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Suizidgedanken/ Antidepressiva mit 14

Hey Hilfe Schlumpf!

Es geht doch nicht nur um die Kopfschmerzen. Dann würde ich ja nicht gleich Antidepressiva schlucken.
Der Grund dafür, dass ich sie nehmen soll sind ja Selbstmordgedanken.
Und ich hab wirklich schon alles versucht dagegen. War zich mal beim Orthopäden, habe Krankengymnastik gemacht, Entspannungsübungen, Massagen etc.
 
Hallo,

entschuldige, wenn ich das so deutlich sage, aber Klinik und Antidepressiva sind doch Quatsch. Oder ändern sie vielleicht deine häusliche Situation?

Das Wichtigste ist, dass deine Mutter Hilfe bekommt. Anstatt die ganze Schuld und das ganze Elend auf dich zu nehmen, solltest du überlegen, wie die Verantwortung für die Familie wieder da hin kommt, wo sie hingehört. Nämlich zu deiner Mutter.

Mein Vorschlag wäre, dass du dich an den sozialpsychiatrischen Dienst wendest und dort um Hilfe bittest. Sag ihnen, dass du schon öfter Hilfe angefragt hast, aber dir niemand geholfen hat. Die kennen sich dort mit den Hilfsangeboten in deiner Stadt aus. Die Adresse bekommst du vom Gesundheitsamt.

Was nutzt es die Symptome zu bekämpfen, wenn die Ursache nicht ausgeräumt wird?



Tuesday
 
Meine Mutter will sich nicht helfen lassen. Auch der Psychologe hat es schon versucht, aber er meint, solange sie sich nicht helfen lassen will, bringt es nichts und ich kann nichts tun. Er und ich haben schon oft versucht sie zu ändern, aber das geht nicht. Ich habs mittlerweile aufgegeben. Der Psychologe sagt, ich müsse mich anpassen, auch wenn das sehr schwer ist. Ich muss lernen mit der Situation umzugehen und die Antidepressiva sollen eine Brücke dafür sein.
 
Was ist denn das für ein Weltbild, das er dir da vermittelt? Kopf einziehen, Schnauze halten, Pillen fressen. Und als nächstes verschreibt er Dope, damit du eine Leck mich Einstellung bekommst?! 😱


Bezüglich der Schmerzen melde dich bei einer Schmerzambulanz an. Das dauert leider immer lange, bis man einen Termin bekommt, aber es sollte wirklich mal rundum abgeklärt werden, wo die Schmerzen herkommen.

Deine Mutter ist durch den Tod ihres Partners in eine Krise geraten; das muss man verstehen. Es ist aber kein Grund dir die nötige Liebe und Fürsorge zu entziehen.

Was du jetzt lernen musst, ist einerseits deinen eigenen Weg finden und andererseits das einzufordern, was dir zusteht. Du bist 14. Da darf man noch auf mütterliche Unterstützung hoffen/bauen.

Zunächst mal möchte ich sagen, du musst natürlich den Fachleuten um dich herum trauen, dass sie den für dich besten Weg vorschlagen. In diesem Fall eben Antidepressiva und Klinik. Verlier das nicht aus den Augen.

Andererseits möchte ich dir gerne meine Gedanken zu diesem Weg schreiben, damit du dich nicht blind auf etwas einlässt.

Depressionen und Suizidgedanken sind die Folgen einer Überforderung. Auf dich wird momentan konstanter Druck ausgeübt. Du musst mit der häuslichen Situation ebenso fertig werden wie mit den Anforderungen der Schule. Das gibt dir wohl das Gefühl keine Kontrolle über dein Leben zu haben.

Kontrollverlust führt in die Depression und diese in den Suizid (bzw. Gedanken daran).

Antidepressiva tun zwei Dinge. Sie kurbeln einerseits die Produktion der Botenstoffe im Gehirn wieder an. So ist es dir überhaupt erst wieder möglich deine Kraft zu spüren. Zum anderen dämpfen sie, machen müde. Schlaflosigkeit ist ja ein Symptom der Depression. Das soll damit ausgeglichen werden.

Was sie nicht tun, sie heben den Kontrollverlust nicht auf. Wenn sich aber an deiner Lage nichts ändert, werden die Antidepressiva nicht helfen.

Es ist demnach unerlässlich, dass du darüber nachdenken kannst, was du an deiner Lage ändern kannst.

Vielleicht ändert sich ersteinmal nichts, denn manchmal dauert es, bis man die richtige Hilfe findet, aber wenn du es nicht versuchst, wirst du dich immer weiter in dich zurückziehen und immer mehr Angst vor dem "unkontrollierbaren" Leben bekommen.

Verlier den Glauben nicht, dass DU etwas ändern kannst.

Das ist schon schwierig für einen Erwachsenen, wieviel schwerer muss das für dich sein?!

Darum wäre es gut, wenn du deinen Therapeuten einspannen könntest. Mach es zu seiner Aufgabe mit dir gemeinsam die Möglichkeiten durchzugehen. Erzähl ihm, was du in einer Woche alles gemacht hast und welche weiteren Pläne du hast. Das ist die ideale Therapie für dich. Du bist nämlich gerade in dem Alter, da man lernen sollte, dass man selbst die Verantwortung trägt und sich wehren kann!

Deine Mutter scheut sich davor sich dem Schmerz zu stellen. Lieber betäubt sie ihn, indem sie sich zu einem Scharlatan flüchtet. Auch wenn ich daran glaube, dass es grundsätzlich möglich ist mit Toden Kontakt aufzunehmen, ein guter Heiler würde deiner Mutter dabei helfen mit ihrem Schmerz fertig zu werden und würde sie nicht in ihrer Flucht bestätigen.

Ihr würde eine Selbsthilfegruppe für Trauernde sehr viel mehr bringen. Kannst du vielleicht Gruppen raussuchen und ihr das mal vorschlagen? Möglicherweise suchst du dir ein Forum für Trauernde. Das könnte dir helfen deine Mutter besser zu verstehen.

Du musst die Situation nicht aushalten. Du kannst etwsa tun. Ob das notwendigerweise auch Erfolg hat, kann dir niemand versprechen, aber immerhin hast du es versucht.

Spann die Leute in deiner Umgebung ein. Rede mit deiner Schwester, was sie für gut hält. Geh zum sozialpsychiatrischen Dienst und frage nach, was es bei dir am Ort für Möglichkeiten der Familientherapie gibt. Wenn deine Mutter nicht mitgeht, geh alleine hin.

Du bist erst 14. Die Verantwortung ist ein gutes Stück zu groß für dich. Ich will nicht sagen, dass du sie nicht tragen kannst, sondern dass du sie nicht tragen solltest. Darum ist es wichtig, dass du dir Erwachsene suchst, die dich auf deinem Weg begleiten.

Vielleicht kommt für einen kurzen Zeitraum betreutes Wohnen für dich in Frage, damit deine Mutter mal aufwacht und merkt, dass sie dich verlieren wird, wenn sie ihr Verhalten nicht ändert. Es gibt viele Möglichkeiten und Wege. Solange du aktiv bleibst, können dich weder die Depression noch die Selbstmordgedanken im Griff haben. Es stimmt nicht, dass du dich mit der Situation arrangieren musst und das weiter ertragen musst. Du kannst handeln. Und das ist alles, was zählt.


Tuesday
 
Hallo Tuesday!
Ich denke du hast schon recht mit dem was du sagst. Ich bin mir selbst auch nicht sicher, ob er der richtige Psychologe für mich ist. Seine Einstellungen sind oft ziemlich komisch und viel weiter bin ich auch noch nicht gekommen.
Ich bin schon ziemlich lange dauernt überfordert, weil mir einfach zuviel aufgetragen wird. Dann kamen noch die Schmerzen oben drauf und i-wann rutschte ich dann in Depressionen rein.
Bezüglich meiner Mutter habe ich schon sehr viel versucht. Sie kann sich einfach keine Fehler eingestehen.
Bei einer Gruppe für Trauernde war sie nach dem Tod meines Stiefvaters genau EIN mal, dann sagte sie, es sei nichts für sie. (Meiner Meinung nach kann man das in einer Stunde noch nicht wissen)
Auch mir viel es nicht einfach mit der Trauer umzugehen. Mein Stiefvater war eine große Stütze. Ich war am Anfang auch große klasse drin meine Trauer zu verdrängen, aber genau ein Jahr später war ich auf Klassenfahrt auf Norderney (mein Stievater wurde Seebestattet) und da blieb mir nichts anderes übrig als mich damit zu beschäftigen. Ich war froh einen sehr verständnisvollen Lehrer zu haben, der mich gefragt hat, was los sei und mir zuhörte.

Luft
 
hallo luft ,
das ist ein hammer ,was du schreibst .bitte versuche ohne antidepressiva auszukommen ,denn deine gefühle sind allein durch die pubertät schon durcheinander + wenn du anfängst tabs zu nehmen ,ist es schwer wieder los zu kommen .hast du eine freundin ?dann versuche in deiner schule weiter gut zu sein + gib gas zum abitur .....das lenkt auch ein wenig von deinen sorgen ab .in eine psychotherapeutische kur-klinik kannst du erst mit 18 jahren kommen + die dauer beginnt in der regel mit 6 wochen + kann verlängert werden .doch im moment solltest du dir die professionelle hilfe zu eigen machen .+ nicht verzagen .
ich sende dir viel mut + kraft ..........dein weg zu gehen .
herzlichst ....die..... celeste
 
Hallo Luft,

ich muss mal sagen, ich habe großen Respekt vor dir. Du bist für dein Alter sehr stark, eine ganz schöne Kämpferin.

Wenn dein Stiefvater auch in deinem Leben eine so große Lücke hinterlassen hat, könntest du für dich eine Trauer-Selbsthilfegruppe finden. Das würde dir gut tun, weil du dort Anerkennung bekommen wirst und dir jemand zuhört.

Das wäre vielleicht ein erster Schritt, um etwas zu ändern. Von dort kann man dann weitersehen.


Tuesday
 
Danke für eure Beiträge. Ich versuch es ohne Antidepressiva, aber es wird immer schwerer. Ich soll ja bald auf eine normale Kur fahren, aber ich warte ja schon fast ein halbes Jahr auf deren bewilligung.
Ich hab mehrere Freunde und gestern habe ich mit der Freundin, der ich am meisten vertraue gesprochen. Ich hab ihr gesagt, dass ich Depressionen habe und der Psychologe mit Antidepressiva andrehen will. Sie sagt, dass sie hinter mir steht. Das hat mich sehr gefreut.
Nach eine Gruppe für Trauernde habe ich auch schon gesucht, aber in meiner Stadt gibt es für Leute in meinem Alter keine.
Ja ich versuche mich in der Schule anzustrengen. Ich bin auch der Typ, der sich in die Schule reinhängt, wenn er Probleme hat, leider manchmal etwas zu viel. Aber wenns so hart ist, wie im mom schaff ichs kaum mich zu konzentrieren.
Wegen des Problems mit den Schmerzmitteln soll ich laut Psychologe mit einem Arzt sprechen. Aber ich schaff das nicht alleine und der einzige der davon weiß ist mein Vertrauenslehrer und den kann ich schlecht zum Arzt mitnehmen. :-(
Irgenwie muss ich das hinbekommen.
 
liebe luft
bitte verzage nicht ,sprich dich hier aus + vielleicht kannst du schwimmen ,oder im wasser plantschen ,denn dort ist alles wunderbar leicht .ich mache das fast jeden tag + meine schmerzen sind weg .......durch bewegung kommt oft schmerzfreiheit .+ das du in der schule dein bestes gibt ,ist eine gute vorraussetztung für deinen weiteren lebendsweg .
aber was macht dich so traurig ,schreib doch ma einfach alles auf was dir nicht guttut + auf ein extra blatt ,was dir guttut .dann laß die blätter 2-3 liegen + lese sie dann nochmal ....ergänze ,wenn was fehlt + dann verbrenne das negativblatt + tritt es fest in den boden + lese nur das positivblatt .....manchmal hilft solche übung es einem besser gehen zu lassen ......ich habe es auch mal gemacht mit einer situation ,,,,habe sie aufgemalt + dann verbrannt ....es dauerte 2.3 tage + die situation hat sich geklärt + bereitet mir keine schlaflosen nächte mehr .
ich kann dir nur raten .....bitte nimm keine medikamente .denn es ist zu einfach einen ab zudröhnen ...du bist 14 jahre alt-jung
ich sende dir mut + kraft kiloweise
herzlichst .....die ...celeste
 
hmm,

wenn es dir schlecht geht, wegen der angespannten Familiensituation, du ärztliche Hilfe brauchst und da gerne einen Erwachsenen dabei haben möchtest, deine Mutter aber in der Situation offensichtlich keine Hilfe wäre, was spricht dagegen den Vertrauenslehrer mit zum Arzt zu nehmen ? Mann muss es ja nicht an die große Glocke hängen....
 

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