckmaßnahmen" im Endeffekt nichts bringen oder sogar schaden.
Also wozu das ganze?
Man kann auch nicht jeden Kunden im Supermarkt bis auf die Unterhose filzen, weil es Ladendiebe gibt. Man muss halt versuchen, so gut es geht, die Ladendiebe rauszufischen und ansonsten mit einem gewissen "Schwund" leben.
Fakt ist nunmal: Wir können nicht alle Arbeitnehmer 24 Stunden am Tag überwachen, nur damit jjaaaaa keiner auch nur einen Tag blaumacht.

Übrigens: ich denke, ein kluger Chef wird das entspannt sehen und wird vor allem auf die Ergebnisse schauen.
Es gibt genug Firmen, in denen läuft es auf Vertrauensbasis und dort ist das Arbeitsklima meist das beste und der Output auch. Und dort wo ein Vertrauensverhältnis herrscht, wird auch am wenigsten betrogen. Ist doch ein alter Hut.
 
ist denn der Anstieg in deutschland tatsächlich so massiv im Vergleich zu anderen Ländern mit vergleichbaren Systemen?
Habe keine Zahlen dazu.
Aber natürlich ist es sicher vorstellbar, dass in Ländern, in denen Du halt nicht krank sein DARFST, auch ein niedrigerer Krankenstand ist.
Aber ob das gut ist, ist halt die Frage.
Vermutlich eher nicht ,oder?
Hier mal die Zahlen von Statista:
Geht man vom niedrigen Stand 2007 aus, haben sich die Krankenzahlen um 100% erhöht. Vor allem der Sprung in den letzten 2 Jahren ist sehr deutlich.

In keinem europäischen Land sind Angestellte und Arbeiter länger krank geschrieben als in Deutschland:

Hier mal ein Vergleich mit 4 anderen großen Volkswirtschaften. Auch hier ist erkennbar, dass Deutschland lang durchschnittliche Krankenzahlen hatte aber in den letzten 2 Jahren die unrühmliche Spitze beim Krank sein erklommen hat.
Fazit:
Fazit: Gesamtwirtschaftlicher Schaden erheblich – Handlungsbedarf groß
 
@Andreas900
Ich hatte es irgendwo vorher schon geschrieben, dass Deutschland einen Prozentsatz von 15 % Bevölkerung hat, die zwischen 55 und 64 sind. Damit liegen wir im Schnitt 2% über allen anderen europäischen Staaten und auch weltweit gesehen. Da verwundert es eigentlich nicht, dass die Krankenstände höher werden. Auch die Tatsache, dass in der Metallindustrie, die Krankenstände am höchsten sind, ist auch keine grosse Überraschung. Das ist ein Bereich, in dem bis heute oft noch sehr harte, körperliche Arbeit geleistet werden muss.
Spannend auch die Tatsache, dass Covid ja bis heute nachwirkt.
 
Geht man vom niedrigen Stand 2007 aus, haben sich die Krankenzahlen um 100% erhöht. Vor allem der Sprung in den letzten 2 Jahren ist sehr deutlich.
naja, also SO darf man diese Zahlen aber nicht lesen: man sollte nicht nur zwei Extremwerte vergleichen, denn 2007 scheint ein Ausreißer nach unten gewesen zu sein. Also das war wohl eher die Ausnahme.
man muss schon den kompletten Verlauf anschauen: Und ist keine Verdopplung oä erkennbar. Das geben diese Zahlen nicht her!
.
Ich kann deine Statistik nicht öffnen, aber das Statistische Bundesamt schreibt von einem moderaten Anstieg seit 1991 (12,7 Tage) und einem Tiefstand 2007 (8 Tage). Dann dümpelte es wieder bis 2020 so bei 11/12 tagen rum und stieg dann erst seit 2022 auf 14 an und ist seit 2022 etwas höher.
Also eigentlich konstantbleibend, aber seit Wegfall der Coronamaßnahmen angestiegen.
Das überrascht jetzt aber niemanden oder?
Die krassen Erkältungswellen der letzten zwei Jahre erklären das mehr als ausreichend.

Also wenn man sich diese Zahlen genau anschaut sieht man sogar, dass der Krankenstand seit 1991 leicht zurückgegangen ist- wenn man die Nach-Corona-Phase ausklammert, die ja nun wirklich von extremen Erkältungswellen gekennzeichnet ist. (vor allem bei Kindern und in Folge natürlich bei den Eltern =ene Altersgruppe die eben mitten im Beruf steht)

Deinen zweiten Artikel kann ich nicht öffnen.
Und im dritten zeigt sich eigentlich nur, dass Deutschland überhaupt keinen generell hohen (höheren) Krankenstand hat (zumindest nicht im Vergleich zu den anderen dort aufgeführten Ländern).
Hier mal ein Vergleich mit 4 anderen großen Volkswirtschaften. Auch hier ist erkennbar, dass Deutschland lang durchschnittliche Krankenzahlen hatte aber in den letzten 2 Jahren die unrühmliche Spitze beim Krank sein erklommen hat.
Nö, das zeigen die Zahlen dort doch garnicht.
Deutschland bewegt sich nahezu synchron mit den anderen Ländern- mal höher, mal niedriger. Das einzige was man erkennen kann, ist dass 2022 und 2023 Deutschland mehr Krankheitstage hat und das deckt sich mit dem oben gesehenen! Nach Corona hatten wir massive Wellen an Atemwegserkrankungen- das steht dann auch in dem Artikel. Vielleicht hatten die anderen Länder diese Wellen nicht so stark?
Also kein krasser Anstieg, der nicht im Zusammenhang mit diesen nachgewiesenen Krankheitswellen steht.

Fazit:
Fazit: Gesamtwirtschaftlicher Schaden erheblich – Handlungsbedarf groß
Nö eigentlich nicht...
ich sehe das aus den Zahlen nicht.... Zumindest kein Handeln im Sinne des Thread EPs sondern genau im Gegenteil!
Das einzige was man festhalten kann ist: Wir haben seit Corona viel zu massive Wellen an Atemwegserkrankungen (wird Dir auch jeder Arzt bestätigen) und in Folge dessen natürlich vermehrt Krankschreibungen.
Das beweist doch eins: Die hohen Krankheitstage gehen mit tatsächlich MESSBAREN Krankheitswellen einher. Ergo ist das KEIN Blaumachen (oder ein Anstieg des Blaumachens) sondern ein tatsächlicher Anstieg der Krankheitsfälle.
DH Mittel dem zu begegnen sind NICHT mehr Druck auf angebliche Blaumacher (die scheinen sich ja nicht vermehrt zu haben) sondern zB Maßnahmen gegen solche Erkältungswellen.
Also zB lieber MEHR Leute mit Erkältung gleich krankschreiben, damit sie nicht die ganze Belegschaft anstecken. NICHT weniger. Also leute unter Druck zu setzen, sich auch mit Erkältung ins Büro zu setzen wäre der komplett flasche Ansatz.
Oder zB die Lage in Kitas verbessern: Auch hier- Eltern die gezwungen sind, ihre Kinder krank in die Kita zu stecken anstatt mit ihnen zuhause zu bleiben, sind der größere Schaden für die Wirtschaft, als Eltern die zuhause bleiben, anstatt die ganze Kita lahmzulegen.

Also das ist doch ziemlich eindeutig. Klar: Es sollte gehandelt werden: Aber nicht so, wie es hier von manchen vorgeschlagen wird: Also eben KEINE Anreize schaffen, sich krank unters Volk zu mischen: Im Gegenteil! Zuhause bleiben ist das beste Mittel gegen Krankheitstage! Weil man dann halt keine anderen ansteckt!
2021 hatten wir zB recht niedrige Krankheitstage: Warum wohl?
Vermutlich nicht, weil da keiner blau gemacht hätte, sondern halt weil wir deutlich geringere Erkältungswellen hatten....weil die Leute halt NICHT krank ins Büro gegangen sind.
 
Nun, eigentlich spielt es keine große Rolle was diese Zahlen sagen.

Heute wurde veröffentlicht dass die Arbeitslosenzahlen sich wohl stark erhöht haben. Lt. Google sieht es so aus:
Im Zuge der immer noch schwachen Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit im Oktober 2024 um 16.000 auf 2.791.000 gesunken. Saisonbereinigt hat die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 27.000 zugenommen. Verglichen mit dem Oktober des vorigen Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 183.000 höher.

In der Konsequenz haben die Arbeitgeber nun langsam wieder die Wahl an Arbeitskräften (die vermeintliche Fachkräftesuche ist ja mehr eine Frage der Bezahlung als der Verfügbarkeit von gut ausgebildetem Personal). Somit werden Jahresverträge abgeschlossen und behalten wird derjenige Arbeitnehmer, der den Vorstellungen des Arbeitgebers entspricht. Dieses könnten dann auch die Krankheitstage sein.
Das kann dann alle treffen: chronisch kranke und "Blaumacher". Es sei denn, der Arbeitgeber hat ein gutes "Händchen" für Personal um zu spüren, welcher Mitarbeiter ihm einen Vorteil bringen kann bspw. in Sachen Teamfähigkeit, Organisation, Engagement ect. pp.

Gruß von Grisu
 
naja, also SO darf man diese Zahlen aber nicht lesen: man sollte nicht nur zwei Extremwerte vergleichen, denn 2007 scheint ein Ausreißer nach unten gewesen zu sein. Also das war wohl eher die Ausnahme.
man muss schon den kompletten Verlauf anschauen: Und ist keine Verdopplung oä erkennbar. Das geben diese Zahlen nicht her!
.
Ich kann deine Statistik nicht öffnen, aber das Statistische Bundesamt schreibt von einem moderaten Anstieg seit 1991 (12,7 Tage) und einem Tiefstand 2007 (8 Tage). Dann dümpelte es wieder bis 2020 so bei 11/12 tagen rum und stieg dann erst seit 2022 auf 14 an und ist seit 2022 etwas höher.
Also eigentlich konstantbleibend, aber seit Wegfall der Coronamaßnahmen angestiegen.
Das überrascht jetzt aber niemanden oder?
Die krassen Erkältungswellen der letzten zwei Jahre erklären das mehr als ausreichend.

Also wenn man sich diese Zahlen genau anschaut sieht man sogar, dass der Krankenstand seit 1991 leicht zurückgegangen ist- wenn man die Nach-Corona-Phase ausklammert, die ja nun wirklich von extremen Erkältungswellen gekennzeichnet ist. (vor allem bei Kindern und in Folge natürlich bei den Eltern =ene Altersgruppe die eben mitten im Beruf steht)

Deinen zweiten Artikel kann ich nicht öffnen.
Und im dritten zeigt sich eigentlich nur, dass Deutschland überhaupt keinen generell hohen (höheren) Krankenstand hat (zumindest nicht im Vergleich zu den anderen dort aufgeführten Ländern).

Nö, das zeigen die Zahlen dort doch garnicht.
Deutschland bewegt sich nahezu synchron mit den anderen Ländern- mal höher, mal niedriger. Das einzige was man erkennen kann, ist dass 2022 und 2023 Deutschland mehr Krankheitstage hat und das deckt sich mit dem oben gesehenen! Nach Corona hatten wir massive Wellen an Atemwegserkrankungen- das steht dann auch in dem Artikel. Vielleicht hatten die anderen Länder diese Wellen nicht so stark?
Also kein krasser Anstieg, der nicht im Zusammenhang mit diesen nachgewiesenen Krankheitswellen steht.


Nö eigentlich nicht...
ich sehe das aus den Zahlen nicht.... Zumindest kein Handeln im Sinne des Thread EPs sondern genau im Gegenteil!
Das einzige was man festhalten kann ist: Wir haben seit Corona viel zu massive Wellen an Atemwegserkrankungen (wird Dir auch jeder Arzt bestätigen) und in Folge dessen natürlich vermehrt Krankschreibungen.
Das beweist doch eins: Die hohen Krankheitstage gehen mit tatsächlich MESSBAREN Krankheitswellen einher. Ergo ist das KEIN Blaumachen (oder ein Anstieg des Blaumachens) sondern ein tatsächlicher Anstieg der Krankheitsfälle.
DH Mittel dem zu begegnen sind NICHT mehr Druck auf angebliche Blaumacher (die scheinen sich ja nicht vermehrt zu haben) sondern zB Maßnahmen gegen solche Erkältungswellen.
Also zB lieber MEHR Leute mit Erkältung gleich krankschreiben, damit sie nicht die ganze Belegschaft anstecken. NICHT weniger. Also leute unter Druck zu setzen, sich auch mit Erkältung ins Büro zu setzen wäre der komplett flasche Ansatz.
Oder zB die Lage in Kitas verbessern: Auch hier- Eltern die gezwungen sind, ihre Kinder krank in die Kita zu stecken anstatt mit ihnen zuhause zu bleiben, sind der größere Schaden für die Wirtschaft, als Eltern die zuhause bleiben, anstatt die ganze Kita lahmzulegen.

Also das ist doch ziemlich eindeutig. Klar: Es sollte gehandelt werden: Aber nicht so, wie es hier von manchen vorgeschlagen wird: Also eben KEINE Anreize schaffen, sich krank unters Volk zu mischen: Im Gegenteil! Zuhause bleiben ist das beste Mittel gegen Krankheitstage! Weil man dann halt keine anderen ansteckt!
2021 hatten wir zB recht niedrige Krankheitstage: Warum wohl?
Vermutlich nicht, weil da keiner blau gemacht hätte, sondern halt weil wir deutlich geringere Erkältungswellen hatten....weil die Leute halt NICHT krank ins Büro gegangen sind.
Ich habe dir mit Quellen belegen, dass
A) die Krankenzahlen gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen sind und
B) Deutschlands Krankenzahlen höher sind als die aller Vergleichsländer.
 
Der Krankenstand erreichte 2023 zum zweiten Mal in Folge ein Rekordniveau. Die jüngst veröffentlichte Statistik der DAK spricht eine deutliche Sprache: Im Schnitt fehlte ein Arbeitnehmer* krankheitsbedingt im Jahr 2023 an 20 Tagen auf der Arbeit. Außerdem waren an jedem einzelnen Tag des vergangenen Jahres 55 von 1.000 Arbeitnehmern krankgeschrieben – das entspricht einem Anstieg von 13 % im Vergleich zum Vorjahr und ist zugleich der höchste Wert, den die Krankenkasse für ihre 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten seit Beginn der halbjährlichen Analysen im Jahr 2013 gemessen hat.

Quelle:
Krankenstand auf Rekordhoch: Was Arbeitgeber tun können

Gruß von Grisu
 

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