Schwänli
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D.h., dass man nur darauf gewartet hat, dass sie in einen Fettnapf alá gut demontierbarer Nazi-"Verherrlichung" oder ähnlichem tritt, um ihr eigentlich propagiertes Anliegen, das Schaffen eines warmen Familienplatzes vor allem für das "Wohl unserer Kinder", zu demontieren? Das wäre dann aber eine Art verschwörerische Schlussfolgerung.Es ist im Interesse der Wirtschaft Frauen als billige Arbeitskräfte zu nutzen.
Daher wird eine These den volkswirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Wert der Frauen neu, oder besser gesagt, wieder mehr zu bewerten, als Angriff gesehen.
Ja, ja und ja. Wer ihr vor zwei oder drei Jahren erschienenes und dieses Thema aufarbeitendes Buch gelesen hat, weiss, dass sie das rückblickend genauso erkennt und niemals mit einer solchen Perfidität und gesellschaftlichen Solidarität (von manchen sogar guten Bekannten) pro Establishment, teilweise wider den eigentlichen aber hinter der Hand gehaltenen Einstellungen, nur zur Rettung der eigenen Haut, gerechnet hatte.Eva Herman war einfach zu naiv, obwohl sie als Journalistin es besser wissen musste.
Sie hat sich vielleicht auch auf eine Kollegialität verlassen, die es aber nicht wirklich gibt.
Hermann beging mehrere rhetorische Fehler aber auch formale Fehler, die dumm zu nennen sind.
In den Köpfen der meisten ist aber zurückgeblieben, dass die Herman einen Knall hat. Die Geschichte hat gut und nachhaltig funktioniert, trotz nachweislichen Einfädelungen.Der Rauswurf war drehbuchmäßig geplant, sogar die Rollen der empörten Mitdiskutanten ohne jegliches schauspielerisches Talent. Selbst eine Senta Berger, die gar nicht verstand, worum es ging, zeigte ihr Nichtwissen um die Thematik mit naivem Mienenspiel.
Er ist allerdings seit einiger Zeit wie von Geister Hand weg vom Fenster. Vielleicht hat er selber derzeit keine Lust mehr, weil die Herman-Geschichte nicht sein einziger unseriöser Skandal war.Man darf nicht vergessen dass Kerner die Pöbelschule der Billigtalkshows durchlaufen und mitgeprägt hat.
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