Das ging an Rhenus als PN, weil der Firefox aus irgendeinem Grund den Post nicht angezeigt hat
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Hi Rhenus.
Du, ich sehe Deinen Post nicht im Forum - bist zwar als letzter Poster in der Übersicht gelistet, aber den Post selbst kann ich mir nicht durchlesen.
Nunja, die Zitat-Benachrichtigungen funktionieren allerdings ^^
Ich möchte gar nicht so sehr auf Deine oben eingefügten Statements eingehen, da ich die nicht so recht nachvollziehen kann. Möglicherweise gibts hier ein Mißverständnis zwischen uns.
Dass Hasskommentare oder Fake News unterbunden werden sollen, finde ich auch!
Nun, dann verstehe ich dein Statement nicht...
Das ist nicht Gegenstand meiner Ansicht. Vielmehr versuchte ich darzulegen, warum denn von der Fachseite her und von den Netzaktivisten dieses Gesetz als "Verstoß gegen die Meinungsfreiheit" überhaupt gewertet wird. Die alleinige Tatsache, dass Hasskommentare gelöscht werden sollen betrifft das nämlich nicht - es betrifft die technische Umsetzung und die Problematik, die sich DARAUS ergibt.
Bisher verschanzten sich die Betreiber hinter ihrem "Hausrecht" und stellten selbst fest, was gelöscht werden sollte.
Damit übernahmen sie durch die Hintertüre die Deutungshoheit der Gesetze.
Nicht mehr die Justiz war maßgeblich, sondern Konzernmeinung.
Für mich persönlich ein ungeheuerlicher Vorgang.
Dazu kam, dass faktisch der Serverstandort darüber entschied, ob man als Opfer sein Recht bekommen konnte oder nicht. Eine nationale Justiz war weitgehend machtlos.
Die "technische Umsetzung" ist daher völlig irrelevant!
Ich habe mich natürlich mit der Thematik beschäftigt und bin auch aktiv als Bürgerrechtler im Bereich "Netzpolitik" unterwegs - ich arbeite seit 15 Jahren in der IT in der Entwicklung und habe daher logischerweise eine andere Sicht darauf, als Du ... vielleicht ^^ ich weiß ja nicht, wie Du deine Meinungen bildest, also was die Grundlage dessen ist.
Aus dem Opferschutz, politisch, journalistisch, und weltanschaulich - suche dir was aus...
Um User sperren zu können, muss man die gefährdenden Inhalte identifizieren - ganz genau die selbe Problematik, wie ich beschrieben habe. Und es betrifft hauptsächlich Facebook - das war sogar der Anstoß dieser Debatte, die aus der USA gekommen ist. Aber auch Youtube und Twitter sind davon betroffen - es sind die größten Plattformen, auf denen aktuell quasi (fast) jeder machen kann, was er/sie will. Die "Tante-Emma-Webseiten" sind davon weniger betroffen, da man hier manuell Löschungen vornehmen kann, aufgrund der nicht so zahlreichen neuen Inhalte im Netz.
Ich denke, da bist du auch nicht auf dem Stand, den du vorgibst inne zu haben...
Gelöscht wurde auch bei diesen Plattformen immer schon.
Es sollte nur nichts kosten.
Warum man das als "Soziale Medien" bezeichnet - nunja, Begriffe halt. Man bildet ein "Netzwerk" mit Leuten, unterhält sich, postet private Dinge, markiert in eigenen Inhalten andere Freunde (auf Bildern z.B.) - das ist heute halt Bestandteil des sozialen Lebens geworden. Joah - ich persönlich nutze das eher nicht ... WEIL ich aus der IT komme und ganz genau weiß, welche Gefahren das in sich birgt und was mit diesen erhobenen Daten alles mißbräuchlich gemacht werden kann. Das ist sone "Krankheit" in der IT ^^ Viele meiner Kollegen gehen mit diesen Medien sehr vorsichtig um.
Hast du Recht, ich auch... 😉
Mit Geld hat das nichts zu tun - hinter Facebook steckt zwar ein Mega-Konzern - aber die automatisierte Zensur, hat damit nichts zu tun.
Natürlich hat das was mit Geld zu tun...
Woher kommen denn deiner Meinung nach die Riesengewinne?
Facebook generierte Gewinne um die 8,2 Milliarden Euro im Jahr.
Ich fasse das mal zusammen - Facebook ist ein enorm riesiger Haufen von Inhalten, der jeden Tag stetig wächst. Um hier gefährdende Inhalte zu entfernen, bedarf es einer Technologie, die es einfach mal nicht gibt aktuell. Und die wird es auch in einigen Jahren nicht geben - wenn man mit der Materie der künstlichen Intelligenz vertraut ist, weiß man auch warum. Ich habe versucht, das einfach zu erklären - verzeih, wenn das nicht gelungen ist ... das ist ein komplexes Thema. Die Konsequenz dessen ist, dass man mehr löschen muss - also auch Inhalte, die nicht Fake News oder Hasskommentare sind - um der gesetztlichen Verpflichtung nachzukommen. Und genau DAS ist ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit - ZENSUR von nicht gefährdenden Inhalten.
Also nach deiner Logik:
Ich muss z.B. als Strafverfolgungsbehörden Gesetze brechen, um Gesetze und Regeln zu überwachen und einzuhalten oder Strafbarkeiten zu ahnden?
Eine sehr seltsame Meinung!
Löschen MUSS man nur Beiträge, die gegen Gesetze verstoßen!
Aber das nur auf Antrag.
Toll finde ich diesen Umstand nicht - der "rechtsfreie Raum", wie Du ihn bezeichnest, ist auch mir ein Dorn im Auge. Allerdings ist das Gesetz von Herrn Maas nicht dazu geeignet, dies adäquat zu ändern. Da müssen andere Lösungen gefunden werden.
Weißt du, solche seltsame und auch beliebige Kritik höre ich tagtäglich...
"Man müsste..." sagt aber immer der, der auch keine Lösung hat!
Ich habe hier keine Zeile gelesen, wo mal das Gesetz in einer Textpassage zitiert wurde, welches denn so falsch sein soll...
Und alleine schon die dargestellte Agitation gegen Herrn Maas zeigt doch, wie wenig juristisches und staatsbürgerliches Wissen vorhanden ist, wenn man das Gesetz Herrn Maas als Person zuschreibt.
Das Gesetz wurde vom Bundestag beschlossen, also demokratisch, legitim und frei!
Es ist ein Phänomen der Zeit, dass alle meckern - es muss unbedingt was getan werden... - Man jedoch eigentlich jegliche Änderungen hasst.
Man kann das auch benennen:
Jedem misstrauen und eben aus den verschiedensten Gründen, gelebte Staatsverdrossenheit, weil man selbst nicht in der Lage ist, bisweilen komplizierte Vorgänge zu durchschauen und sich sachkundig zu machen.
Also schaut man zu, wie Konzerne die Macht im Staate immer mehr übernehmen und die Demokratie faktisch abschaffen.
Wenn tatsächlich rechtsfreier Raum entsteht, ist es überaus töricht das Gesetz zu schelten oder gar abzuschaffen, welches diese Rechtlosigkeit beendet.
Vielmehr muss man einem Gesetz Geltung verschaffen, welches dem Rechtsfrieden zuträglich ist.
Ein Gesetz, welches zum Ziel hätte, den Gewinn über eine Gesetzmäßigkeit selbst zu stellen, nenne ich Diktatur und Willkürherrschaft!
Ich hätte das ja gern im Thread geschrieben - wie erwähnt, sehe ich Deinen Post nicht - daher halt so
VG,
ABVJoGo
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Als Nachtrag, weil ich den echten Text des Posts nicht als Zitatbenachrichtigung bekommen hatte, sondern nur das, was in dem von mir Zitiertem bearbeitet wurde ... möglicherweise ist das auch der Grund für die technischen Schwierigkeiten.
Was die Konsequenz des Gesetzes ist, kommt dieser Analogie sehr nahe: "Bringe alle Menschen um, Gott sortiert die Verbrecher dann aus!"
Das Zitat verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht... finde es auch sehr unzutreffend.
Ich denke hier baut man einen Popanz auf und überzieht in der Argumentation ma(a)ßlos.
Zwischen den Zeilen äußerst du doch selbst zu kritisierende Zustände.
Ich antworte mal genauso derbe...
Wenn jemand besoffen mit dem Auto fährt und jemand totfährt, sollte man keine Kontrollen mehr machen, weil man nicht alle und jeden ständig kontrollieren kann?
Nimmt man in diesem Zusammenhang Leute fest, die nichts getrunken haben?
Im Klartext, das dazugehörige Gesetz verwerfen, weil die Freizügigkeit der Person selbst im Trunkenheitszustand über das Recht der Unversehrtheit anderer Person ginge?
Auf die Problematik übersetzt: Alle Inhalte mit Schlüsselwörtern auf der "schwarzen Liste" werden gelöscht. Zwar eleminiert das mit einer hohen - wenn auch nicht 100% - Wahrscheinlichkeit alle Hasstexte, aber die Mehrzahl der gelöschten Inhalte fallen NICHT darunter.
Das ist doch völlig unerheblich!
Die User können intervenieren und wenn solche Plattformen so grob reagieren, werden sie eben nicht mehr benutzt, was zu finanziellen Verlusten führen würde.
Also wird man Lösungen bereithalten, die adäquat sind.
Und genau DAS ist die Kritik daran, die nicht nur ich übe, sondern auch die Sachverständigen aus dem CCC oder von Netzpolitik.org ... UND auch die Datenschutzbeauftragte unseres Landes, die bei der Verabschiedung dieses Gesetzes mutwillig von Herrn Maas übergangen wurde.
Auch wieder solch einen Schmarrn...
Das Gesetz kam demokratisch und rechtsstaatlich zustande...
Es gab eine lange politische Diskussion, wo jeder(!) mitwirken konnte...
Und wie war noch einmal die rechtliche Stellung des Datenschutzbeauftragten? 😉
Ich hätte jedenfalls erhebliche Kritik, wenn er den Opferschutz über die ungehemmte Selbstdarstellung stellen möchte.
Zudem stimmen deine Äußerungen ja auch nicht... Es muss nicht präventiv gelöscht werden, sondern in eindeutigen Fällen der Strafbarkeit binnen 24 Stunden nach dem entsprechenden externen Hinweis.
Übrigens wurden 10 Sachverständige und zudem Organisationen und Konzerne zur Beratung hinzugezogen.
Es ist seltsam... es wird eine befürchtete Überregulierung (auch von dir) angeführt, die aber vom Gesetz selbst nicht zu verantworten wäre, weil das nicht dem Gesetzesauftrag entspräche.
Ich komme noch einmal zur Trunkenheitsfahrt... Werde ich gezwungen, besoffen mit dem Auto zu fahren?
Es ist mir ehrlich gesagt unbegreiflich, wie normal denkende Menschen das auch noch gut finden können.
Durch nachdenken!? 🙂
Ich kanns mir nur so erklären, dass man der (populistischen) Argumentation folgt "Hasskommentare müssen weg! Fake News müssen weg!". Dem stimme ich absolut zu.
Siehste!
Es gibt bei Facebook private Gruppen, die sich treffen und z.B. Diskussionen im Bereich "Holocaust-Leugnung" führen. DAS muss unterbunden werden.
Warum sollte das unterbunden werden...?
An welcher Stelle steht das im Gesetz?
Es gibt zigtausende Filme, Serien, wo unzählige und geradezu bis hin in die Perversion, mordlüstern Menschen umgebracht werden...
Ist es verboten über diese Filme zu schreiben, zu reden, sie sich anzuschauen?
Nein!
Wenn ich jedoch sagen würde, ich bringe dich um oder man sollte dich umbringen - es war gut dich umzubringen - , dann fängt das an nicht mehr der Meinungsfreiheit zu genügen.
Und die Holocaust-Leugnung ist ein besonderer Fall, sie ist übrigens aus gutem Grund, in sich schon strafbar. Daher ein schlecht gewählter Vergleich!
Einfach kann man sagen: Es ist alles das erlaubt, was nicht strafbar ist!
Worin siehst du denn darin ein Problem?
Nur das WIE ist hier die Frage. Bei Milliarden von neuen Inhalten jeden Tag bei Facebook, kann man das einfach mal nicht technisch herausfinden - das ist die Realität! Warum verschließt Du Dich dem?
Dazu schrieb ich schon: Du verwechselst hier die Reihenfolge.
Zudem... das geschieht öffentlich. Und in jeder Form der Öffentlichkeit bestünde auch die Möglichkeit Strafantrag zu stellen.
Es geht einzig und alleine darum, das Strafmonopol des Staates zu bekräftigen und es wirksam durchzusetzen.
Es bleibt weiterhin ein Antragsdelikt. Also wieder einmal viel Lärm um nichts...
Ich tus nicht gern jetzt, aber muss Deinen Vorwurf mir gegenüber "Ich kenne mich mit der Thematik nicht aus" leider zurückgeben. Mir scheint wirklich, Du hast die Grundlage der Diskussion über dieses Gesetz und den öffentlichen Vorwurf, es sei eine "Massive Einschränkung der Meinungsfreiheit" nicht verstanden und das auf leider ganzer Linie.
Ach weißt du... dass überlassen wir besser anderen Mitlesern... das zu werten. grins
Ich bin darin ganz gelassen.
Aber gut ... Meinungen sind frei.
In diesem Sinne
Schönen Gruß
Edit:
Ach zum Umstand, warum ich auf Deine Anmerkungen innerhalb des Zitats nicht vollständig eingegangen bin: Ich kann Deiner Argumentation nicht folgen, sie sind aus dem Zusammenhang gerissen und voll von Unterstellungen, die ich nicht nachvollziehen kann. Nimms nicht persönlich, aber ich hatte schon den Eindruck, dass Du anhand meines Posts irgendwas "konstruieren" möchtest, das überhaupt nicht meiner Ansicht und auch nicht dem Text entspricht.
Das wäre?
Ich bin dann gerne bereit, sollte das tatsächlich zutreffend sein, mich zu korrigieren.
Zudem merke ich, dass du dir wirklich die pauschale Netz-Kritik zu Eigen machst, dass es eine rechtliche "Meinungsfreiheit" über den Schutz einer gerechtfertigten Strafbarkeit und berechtigten Schutz der Opfer, hinaus, geben könnte und sollte.
Das wäre jedoch keine Rechtsstaatlichkeit mehr.
Auf sowas gehe ich generell nicht ein. Faktische Diskussionen begrüße ich, aber einen Subtext zu konstruieren und damit ein Argument aufzubauen ist nicht meine Art zu diskutieren ... k.A. ob Du das jetzt verstehst ^^
Eher nicht...
Ich gebe zu, dass ich bisweilen überfordert bin, jeden Menschen zu verstehen, obwohl ich das gerne würde... 😉
Ich habe die technischen Probleme dargelegt - wenn Du was nicht verstanden hast > bitte konkrete Fragen stellen.
Nein du hast gar nichts dargelegt, du stelltest lediglich eine Behauptung auf, die ich dir hier im Beitrag nochmals widerlegt habe.
Und dann fällt mir noch ein... Wenn der Mensch etwas erfindet, sollte er in der Lage sein es zu kontrollieren und zu beherrschen!
Ansonsten sollte man die Finger davon lassen, sonst schafft sich der Mensch wohlmöglich selbst ab. 🙄
Zudem denke ich, wenn du selbst mal Opfer einer solchen Straftat würdest, was ich dir weder gönne noch wünsche, dann würdest du dir auch wünschen, vom Staat (Gesetz) beschützt zu werden.
Die da so übertrefflich von der Freiheit predigen, die propagieren in Wirklichkeit nur den Gedanken der Anarchie.
Aber Anarchie ruft bekanntlich immer als erster nach Regeln, wenn man sich bedroht fühlt.
Und am Ende einer konsequenten Anarchie steht erfahrungsgemäß immer entweder die Vernichtung durch sich selbst oder die Herrschaft eines Diktators.
Ich habe faktisch die Ursachen der Diskussion über "Verstoß gegen Meinungsfreiheit" dargelegt, wenn was unklar ist > anhand dessen bitte nachfragen ... und nicht irgendwas "erfinden", das möglicherweise und vielleicht Ursache meiner Gedanken wäre ... das führt zu nix - U know ^^ Dafür kennt man eine Person hier zu wenig, als dass man auf diese Art und Weise diskutiert. Eigentlich alles, das Du geschrieben hattest, verfehlt sowohl den inhaltlichen Teil des Posts, als auch meiner Ansicht gegenüber des Themas ... daher meine "Fragezeichen" über meinem Kopf ^^