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Sterilisation bei kinderlosen Frauen um die 30

Als Arzt würde ich in den genannten Fällen stets eine Sterilisation vornehmen, wenn ich juristisch gegen Folgegeheule abgesichert wäre.
Es gibt keine Fälle, die mir bekannt sind, in denen der Arzt juristische Folgen hatte.
Vor Folgegeheule ist er (juristisch) abgesichert, wenn er sich abgrenzen kann. Solange keine lebensbedrohliche Situation besteht, ist er nicht gezwungen, einen Patienten zu behandeln und kann ihn zu einem Kollegen weiterschicken oder auch einfach ablehnen.
 
Es gibt keine Fälle, die mir bekannt sind, in denen der Arzt juristische Folgen hatte.
Vor Folgegeheule ist er (juristisch) abgesichert, wenn er sich abgrenzen kann. Solange keine lebensbedrohliche Situation besteht, ist er nicht gezwungen, einen Patienten zu behandeln und kann ihn zu einem Kollegen weiterschicken oder auch einfach ablehnen.
Und das ist ja das Problem: Ein Arzt ist auch nicht gezwungen eine Sterilisation durchzuführen. Die Gründe, warum er dies ablehnt sind dabei auch völlig unerheblich. Da bleibt Frau eben nix anderes übrig, so lange zu suchen, bis sie einen Arzt findet, der den Eingriff durchführt. Daran wird sich wohl erst was ändern, wenn in der Gesellschaft gewollt kinderlose Frauen mehr akzeptiert werden und auch ihre Entscheidung, keine Kinder zu wollen, ernst genommen wird und ihnen nicht gesagt wird „das wird sich schon noch ändern... warte mal noch ein paar Jahre, dann siehst du das anders...“
 
Es gibt keine Fälle, die mir bekannt sind, in denen der Arzt juristische Folgen hatte.
Vor Folgegeheule ist er (juristisch) abgesichert, wenn er sich abgrenzen kann. Solange keine lebensbedrohliche Situation besteht, ist er nicht gezwungen, einen Patienten zu behandeln und kann ihn zu einem Kollegen weiterschicken oder auch einfach ablehnen.
Trotzdem ist das problematisch.

Stelle dir einmal vor, jeder würde nur noch das bekommen, was andere für richtig halten. Der Elektrohändler verkauft dir keinen Fernseher, weil du Kinder hast und er findet, dass Kinder kein Fernsehen gucken sollten. Die Uni lehnt deine Bewerbung ab, weil du mit deinen jungen 18 Jahren noch nicht reif genug für ein Studium sein kannst. Der Friseursalon bildet grundsätzlich keine Männer aus, weil man von dem Gehalt keine Familie ernähren kann. Der Betreiber der Achterbahn lässt dich nicht mitfahren, weil du dünn und blass bist und nicht aussiehst, als könntest du die Fahrt verkraften etc. pp.

Alles total absurd, aber bei Frauen und Sterilisationen vollkommen ok.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotzdem ist das problematisch.

Stelle dir einmal vor, jeder würde nur noch das bekommen, was andere für richtig halten. Der Elektrohändler verkauft dir keinen Fernseher, weil du Kinder hast und er findet, dass Kinder kein Fernsehen gucken sollten. Die Uni lehnt deine Bewerbung ab, weil du mit deinen jungen 18 Jahren noch nicht reif genug für ein Studium sein kannst. Der Friseursalon bildet grundsätzlich keine Männer aus, weil man von dem Gehalt keine Familie ernähren kann. Der Betreiber der Achterbahn lässt dich nicht mitfahren, weil du dünn und blass bist und nicht aussiehst, als könntest du die Fahr verkraften etc. pp.

Alles total absurd, aber bei Frauen und Sterilisationen vollkommen ok.

Auf den Punkt 👍👍👍👍👍
 
Gibt bei jeder Entscheidung ein dafür, ein dagegen.
Ist der Preis der Freiheit damit Leben zu müssen.
Sind die eigenen Erwartungen bereits fixiert, kann sich eine Enttäuschung einstellen.
Ist ein Teil des Lebens, der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung bleibt uns oft verborgen, daher ist es wichtig, daß wir uns die Auswirkungen von Erwartungen bewußt machen.
Die Tücke der Erwartungen macht deutlich wie wir uns fixieren und abhängig machen von den Erwartungen anderer, nicht offen bleiben für die Situation und damit authentisch, aktiv und handelnd das Leben gestalten.
Wer im Rahmen seiner sich entsprechend dem fortschreitenden Entscheidungsprozesses ständig verändernden Wirklichkeit versucht, sinnvoll und erfüllt zu leben, ist nicht nur zufriedener und glücklicher, sondern er verliert sich auch weniger in Erwartungen und erspart sich damit auch viele Enttäuschungen.
Weil Erwartungen jedoch zum Leben gehören, ist es hilfreich, wenn wir uns immer wieder bewußt werden, was Erwartungen mit uns selbst und mit denen machen, die unsere Erwartungen spüren.
 
Ich verstehe das Problem nicht so richtig - nicht jeder Arzt nimmt Abtreibungen vor. Nicht jeder Arzt nimmt Sterilisationen vor. Muss er auch nicht. Aber man findet doch immer einen, der es macht.
Muss man halt bissi rumgucken.
Jede Fra, die sterilisiert werden will, wird das auch, wenn sie die Tacken hinblättert.
 
Ich verstehe das Problem nicht so richtig - nicht jeder Arzt nimmt Abtreibungen vor. Nicht jeder Arzt nimmt Sterilisationen vor. Muss er auch nicht. Aber man findet doch immer einen, der es macht.
Muss man halt bissi rumgucken.
Jede Fra, die sterilisiert werden will, wird das auch, wenn sie die Tacken hinblättert.
Du hast anscheinend noch nie einen Arzt in DE gesucht, der eine Sterilisation durchführt (oder du hattest sehr sehr sehr viel Glück).
Was man da als Frau zu hören kriegt ist zum Teil unterste Schublade. Es geht dann nicht einfach nur um eine sachliche Ablehnung (was ja irgendwie ok ist), sondern um unsachliche, unmedizinische, moralisierende (und zum Teil frauenfeindliche) Aussagen seitens der Ärzte. Das geht definitiv nicht.
Eine sachliche Ablehnung, bzw eine persönliche, die einfach die eigenen Werte wiedergibt ohne zu urteilen ist da etwas anderes, als das, was zum Teil wirklich passiert.

Jede Fra, die sterilisiert werden will, wird das auch, wenn sie die Tacken hinblättert.
Nein, das stimmt definitiv nicht. Eine Sterilisation muss von der Frau in den allermeisten Fällen so oder so selbst übernommen werden. Trotzdem findet sich nicht "eben mal so" ein Arzt.
 
Hat jemand Erfahrung mit dem Thema "Sterilisation von kinderlosen Frauen um die 30" gemacht?
Wie steht ihr dazu? Sollte es für Frauen leichter werden, sich sterilisieren lassen zu können?

Eine gute Freundin von mir ist von dem Thema betroffen. Sie ist jetzt 31 und weiß schon ihr Leben lang, dass sie nie Kinder möchte. Sie ist auch in einer stabilen, langjährigen Beziehung und ihr Partner möchte ebenfalls keine Kinder und das schon sehr lange. Sie hat auch den Wunsch, sich sterilisieren zu lassen, findet aber keinen Arzt. Sie erzählt auch, dass sie sich doofe Kommentare anhören darf.

Ich denke, ganz allgemein betrachtet ist die Gefahr sehr groß, dass es einen gewissen Anteil an Frauen gibt, die das dann irgendwann sehr bereuen würden. Oder dann doch nicht damit klarkommen, wenn sie sterilisiert wurden. Anscheinend kann man eine Sterilisation teilweise rückgängig machen (?), es ist aber nicht erfolgsversprechend und nicht sicher, dass es klappt. Und der Eingriff ist aufwendig und teuer. Deswegen denke ich, dass viele Ärzte an diese Aspekte denken und auch irgendwo Angst haben, dass sie Probleme bekommen, wenn eine sterilisierte Frau dann doch merkt, es war eine falsche Entscheidung für sie und sie bereut das.

Ich selbst kenne auch Leute, die nie Kinder wollten, das kategorisch für sich abgelehnt haben und dann mittlerweile glückliche Eltern sind, weil sie einen entsprechenden Partner gefunden haben, mit dem sie sich das dann doch vorstellen konnten, bzw. der Wunsch in dieser Beziehung geweckt wurde. Die haben davor ganz klar gesagt: Niemals Kinder.

Und wer kennt das nicht: Man ist manchmal in einer Phase, in der kann man sich vieles nicht vorstellen oder denkt anders. Dann entwickelt man sich weiter. Oder man ist sehr unglücklich mit seinem Leben. Oder hat gerade viele andere Dinge im Kopf und Themen, die einen beschäftigen. Das darf man nicht vergessen.

Ich finde aber, jede Frau sollte das Recht haben, frei über sich zu entscheiden, was Sterilisation angeht. Egal in welchem Alter. Und dann sollte sie aber auch die Konsequenzen tragen, falls sie die Sache Jahre später bereut. Oder direkt nach dem Eingriff. Ich würde dies aber nur damit einhergehen lassen, wenn die Frau nachweisen kann, dass sie sich z. B. mit einem Psychologen darüber unterhalten hat, damit klar ist, sie ist sich wirklich der Tragweite bewusst und hat sich damit außeinandergesetzt. Damit man möglichst weitgehend ausschließen kann, es ist eine Kurzschlussreaktion oder der aktuellen Lebensphase oder gewissen Belastungen geschuldet und würde unter anderen Bedingungen ganz anders aussehen.

Urteilen, ob es richtig oder falsch ist, würde ich nie. Das kommt auf die individuelle Situation der Frau an und überhaupt auf sie persönlich und ist ihre freie Entscheidung über ihren Körper. Genauso wie die Frage, ob sie Kinder will oder nicht. Das ist eine persönliche Angelegenheit, die man wertungsfrei sehen sollte. Ich finde es absolut in Ordnung, nicht sein Glück in Kinderkriegen zu sehen. Oder dass man sich absolut nicht als Mutter sieht.
 
Der intelligenteste Ratschlag hierzu 🙂 :

Man sollte das NEIN zur Fruchtbarkeit so lange hinaus zögern, bis man in eine Beziehung gelangt, in der das JA möglich wäre - aber man es dennoch nicht tut, weil man sich damals zum NEIN entschieden hat!
 

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