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Studium mit 29

Erstens gibts bei uns in Österreich eine Mindestpension von ca. 800 Euro. Die bekommt jeder egal was derjenige gemacht oder nicht gemacht hat. Und zweitens ist der TE noch 29 Jahre alt. Es kann noch viel passieren im Leben. Theoretisch könnte er morgen im Lotto gewinnen und hätte keine Lebenssorgen mehr (sofern er einen 6er alleine hat aber selbst ein 5er mit Zusatzzahl ist schon sehr viel).
 

Hallo Bierdeckel111,

schau mal hier: Studium mit 29. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Sowohl in die eine als auch in die andere Richtung kann viel passieren.
Er kann genauso gut erkranken oder ähnliches, wie er im Lotto gewinnen kann.

800 Euro sind trotz allem ein Witz. Gerade im Alter wird es ja richtig teuer. Sprich: Heimplatz oder Krankheiten.
So viel hat man per Sozialhilfe auch in Deutschland raus. Ob man davon leben kann, ist fraglich.

Übrigens ist es laut Wahrscheinlichkeitsrechnung wahrscheinlicher jemals vom Blitz erschlagen zu werden, als im Lotto zu gewinnen.
 
Mit den Ausdrücken "es ist zu spät für ..." oder "man ist zu alt für ..." haben die meisten bereits in irgendeiner Form ihre Erfahrung gemacht. Wenn man das Alter als Zahl und die Phasen des Lebens als Zahlenbereiche auffasst, wo in einem Bereich nur eine bestimmte Spanne von Zahlen hineinpassen (bspw. Studium nur von 18-23 Jahren), so hängen die meisten die ich kenne dem Leben schon hinterher. Es mag sein, dass es nicht üblich ist, mit 29 ein Erststudium anzufangen, aber who cares? (von den notorischen Dauernörglern mal abgesehen). Du wirst sicherlich bei den künftigen Bewerbungsgesprächen erklären müssen, warum du viel gereist bist und nicht dieses oder jenes gemacht hast. Aber so laufen ohnehin die meisten Gespräche mit oder ohne Reiseerfahrung ab, verkauf es gut, erfind ein paar Stories (im Ausland auch viel gearbeitet... kann eh keiner nachprüfen) und gut ist.

Du hattest Steve Jobs erwähnt. In seiner Rede an der Stanford Uni* erwähnt er an einer Stelle, dass man die einzelnen Wegmarken des Lebens nicht vorausschauend verbinden kann, sie ergeben nur in der Rückschau einen sinn- oder unsinnvollen Weg. Die vielen Reisen kann man als Zeitverschwendung abtun, aber vielleicht wird dir das später in irgendeiner Weise sehr zugute kommen. Prognosen lassen sich darüber nur schwer machen. Genausowenig wie über die Rente.

Ich würde das Studium an deiner Stelle aufjedenfall noch einige Semester fortführen, bis du die Einführungsvorlesungen durch hast und die "richtigen" Vorlesungen kommen. Und anhand denen entscheiden, ob man dies nun wirklich machen will. Unabhängig von der Entscheidung, das Berufsleben wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nur sehr wenig mit deinem Studium zu tun haben, das sollte dir klar sein. Deshalb kann es sinnvoll und motivierend sein, das Studium als eine Art Eintrittskarte zum Berufsleben zu sehen und nicht unbedingt nur als eine Entsprechung der eigenen Interessen.

Ich war beim Arbeitsamt gemeldet, und studieren ist verboten, wenn man beim Arbeitsamt gemeldet ist, habe ich aber trotzdem teilweise gemacht.
Das traut sich kaum jemand, allein für deinen Mut sollte jeder Arbeitgeber einstellen 😀

* http://www.youtube.com/watch?v=UF8uR6Z6KLc
 
Ja und? Soll man jetzt dem TE jetzt raten, als unausgebildete, ungelernte Hilfskraft sein Leben lang zu arbeiten?

Nein, darum geht es nicht. Es geht darum, seinen Weg zu finden ohne noch 3 Studiengänge anzufangen und sich total zu verzetteln.
Irgendwann hat man dann zwar viel gesehen von der Welt und sicher auch in mehrere Studienfächer hinein geschnuppert, hat aber im Extremfall trotzdem keinen Abschluss.
Wenn ich 29 wäre, wäre ich erst einmal bestrebt, einen Abschluss zu haben, damit ich notfalls etwas vorweisen kann.
Was der TE danach macht, ist ja immer noch eine andere Sache.
Aber jetzt BWL zu schmeißen und dann Lehramt und wenn es das nicht ist, noch was anderes zu machen (mit dem Hintergrundwissen dass man 29 ist) halte ich für sehr riskant in Richtung Zukunft.


Ich habe selbst das Beispiel im Bekanntenkreis. Politikwissenschaften studiert, 2 Auslandssemester. Mit 19 angefangen. Zuerst BWL, danach abgebrochen und Politikwissenschaften. Mit 27 starb der Vater und er stand mit 30 000 Euro KFW Schulden da, weil er durch die letzte Prüfung gerauscht ist.Kein Abschluss, aber 8 Jahre studiert. Dann totale Depressionen, weil er den Schuldenberg nicht mehr bewältigt hat und Neuanfang mit einer Lehre. Kurz darauf aus der Lehre geflogen, weil er dachte er wäre was besseres. Jetzt 30. Kein Abschluss, total verkorkster Lebenslauf.

Ich halte es sehr schwer dass beim potenziellen Arbeitgeber beim Bewerbungsgespräch zu rechtfertigen.


Du hattest Steve Jobs erwähnt. In seiner Rede an der Stanford Uni* erwähnt er an einer Stelle, dass man die einzelnen Wegmarken des Lebens nicht vorausschauend verbinden kann, sie ergeben nur in der Rückschau einen sinn- oder unsinnvollen Weg

Wenn man den nötigen Hintergrund hat und Eltern, die Millionäre sind, mag das auch zutreffen. Der TE ist aber eher ein Einzelkämpfer und von daher macht es einen Unterschied, ob man notfalls eine Familie hat, von der man getragen wird oder ob man niemanden hat und die Alternative ist, auf den Staat angewiesen zu sein.
 
@Ankh, Steve Jobs hat sich mit dem beschäftigt was ihm interessiert hat, er war beruflich erfolgreich, ist jetzt aber nicht mein Vorbild, auch wenn ich seine Persönlichkeit interessant finde. Steve Jobs war vegetarier, Frutarier und war in Indien, hat Yoga gemacht, dass finde ich interessant, aber Technik war auch einer seiner Leidenschaften. Die wenigsten wissen überhaupt, woher der Bergriff Vegetrarier kommt, der kommt aus Indien, den die Briten in der Kolonialzeit übernommen haben, von Großbritannien aus hat sich der Begriff in alle europäischen Sprachen eingebürgert. Vege steht für Vegetabel t für table und arier für Arier, daher kommt der Begriff.

Wie auch immer war der erste mal mit 19 mit 30 Euro in Indien, zurück konnte ich den Diplomatenschalter in Delhi nehmen, ist halt eine lange Geschichte, die jetzt nicht so ganz her passt, das Österreichische Konsulat hat mich zum Flughafen begleitet und ich bin durchgewunken worden, zuvor habe ich gratis in einem Guesthouse gewohnt und am Flughafen in Mumbai hatte ich gar keinen Pass mehr, bin aber troztdem ins Flugzeug ohne Pass, Geld, das Personal am Flughafen hat mir Geld zugesteckt ohne das ich nach Geld gefragt habe, die haben nur gesagt 19 und alleine in Indien und sie meditieren, die haben nur Jai Rama zu mir gesagt. Mein erster Trip in Indien, wo alles schief ging.

Na, ja BWl ist halt nicht so spannend, es langweilt mich, wenn ich nach meinen Interessen gehe müsste ich Psychologie, Alternative Medizin, Geschichte, Politikwissenschaften, Jus nehmen. Lehramt wäre früher nie für mich in Betracht gekommen, da ich mit Schulssystem nicht so gut konnte.

Habe mit der Uni gesprochen könnte gleich mit Germanistik anfangen, ist zwar nicht Rechtskonform gemäß dem Unigesetz habe die zuständigen Personen haben es erlaubt, wobei ich da jetzt nicht näher eingehen möchte.


Na, sitze gerade in der Bibliothek und muss mich mit dem Break Even Point beschäftigen (BWL) ist echt trocken. Meinen Lebenslauf kann niemand prüfen und ich kann auch nicht mehr sagen im welchen Jahr ich im welchen Land war.

Lehramt ist halt so eine Notlösung, du hast recht, das meiste was man in einem Studium lernt braucht man nie wieder, aber man braucht einen Titel im in ein bestimmtes Feld ein zu treten. Ich kann nicht als Lehrer oder Psychologe arbeiten ohne Titel, auch werde ich schwer in eine Marketingabteilung ohne entsprechenden Wisch kommen.

Steve Jobs ist Amerikaner, die kennen nicht römisches Recht, in Europa ist aufgrund von den römischen Recht, doch sehr schwierig, in einem Feld zu arbeiten, wofür man kein Stück Papier hat, bei den Briten ist es wieder einfacher, aber die kennen wieder kein römisches Recht, ein Restaurant zu eröffnen ist in den USA nicht schwierig, vorausgesetzt man hat das nötige Startkapital, dass gleiche in UK ein Grund mehr warum ich mir Jus ausreden habe lassen, österreichisches Recht gilt nur in Österreich, das ist man mit IBWL deutlich besser, das schöne an Jus ist, kein Mathe.

Bei Lehramt ist man halt vom Staat abhängig und bei Powi erst recht, ich weiß auch nicht, warum ich im Moment so unschlüssig bin, früher war ich das nie.

Ich muss sagen, dass ich die Kommentare von der zerstörden Kinderseele nicht sonderlich hilfreich empfinde, also wenn ich die Einstellung die ich jetzt habe mit 19 gehabt hätte, wäre ich nie nach Indien gekommen. Österreich ist klein, wer kennt Österreich.
 
Also ich habe bis vor kurzem als Sportartikelverkäufer gearbeitet, die Arbeit hat mit gut gefallen, war jetzt aber nur Teilzeit. Ich habe jetzt gekündigt, der Chef hatte tränen in den Augen, so haber ich viele interresante Kunden getroffen nur ein Wu-Studium und Politikstudium und 20 h plus überstunden waren es 25h in der Woche, führt zu einem verlängertem Studium.

Das mit dem Selbsterhalterstipendium hat auch geklappt, war sehr mühselig, weil das Sozialamt nicht in der Lage war, Bezugsbestätigungen auszustellen, musste ich bzw. ein Bekannter von mir mit Photoshop nach helfen.

Die Steop in Politikwissenschaften habe ich geschaft, dass schlimmste vom PolitikStudium ist nun vorbei, in BWL hänge ich noch in der Steop an der Wu.

Jetzt gibt es neues Curriculum und zwar,wenn man Politik studiert, kann man mit dem EC in Wirtschaftswissenschaften, einen Master Zulassungsfrei an der Uni Wien absolvieren, was hält ihr davon.
Jedenfalls dauert ein Studium an der Wu in den meisten Fällen vier bis fünf Jahre (Bach.)
Politik ist leicht und interresant, sicher nicht die beste Voraussetzung für einen Master in Bwl, aber theoretisch könnte ich nach vier Semester mit Politik fertig sein.

Das man mit Politik nichts machen kann oder nicht viel, ist mir klar, aber ich sehe es als Sprungbrett, ich könnte auch auf die Uni Wien meinen BWL Bachl. machen. Ich bin immer noch sehr unschlüssig.

Allzu viel habe ich dieses Sem. nicht gemacht, mein Lernaufwand war vielleicht für die eine 9 EctsPrüfung eine Woche für die 6 ECTS Prüfung, einige Tage. Politik ist halt ein klassisches Zweitstudium, bei BWL braucht deutlich mehr Aufwand, nach der Steop soll es leichter werden.

Ich bin immer noch am überlegen, ob ich zu Lehramt wechseln soll, ich glaube Lehrer würde mir mehr Spaß machen,vor allem wird mein Lebenslauf in der BWL-Welt den einen oder anderen nicht so gefallen.
BWL ist bis jetzt überhaupt nicht interresant, gut ich hatte dieses Sem. auch nicht so viel Zeit bzw. so viel für die Uni gemacht.

Lehramt dauert aber auch so lange, erst vor kurzem haben sie das Curriclum abgeändert, für Volksschule muss man jetzt fünf Jahre studieren. Ich frage mich nur, was man da fünf Jahre lang lernen soll, für die Unterstufe braucht man auch schon sechs Jahre.

Bei Lehrer könnte ich mir gut vorstellen im Sommer mal in China, Irland oder sonstwo zu unterrichten, zwar wird Deutschlehrer aus Deutsland bevorzugen, aber es gibt mit Sicherheit möglichkeiten und währden dem Studim ist mit Sicherheit kein Problem in einer Sprachschule, Nachhilfeinstitut zu unterrichten.
 
Alles, wirklich alles was Du hier andenkst lässt sich machen, auch mit 30, und ist eine gute Idee bzw. in jedem Fall besser verlebte Zeit als arbeitslos, Niedriglöhner usw.

Allerdings macht mir Deine Realitätsverzerrung Sorgen. Du schreibst hier teilweise Dinge die kompletter Unsinn sind, so hat Dich auf gar keinen Fall ein Richter vor vollem Saal angebrüllt, er wäre nach 4 Monaten Studium mit 18 studierter Jurist gewesen. Du hast auch sicher keinen Diplomatenpass.

Hast Du schon mal jemandem von diesen Wahrnehmungen erzählt, die Du nach allgemeiner Logik als unzutreffend erkennen müsstest? Wenn man mit dem Verstand solche Aussetzer erkennen und aussortieren kann, ist trotz solcher Störungen eine Berufstätigkeit durchaus möglich. Warst Du mal bei einem guten klinischen Psychologen vorstellig?
 
@zerstörtekinderseele:

Ferner habe ich hier meine Meinung sehr sachlich formuliert. Wenn jemandem die Meinung und die Ratschläge anderer nicht passen, sollte er vielleicht besser keinen Thread eröffnen. Denn dann muss er auch mit kritischen Kommentaren rechnen.

Was das Befremden über deinen Beitrag (über deine Meinung) ausgelöst hat (auch bei mir), war das hier:

Aber deutlich wird auch, dass die Richter ihre Entscheidungen nicht ohne Grund getroffen haben.

Ja, den Grund hat er ja ausführlich geschildert: Die Richter wollten ein lästiges Verfahren loswerden und haben deshalb versucht, eine der beiden Parteien zu entmündigen. Also hatten sie schon einen Grund, allerdings keinen sachgerechten, sondern einen egoistischen Grund. Sie missbrauchten sozusagen das Recht, wie es ihnen gerade in den Kram passte. So zumindest hat es uns der TE geschildert, und du kannst das glauben oder nicht. Aber du schreibst es so, als hätte es einen sachgerechten Grund gegeben, also als seien die Richter im Recht gewesen. Das ist tatsächlich befremdlich. Auch, dass du seine Reisen als Weglaufen bezeichnest. Ja, er ist weggelaufen, aber doch nur vor einem Unrechtssystem, gegen das er nicht gewinnen konnte. Und damit konnte er der Entmündigung anscheinend tatsächlich entgehen. Er hat also gerade das Richtige bzw. was Schlaues getan. Wenn das so stimmt, was der TE erzählt, dann ist ihm doch großes Unrecht angetan worden, und er kann froh sein, dass es so glimpflich ausgegangen ist. Du aber legst alles gegen den TE aus, als hätte er die Fehler begangen. Das verstehe ich nicht, und Andere anscheinend auch nicht. Das ist der Grund, warum man sich über deine kritischen Kommentare echauffiert: Sie erscheinen in dieser Frage völlig unangemessen und ungerecht. Es sei denn, du zweifelst seine Schilderungen an, aber davon hast du ja nichts geschrieben. Oder meinst du, er schreibe so konfus, dass man daraus die Richtigkeit einer Entmündigung schlussfolgern /erahnen könnte? Das kann ich absolut nicht erkennen.
 
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