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System Arbeit - Ich komme nicht damit klar

Hallo liebe Leute,

ich fühle mich durch diese Beiträge sehr angesprochen, mache momentan genau so ein Dilemma durch.
Und mich hat prompt das erwischt, was hier schon erwähnt wurde: Es hat mich krank gemacht. Man kann es wohl als Depression bezeichnen, auch wenn es mir noch schwer fällt, das selbst so zu sehen.

Ich habe es immer wieder versucht. Meine 3. Stelle hab ich mit "nur" 25 Stunden die Woche begonnen, damit ich nicht gleich wieder überfordert bin.
Immerhin habe ich es nun fast ein Jahr durchgehalten. Aber trotzdem kam wieder der Punkt, an dem nichts mehr ging. Ich hab jedes Mal geheult, bevor ich zur Arbeit musste und meine Füße sind zum Schluss einfach nicht mehr losgegangen. Naja, das muss ich hier nicht zu sehr ausführen, das Thema ist ja etwas anders.

Worum es geht: Auch unter passablen oder guten Rahmenbedingungen kann ein Job eine Qual sein. Auch ich bin oft auf Unverständnis gestoßen, sogar seitens der Familie.
"In deinem Alter kann man doch wohl Vollzeit arbeiten" (Ich bin 25), "So ist Arbeit nunmal, das macht nunmal keinen Spaß", "Augen zu und durch"...

Es sind genau solche Sprüche, die mir eben auch das Gefühl vermitteln, dass etwas mit mir nicht stimmt. Ich frage mich, warum ich nicht einfach 40 Stunden arbeiten kann, ohne darunter so zu leiden, wie normale gute Bürger das eben machen.
Bin ich vielleicht echt einfach faul? Stelle ich mich einfach zu sehr an?
Du hast im Leben nur was erreicht, wenn du Vollzeit arbeitest und am besten nie krank bist. Nur so bist du wertvoll für die Gesellschaft.
Und da frage ich mich, wenn ich das nicht leisten kann, was ergebe ich dann überhaupt für einen Sinn?
Meine Freunde und Familie sind genervt von meiner Maulerei, fühlt sich zumindest inzwischen so an. Dabei hab ich echt mein Bestes versucht und bin gescheitert.

Liebe Grüße und danke für's Lesen
 
Es sei einfach mal gesagt: Arbeit muss nicht Spass machen 😀

Es hat auch früher den Bauern im Mittelalter nicht Spass gemacht um 5 Uhr mit der Sonne aufzustehen und 14 Stunden bis Sonnenuntergang zu arbeiten, 7 Tage die Woche, denn auch Sonntags hatten Tiere Hunger 😉

Nun will ich nicht in den Chor einstimmen "Heute ist alles besser als früher". Ich empfinde Arbeit oft auch als "Lebensdiebstahl".

Wenn ich aber von jemanden mit 25 schon sowas höre, grummelt es in mir. Schwer wird es eigentlich erst wenn man das Tretrad Jahrzehnte lang betrieben hat und man im Alter (das kann auch schon mit 30 oder 40 anfangen) Schmerzen und Probleme bekommt. Ich will nicht den "alten Mann" raushängen lassen, aber mit 20 war meine größte Sorge, ob ich neben der Arbeit genug Zeit für World of Warcraft habe...

Ich glaube heute, dass wesentliches Element der Arbeitszufriedenheit die Freizeitgestaltung ist. Ich bin nicht Familienvater, aber wenn ich höre wie glücklich manche Menschen über einen Job sind, weil sie damit ihre Familie ernähren, kann ich das schon verstehen. Es ist ein riesen Unterschied, ob du arbeitest weil du Familie ernährst und Träume erfüllst ODER damit nur deinen Lebensunterhalt bezahlst und den Rest der Zeit vor PC und TV sitzt.

Wie Lalelu zu Recht schreibt, ist ein Arno Dübel kein Kämpfer gegen soziale Ungerechtigkeit sondern er hat sich halt entschieden sein Leben mit minimalem Einsatz zu führen - auf Kosten der Allgemeinheit. Er zelebriert sich trotzig als Held, lebt aber in abgewohnter Couchgarnitour von Oma und seine gewonnene Freizeit investiert er in Alkohol und TV Konsum.

Ich behaupte sogar, 90% der Hartz 4 Empfänger sind nicht glücklich und das Propagandieren von Hartz 4 als "Freiheit" ist eher gefährlich für junge Menschen.

Ich habe gleichwohl keine Lösung für jemanden, der nicht 40 Stunden arbeiten will. Man kann sich einen anderen/besseren Job suchen oder (falls finanziell möglich) seine Stunden reduzieren.

Ich habe für mich persönlich immer erhofft, dass ich beruflich Vollgas geben kann bis ich vielleicht 40 oder 50 bin und dann Stunden reduziere, vielleicht bis dahin Geld angespart habe. Ich möchte nicht bis 67+X Vollzeit arbeiten und dann tot umfallen. Gleichwohl würde ich jedem jungen Menschen sagen: gib Gas, studiere, mache eine Ausbildung, arbeite. Teilzeit oder Hartz 4 laufen dir nicht weg, Bildung Berufschancen schon.
 
Es sei einfach mal gesagt: Arbeit muss nicht Spass machen 😀

Ich habe für mich persönlich immer erhofft, dass ich beruflich Vollgas geben kann bis ich vielleicht 40 oder 50 bin und dann Stunden reduziere, vielleicht bis dahin Geld angespart habe. Ich möchte nicht bis 67+X Vollzeit arbeiten und dann tot umfallen. Gleichwohl würde ich jedem jungen Menschen sagen: gib Gas, studiere, mache eine Ausbildung, arbeite. Teilzeit oder Hartz 4 laufen dir nicht weg, Bildung Berufschancen schon.

Was in meinem Beitrag nicht klar rüberkam, war tatsächlich, dass ich ansich gern arbeiten würde. Allerdings war meine Berufswahl leider ein Fehlgriff. Es ist bei mir persönlich der Beruf selbst, der mich völlig überfordert. Wenn jemanden die Gründe interessieren, fragt gern nach.
Und so bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es nicht Sinn der Sache ist, sich Tag für Tag zu quälen und sich nur von Wochenende zu Wochenende zu hangeln.

Ich werde ab Oktober studieren 🙂
 
Was in meinem Beitrag nicht klar rüberkam, war tatsächlich, dass ich ansich gern arbeiten würde. Allerdings war meine Berufswahl leider ein Fehlgriff. Es ist bei mir persönlich der Beruf selbst, der mich völlig überfordert. Wenn jemanden die Gründe interessieren, fragt gern nach.
Und so bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es nicht Sinn der Sache ist, sich Tag für Tag zu quälen und sich nur von Wochenende zu Wochenende zu hangeln.

Ich werde ab Oktober studieren 🙂

Das mag durchaus die richtige Entscheidung sein. Du bist noch in einem Alter, in dem alles möglich ist. Investier heute in ein Studium um einen guten Job zu kriegen, dann wirst du dir selber später dankbar sein.

Viel Erfolg!
 
Das mag durchaus die richtige Entscheidung sein. Du bist noch in einem Alter, in dem alles möglich ist. Investier heute in ein Studium um einen guten Job zu kriegen, dann wirst du dir selber später dankbar sein.

Viel Erfolg!

Vielen Dank!
Ja ich hab bereits eine Ausbildung und dachte eben, das müsse es jetzt sein. Aber es ist einfach wichtig, seinen Weg für sich zu finden.
Und dazu gehört eben eine gewisse Sinnhaftigkeit.
 
für mich war Freiheit wichtig- aber auch möglichst viel Geld verdienen


beides zusammen klappt nur, wenn man sich was aufbaut, nicht abhängig ist.


Ich wollte für mich arbeiten und nicht daß noch ein Arbeitgeber für mich absahnt

Freiheit ist das höchste Gut, dann kommt erst das Geld verdienen. sicher ist das 2.

auch wichtig. Aber wenn man aus einem Hobby Beruf macht, dann muss man im Grunde

nicht mehr arbeiten.
 

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