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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Suizidforen - wo sind sie hin?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 122046
  • Datum Start Datum Start
Wenn man die Tipps auch anderswo findet, warum willst du dann das sie auch hier gegeben werden dürfen?
Ist dann doch unnötig.

Jedes Forum hat eben so seine Schwerpunkte.
In einem Diätforum würde ich mich doch auch nicht beschweren, wenn ich da keine Sahnetorten-Rezepte posten darf.

Weil Suizid ein Menschenrecht ist.
Es sollte normal sein über Suizid zu sprechen zu dürfen.

Tipps zu finden ist leider nicht so einfach.
 
So steht es in den Forenregeln:

5. Suizidankündigungen und Diskussionen über Suizidmaßnahmen sind verboten. Das Forum dient der Hilfe zum Leben! Wer in einer akuten Krise ist, möge bitte (kostenlos) die Telefonseelsorge anrufen:
0800 - 111 0 111 oder
0800 - 111 0 222


Diese Regel besagt nicht, dass man nicht über seine Suicidgedanken und -stimmungen schreiben darf.
Sie besagt, dass eben kein Austausch über die verschiedenen Möglichkeiten erwünscht ist.
Weiter bedeutet eine konkrete Ankündigung, dass wir die Polizei einschalten.

Für uns Moderatoren bedeutet dies, dass wir genau aufpassen und abwägen müssen, wie es dem User oder der Userin geht, wie groß die Gefahr ist, dass es tatsächlich von der Absicht zur Durchführung kommen kann. Dann werden wir selbstverständlich die Polizei einschalten.

Weiter ist für uns wichtig, dass es UserInnen gibt, die sich durch das Thema getriggert fühlen. Auch darauf müssen wir achten.

Es ist ein schmaler Grat den wir hier gehen. Auch aufgrund unserer Erfahrungen.
 
Ich meine mich zu erinnern, dass es vor 5-6+ Jahren mal ein Thread gab, mit: "Wie bringt man sich am besten um?"
Bei dem Titel habe ich auch erstmal schlucken müssen. Doch das lief widererwartend erstaunlich konstruktiv. Ich fand und finde das bis heute absolut beeindruckend, wie man sich gegenseitig motiviert hat. Der Faden lief ca. eine Woche gut, aber warum der geschlossen wurde, dass weiß ich nicht mehr, aus den üblichen gründen, vermute ich.
Mich hat das bestärkt, dass man auch darüber reden kann. Schlussendlich geht es um das Zuhören. Das wird nämlich bei dem Titel eher nicht erwartet.
Dann ließt man eben, wenn ich die Kraft habe mich umzubringen, dann könnte ich doch auch weiter leben.
Mag sein das das wie eine Floskel klingt, aber wenn das jemand sagt, der/die nicht mehr leben will, kann dieser Satz eine persönliche Wende einleiten.

Es ist ein schmaler Grat den wir hier gehen. Auch aufgrund unserer Erfahrungen.
So ist es. Oft ist es besser man sagt erstmal nichts und hört erstmal zu. Auch wenn es sehr in den Fingern juckt.
 
Ich finde es schon recht leicht.
Die Frage ist dann aber auch, ob die Tipps so gut sind.
Bei einigen Ideen haben sich mir schon echt die Haare gesträubt. Es ist wirklich teils sehr... kreativ.
Da denke ich echt: warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Habe da in einigen Foren wirklich das Gefühl, da geht es mehr ums Zelebrieren, als das man wirklich sterben will.
Wer sich wirklich umbringen will, muss nicht erst nach Tipps googeln.

Ja Tipps das es auch wirklich klappt und man am Ende nicht ein Krüppel ist.
 
Weil Suizid ein Menschenrecht ist.
Es sollte normal sein über Suizid zu sprechen zu dürfen.

Tipps zu finden ist leider nicht so einfach.

Das ist richtig... ich sehe in Suizid als finaler Entscheidung für ein Individuum persönlich durchaus auch so etwas wie ein Menschenrecht.
Tatsächlich, denke ich, kann die Bewusstmachung dessen, dass es diesen weg jederzeit gibt und mir dieser offen steht, sogar einen Suizid verhindern bzw. zum Aufkeimen der Hoffnung ob des "offenen, jederzeit begehbaren Ausweges" führen.

Doch konträr dazu ist es eben auch ein Menschenrecht eines anderen Individuums von den Suizidplänen eines Mitmenschen "verschont" zu bleiben und das meine ich wörtlich.

Es ist oft betont worden, dass gerade in Helfer-Foren wie diesem oft sehr empathische Menschen unterwegs sind, dich sich für viel mehr und viel schneller verantwortlich fühlen, als man es mit gesunder Moral von ihnen verlangen kann.

Und auch diese Menschen sind schützenswert, zumal niemand hier auch wirklich sagen kann ob man es mit einem tatsächlichen potentiellen Suizidenten zu tun hat, oder ob es sich nur um einen äußerst üblen Scherz handelt.
Im Extremfall macht sich der Helfer dann lange, vielleicht sogar traumatische Vorwürfe, und der "Suizident" lacht sich einen...

Das Thema Suizid ist wichtig, keine Frage... doch der Fokus sollte in einer Diskussion immer davon weg führen.
Das Recht eines Suizidenten auf Beendigung seines Lebens bleibt davon völlig unangetastet.
Denn niemand hat das Recht, einem anderen Menschen eine derart traumatisierende Erfahrung zuzufügen.
 

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