markus2999
Mitglied
Hallo,
etwas ungewöhnlich ist meine Überschrift schon, da ich bereits 29 bin, aber es gibt eine lange Vorgeschichte.
Ich bin von zu Hause mit 11 ausgezogen, wohnte später wieder kurz bei den Eltern 14-16, als ich 18 war, war ich noch in der Schule, die Eltern zahlten aber keinen Unterhalt, Schulabbruch, es kam zu einer Gehaltspfändung meiner Eltern. Ich habe meine Eltern gepfändet.
Meine Mutter habe ich das letzte mal vor Gericht gesehen als ich 18 war (Unterhaltsverfahren), meinen Vater mit 20, auch vor Gericht und einmal vor zwei Jahren.
Als ich 20. war bin ich dann aus diesen System ausgestiegen. Mit 20 ging ich zu einer Gerichtsverhandlung (Unterhaltsverfahren), der Richter fragt mich nach meinen Prüfungen, die ich nicht hatte.
Der Richter hat herum gebrüllt, es sei bereits mit 18 mit seinem Jus (Jura) Studium fertig gewesen und hat nur 2 Jahre und vier Monate gebraucht, dass wollte ich mir nicht anhören, bin aufgestanden und habe den Saal verlassen.
Das war Absicht des Richters, dass ich aufstehe und den Saal verlasse,jedenfalls hat er eine Anregung auf Sachwalterschaft gemacht (Entmündigung), (in Deutschland Betreuer).
Schon vor der Verhandlung hat er gesagt, sollte ich nicht zur Verhandlung kommen, werde ich einen Sachwalter bekommen und dürfte keinen Mietvertrag mehr unterschreiben, bzw. mir ein Zug Ticket kaufen.
Es kam zu einem Sachwalterschaftsverfahren, musste mich einer Erstanhörung unterziehen, es selbst hat mir mitgeteilt, nach der Bestellung eines Sachwalter darf gar nichts mehr, hat in einem späteren Gesprächs gesagt, wenn ich einen Sachwalter (Betreuer) bekomme, dann nur für den Prozess.
Also ging ich zum Pflegschaftsgericht (in Deutschland Vormundschaftsgericht) und sprach mit der Richterin, die für die Bestellung einen Sachwalter verantwortlich ist.
Zuerst wurde kein einstweiliger Sachwalter bestellt, was sie hätte machen können, nach längerem hin und her, meinte die Richterin, sie habe noch keinen geeigneten Sachwalter für mich gefunden, sie wisse nicht, ob ich in der Lage sei, überhaupt einen Mietvertrag zu unterschreiben.
Im Österreichischen Recht ist es so, dass "nur" einen einstweiligen Sachwalter bekommen kann nach der "Erstanhörung" und einen Sachwalter nur nach einem Gutachten. Ich meinen Fall gab es weder einen einstweiligen Sachwalter oder einen Termin mit einem Psychiater.
Jedenfalls war ich damals 20 und hatte genug, ich war so geschockt, Familientreffen vor Gericht und bald darf ich keinen Mietvertrag mehr unterschreiben.
Ich entschloss mich eine Weltreise zu unternehmen, zuerst war ich einige Zeit wandern (Jakobsweg), bin nach Indien, Nepal, Südamerika. Nach ca. 8 Monaten hat mich meine Rechtsvertretung verständigt, ich solle doch mit der Sachwalterrichterin in Kontakt treten, dass tat ich auch.
Die meinte nur, wo sind Sie, ich kann sie nirgends finden, war ja auch in Südamerika, ich solle mich einem "Test" unterziehen und meine Adresse nennen, was ich nicht tat. Ich glaube so zwei Monate später wurde das Entmündigungsverfahren gegen mich eingestellt, ohne Gutachten und ohne einstweiligen Sachwalter.
Ich kehrte nach eineinhalb Jahren nach Österreich zurück, die Richter wurden aber nicht besser, einer meinte, wenn man in einer Verhandlung aufsteht und geht, bekommt einen Sachwalter wegen mangelnder Prozessfähigkeit.
Meiner Meinung nach, wollte mich die Richter mit einem Sachwalter damals los werden, wenn man Entmündigt ist, kann man nicht berufen und ein Unterhaltsverfahren kann fast nicht verlieren.
Wie auch immer, war kurz in Österreich, danach wieder weg, hatte erneut ein Sachwalterschaftsverfahren, ging wieder ins Ausland, wurde wieder eingestellt.
Auf meinen Reisen konnte ich mich intensiv mit Mediationen und Hochkulturen beschäftigen, war ein "Mönch".
Na, ja war out of the System. Mit fast 26 bin ich dann Österreich zurück, zwischenzeitlich hatte ich im Unterhaltsverfahren verloren gehabt, habe Zugangsrechte für die Uni erworben, bin zur Stipendenstelle und diese teilte mir mit, dass Studienbeihilfe einkommens abhänig ist, auch wenn man gegen die Eltern in einem Unterhaltsverfahren verloren hat.
Also doch kein Stipendium, ich könnte ein Selbsterhalter beantragen, dh man muss sich über vier Jahre selbst erhalten haben.
Ich war beim Arbeitsamt gemeldet, und studieren ist verboten, wenn man beim Arbeitsamt gemeldet ist, habe ich aber trotzdem teilweise gemacht.
Na, ja jetzt habe ich die vier Jahre zusammen und bin 29. und eingeschrieben für BWL und Politikwissenschaften, eigentlich schon alt für das erste Semester, die letzte drei Jahre, waren für mich in Österreich nicht einfach, hatte Schwierigkeiten eine Teilzeitbeschäftigung zu finden, bei Vollzeit war es besser, habe eine Zusage im Reisebüro erhalten, aber leider nur Vollzeit und der Chef meinte, Studium und bei uns arbeiten geht nicht.
Wie auch immer, ich bin etwas unruhig in letzter Zeit, der Gedanke bis 35 zu studieren bereitet mir Kopfzerbrechen und Angst.
Wie gesagt, bin eingeschrieben für BWL und Politikwissenschaften, weiß aber nicht so ganz, ob dass so eine kluge Entscheidung war.
Mit 26 war ganz klar, ich möchte Jus (Jura) oder Politik studieren, jetzt habe ich BWL gewählt, weil man viel damit machen kann und vor allem, mit Jus sitzt man in Österreich fest, aber ich hasse Mathe, kurz habe ich auch Jus studiert, habe es mir aber ausreden lassen, ich fand Jus viel spannender, aber das Studium dauert halt ewig lange.
Politik finde ich auch sehr interessant und ist nicht schwer, weiß gerade nicht was ich machen soll. Lehramt habe ich mir als Alternative überlegt, weil es einen sehr großen Mangel an Lehrern in Österreich gibt und nicht so schlecht bezahlt ist.
Bei Lehramt schaut auch keiner auf den Lebenslauf, könnte mich gut vorstellen, dass dieser Beruf Spaß macht, Powi ist rein vom Inhalt her, um einiges interessanter, früher wollte ich in Richtung Entwicklungshilfe gehen, jetzt eher nicht mehr.
Powi ist halt etwas brotlos.
Das Semester hat erst begonnen, bis jetzt war BWL nur langweilig, weiß nicht, ob es später besser wird.
Jedenfalls bekomme ich vom Staat Geld, solange ich ECTS bringe und ich glaube, ein Abschluss in Powi ist besser als gar keiner, oder täusch ich mich da?
Von den Interessen her bin eher geisteswissenschaftlich, alles brotlos oder fas brotlos, Psychologie, Powi, Geschichte, Jus und meinetwegen noch Lehramt als Brotberuf.
Hat jemand Tipps für mich? Die Zeit im Ausland war super.
etwas ungewöhnlich ist meine Überschrift schon, da ich bereits 29 bin, aber es gibt eine lange Vorgeschichte.
Ich bin von zu Hause mit 11 ausgezogen, wohnte später wieder kurz bei den Eltern 14-16, als ich 18 war, war ich noch in der Schule, die Eltern zahlten aber keinen Unterhalt, Schulabbruch, es kam zu einer Gehaltspfändung meiner Eltern. Ich habe meine Eltern gepfändet.
Meine Mutter habe ich das letzte mal vor Gericht gesehen als ich 18 war (Unterhaltsverfahren), meinen Vater mit 20, auch vor Gericht und einmal vor zwei Jahren.
Als ich 20. war bin ich dann aus diesen System ausgestiegen. Mit 20 ging ich zu einer Gerichtsverhandlung (Unterhaltsverfahren), der Richter fragt mich nach meinen Prüfungen, die ich nicht hatte.
Der Richter hat herum gebrüllt, es sei bereits mit 18 mit seinem Jus (Jura) Studium fertig gewesen und hat nur 2 Jahre und vier Monate gebraucht, dass wollte ich mir nicht anhören, bin aufgestanden und habe den Saal verlassen.
Das war Absicht des Richters, dass ich aufstehe und den Saal verlasse,jedenfalls hat er eine Anregung auf Sachwalterschaft gemacht (Entmündigung), (in Deutschland Betreuer).
Schon vor der Verhandlung hat er gesagt, sollte ich nicht zur Verhandlung kommen, werde ich einen Sachwalter bekommen und dürfte keinen Mietvertrag mehr unterschreiben, bzw. mir ein Zug Ticket kaufen.
Es kam zu einem Sachwalterschaftsverfahren, musste mich einer Erstanhörung unterziehen, es selbst hat mir mitgeteilt, nach der Bestellung eines Sachwalter darf gar nichts mehr, hat in einem späteren Gesprächs gesagt, wenn ich einen Sachwalter (Betreuer) bekomme, dann nur für den Prozess.
Also ging ich zum Pflegschaftsgericht (in Deutschland Vormundschaftsgericht) und sprach mit der Richterin, die für die Bestellung einen Sachwalter verantwortlich ist.
Zuerst wurde kein einstweiliger Sachwalter bestellt, was sie hätte machen können, nach längerem hin und her, meinte die Richterin, sie habe noch keinen geeigneten Sachwalter für mich gefunden, sie wisse nicht, ob ich in der Lage sei, überhaupt einen Mietvertrag zu unterschreiben.
Im Österreichischen Recht ist es so, dass "nur" einen einstweiligen Sachwalter bekommen kann nach der "Erstanhörung" und einen Sachwalter nur nach einem Gutachten. Ich meinen Fall gab es weder einen einstweiligen Sachwalter oder einen Termin mit einem Psychiater.
Jedenfalls war ich damals 20 und hatte genug, ich war so geschockt, Familientreffen vor Gericht und bald darf ich keinen Mietvertrag mehr unterschreiben.
Ich entschloss mich eine Weltreise zu unternehmen, zuerst war ich einige Zeit wandern (Jakobsweg), bin nach Indien, Nepal, Südamerika. Nach ca. 8 Monaten hat mich meine Rechtsvertretung verständigt, ich solle doch mit der Sachwalterrichterin in Kontakt treten, dass tat ich auch.
Die meinte nur, wo sind Sie, ich kann sie nirgends finden, war ja auch in Südamerika, ich solle mich einem "Test" unterziehen und meine Adresse nennen, was ich nicht tat. Ich glaube so zwei Monate später wurde das Entmündigungsverfahren gegen mich eingestellt, ohne Gutachten und ohne einstweiligen Sachwalter.
Ich kehrte nach eineinhalb Jahren nach Österreich zurück, die Richter wurden aber nicht besser, einer meinte, wenn man in einer Verhandlung aufsteht und geht, bekommt einen Sachwalter wegen mangelnder Prozessfähigkeit.
Meiner Meinung nach, wollte mich die Richter mit einem Sachwalter damals los werden, wenn man Entmündigt ist, kann man nicht berufen und ein Unterhaltsverfahren kann fast nicht verlieren.
Wie auch immer, war kurz in Österreich, danach wieder weg, hatte erneut ein Sachwalterschaftsverfahren, ging wieder ins Ausland, wurde wieder eingestellt.
Auf meinen Reisen konnte ich mich intensiv mit Mediationen und Hochkulturen beschäftigen, war ein "Mönch".
Na, ja war out of the System. Mit fast 26 bin ich dann Österreich zurück, zwischenzeitlich hatte ich im Unterhaltsverfahren verloren gehabt, habe Zugangsrechte für die Uni erworben, bin zur Stipendenstelle und diese teilte mir mit, dass Studienbeihilfe einkommens abhänig ist, auch wenn man gegen die Eltern in einem Unterhaltsverfahren verloren hat.
Also doch kein Stipendium, ich könnte ein Selbsterhalter beantragen, dh man muss sich über vier Jahre selbst erhalten haben.
Ich war beim Arbeitsamt gemeldet, und studieren ist verboten, wenn man beim Arbeitsamt gemeldet ist, habe ich aber trotzdem teilweise gemacht.
Na, ja jetzt habe ich die vier Jahre zusammen und bin 29. und eingeschrieben für BWL und Politikwissenschaften, eigentlich schon alt für das erste Semester, die letzte drei Jahre, waren für mich in Österreich nicht einfach, hatte Schwierigkeiten eine Teilzeitbeschäftigung zu finden, bei Vollzeit war es besser, habe eine Zusage im Reisebüro erhalten, aber leider nur Vollzeit und der Chef meinte, Studium und bei uns arbeiten geht nicht.
Wie auch immer, ich bin etwas unruhig in letzter Zeit, der Gedanke bis 35 zu studieren bereitet mir Kopfzerbrechen und Angst.
Wie gesagt, bin eingeschrieben für BWL und Politikwissenschaften, weiß aber nicht so ganz, ob dass so eine kluge Entscheidung war.
Mit 26 war ganz klar, ich möchte Jus (Jura) oder Politik studieren, jetzt habe ich BWL gewählt, weil man viel damit machen kann und vor allem, mit Jus sitzt man in Österreich fest, aber ich hasse Mathe, kurz habe ich auch Jus studiert, habe es mir aber ausreden lassen, ich fand Jus viel spannender, aber das Studium dauert halt ewig lange.
Politik finde ich auch sehr interessant und ist nicht schwer, weiß gerade nicht was ich machen soll. Lehramt habe ich mir als Alternative überlegt, weil es einen sehr großen Mangel an Lehrern in Österreich gibt und nicht so schlecht bezahlt ist.
Bei Lehramt schaut auch keiner auf den Lebenslauf, könnte mich gut vorstellen, dass dieser Beruf Spaß macht, Powi ist rein vom Inhalt her, um einiges interessanter, früher wollte ich in Richtung Entwicklungshilfe gehen, jetzt eher nicht mehr.
Powi ist halt etwas brotlos.
Das Semester hat erst begonnen, bis jetzt war BWL nur langweilig, weiß nicht, ob es später besser wird.
Jedenfalls bekomme ich vom Staat Geld, solange ich ECTS bringe und ich glaube, ein Abschluss in Powi ist besser als gar keiner, oder täusch ich mich da?
Von den Interessen her bin eher geisteswissenschaftlich, alles brotlos oder fas brotlos, Psychologie, Powi, Geschichte, Jus und meinetwegen noch Lehramt als Brotberuf.
Hat jemand Tipps für mich? Die Zeit im Ausland war super.