Mir kommt noch eine Geschichte aus dem Bekanntenkreis in den Sinn:
N. hatte mit ihrem Ex-Mann die Tochter L. Der Vater des Mädchens betrog N. regelmässig und als L. 10 war, trennten sich die Eltern.
N. zog mit ihrer Tochter in eine neue Wohnung, L. sah ihren Vater regelmässig an den Wochenenden, er wohnte in der gleichen Stadt.
Irgendwann mit 12 verkündete L. ihrer Mutter, sie wolle ganz zum Vater ziehen. N., offen wie sie ist, stellte sich ihrem Kind nicht in den Weg, liess es zu, wenn auch schweren Herzens.
Ihr Ex-Mann hatte unlängst eine neue Partnerin und so zog L. da ein. Je länger sie da war, desto kühler wurde L. ihrer Mutter gegenüber. Die Antworten auf SMSen kamen spät oder gar nicht. Telefonanrufe wurden irgendwann gar nicht mehr angenommen, bis L. ihrer Mutter verkündete, sie wolle keinen Kontakt mehr zu ihr.
N.'s Ex stellte sie vor der Tochter schlecht dar, obwohl er derjenige war, der ein notorischer Fremdgänger war und N. kleinhielt und sogar obwohl
er N. verliess für eine andere Frau. Es war sehr klar, dass der Vater das Mädchen dahingehend manipulierte, das es dachte, N. sei Schuld an der Trennung und sowieso irgendwie minderbemittelt (Stichwort Narzisst).
N. ging es immer schlechter, sie entwickelte eine Deperession und Suizidgedanken, begab sich in eine psychiatrische Klinik.
In dieser Zeit redete ich sehr viel mit ihr darüber, sie litt wirklich stark und sah wenig Sinn in einem Weiterleben.
Sie schrieb ihrer Tochter weiterhin Briefe und Karten, schickte auch Geschenke zum Geburtstag und zu Weihnachten.
Eines Abends vor etwa einem Jahr, L. war nun bereits 18, stand ein guter Freund von L. bei N. vor der Tür und berichtete, L. ginge es beim Vater und seiner neuen Freundin gar nicht gut, ob sie immer noch zurück zu N. kommen dürfe, wie diese es in vielen Briefen versprochen hatte.
N., die sich an ihr Wort hält, bejahte und so zog L. nur knapp 2 Tage später wieder bei ihr ein - nach 6 Jahren.
Ich war und bin sehr froh für N., auch wenn es jetzt gilt, die Beziehung neu zu definieren. L. ist erwachsen geworden, in der Lehre (Abi war ihr zu doof) und ziemlich eigensinning, lässt sich nichts sagen, eine kleine Diva.
Ich hoffe, das ist jetzt nicht total unangebracht, diese Geschichte kam mir nur sofort in den Sinn, als ich deinen Post las
@Ana und sie hat ein gutes Ende.
Wie einige hier auch sagten, die Liebe, die du zu deinem Sohn aufgebaut hast, wird siegen. Daran glaube ich.