Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Suche Täter für Erklärungen

  • Starter*in Starter*in felixmerlinsnoopy
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    hilfe
#1 wiesbadener79
Gast

Beiträge: n/a



icon1.gif
Frauen provozieren körperliche Gewalt?!?!
Permalink
Hallo,
ich möchte vorweg zwei Dinge klarstellen.
1. Trifft das von mir geschriebene NICHT auf alle Fälle zu!
2. Möchte ich niemanden in Schutz nehmen der schlägt!
SCHLAGEN IST NICHT DER RICHTIGE WEG!

Nun aber zum Thema. Ich bin seit vielen Jahren bei der Polizei tätig. Jahrelang habe ich es nicht verstanden, warum so viele Männer ihre Frauen schlagen.
Ich fand Männer die ihre Frauen schlagen richtig scheisse.
Aber nach vielen, vielen Einsätzen in dieser Richtung, vielen Gesprächen mit betroffenen Männern und Frauen und nun leider auch aus eigener Erfahrung habe ich mitbekommen, dass ein Großteil der Frauen, welche von ihren Männern geschlagen werden, dieses selbst zu verschulden haben. Das Wort "Schlagen" soll hier ein Synonym für alle Arten der körperlichen Gewalt darstellen.
Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Frauen mehr mit Gefühlen umgehen können als Männer. Männern fehlt diese Eigenschaft, dafür sind Männer in der Logik meist überlegen. Wenn man sich mal anschaut wann Männer meistens zuschlagen, so ist es immer dann, wenn sie von den Frauen das Gefühl bekommen nicht mehr geliebt zu werden. Sei es durch eine angedrohte Trennung oder durch Beleidigungen. Jetzt sagen die Frauen natürlich, dass Beleidigungen kein Grund für Gewalt sind. Aber Vorsicht: Schon mal was von seelischer Gewalt gehört oder gelesen? Dieser Aspekt wurde bis vor ein paar Jahren in der Rechtsprechung nicht beachtet, da es schwer nachzuweisen ist. Seit einigen Jahren gehört aber auch die seelische Gewalt, welche in den meisten Fällen von den Frauen ausgeht, zu den Delikten der Körperverletzung. Wenn sich eine Frau von ihrem Mann trennen möchte, so muss er dieses natürlich akzeptieren, aber es gibt verschiedene Mittel und Wege eine "humane" Trennung durchzuführen. Ich spreche hier aus Erfahrung. Meine EX hat sich "normal" getrennt. Beleidigungen wie "du hast es mir eh nie gut besorgt" oder "ich hab dich eh die ganze Zeit nur verarscht" stellen unnötige Provokationen dar und greifen einen Mann, in der sowieso schon schwierigen Trennungssituation, extrem an. Der Mann fühlt sich in die Ecke getrieben und tut nur das, was jedes Tier (auch der Mensch ist ein Tier) machen würde. Er kämpft mit allem was er hat und das ist in dem Fall die körperliche Überlegenheit.
Aber es gibt noch einen anderen Fall:
Es gibt Streit in der Beziehung. Dies ist nichts ungewöhnliches, da es in jeder Beziehung mal Streit gibt. Nun weiß der Mann und die Frau, dass an diesem Streuit die Frau schuld hat, weil sie einen Fehler gemacht hat. Sie ist aber zu stolz und eitel nachzugeben. (Trifft wohl auf die meisten Frauen zu) Also was tun? Sie provoziert ihren Mann bis zur Weißglut und er frisst vieles in sich rein. Er bettelt sie an aufzuhören, jedoch findet sie es schön angebettelt zu werden und willl noch ein klein wenig weitermachen. Irgendwann macht es dann "BUMM" und der Mann entlädt die aufgestauten Agressionen in ein oder mehreren Schlägen. Super, die Frau ist nun nicht mehr dran sich zu entschuldigen. Den "schwarzen Peter" hat nun der Mann, denn er hat "überreagiert". Klar hat die Frau nicht mit diesen Schmerzen gerechnet, aber es ist doch sehr praktisch sich nun als das arme Opfer darstellen zu können. Frauen sollten ihre seelische Überlegenheit gegenüber ihrer Männer nicht ausnutzen, sonst müssen sie damit rechnen, dass die Männer ihre körperliche Überlegenheit ausnutzen.
Gewalt ist nie eine Lösung, weder körperliche, noch seelische.
Und erspart mir bitte Kommentare, die auf Richtung Gesundheit zielen, denn auch seelische Gewalt kann nachweislich zu erheblichen Gesundheitsschäden führen, das wird wohl niemand bestreiten wollen.
Nun kurz zu mir:
Auch ich habe meine Lebensgefährtin "geschlagen". Ich stehe dazu und finde es NICHT richtig. Ich habe mich selbst darüber erschreckt, also habe ich viele Gespräche mit Betroffenen geführt und bin zu diesem Ergebnis gekommen. Meine Freundin und ich sind weiterhin zusammen und wir wollen UNSER Problem in den Griff bekommen. Ich bin von Grund auf, wie die meisten, kein gewalttätiger Mensch, jedoch musste auch ich mich verteidigen.
Hoffe das ich hier eine vernünftige Diskussion starten konnte.
Bin auf eure Meinungen sehr gespannt, aber bitte sachlich und ohne dumme Kommentare. An ALLE (Männer wie Frauen): Gewalt erzeugt Gegengewalt, und jeder macht das was er besser kann. Frauen seelisch und Männer körperlich. Lasst es einfach alle sein und versucht Ruhe zu bewahren.

ENDE
wiesbadener79

Hallo Ratte!

Wow. Das war starker Tobak. Ich stimme Dir zu. Frauen können ungemein schlau sein, wenn es um die Anwendung verbaler Gewalt geht. Ich stimme Dir aber nicht in dem Punkt zu, wo Du seelische Gewalt von Frauen mit der körperlichen Gewalt von Männern gleich setzt. Man muss von einem Mann verlangen können, sich verbal zu wehren, bzw. auszudrücken und seine Gewalt zu kontrollieren. Auch Männer können seelisch sehr manipulativ, beziehungsweise beängstigend agieren. Und ihre körperliche Gewalt würde ich als eine Kombination aus seelischer und körperlicher Gewalt bezeichnen, quasi als eine Art schnelle "Vergeltung", die die schwache Frau in ihre Schranken weisen soll. Tatsächlich aber können Frauen einen aber zur Weißglut treiben und ich habe das Glück, in so einer Situation dann einfach zu gehen (was mir meine Frau interessanterweise als etwas Böses auslegt, dabei entfliehe ich nur der Situation). Ich bin selber von meiner Mutter geschlagen worden und vor allem verbal mit Gewalt beherrscht worden. Das hat mich sehr negativ geprägt und mein ganzes Leben, mein Selbstbild, mein Vertrauen empfindlich gestört. Ich denke, dass Frauen vor allem hintergründig gewalttätig werden, wie mit verbaler Gewalt oder Gewalt gegen ihre Kinder. Das sind Situationen, wo sie sich gut verstecken können hinter ihren Rollen als Mutter oder "verletzlicher" Teil der Partnerschaft, der sich nie was zu Schulden kommen lässt, ja auf Grund ihrer harmlosen Natur schon nicht. Tatsächlich ist es bei fast all den Frauen, die ich näher kenne, so, dass sie Fehler nicht gerne zugeben, wenn sie überhaupt welche haben und dann rumdiskutieren oder auf taub schalten oder gar in den Angriffsmodus wechseln!
Aber ich denke trotzdem, dass man nicht grundsätzlich sagen kann, dass die Frau Schuld hat an dem körperlichen Ausbruch des Mannes. Genau wie eine Frau ihre Macht der psychologischen Schlauheit nicht ausnutzen darf, darf ein Mann seine Grenze nicht überschreiten. Und schon gar nicht muss ein Mann sich körperlich gegen seelische Gewalt einer Frau wehren. Ein kluger Mann wehrt sich noch nicht mal mit Worten, sondern lässt die Frau auflaufen und ihre Fehler erkennen, indem er ruhig bleibt. Das klappt natürlich nicht immer...
Die Frage ist: Was macht man sonst mit der Wut des auslösenden Moments? Meine Lösung ist: Ich gehe und komme eben dann wieder, wenn ich mir überlegt habe, was ich grundsätzlich will und was ich sagen will. Und wenn ich die richtige Einstellung zu meiner Frau habe. Wenn ich wütend bin, geht das nur in die Hose. Der Gewaltakt eines Mannes in so einem Streitfall ist oft nur ein Ausdruck von "Ich weiß hier nicht weiter." Und die Ursachen für die Auseinandersetzung müssen ja eigentlich gelöst werden. Manche Männer denken, die Frau sei diese Ursache und denken dann, sie könnten in dem Moment die Ursache beseitigen, wenn sie die Frau zum Schweigen bringen. Ich denke, man muss sich viel zusammen setzen, was zusammen unternehmen und miteinander reden...
Wenn ich Deinen Beitrag richtig verstehe, geht es Dir darum, aufzuzeigen, dass die Gewalt, die von Männern in Beziehungskrisen ausgeht, oft von der Provokation der Frau verursacht wird. Ich finde das einen guten Beitrag, weil immer nur von der von Männern ausgehenden Gewalt gesprochen wird. Tatsächlich findet man kaum etwas in den Medien, obwohl Deine Beobachtungen ja eigentlich richtig sind. Man müsste mehr über die Gewalt der Mütter gegen ihre Kinder und die "Mechanik" der verbalen Gewalt der Frauen sprechen. Tatsächlich habe ich schon ein paar Frauen in meinem Leben erlebt, die ihre Kinder geschlagen haben oder sogar Männer angegriffen. Als ich einmal eine Frau angezeigt habe, die ihren Sohn mit dem Kochlöffel vor meinen Augen geschlagen hat, wurde das Verfahren eingestellt wegen mangelnder Zeugenaussagen. Irgendwie hat sie sogar rausgefunden, dass ich sie angezeigt habe und mich dann angerufen und "bedroht". Ich denke, das läuft oft so. Frauen haben vor Gericht und dem Jugendamt doch einen Vorschussbonus, oder denke ich da falsch? Ich möchte hier nicht die Frauen allgemein in eine Ecke stellen, ich hoffe, das wird nicht falsch verstanden.

Ich glaube auch, dass solche Sachen nicht so sehr im Licht der Öffentlichkeit stehen, weil Männer in der Regel da wohl eher kein Drama draus machen, weil sie nicht zugeben wollen, dass eine Frau sie angegriffen hat oder sie nehmen den Angriff nicht so ernst. Bei Kindern sind die Gründe offensichtlich: "Es ist doch die Mama! Die brauche ich! Ich werde in meiner Abhängigkeit doch nicht meine Mutter verraten..." Ich finde es gut, dass Du das anregst, mehr über die von Frauen ausgehende Gewalt zu sprechen!

Liebe Grüße, Sebastian
 
hallo!
Diese fragen müssen sehr quälend für dich sein... sind sie so wichtig für das weitere leben? Versuche sie ein wenig zu entschärfen =)! Ich schreib jetzt wie ich es machen würde:

Warum hat er das gemacht?
Möchtest du mit dieser Frage, dass er sich entschuldigt? Bringt dir eine entschuldigung etwas? Eher nicht... Oder möchtest du den gedanken wissen, den du garantiert abartig finden wirst?
Habe ich ihn vielleicht doch in irgendeiner Weise provoziert? Aus deiner sicht, oder seiner sicht? Möchtest du wissen wer schuld trägt? ER! Oder lieber ob du es hättest verhindern können? Nun, es ist zuspät.... Oder ob du es in zukunft besser machen kannst? Außer wachsam sein und einen selbstverteidigungskurs belegen.... irgendwie klingt dein Vorfall, wie das Glück zu haben vom auto überfahren zu werden. Also eher schlimmer zufall...?

Warum kam er in die Wohnung, obwohl er getextet hat, er ist nicht da?
Das weiß nur er... klingt aber auch für mich ziemlich feige...

Wann hört meine Angst vor ihm auf?
Wahrscheinlich nie. Aber ist das nicht eher gut? Die angst hält dich fern von ihm, einem mann der anscheinend unberechenbar ist. Andere Frauen sagen sie lieben ihren gewalttätigen partner und können aus liebe sich nicht trennen. Manche wollen, dass der vater des kindes weiterhin sich des kindes annimmt (was da ein kind blos lernen kann?)... Versuche diese angst als etwas positives anzunemen, so dass sie dich nicht lehmt. Betrachte sie als anstoß, auf sich selbst aufzupassen.

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Puhh, das ist mal eine Erleichterung.

Leider sieht es meine Freundin nicht so.
Wir streiten und oft. Sie mehr gekonnt als ich. Sie braucht mal Reibefläche, die ich geben soll.
Da bin ich schon mal handgreiflich geworden und habe Sie an den Oberarmen gepackt, habe gesagt STOP! Weil ihre Verbalattaken unter die Grütellinie gingen und weh tun. Klar bin ich nun der Täter. Den blauen Fleck sieht man ja, die seelischen, auch Weisse Gewalt genannt, nicht.
Nach Monaten wieder ein Heftiger Streit. Da habe ich mal maßlos unter die Grütlelinie gegriffen und von den dicken Busen meiner Ex erzählt. Sonst habe ich mir die tollen Körper Ihrer Exe anhören können. Was ist passiert. Sie ist agressiv geworden. Hat mich gehauen, angeschrien bis die Spucke flog und ein Buch zerrissen. Mich hat die Reaktion nicht schockiert, da ich ja mir bewusst war, das ich zu weit gehe. Ich dachte, nun meine Liebe, Worte tun auch weh, das erkennst du hoffentlich nun. Leider nein. Der Streit ging weiter. Keiner wollte mehr nachgeben.
Ich kann zugeben, ich war im einem Rausch der Rage. Habe Sie an den Armen gepackt, ins Auto gedrückt und wollte zu Ihrem Ex fahren. Dabei habe ich Ihr, wenn auch ungewollt, zwei Schrammen zugefügt.
Pysische Gewalt kann man nicht mit Verbaler Gewalt vergleichen. Beide tun weh und beide sind existent. Leider erkennt meine Freundin nicht Ihren Anteil an dem Konflikt. Ich fühle mich total scheisse und als Täter.
Ganz wichtige Aussage. Das ist kein Aufruf zu Gewaltlegitimierung. Beide Geschlechter müssen sich Ihrer Gewalt bewusst werden. Ihre Grenzen kennen und aussprechen. Wird diese Grenze überschritten, gibt es keine Entschuldigung mehr.
Mein Trost ist, das ich vorher meine Grenze bekannt gegeben haben. Ich sage dann auch Stop. Habe das Zimmer verlassen. Meine Reaktion, meine Gewalt war meine Reissleine.
Ich bin nur untröstlich das meine EX nicht Ihren Anteil daran erkennt und sich ausschliesslich als Opfer darstellt. Ich kann mich gut in Ihre Rolle versetzen. Es ist schlimm eine Ohnmacht zu erfahren
Ich muss mir selber verzeihen können.

Zum streiten gehören zwei, zum schlagen nur einer, wenn auch mit Worten.

Bitte verzeih

Roman
 
Guten Morgen,

Ich möchte mich zu dem Beitrag äussern (Antwort Nr1), bei dem die Aussage gemacht wurde, dass Frauen selbst Schuld an den Misshandlungen seien.

Zu meiner Person. Ich wurde mit 16 Jahre alleine gelassen, es hat sich nie wirklich jemand für mich als Mensch mit eigenständiger Persönlichkeit interessiert oder mich akzeptiert. Ich war sehr schüchtern, sehr naiv.
Ich habe dann zu dieser Zeit einen Mann kennengelernt, der sich als mein "Seelenverwandter" ausgab. Als ein Mensch der mich liebt.
Nach einem halben Jahr dieser "Beziehung" begann er psychische Gewalt auszuüben, er fing an, mich zu misshandeln. Zu Foltern (!!), wegen Nichtigkeiten, z.B. die Falsche Toastsorte gekauft. Hat mich daraufhin im Flur zusammengeschlagen.

Ich bin nicht in der Lage, explizit darauf einzugehen, was mir angetan wurde.
Ich kann nur soweit sagen, dass selbst der Richter, nachdem in dieses "Wesen" angezeigt habe, als Schlusswort sagte, dass man bei Kenntnis dieser Akte und diesen Bildern den Glauben an die Menschheit verliert.
Und dieser Richter hat bei weitem in seinem Leben mehr gesehen als meinen Fall.

Ich habe niemals, ich betone niemals, provoziert, ich habe niemals beleidigt.
Ich habe niemals geschlagen. Ich tat immer, was er erwartete, er schub mir immer selbst für die skurrilsten Dinge, die nicht mal im Zusammenhang standen, die Schuld zu. Und hat mich dafür bestraft. Schlafentzug, sexuelle Gewalt, all das ist war nur die Spitze vom Eisberg.

Und wenn ich diesen Beitrag hier lese, von dem vermeidlichen Opfer, und meine psychische Situation hierbei beachte, kommt eine unheimliche Wut, eine Verzweiflung und Hilflosigkeit in mir auf.

Ich bin nicht mehr lebensfähig!

Ich wäre fast gestorben. Wäre ich nicht geflüchtet, was mir nur ermöglicht wurde in dem die Nachbarn meine Schreie hörten und versucht haben die Tür einzuschlagen, hätte er mich getötet. Er sagt mir ins Gesicht "und jetzt bringe ich dich um du Schlape, du Stück Scheisse!". Wäre er nicht diese eine Sekunde abgelenkt gewesen, dann hätte er mich mit der abgebrochenen Flasche erstochen. Mit der mich vorher perprügelte.

Er hat all diese Taten mit Berechnung begangen. Er wusste genau was er tat.

Dieser Beitrag, den der gute Herr hier reingestellt hat, ist zutiefst verachtend für die Würde jedes Menschen.

Wenn eine Frau vorher provoziert und der Mann ausflippt, hat sie natürlich ihren Beitrag dazu geleistet.

Aber wenn man erst mal ein unschuldiges Opfer war, dann wird man dieses Gräuel erkennen und realisieren, was das Wort Gewalt mit sich bringt.

Ich wünsche Ihnen nur das beste lieber Beitragstelle.
Ich beneide Sie zutiefst.

Ich beneide Sie, dass Sie es sich leisten können, so oberflächlich zu denken und zu leben.
 
Guten Morgen,

Ich möchte mich zu dem Beitrag äussern (Antwort Nr1), bei dem die Aussage gemacht wurde, dass Frauen selbst Schuld an den Misshandlungen seien.

Zu meiner Person. Ich wurde mit 16 Jahre alleine gelassen, es hat sich nie wirklich jemand für mich als Mensch mit eigenständiger Persönlichkeit interessiert oder mich akzeptiert. Ich war sehr schüchtern, sehr naiv.
Ich habe dann zu dieser Zeit einen Mann kennengelernt, der sich als mein "Seelenverwandter" ausgab. Als ein Mensch der mich liebt.
Nach einem halben Jahr dieser "Beziehung" begann er psychische Gewalt auszuüben, er fing an, mich zu misshandeln. Zu Foltern (!!), wegen Nichtigkeiten, z.B. die Falsche Toastsorte gekauft. Hat mich daraufhin im Flur zusammengeschlagen.

Ich bin nicht in der Lage, explizit darauf einzugehen, was mir angetan wurde.
Ich kann nur soweit sagen, dass selbst der Richter, nachdem in dieses "Wesen" angezeigt habe, als Schlusswort sagte, dass man bei Kenntnis dieser Akte und diesen Bildern den Glauben an die Menschheit verliert.
Und dieser Richter hat bei weitem in seinem Leben mehr gesehen als meinen Fall.

Ich habe niemals, ich betone niemals, provoziert, ich habe niemals beleidigt.
Ich habe niemals geschlagen. Ich tat immer, was er erwartete, er schub mir immer selbst für die skurrilsten Dinge, die nicht mal im Zusammenhang standen, die Schuld zu. Und hat mich dafür bestraft. Schlafentzug, sexuelle Gewalt, all das ist war nur die Spitze vom Eisberg.

Und wenn ich diesen Beitrag hier lese, von dem vermeidlichen Opfer, und meine psychische Situation hierbei beachte, kommt eine unheimliche Wut, eine Verzweiflung und Hilflosigkeit in mir auf.

Ich bin nicht mehr lebensfähig!

Ich wäre fast gestorben. Wäre ich nicht geflüchtet, was mir nur ermöglicht wurde in dem die Nachbarn meine Schreie hörten und versucht haben die Tür einzuschlagen, hätte er mich getötet. Er sagt mir ins Gesicht "und jetzt bringe ich dich um du Schlape, du Stück Scheisse!". Wäre er nicht diese eine Sekunde abgelenkt gewesen, dann hätte er mich mit der abgebrochenen Flasche erstochen. Mit der mich vorher perprügelte.

Er hat all diese Taten mit Berechnung begangen. Er wusste genau was er tat.

Dieser Beitrag, den der gute Herr hier reingestellt hat, ist zutiefst verachtend für die Würde jedes Menschen.

Wenn eine Frau vorher provoziert und der Mann ausflippt, hat sie natürlich ihren Beitrag dazu geleistet.

Aber wenn man erst mal ein unschuldiges Opfer war, dann wird man dieses Gräuel erkennen und realisieren, was das Wort Gewalt mit sich bringt.

Ich wünsche Ihnen nur das beste lieber Beitragstelle.
Ich beneide Sie zutiefst.

Ich beneide Sie, dass Sie es sich leisten können, so oberflächlich zu denken und zu leben.

Lieber Gast, fühl Dich erst einmal gedrückt von mir !

Deine Worte sind erschreckend, so fühlbar nah
kommen sie an. Sie **triggern**** ....
Ich kann Deine Worte im unteren Text gut beipflichten,
gebe Dir Recht indem was sagst.

Ein Opfer.
 
Hallo liebe Community,

Darkside, ich finde nicht das man einem damals 16 Jährigen Mädchen, das sich hilflos fühlte, so etwas unterstellen kann.
In dem Alter ist man ja noch fast ein Kind. Wenn man bedenkt dass man sogar in Deutschland bis zum 15. LJ als Kind gilt....
Man hat sicher einiges mehr an Reife als ein Kind, aber je nach Entwicklung und Erfahrungen ist es jedoch eine sehr individuelle Sache.
Angst lässt eben kaum eine rationale Handlung zu.

Fühl Du Dich auch gedrückt Insel-irgendwo.
 
Und was war deine Reaktion darauf? Nichts?

Provoziert hast du die Gewalt sicher nicht, die dir angetan wurde.
Aber du hast sie legitimiert.



Darkside

Genau das macht nun mal ein Opfer aus, das es sich
nicht wehren kann, keine Gegenreaktion zeigt.
Weisst Du überhaupt was massive Angst bedeutet ..... ,
ohne es mir aus irgendeiner Lexika oder Duden zu zitieren ?

Was möchtest Du mit Deinen Aussagen bezwecken ?
Das Feld meiner vielen unsichtbaren Fragen überlasse
ich Deiner Interpretation.

Opfer werden oftmals zum Schweigen verdammt !
 
Verquerter wie Du kann man schon gar nicht mehr
denken, dafür gibt es keine Worte mehr !!!

Einfach unsinnig !
 
Die Opfer sind nicht schuld an dem, was ein anderer tut. Aber sie ermöglichen es nunmal auch, was an ihnen passiert.

Das sage ich wertfrei. Da der Thread "Suche Täter für Erklärungen" heißt, erlaube ich mir, es hier so auszuformulieren.
Darkside
Eine Täterantwort zu finden, was soll das bringen? Entlastung?
Sorry.... aber ich kann nur davor warnen dieser Frage nach zu gehen, wenn man mental instabil ist! Denn gäbe es eine präzise Antwort vom direkten Täter/Täterin, dann wäre sie, durch dessen ganz eigene Wahrheit, verfälscht. Zu dem reflektiert diese Frage für mich falsche Schuldgefühle und auch die Doppelbindung hin zum Täter, dem Überich. Was zur Folge haben könnte, dass man sich selber retraumatiesiert!

Angenommen man bekommt eine Antwort!, was dann? Ist dann das eigene Selbstbild besser?
Wenn ich einen Teil im Ganzen verändere, verändert sich alles. Was also ändere ich mit seiner/ihrer/DER Antwort?

Besser fände ich es, sich mit angemessener Stabilität und mit Abstand zum Täter-in zu informieren. http://www.f01.fh-koeln.de/imperia/md/content/personen/a.bintig/empathie2004.pdf(Seite 9) .

Für mein Dafürhalten, fördert die Suche nach Erklärungen nur eines; das zirkuläre Denken (Grübeln). Die Warum-Frage ist die falsche Frage! Eine Wie-Frage ist immer besser!
Thema Empathie in Täter-Opfer-Verhältnissen, setzt defakto eine erfolgreiche Therapie voraus. Ist es doch wie ein Dialog.


Viele Grüße...
°°°abendtau°°°



PS:

Anmerkung:
Auch wenn ich weiß wie es von Dir gemeint ist, drakside_now, so könnte man bei Deinen Worten meinen, Du wärest ein Täter! Oder Du kennst alle Tätertypen. Ein unterstützenden u. fachlich fundierten Quellennachweis Deiner These fände daher nicht nur klasse, sondern auch nötig!

Du solltest eines in Deine kontroversen und pauschal Logik mit einbeziehen!: Es gibt Menschen, die an der Echtheit ihrer Erinnerungen zweifeln. Dieser bekannte Schutzmechanismus hört dann auf, wenn der Täter vor einem steht. Daraus ergibt sich dann ein nicht logisches Handeln bzw. die Handlungsunfähigkeit des Opfers, wie du weißt. Aber ob das auch die junge Leserschaft von HF weiß(? ), davon gehe ich nicht aus. Im Übrigen denkst Du nicht wertfrei, da Du selbst mal geschrieben hast, dass Opfer/Betroffene nicht objektiv denken können und somit kein Diskusionspartner wären/sind. Somit ist jeder Erfahrungsaustausch wertlos und nicht wertfrei. Logisch gesehen hast Du natürlich recht.

Ich sage dir nur, wie es aus Tätersicht ist.


Darkside
 
Natürlich macht das ein Opfer aus, ist ja logisch.

Ich verurteile nicht das Opfer, sondern ich sage nur, dass es ganz folgerichtig ist, dass solche Dinge nicht enden, wenn niemand da ist, der eine Grenze setzt.

Insofern kann ich die Täter dann auch verstehen. Erst ein wenig vermöbeln (keine Konsequenz), dann mehr vermöbeln (keine Konsequenz), dann Folter, Schikane, Missbrauch, und es gibt immer noch keine Konsequenz, der Himmel ist immer noch blau und die Luft ganz frisch und klar im Winter.

Die Welt dreht sich weiter, und der Täter hat den Eindruck, dass alles schick sei.

Die Opfer sind nicht schuld an dem, was ein anderer tut. Aber sie ermöglichen es nunmal auch, was an ihnen passiert.

Das sage ich wertfrei. Da der Thread "Suche Täter für Erklärungen" heißt, erlaube ich mir, es hier so auszuformulieren.


Darkside

Darkside, das ist nur eine VERSION des Opfer-Täter-Profils. Es gibt auch Varianten, wo DEINE Theorie nicht greift.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben