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Hallo NezukoChan,
schau mal hier: Suche nach der Mutter. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Lieber @°grisou° ,
dein Beitrag berührt mich sehr. Leider kann ich dir nichts Hilfreiches schreiben, aber ich wünsche dir, dass du Antworten auf deine offenen Fragen findest!
Alles Gute!
Die Frage nach deiner Mutter ist wahrscheinlich tiefergehend. Ist es eine Frage nach deiner eigenen Identität?
Eigentlich wäre die Frage dann, was ändert sich dadurch in meinem jetzigen Leben. Und darüber muss ich wohl nachdenken.Daher frage dich einmal selbst: Ist es wichtig für dein Leben, mehr über deine Herkunft und deine Eltern zu erfahren?
Bei den Sendungen denke ich das auch.(und diesen Quatsch kann man leider getrost vergessen. Ist alles gestellt. Das ist Geschäftemacherei, die exakt mit diesen Emotionen spielt!)
Ich habe niemandem, der mit mir Blutsverwandt ist. Und vielleicht romantisiere ich das Thema auch ein wenig.Ich werde nicht im Detail darauf eingehen, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass was dir im TV gezeigt wird, muss nicht die Realität sein. Meine Erfahrung. Man ist sich, trotz Blutsverwandtschaft fremd.
Ich habe lange über diesen Satz nachgedacht und finde ihn so wichtig, weil mir aufgefallen ist, eigentlich bin ich gerade an einem Punkt, wo ich merke, ich möchte gar nicht mehr neue Leute in mein Leben lassen. Ich ziehe mich sehr zurück, wenn ich Menschen kennen lerne und ich das Gefühl habe, da baut sich Nähe auf. Ich arbeite gerade so viele Verletzungen auf. Und vielleicht liegt da dieses Romantisieren. Als wäre das bei Blutsverwandten anders. Aber das ist es nicht.Irgendwann würdest Du dich ärgern.
Aber eigentlich habe ich ja kein Wissen. Nur Vermutungen, vielleicht auch nur ein Haufen Lügen.Es gibt Plattformen dafür, versuch es da mit dem Wissen das Du hast!
Da wünsche ich dir gute Erfahrungen. Wie immer die für Dich aussehen.Mir geht es ähnlich, ich suche sie nun bzw. lasse suchen da es bei mir ein wenig kompliziert ist
Ich denke, das ist für mich wohl der einzige Weg, meine DNA in so eine Datenbank einspeisen und sehen, was passiert. Und letztendlich muss ich ja mit niemandem Kontakt aufnehmen, aber vielleicht würde es mir wenigstens ein paar Fragen beantworten.Wenn dir Klarheit über deine Vergangenheit wirklich wichtig ist, versuch einen Weg zu einem DNA-Test zu finden.
Das ist sehr kompliziert. Er hat mir immer gesagt, er möchte einen Erben, jemanden, der sein Imperium weiter führt und versucht mich nach seinem Vorbild zu formen - mit sehr viel Gewalt. Er lebt noch, ist im Gefängnis. Und ich habe keinen Kontakt mehr zu ihm. Womit sich das mit der DNA auch erledigt hat. Ich habe seine gar nicht.Und sollte dein Adoptivvater wirklich dein Vater sein - tja, dann wäre es eine erwachsene Haltung, diese Tatsache zu akzeptieren. Du musst ihn ja nicht mögen!! Lebt er noch, hast du Kontakt mit ihm?
Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Aber ich habe keine Erinnerung mehr daran. Ich habe eine Ahnung, eine Affinität für Irland. Und lange war ich davon überzeugt, aber mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher.Also ist deutsch nicht deine Muttersprache? Welche Sprache hast du denn gesprochen?
Und wie lange liegt das alles zurück?
Ich bin mit ca. 20 vor meinem Vater geflohen. Ich habe keinen Zugang mehr dazu. Und damals habe ich nichts gefunden.Hast du schonmal geschaut ob es Unterlagen und Dokumente gibt.
Ich glaube, ich muss mich damit mal näher beschäftigen, was da alles möglich ist und wen es da gibt. Danke.Es gibt ja verschiedene kostenlose Suchdienste oder Vereine die darauf spezialisiert sind, Familie und Herkunft zu klären.
Ich glaube, ich bin noch nicht so weit, eine Entscheidung zu treffen. Also nicht nur, weil ich krank bin. Darüber muss ich noch eine Weile nachdenken, mit meinem Partner reden. Ich möchte niemanden verletzen, wenn ich plötzlich anfange, nach meinen Wurzeln zu suchen.Gibt es dazu schon etwas neues? Wollte dich schon die ganze Zeit fragen. Kannst mir ja PN schreiben.
Es gibt Unterlagen, aber die sind gefälscht.Weil dann wärst du ja ein entführtes Kind gewesen und könntest demzufolge eine Anzeige machen. Oder gibt es offizielle Adoptionsunterlagen?
Lebt denn dieser Adoptivvater noch?
Danke dir, das werde ich mir anschauen. Ich merke, da gibt es viel mehr Möglichkeiten, als ich mir vorgestellt habe und ich kann vielleicht auch erst mal einfach damit anfangen, dass ich schaue, was ist überhaupt möglich.keine Ahnung, ob die was taugen, aber es gibt genetische Tests, mit denen man sich auf ethische Herkunft testen lassen kann (beim googlen bin ich prompt auf Sonderangebote für 49 - 99€ gestoßen).
Das ist für mich eigentlich das Beste. Ich habe so lange um diese Identität gekämpft, darum, dass ich authentisch sein kann.Ich verstehe dass du etwas unglücklich darüber bist, dass du nicht genau weißt, wo du herkommst. Aber du weißt, wo du jetzt bist und wo du hin willst und das ist doch auch schon viel wert.
Ja, das hat mein Therapeut auch immer gesagt.Lieber grisou,
Dein Leben ist ungewöhnlich. Du hast ein schwieriges Schicksal in diesem Leben. Die größten Seelen suchen sich die größten Schicksale...
Ich erinnere mich an deine Beiträge und dass ich sehr beeindruckt war, dass du dich Deiner Vergangenheit stellst. und ich merke jetzt, irgendwann ist das wohl ein Punkt auf dem Genesungsweg, wo man die Vergangenheit zu einem Teil des Lebens macht, indem man sie abschließt. Ich denke, ich hatte einfach auch nie eine Chance, meine Kindheit abzuschließen. Ich hatte in diesem Sinne keine Kindheit.Im Laufe meines Lebens wußte ich auch immer weniger, was real war und was Erzählung, Lüge, Einbildung. Je größer der zeitliche Abstand, desto irrationaler kam mir alles vor. Wie eine Aneinanderreihung von Anekdoten, irgendwie übertrieben und unglaubwürdig.
Das stimmt. Ich hänge nicht ganz im luftleeren Raum. Von der damaligen Zeit kenne ich niemand mehr - und will auch keinen Kontakt mehr - aber mein damaliger Therapeut, ich denke, mit dem kann ich noch mal Kontakt aufnehmen und Micha hat ja auch viel mitbekommen.Aber auch viele Gegenstände aus meinem Elternhaus waren real und bestätigten meine Erinnerung.
Wie sehr wir alle um dieses Recht kämpfen 🙂. Ich erlebe das oft, wie Betroffene die Bestätigung von außen suchen. Ich denke manchmal auch immer noch, ach, so schlimm war das doch alles nicht.Das erste, was ich nach dem Lesen des Briefes dachte: ok, ich habe jedes Recht verkorkst zu sein, das ist ja alles total schräg und unglaublich.
Das ist ein guter Punkt. Ich sollte mir darüber klar werden, was ich erwarte. Und wie gehe ich damit um, wenn ich nicht die Antworten finde, die ich haben möchte.Und doch weiß ich weiterhin nicht sicher, was war real? Was stimmt an seiner Erzählung und was nicht? Was war nur seine subjektive Erinnerung? Wo lügt er, weil er sich selbst oder mich belügt? Wo übertreibt er? Was verschweigt er? Was beschönigt er? Wo erinnert er sich nicht richtig?
Danke dir. Ich merke, das habe ich tatsächlich verdrängt. Vergessen. Ich habe in mir einen starken Halt gefunden.Ich kenne deine alten Threads, ich kenne Dich hier schon viele Jahre. Deine Entwicklung. Deine Persönlichkeit ist in sich immer stimmig über all die Jahre.
Ich erinnere mich vor allem wie kostbar die Erinnerung an Deine Mutter war. Wie Dich diese Erinnerung getragen hat und Dir Halt war. Ich weiß nicht, ob die Erinnerung real war, aber sie war ein Segen. Sie war ein Schatz. Sie hat einen eigenen Wert.
Was passiert, wenn diese Erinnerung auf die Realität trifft? Oder auf die vermeintliche Realität?
Da kommen mir schon die Tränen, muss ich sagen. Das ist so lieb. Danke. Das gibt ein Stück Hoffnung. Ich merke, ich habe auch in den letzten Jahren so viel verloren, so viele Menschen. Und auch das ist ein Stück meiner Trauer, dass ich zurück gehe in meine Kindheit und irgendwie wenigstens etwas halten will.Dein Leben in den letzten JHren und Jahrzehnten ist ein eindeutiger Hinweis, daß dem Jungen der Du warst, vieles geschehen ist und er vieles gesehen, gefühlt und erlebt hat. Die Details mögen verschwimmen, aber die grobe Linie bleibt klar.
Und den muss ich auch unbedingt mal kontaktieren. Mal ganz freundlich anfragen, ob er auch Leute therapiert, die zu viel reden 😆. Ich m uss ihm unbedingt erzählen, dass ich jetzt arbeite und was ich arbeite und wie ich die ganze Welt verändere. Jedenfalls meine Welt. Wie glücklich ich bin, wie gut es mir geht. Und dass Micha und ich noch immer zusammen sind. Wobei ich glaube, das wird ihn nicht wundern.Dein erster Therapeut noch?
Daran erinnere ich mich auch noch. Was ich hier im HR an Lebenszeit verbracht habe. So viele Jahre. Und ich habe diese ersten Beiträge noch im Kopf. Wie verängstigt ich war. Wie verletzt. Wie durcheinander. Wahnsinn. Das war ein anderes Leben.Aber er erkannte Zusammenhänge in Deiner Geschichte. Ihm war einiges plausibel, was Dir vielleicht gar nicht zugänglich war, obwohl auch er keine echte .Übersicht und Klarheit hatte..
Es ist meine Geschichte. Sie macht mich aus und macht mein Leben rund. Das stimmt. Und ich erinnere mich, dass mein Therapeut damals ähnliches gesagt hat. Ich hatte vor zwanzig Jahren schon gesagt, was ist, wenn das alles nicht wahr ist. Und er hat gesagt, es ist deine Geschichte, es ist das, was dich ausmacht und wir arbeiten damit.Deine Erinnerungen sind Deine Wahrheit und Deine Wahrheit hat Dein Leben geprägt. Wird das weniger wahr, wenn Dir jemand etwas anderes erzählt? Und wäre das dann wahr?
Danke. Was jetzt ist, das ist wichtig. Eigentlich habe ich eine Geschichte und damit kann ich mich identifizieren. Ich sollte mir sehr genau überlegen, ob ich die aufs Spiel setzen möchte und wofür.Und Du bist der der Du heute bist. Und Dein heutiges Leben und Deine Emotionen und die Zuneigung deiner schwiegerfamilie sind real. Und was Du erreicht hast im den letzten Jahren auch.
Danke schön.ich finde deine Beiträge unglaublich wertvoll und möchte Dir auf deinem Weg eine gute und bereichernde Erfahrung wünschen
299 Euro kostet so ein Test. Schnapp Dir ein Haar von Deinen Stiefvater und sende es mit einem Haar von Dir ein. Dann weißt Du mehr.In letzter Zeit beschäftigt mich etwas, was ich gerne thematisieren möchte. Ich weiß gar nicht warum, aber vielleicht hilft es mir, andere Perspektiven dazu zu lesen.
Ich bin bei einem Mann aufgewachsen, der sagen wir behauptet hat, er ist mein Adoptivvater und hat mich meiner Großmutter abgekauft für er sagte immer für ein Schwein und einen Apfel. Ich erinnere mich nur, irgendwann bin ich in einem fremden Land mit einer fremden Sprache aufgewachsen und er sagte, er ist jetzt mein Vater.
Ich habe ein paar Erinnerungen, weiß aber nicht, ob er mir das erzählt hat oder ob ich mich wirklich erinnere und die Bilder verblassen immer mehr und ich kann immer wieder unterscheiden, ist das echt oder hat er das erzählt.
Dass ich kein deutsch gesprochen habe, weiß ich, hab einfach lange genug Prügel dafür bekommen. Und ich kann mich sehr dunkel an einen Großvater erinnern, da ist ein warmes Gefühl. Aber keine Ahnung, ob wir wirklich oft zusammen spazieren waren. Ich weiß, ich habe eine besondere Beziehung zu Irland. Aber ob ich von dort komme. Keine Ahnung. Ich weiß einfach gar nichts mehr. Ich habe das lange geglaubt und fange langsam an zu verstehen, dass alles, was mein Vater mir erzählt hat, eine Lüge sein kann.
Irgendwann kamen bei Youtube diese Videos, wo Menschen, die als Baby ausgesetzt wurden, ihre Eltern über DNA-Tests gesucht haben. Und irgendwie sieht das dann immer noch großer toller Familienzusammenführung aus. Und ich überlege, vielleicht habe ich noch irgendwo Familie und vielleicht komme ich nicht aus so einer total kaputten Familie, wie mein Vater mir gesagt hat. Vielleicht ist meine Mutter nicht bei meiner Geburt gestorben, wegen meiner Geburt gestorben. Vielleicht sucht sie nach mir und ich muss nur meine DNA in so eine Datenbank eingeben.
Aber erstens kann ich mir das nicht wirklich leisten und zweitens habe ich jetzt das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Ich habe meine Ersatzfamilie. Meine Schwiegerfamilie behandelt mich wie einen eigenen Sohn.
Ich glaube, am meisten Angst habe ich davor, dass am Ende rauskommt, dass mein Adoptivvater tatsächlich mein richtiger Vater ist. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Aber ich frage mich oft, warum er ausgerechnet mich gerettet hat. Als ich noch Kind war, habe ich mitbekommen, dass bei uns Kinder durchgeschleust worden sind. Später nicht mehr. Ich weiß nicht, ob er irgendwann sich auf andere kriminelle Dinge fokusiert hat oder ob er mich mit Recht davon ferngehalten hat.
Es würde mir weh tun, wenn irgendwo da draußen meine Mutter nach mir sucht und ich zu blöd bin, mal Laut zu geben.
Keine Ahnung, das macht mich einfach traurig.
Falls du den Adoptivvater meinst, der sitzt im Gefängnis und Grisou will keinen Kontakt.299 Euro kostet so ein Test. Schnapp Dir ein Haar von Deinen Stiefvater und sende es mit einem Haar von Dir ein. Dann weißt Du mehr.
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