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sterben

  • Starter*in Starter*in Gast
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Hallo Lisa,

vielen lieben, lieben Dank für deine Antwort. Da habe ich mich sehr gefreut.

Wie du schreibe ich gerne und auch sehr leicht. Darum schreibe ich meistens sehr viel. Du musst nicht alles beantworten. Aber sehr lieb, dass du es versuchst.

Ich wollte nur sagen, das mit der Homepage ist eine wunderschöne Idee. Das geht ganz leicht, wenn man weiß wie. Hier können dir viele Leute helfen. Du musst es nur sagen, dann bekommst du sicher ganz viele Tipps.

Weißt du, ich finde die Idee mit der Homepage wunderschön. All die Kinder, die selbst auch Krebs haben, können dann auf deine Seite kommen und erfahren so, wie es dir geht und dass sie nicht allein sind mit ihren Ängsten, den Sorgen und dem Gefühl der Hilflosigkeit.

Auch können Eltern auf die Seite gehen und erfahren, was ein Kind, das Krebs hat, denkt und was es sich wünscht und dann fällt es ihnen vielleicht leichter, ihren Kindern ein Stück Kraft zu geben.

Vor allem aber ist es etwas, das deiner Familie gut tun wird. Wenn deine Eltern merken, dass du Pläne hast, an einem Projekt arbeitest, wenn du beschäftigt bist, dann gibt ihnen das Hoffnung. Und natürlich ist es eine schöne Weise, dass du deinen Eltern dabei hilfst zu verstehen, was gerade in dir vorgeht.



Weißt du, damals als ich so schwer krank war und lange im Krankenhaus war, da hatte ich ähnliche Gedanken wie du. Ich dachte, ich werde nie wieder gesund. Eigentlich hatte ich sogar Angst davor, wieder gesund zu werden. Ich fühlte mich so schwach und dachte, ich kann nie wieder zurück in mein Leben und all die Aufgaben erfüllen. Weil ich so schwach war, erschien mir das normale Leben unendlich schwer.

Wenn man krank ist, bekommt man komische Gedanken. Weil man so schwach ist. Auch weil man Angst hat, denn man weiß ja eigentlich gar nicht, was noch alles mit einem passiert. Und man versteht irgendwie auch nicht, was einen so schwach macht.

Du bist nun auch schon so lange krank. Ich denke, es ist nicht verwunderlich, dass du glaubst, dass du sterben wirst und dass du dich sehr schwach fühlst. Aber das muss nicht stimmen. Das kann auch einfach nur ein Gefühl sein.

Ich wurde auch wieder gesund und habe viele Kämpfe hinter mich gebracht. Heute bin ich wieder sehr schwer krank und ich bin sehr oft müde und erschöpft. Aber wenn ich keine Kraft habe, dann mache ich eine Pause und nutze die Zeit, um mir etwas Gutes zu tun. Ich kuschle mit den Katzen, leg mich ins Bett und schaue einen schönen Film oder höre ein Hörbuch. Und dann geht es mir bald wieder besser.

Kannst du denn schöne Dinge für dich tun? Trotz Krankenhaus?

So, nun muss ich mit meiner Arbeit weiter machen.


Ich schicke dir ganz liebe Grüße und einen Lilalaunebär, der heute alle dunklen Gedanken einfach wegpustet.


Tuesday
 

Hallo Tuesday,

schau mal hier: sterben. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo liebe Lisa ,

alle Beiträge habe ich mir sorgfältig durch gelesen , weil sterben ( der Tod ) nach wie vor ein senibles Thema ist , erst recht , wenn es um Menschen geht , die noch nicht erwachsen sind.

Du hast hier ganz wunderbare mitfühlende Antworten bekommen ; auch dafür ein * DANKE *

Seit vielen Jahren stehe ich in Spenderdatei , konnte aber noch keinen Menschen helfen.

Kann Dir eventuell so geholfen werden , oder ist dieses bereits ausgeschlossen ?

Lisa , ja - Du bist tapfer stark zeigst Größe ; meine Hochachtung.

Deine ganz individuellen Erfahrungen hast Du allein gemacht und machst Dir Tausende Gedanken, was mehr als verständlich ist.

Herzlichst wünsche ich Dir , dass Du Deinen Mut erhälst , Kraft hast gegen Deine Krankheit zu kämpfen - und gesund wirst.

Sei lieb gegrüßt , Lisa 🙂
 
Also ich denke das meine Mutter nicht damit zurecht kommen würde wenn ich jetzt Sterbe. Ich weiß nicht ich glaiube sie würde in ein Loch fallen und da nie wieder rauskommen, und vielleicht würde sie dann untergehen.Mein Vater, er wäre wohl auch zu tiefst traurig, und mein Bruder weiß nicht, ich glaube er würde sich zurück ziehen von allem und jedem.
und ich habe angst das sie nie wieder Glüclich werden.
Was ist wenn meine Mama wieder Depressionen bekommt und sich was antut?
Dann haben mein Vater und Bruder nicht nur mich verloren sondern auch meine Ma.

Hallo Lisa,

es tut mir leid, dass das Gespräch mit deinen Eltern nicht so gut gelaufen ist... aber du musst dich nicht auch noch mit Schuldgefühlen belasten. Du kannst nichts dafür, dass du krank bist - im Gegenteil, im Moment bist du glaube ich einer der tapfersten Menschen auf dieser Welt! Und du selbst leidest am Meisten darunter, nicht deine Familie.

Vielleicht hilft es dir, diese Gedanken bzw. Sorgen um deine Familie ja niederzuschreiben - und deinen Wunsch, dass sie Ihr Leben weiterleben und versuchen, wieder glücklich zu werden, falls du es nicht schaffst... so daß sie diese später irgendwo nachlesen können. Ist so ein Gedanke, den ich gerade hatte... vielleicht belastet dich das dann seelisch nicht mehr so stark, wenn du das Gefühl hast, es nicht zu schaffen bzw. zu sterben.

Hast du außer deiner Familie eigentlich noch andere Vertrauenspersonen, mit denen du gut sprechen kannst - vielleicht auch über diese Sorgen?

Ich schicke dir die besten Genesungswünsche & alles Gute. Es kommen wieder bessere Zeiten auf dich zu.
Phoenix

P.S.: Ich bin 33 Jahre alt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe Lisa,

auch mich berührt deine Offenheit, Sensibilität und dein bisheriger Kampf gegen die Krankheit sehr. Und ich finde es sehr schade, dass deine Eltern jetzt nicht stärker sein und dich mehr auffangen können. Du verdienst ja auch Trost und seelische Hilfe - wer, wenn nicht du in deiner Situation?

Du hast geschrieben, dass du dir Ruhe und Frieden wünschst - unter anderem. Ich hab eine Idee, die dir vielleicht ein Stückweit dazu verhelfen könnte. Ich nehme an, dass du schon mal was von Meditationen gehört hast. Es könnte gehen, wenn du manchmal für Stunden oder Tage keine oder nur wenig Beschwerden hast. Ich hab keine Ahnung, wie das ist - bist du manchmal beschwerdefrei oder ist das im Moment nur ein frommer Wunsch? Vielleicht wäre das etwas, das dir wenigstens für einige Zeit inneren Frieden geben könnte. Es gibt viele verschiedene Arten von Meditationen. Es geht ja immer darum, die äußere Welt und auch alle oder fast alle Gedanken auszuschalten. Man legt sich hin und entspannt sich und konzentriert sich dann auf ein Wort wie "Frieden", oder auf den eigenen Atem, auf eine Kerzenflamme oder ein schönes Symbol ... Es geht also immer darum, die "normalen" Gedanken loszulassen, also möglichst nicht zu denken oder sich auf etwas Einzelnes, Positives zu konzentrieren. Denn die Gedanken trennen jeden Menschen von seiner eigenen inneren Ruhe, die eigentlich immer da ist. Wohl niemand schafft es auf Anhieb, nichts zu denken. Ich hab selber ziemliche Probleme damit ;-). Aber einmal hatte ich ein sehr, sehr schönes Erlebnis - es wurde mir eigentlich geschenkt, müsste ich sagen. Ich tat alles, um die äußere Welt für ne Weile "rauszuschmeißen" - die Türen hinter mir verriegeln, Schlafbrille überstreifen, Kopfhörer anlegen und dann eine CD mit Meditationsmusik einlegen. Mit dem Rhythmus meines Atems dachte ich: "Ein --- aus --- ein --- aus---" Ganz sanft. Es gelang diesmal fast mühelos, in einen Zustand zu gelangen, in dem ich halb wach war und halb schlief. Ich war mir immer bewusst, wo ich war. Aber alles war anders. Ich fühlte mich frei und entspannt und fast ganz unbeschwert. Ab und zu sah ich ein Traumbild. Und ich hatte für längere Zeit das starke Gefühl: Es ist gut, so, wie es ist. Es ist alles gut.
Und das war für mich etwas sehr Außergewöhnliches.

Ich weiß nicht, ob das was für dich wäre. Es ist nur ein Vorschlag. Ich denke nur, wir alle wissen nicht, was morgen ist. Du bist natürlich in einer ganz anderen Situation als ich, ich weiß. Das, was war, kann man nicht ändern, höchstens noch einigermaßen wieder gut machen. Wir wissen letztendlich auch nicht, wie die Dinge sich entwickeln werden, auch wenn wir viel tun, um unsere Ziele zu erreichen (und auch das ist nötig). Ich denke nur, dass wir zumindest an manchen Tagen die Möglichkeit haben, jetzt, hier, uns von dieser Quelle in uns selbst Frieden schenken zu lassen - egal, wie die Welt draußen und unser Alltagsleben aussehen.

Manchen Leuten fällt sowas leicht, andere haben Schwierigkeiten damit und haben andere Methoden, ruhig zu werden. Jeder nach seiner Art ...

Ich wünsch dir alles, alles Gute und Liebe.
Kaela
 
Hallo Lisa!

Wenn ich Deine aus diesem Thread nun richtig verstehe/interpretiere/zusammenfasse, sind das, was da in der Luft liegt, zwei Dinge, die Du von Dir aus eigentlich anders machen würdest, als sie gehandhabt werden:

Der Umgang mit dem Thema Sterben/Tod, und die Behandlung (Chemo etc.) Deiner Krankheit. Da sind Deine Eltern jeweils anderer Ansicht wie Du. Zwei Gräben. Und Du bist hin- und hergerissen, zwischen "Möglichkeit 1" und "Möglichkeit 2". Aber es gibt immer einen dritten Weg (selbst eine Münze hat DREI "Seiten"... wenn du sie auf den Boden wirfst, fällt Zahl oder Wappen, oder -mit zwar sehr sehr geringer Wahrscheinlichkeit, aber eben möglich- sie bleibt hochkant stehen!) :

Weiß nicht, ob Du, aufgrund der vielen Beiträge hier,

meine Ausführung an Dich (# 27) von gestern, 02:34 Uhr,

zur Kenntnis nehmen konntest (da ich [auch] nur Gast bin, rutscht bei hoher Frequentierung Geschriebenes rasch aus dem Blickfeld):

Das Thema Natur(heilkunde) für Dich gegenüber Deiner Familie einzubringen könnte sowohl eine Brücke über den Graben bauen, wie auch eine Perspektive auf eine Wende bieten.

Im Rahmen dieses Threads fragtest Du nach dem Alter der hier Anwesenden - meins ist 49.

...und denk' an Deine Schlittschuhe - sie warten auf Dich.
 
Liebe Lisa,
ich habe alles gelesen und bin erschüttert!Wie brutal kann das Leben sein...
Ich habe mit vier Jahren meine Mutter,innerhalb eines Jahres an Leukämie
verloren.Damals gab es noch keine Rückenmark -Transplantionen.Ich blieb
mit einem Trauma (bis heute) zurück.Ich glaube ich weiss,wie es Dir
geht.
Die Idee vom Tagebuch,sowie von der Homepage finde ich gut.Auch die
Entspannungsübungen mögen helfen.

Nur finde ich,dass Du nicht so intensiv an den Tod denken solltest:noch lebst Du!
Und richtig,wenn nichts mehr helfen würde,würde auch nichts mehr gemacht
werden (zB.Chemotherapie).

Auch ich bin sehr krank,stehe kurz vor der Dialyse,aber ich bemühe mich,
stark zu sein und lasse alles kommen wie es muss.

Du bist mit 12 Jahren fast zu erwachsen.Ich bewundere Deine Kraft zu schreiben!
Trotzdem denke ich,dass Du nicht immer so stark sein solltest,fast über Deine
Kraft.Wenn Dir zum Weinen ist,tue es,das erleichtert ungemein.

Deinen Eltern geht es nicht gut;aber ist das nicht eigentlich normal?Ein Kind
so krank zu wissen,Angst zu haben es könnte sterben,-ist das nicht ein Grund zum
Weinen?

Du musst sehr viel verkraften,und das ist alles nicht einfach.Aber Du lebst noch!
Solange Du lebst ist Hoffnung da,vergiss das nie!

Ich bin 65 Jahre alt (um Deine Frage nach dem Alter zu beantworten.)

Ich wünsche Dir Kraft,Liebe und Licht

Vindobona
 
Hallo,

dein Text hat mich ganz schön berührt. Du bist ganz mutig und tapfer und das in deinem Alter. Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Zuversicht und auch Gesundheit.

Du bist ein ganz tapferes und mutiges Mädchen oder Junge.

Da komm ich mir ja richtig dumm vor.

Die liebsten und besten Grüße von
Birgit
 
Langsam besteht ja doch Anlass zur Sorge, bezüglich dessen, was mit uns'rer Lisa ist... 🙁

Lisa, melde Dich, sobald Du kannst.
 
Hallo,

ich wollte nur ein kleines hallo von mir geben.
Mir geht es nicht besonders gut.

Gruß eure Lisa
 

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