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Sterilisation bei kinderlosen Frauen um die 30

Letztlich möchte man einfach jemand vor unüberlegten Entscheidungen schützen.
Finde ich auch richtig so.

Aber wer entscheidet, was eine "unüberlegte" Entscheidung ist? Ab wann ist sie "überlegt"? Diese Fragen stelle ich mir ernsthaft.

Habe schon gehört, dass operierende Ärzte sagen "kommen Sie in 3/6 Monate wieder, wenn Sie dann noch immer so denken, dann können wir eine OP planen".
Zudem findet vorher immer ein Aufklärungsgespräch statt, indem der Arzt eruieren kann, wie lange sich Frau schon Gedanken dazu macht, wie gut sie sich informiert hat, wo sie gerade im Leben steht etc.

In Österreich ist es zB erst ab 25 Jahren erlaubt. Dies finde ich persönlich ein gutes Alter, ich fände es zu früh, es bei 18 jährigen ohne dringende mediznische Indikation zu machen. Das ist aber meine persönliche Meinung und keine Absolute.
 
Regretting motherhood...

Das Problem ist, daß - wenn man Kinder bekommt - bekommt man Kinder. Die kann man sich nicht aussuchen wie aus dem Quelle-Katalog und dann zurückgeben, wenn irgendwas nicht in Ordnung ist. Viele entwickeln sich gut sich sehr gut, manche entwickeln sich auch, aber einige sind gehirngestört.
 
Wie steht ihr dazu? Sollte es für Frauen leichter werden, sich sterilisieren lassen zu können?

Eine Frau ist mit 30 nicht alt, sondern steht noch ganz am Anfang ihres Lebens.

Als Arzt würde ich so einen Wunsch ablehnen. Alles im Leben kann sich ändern, vor allem natürlich die Lebensumstände. Wie zum Beispiel Liebe und Partnerschaft. Deshalb heißt ja eine wichtige Lebensweisheit: "Sag niemals nie."
 
Eine Frau ist mit 30 nicht alt, sondern steht noch ganz am Anfang ihres Lebens.

Als Arzt würde ich so einen Wunsch ablehnen. Alles im Leben kann sich ändern, vor allem natürlich die Lebensumstände. Wie zum Beispiel Liebe und Partnerschaft. Deshalb heißt ja eine wichtige Lebensweisheit: "Sag niemals nie."
Es geht doch den Arzt aber nichts an, wie ich mein Leben lebe. Oder soll eine Frau jede lebensverändernde Entscheidung erst bei anderen absegnen? Sind wir zu blöd um unsere eigenen Entscheidungen zu treffen und mit den Konsequenzen zu leben?
 
Es geht doch den Arzt aber nichts an, wie ich mein Leben lebe. Oder soll eine Frau jede lebensverändernde Entscheidung erst bei anderen absegnen? Sind wir zu blöd um unsere eigenen Entscheidungen zu treffen und mit den Konsequenzen zu leben?

Jeder verantwortungsvolle Mensch wird nur Dinge tun, die er selbst vertreten kann. Das handhabt ein guter Elektriker so, die Lehrerin, der Richter, der Arzt.

Oder machst du das in deinem Beruf anders?
 
Jeder verantwortungsvolle Mensch wird nur Dinge tun, die er selbst vertreten kann. Das handhabt ein guter Elektriker so, die Lehrerin, der Richter, der Arzt.

Oder machst du das in deinem Beruf anders?
Wat? Entscheidet der Elektriker dann, dass ich keinen Strom bekomme, weil was weiß ich – ihm mein TV Konsum gegen den Strich geht und er der Meinung ist, dass ich lieber n bissl mehr an die frische Luft gehen soll?

Wenn in meinem Beruf jemand sagt, dass er was möchte, das IHM ggf. schaden könnte, dann weise ich ihn auf die Gefahr hin. Wenn er es trotzdem will, bekommt er es, denn er ist der Kunde und zahlt dafür.
 
Das Thema habe ich auch bei einer Frauenärztin schon einmal durchgesprochen.
Einen objektiven Grund dafür gibt es nicht, die Sterilisation erst mit 35 Jahren durchführen zu lassen. Ebenso auch nicht unter 30 Jahren.
Die Ärzte gehen davon aus, dass eine Frau erst ab 35 Jahren relativ sicher ist, ihre Familienplanung abgeschlossen zu haben.


Ich habe das in meinem Bekanntenkreis mehrfach erlebt, dass der Kinderwunsch erst kam als die Frauen gegen 40 gingen.
Bei einer Bekannten, die sich im Ausland mit 32 Jahren hat sterilisieren lassen, war es so heftig, dass sie massive psychische Probleme bekam, weil sie mit 37 Jahren dann doch noch ein Kind wollte.
Bei ihr konnte es auch nicht rückgängig gemacht werden. Sie hat es mit zwei Eingriffen versucht, aber Pech...
 
Als Arzt würde ich in den genannten Fällen stets eine Sterilisation vornehmen, wenn ich juristisch gegen Folgegeheule abgesichert wäre.
Nicht alle Menschen sind als Eltern geeignet und wenn die Betroffenen das wissen - so what?
 
@TE: Rückblickend kann ich dich mehr als gut verstehen. Ich würde heute auch solch eine Entscheidung fällen.
 

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