Ich denke ehrlich gesagt auch, dass du etwas überzogen reagierst. Ich bin auch seit Kurzem arbeitslos, da mein befristeter Vertrag nicht verlängert wurde und ich muss ehrlich sagen, mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Damit will ich nicht sagen, dass ich gedenke, weiterhin ohne Job zu bleiben oder dass es generell geil ist, dem Staat auf der Tasche zu liegen - ich schreibe auch täglich Bewerbungen und schaue nach passenden Stellen, aber ich habe endlich mal wieder Zeit für MICH.
Zeit für meinen Hund, Zeit für den Haushalt, Zeit um einfach draußen in der Natur zu sein, Zeit um gemütlich einkaufen zu gehen und hinterher was Schönes zu kochen.. ich liege weder bis um 11 Uhr morgens im Bett, noch sonstiges. Ich stehe morgens um 6 auf und gehe gegen 22 Uhr schlafen und habe trotzdem einen völlig neuen Alltagsrhythmus ohne Stress, ohne nervige mobbende Kollegen, ohne Druck, und das finde ich eine Weile wirklich mal ganz schön. Trotzdem kann ich deine Ängste natürlich verstehen. Ich denke mir auch oft: Was, wenn ich wirklich NICHTS mehr finde? Bin ich dann bald einer dieser obligatorischen "Hartz IV-Asis", über die in den einschlägigen TV-Sendungen immer hergezogen bzw. lustig gemacht wird?
Auch ich befinde mich in einem Alter, in dem mir eine mögliche Schwangerschaft im Weg steht bei der Jobsuche, obwohl ich schon Mitte 30 bin. Auch ich habe schon bei vielen Personalern beteuert, dass ich keinen Kinderwunsch habe und mir so sicher bin wie das Amen in der Kirche, dass das auch so bleiben wird - und wurde dann doch nicht eingestellt, weil "man weiß ja nie", oder "Das haben schon viele vor Ihnen gesagt!"
Aber ja, meine Güte, dann ist es halt so, was soll ich daran ändern? Mehr als bewerben geht halt nunmal nicht. 🙄