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sterben

  • Starter*in Starter*in Gast
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Findest du wirklich das ich kraft in mir habe? Das ist Stark bin?
*rotwerd*

Ja, das finde ich und alle Anderen hier im Forum/Thread. Die Krankheit bestimmt dein Leben und dennoch findest du "Zeit" um dich um deine Familie zu sorgen. Es gibt keine Worte, die erklären können, was ich gerade fühle. Doch es erfüllt mich mit Wärme. Nein, ich kann es wirklich nicht beschreiben.

Dadurch, dass du uns an deinem Seelenleben teilhaben lässt, stärkst du mich. Du kleine Maus gibst mir Kraft eine schwere Zeit durchzustehen. Auch, wenn ich beide Seiten kenne.... stumpft man mit der Zeit einfach ab. Jetzt sehe ich wieder ein bisschen klarer, das Herz ist ein bisschen offener.

Danke dafür!
 

Hallo Häsin,

schau mal hier: sterben. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Liebe Lisa,

der Sohn meiner Freundin ist im Juli gestorben. Er wurde 21 Jahre. Man sagt, das ist das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, wenn man sein Kind beerdigen muss. Es geht ihr wirklich gar nicht gut. Es fällt ihr ganz schwer weiter zu leben. Sie vermisst ihn sehr und manchmal merke ich, dass sie am liebsten bei ihm wäre.

Es wird schlimm für deine Eltern sein. Es wird das Schwerste sein, was sie je in ihrem Leben schaffen müssen und es wird unendlich weh tun.

Aber weißt du was, sie können es schaffen und sie werden nicht aufgeben. Und mit jedem Tag werden sie ein Stückchen weiter zurück ins Leben gehen, auch wenn manchmal alles zu viel wird und es nur schrecklich weh tut.

Aber sie können weiter leben, für dich leben. Meine Freundin kann das auch.

Hast du mal daran gedacht, ein Tagebuch für deine Eltern zu schreiben? Du kannst all deine Sorgen und Ängste dort lassen und von den Schmerzen erzählen, die du hast. Aber ich denke, trotz deiner schweren Krankheit gibt es auch schöne Dinge in deinem Leben und es gab eine Zeit, in der du gesund warst und in der du schöne Dinge erlebt hast. Darüber kannst du schreiben und wenn du sterben solltest, deine Eltern das Buch lesen, dann kannst du immer noch bei ihnen sein und sie jeden Tag ein wenig daran erinnern, dass es sich trotzdem zu leben lohnt und dass sie für dich leben sollen, dass sie für dich die schönen Dinge genießen sollen.

Du kannst ihnen eine Liste machen für jeden Tag. Schick sie zu deinem Lieblingsitaliner und lass sie dein Lieblingseis essen. Oder lass sie dir deine Lieblingsgeschichte vorlesen. Ganz sicher wirst du bei ihnen sein. Ein Teil von dir wird immer in ihrem Herzen leben. Im Sommer können sie für dich ins Schwimmbad fahren. Denk an all die wunderschönen Dinge, die du gerne tust, du kannst sie vor deinen Augen sehen und vielleicht entdeckst du dann kleine lustige Geschichten, die du ins Buch schreiben kannst.

So wird deine Freude und deine Liebe in diesem Buch immer bei ihnen sein.

Auch wenn du nicht mehr bei ihnen sein wirst, deine Liebe wird sie nie verlassen. Diese Liebe kannst du in all die Geschichten packen und wann immer sich deine Eltern einsam fühlen und wenn der Schmerz so riesig wird, dass man davon fast wahnsinnig wird, dann können sie auf diesem Weg ein wenig bei dir sein.

Du musst an all das Gute denken und an die vielen schönen Zeiten, die du gehabt hast. Denke ganz intensiv daran und dann gibst du ihnen das mit auf den Weg.

Aber jetzt hast du sie ja noch bei dir und jetzt könnt ihr noch darüber reden, wie viel Angst du hast und all die Sorgen und dass du so müde bist. Ich kenne das, wie es ist, so erschöpft zu sein, dass der Körper schon weh tut. Und wenn jede Bewegung ganz viel Kraft kostet. Das hilft, wenn man darüber redet und sich mal in den Arm nehmen lässt.

Eins möchte ich dir noch sagen. Deine Eltern werden ganz viel weinen, wenn sie dich verlieren. Denk mal daran, dass du heute noch bei ihnen bist und sie in den Arm nehmen kannst, dass du sie trösten kannst. Und darum musst du keine Angst davor haben, wenn ihr miteinander traurig seid. Was sie jetzt weinen, das müssen sie nicht allein weinen. Und allein weinen, das ist doch sehr traurig.

Du bist eine sehr starke junge Dame und mich würde es gar nicht überraschen, wenn du einfach gar nicht gehen willst und entscheidest zu bleiben. Auch das kann man, weißt du. Du kannst nämlich genau jetzt leben, dich freuen und alles genießen, was sich nur irgendwie genießen lässt. Aber wenn es manchmal ganz schwer ist und man eigentlich keine Kraft hat.

Mir geht es oft so, dass ich ganz müde im Bett liege und sehr erschöpft bin, aber dann stell ich mir einfach vor, was ich alles Schönes machen könnte, wenn ich jetzt die Kraft dazu hätte. Man kann auch in seiner Fantasie auf eine schöne Reise gehen. Das mache ich dann, bis es mir irgendwann wieder besser geht.

Eine andere Freundin von mir, die ist auch sehr krank. Die muss auch bald eine Chemotherapie machen. Sie hat auch Angst davor. Und ich habe Angst um sie, weil ich sie sehr lieb hab. Es tut immer gut, wenn wir darüber reden und wenn sie mir erzählen kann, wovor sie Angst hat. Ich denke, das hilft ihr sehr, weil ich sie dann einfach in den Arm nehmen kann. Da muss man gar nicht viel reden. Und es tut immer gut, wenn man in den Arm genommen wird. Einmal hat sie zu mir gesagt, dass sie sich dann eben gesund kotzt. Aber krank will sie nicht bleiben. Das will sie machen. Immer wenn es ihr ganz schlecht geht, wenn sie kotzen muss und Schmerzen hat, dann denkt sie ganz fest daran, dass kleine fleißige Kobolde in ihrem Blut die bösen Viren einfach platt hauen. Und die muss sie dann alle auskotzen und dann sind sie weg.

Vielleicht fällt dir ja auch eine Geschichte ein zu der Chemotherapie und die kannst du dann aufschreiben. Vielleicht magst du sie hier erzählen und wir können dir alle mit unseren Gedanken helfen, damit die Geschichte richtig stark wird.


Ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören. Ich denke, das ist hier ein guter Ort, wo du ein wenig von deinen Sorgen lassen kannst. Wir passen auch gut darauf auf, dass sie nicht verloren gehen 😉.


Liebe Grüße,
Tuesday
 
Hallo Lisa,
ich schließe mich selbstverständlich der anderen an und finde es einfach klasse wie du als 12 Jährige diese Phase durchlebst. Es ist einfach schrecklich, so einem jungen Menschen iso ein schicksal zu erleben. Das du an deine Familie denkst ist gut, aber vielleicht wäre es gut für dich und sie damit besser umzugehen. Spreche vielleicht mit dem Arzt oder einer Beratung darüber wie du darüber denkst. Sie können dir bestimmt Möglichkeiten zeigen die du machen kannst. Der Mensch wird natürlich Leiden und weinen und vieles snicht akzeptieren können, aber versuche einfach den Moment so zu gestalten das alle Familienmitglieder wissen wie sehr du sie hast und gebe ihnen die mglkeit dir anzuvertrauen und du ihnen über ihre Gefühle.
Der Moment des Ende ist traurig, aber ich wünsche dir alles Gute und möge dich Gott in Händen tragen. Mir fehlen gerade die Worte....
Ich hoffe mein Beitrag hat dir ein wenig geholfen...

Du wirst in den Herzen deiner Familie immer erhalten bleiben ♥
 
Hallo oder eher guten Abend / Nacht,

ja eigentlich sollte ich schlafen, aber ich kann nicht, so viele Gedanken gehen mir duch den Kopf, so viel was mich beschäftigt und naja das Morphium lässt mich auch nicht schlafen.

Ich muss sagen ich bin erstaunt wie viele Menschen mir schreiben, viele mir Mut zu sprechen und sagen das ich Kraft habe und das ich stark bin.
Danke das ihr mir so viel Mut und neue Energie schenkt.

Ja erstmal muss ich sagen, es freut und berührt mich selbst sehr das ich so viele Menschen ansprechen kann, das ich so viel bei euch bewirke, das hätte ich nie gedacht, vorallem begreife ich nicht genau warum das so ist.
Ich meine , eigentlich mache ich ja nichts, außer aus tiefstem Herzen zu reden und schreiben. Das ist das was ich denke und fühle.
Meine Familie ist für mich das wichtigste, ohne meine Familie kann und würde ich nicht leben, sie geben mir so viel, und ich weiß nicht wie ich das zurück geben kann.Wenn ich dann sehe das sie traurig sindn und das wegen mir, nun das macht mir sehr traurig.

heute abend hat mich mein Bruder angerufen, er ist derzeit erkätet und darf mich deswege nicht besuchen kommen, er hat mir von der Schule erzählt und mir gesagt das die Schule ein Musikstück probt, und sie auf mich warten das ich endlich wieder komme, denn meine Stimme fehlt so sagt mein Bruder.
Da musste ich schon weinen,und mein Bruder kam sich so Hilflos vor das er mich angefleht hat nicht mehr zu weinen.Mein Bruder ist 16 muss ich dazu sagen.
naja dann hat er mir meine Hausaufgaben durchgegeben und gesagt das ich froh sein soll das ich den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen darf.
Er hat mich versucht aufzumuntern, aber irgendwie hat das heute nicht Funktioniert.
Ich habe ihn dann etwas abgewürgt, und gesagt das ich mit Mama reden möcht.
hab ihr dann gesagt das ich möchte das sie und Papa morgen zu mir kommen, da ich mit ihnen gern reden würde und mich freuen würde wenn wir mal wieder UNO zu dritt spielen.
Nun kommen sie morgen um 17.30 bisdahin muss ich mir dann überlegt haben wie und was ich ihnen sage, oder ob ich auch da einfach nur aus meinem herzen herraus reden?
Ich weiß nicht, ich habe Angst das es sie zu sehr verletzt, was ist wenn meine Mama damit nicht zurecht kommt das ich denke das ich nicht mehr lange da bin. Entschuldigt aber ich sage nicht gern das ich sterbe.Ich versuche es zu umschreiben, vielleicht sollte ich das ändern.

Wo ich mir auch gedanken zu mache ist was Tuesday angesprochen hat, das Tagebuch für meine Eltern, da fällt mir das Buch ein PS. ich liebe dich, ja das ist eine sehr schöne Art sich langsam von jemandem zu verabschieden, und sie trotzdem obwohl man nicht mehr da ist weiter leiten kann und noch ein Stück begleiten kann.
Vielleicht sollte ich das tun.
Danke.
Das ist eine sehr schöne idee von dir, ganz ganz lieben dank.

Nun zu der Geschichte ja auch das finde ich gut, auch da werde ich mir was einnfallen lassen.
Ja in der Tat gibt es sehr viele schöne Erinnerungen in meine Vergangenheit / Kindheit.
Naja ich weiß ich bin jetzt auch noch ein halbes Kind so sagt mein Vater immer, aber doch fühle ich mich schon Erwachsen naja sagen wir Jugendlich.
Das deine Freundin ihren Sohn verloren hat tut mir sehr leid.

So nun muss ich aber wirklich schlafen denn morgen habe ich wieder Chemo..
*snief*

Gute Nacht an alle

Liebe Grüße Lisa
 
Hallo Lisa,

wer sagt denn, daß du sterben wirst?
Du kannst doch deine Krankheit besiegen. Gerade Leukämie ist heilbar.
Ich finde es gut, daß du deiner Mutter die ganzen Antworten zeigen willst.
Sie weiß dann was in dir vorgeht.
Schreib uns doch mal, was die Ärzte zu deiner Krankheit sagen, ob sie acuh Hoffnung sehen sie in den Griff zu bekommen.
Ich bewundere dich. Du bist so jung und machst dir solche Sorgen um deine Familie.
Aber denk doch auch daran, daß du wieder gesund werden kannst und was du noch alles mit deienr Familie erleben kannst.
Ich wünsche dir alles Gute

susanne
 
@ Lisa,

Du merkst, wir alle wollen Dich nicht schon jetzt an den Himmel abgeben!

Was hier noch gar nicht zur Sprache kam, ist das Thema Natur. Ich selbst lasse mich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, seit vielen Jahren nur von Naturheilkundlern/Heilpraktikern behandeln, mit guten Erfahrungen. Da sollte noch angesetzt werden, bevor gesagt wird, man könne (außer Deinen ohnehin geschwächten Körper nur mit Chemie zu behandeln) sonst nicht viel tun! Vielleicht magst Du im Internet mal recherchieren, welcher Heilkundler/Naturheilpraktiker für Dich geeignet sein könnte. (Bei Bedarf hab' ich noch ein paar Tips dazu.) Es darf nicht sein, daß diese Möglichkeit/Chance ausgelassen wird! Dieser andere (Behandlungs-)Ansatz ist weder gefährlich noch schädlich. Er kann unterstützend erfolgen. Und alles was eine solche (Zusatz-)Behandlung darüber hinaus bewirken könnte, wäre eine Perspektive auf eine Wende.

Herzlichen Gruß!
 
Hallo Lisa,

du hast immer noch nicht darauf geantwortet warum du so überzeugt bist, sterben zu müssen.Wer hat davon geredet? Woher weißt du so genau, daß du nicht wieder gesund bist?


LG Susanne
 
Ich meine , eigentlich mache ich ja nichts, außer aus tiefstem Herzen zu reden und schreiben. Das ist das was ich denke und fühle.

Weißt du, Lisa, die meisten, die dir hier schreiben, sind ein wenig älter als du. Und wir alle mussten erleben, wie verlogen die Menschen zum Teil sind. Gar nicht mal aus Bosheit, sondern weil sie oft vor der Wahrheit Angst haben.

Es ist die Angst, die in dieser Welt so vieles kaputt macht oder/und zur Qual werden lässt.

Und wenn dann ein Mensch daher kommt, der so furchtlos von seinen Gefühlen spricht, dann tut das einfach gut.



Meine Familie ist für mich das wichtigste, ohne meine Familie kann und würde ich nicht leben, sie geben mir so viel, und ich weiß nicht wie ich das zurück geben kann.Wenn ich dann sehe das sie traurig sindn und das wegen mir, nun das macht mir sehr traurig.

Das kann ich gut nachempfinden. Ich war mal eine Weile sehr krank, hatte eine Lungenembolie und weil die nicht gleich erkannt wurde eine Lungenentzündung. Und ich musste nun ausgerechnet am Heilig Abend in die Klinik.

Ich habe die ganze Zeit geheult, auch wenn die Lunge dadurch sehr weh tat. Ich konnte gar nicht aufhören. Ich dachte immer nur, nun habe ich meiner Familie das Weihnachtsfest verdorben. Und ich würde doch viel lieber mit ihnen unter dem Weihnachtsbaum sitzen. Das war schrecklich für mich. Ich wollte niemanden traurig machen und sie sollten auch keine Sorgen um mich haben. Dabei war ich aber froh, dass ich im Krankenhaus war, denn eigentlich ging es mir sehr schlecht. Ich war erschöpft und es tat gut, einfach liegen zu können. Und ich hatte über Wochen so schlimme Schmerzen gehabt und es war so eine Wohltat, dass ich Schmerzmittel bekam und ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder richtig atmen konnte.

Aber wirklich wichtig ist eigentlich, dass es den Anderen gut geht. Nicht wahr?

Aber dann sagte mir jemand aus meiner Familie: "Denkst du wirklich, ich möchte zuhause unter dem Weihnachtsbaum sitzen und sehen, wie es dir schlecht geht, du nicht atmen kannst vor Schmerzen?"

Das Schönste, was wir für die Menschen, die wir lieben, tun können, das ist, dafür zu sorgen, dass es uns gut geht.

Darum wäre es so schön, wenn du das Tagebuch schreiben würdest und wenn du dir eine Geschichte ausdenken würdest, wie viele kleine Helfer in deinem Körper gegen die bösen Krebszellen kämpfen. Denn wenn du ein Projekt hast, wenn du Pläne hast, wenn du ein Ziel hast, dann wissen deine Eltern, dass du lebst und dass du nicht aufgibst. Dann macht es auch nichts, wenn du mal traurig und verzweifelt bist, denn dann wissen deine Eltern, dass da aber etwas ist, das dich hält und dann können sie dich daran erinnern, dass du schöne Dinge tust und dass nicht nur alles traurig und schrecklich ist.

Du schreibst sicher gerne, oder? Du schreibst nämlich sehr schön. Hast du mal daran gedacht, dass du dein eigenes Buch haben magst und dass du das deinen Eltern dieses Jahr an Weihnachten schenken könntest? Was meinst du? Hättest du nicht Lust dazu? Ich kann dir zeigen, wie das geht. Ist nur so eine Idee von mir. Ich habe ganz lange im Verlag gearbeitet, weißt du, und ich kann erkennen, dass du Talent hast. Und wenn du wirklich nicht mehr viel Zeit hast, dann solltest du da jetzt was draus machen.



Da musste ich schon weinen,und mein Bruder kam sich so Hilflos vor das er mich angefleht hat nicht mehr zu weinen.Mein Bruder ist 16 muss ich dazu sagen.

Wenn er erst 16 ist, dann ist das sicher das erste Mal, dass er so unendlich traurig ist und dass er solche Angst um einen Menschen hat. Und wahrscheinlich war er auch noch nie in einer Lage, wo er dich so trösten musste. Da ist es gar nicht erstaunlich, dass er sich so hilflos fühlt.

Was hätte dir denn in diesem Moment gut getan? Denk einfach mal darüber nach und dann sagst du das deinem Bruder. Dann ist er in Zukunft nicht mehr hilflos.



Er hat mich versucht aufzumuntern, aber irgendwie hat das heute nicht Funktioniert.

Das muss auch nicht immer funktionieren. Du darfst auch einfach mal traurig sein.


oder ob ich auch da einfach nur aus meinem herzen herraus reden?

Nach meiner Erfahrung ist das immer das Beste.

Weißt, ganz tief im Herzen spürt jeder Mensch, wenn der Andere nicht die Wahrheit sagt und dann fühlt man sich mies und weiß aber gar nicht so genau warum. Das macht alles nur noch schwerer.


Ich weiß nicht, ich habe Angst das es sie zu sehr verletzt, was ist wenn meine Mama damit nicht zurecht kommt das ich denke das ich nicht mehr lange da bin.

Denkst du denn, sie muss damit zurecht kommen? Was passiert denn, wenn sie nicht damit zurecht kommt? Wovor hast du Angst?

Vielleicht magst du darüber reden und dann können wir gemeinsam überlegen, was du da am besten tun kannst.



Entschuldigt aber ich sage nicht gern das ich sterbe.Ich versuche es zu umschreiben, vielleicht sollte ich das ändern.

Warum willst du es umschreiben? Wenn es so ist, dann ist es so. Aber ist es auch wirklich so? Hast du alle Möglichkeiten in der ganzen Welt schon ausprobiert? Wirklich jede winzige Chance?

Vielleicht stirbst du. Aber noch lebst du und noch kannst du so viele Dinge tun. Auch wenn du im Krankenhaus bist. Stell dir vor, du könntest noch ein Buch schreiben, einen Verlag finden und vielleicht viele Preise gewinnen.

Und dann kannst du noch ein ganz persönliches Tagebuch schreiben, das deinen Eltern vielleicht helfen wird, dass sie nicht aufgeben und irgendwie weiter leben können, auch wenn du nicht mehr da bist.

Was kannst du denn noch alles tun? Du kannst eine Sprache lernen. Die besten Kinderbücher der letzten Jahre lesen. Im Internet zur Pokerkönigin werden.

Hey, ich glaub, du kannst noch eine ganze Menge leben. Sicher fallen dir noch viele Dinge ein, die du gerne machen möchtest. Das kannst du genau JETZT machen. Also fang an!


Vielleicht sollte ich das tun.
Danke.
Das ist eine sehr schöne idee von dir, ganz ganz lieben dank.

Gern geschehen. Siehst du, da ist noch so viel, was du machen kannst. Und wer weiß, vielleicht bist du irgendwann mal viel zu beschäftigt, um zu sterben. Das geht ganz vielen Menschen so.

Es gab da einen jungen Mann, der hatte eine ganz schlimme Krankheit. Der hatte eine sehr empfindliche Haut und bei jeder Berühung sprang die Haut auf. Er hatte ganz viele Wunden und Narben am ganzen Körper. Und natürlich hatte er dadurch viele Schmerzen. Da haben die Ärzte alle gesagt, dass er nicht lange leben würde und dass er noch als Kind sterben würde. Aber weißt du was, der wollte in seinem Leben irgendwann mal mit dem Fallschirm abspringen. Und immer, wenn die Ärzte sagten, er wird nicht mehr lange leben, dann sagte er, erst nach dem Fallschirmsprung. Er ist dann mit Mitte 30 gestorben ... nachdem er seinen Traum erfüllt hatte. Der hat ganz viele andere Dinge noch gemacht und darum hat er immer gesagt: "Ih hab noch so viel zu tun. Ich kann noch nicht sterben."

Ach und dann erinnere ich mich noch an die Geschichte von einem Jungen, der hatte auch Krebs. Einen sehr aggressiven Krebs. Und der wollte eine Millionen Postkarten bekommen, um ins Guiness-Buch zu kommen. Nach einem kleinen Aufruf im Internet entwickelte sich das zu einem großen Ding und er hat es geschafft. Das hat ihm Lebenskraft gegeben.

Natürlich kann nicht jeder 1 Millionen Karten sammeln. Ich wollte dir nur sagen, auch wenn man sehr krank ist, kann man große Dinge machen und vielleicht findest du für dich etwas Kleines, etwas, das dir Spaß macht. So ein Ziel kann viel im Leben verändern.


Nun zu der Geschichte ja auch das finde ich gut, auch da werde ich mir was einnfallen lassen.

Da bin ich schon sehr gespannt drauf. Ich denk, du wirst dir da was richtig Tolles ausdenken.


Ja in der Tat gibt es sehr viele schöne Erinnerungen in meine Vergangenheit / Kindheit.
Naja ich weiß ich bin jetzt auch noch ein halbes Kind so sagt mein Vater immer, aber doch fühle ich mich schon Erwachsen naja sagen wir Jugendlich.

Du machst auch einen gefassten und reifen Eindruck. Aber das kommt auch oft bei so einer Geschichte. Man wird dann sehr schnell erwachsen. Trotzdem hoffe ich, dass du dir das Kindliche bewahren kannst und nie aufhörst, an Wunder zu glauben und dass du auch immer an dich selbst glaubst.


Das deine Freundin ihren Sohn verloren hat tut mir sehr leid.

Danke dir.

Ich bin auch sehr traurig, dass es ihr so schlecht geht. Mir hilft es sehr, dass ich sie aufmuntern kann, wenn ich mit ihr über ihren Enkel spreche.

Gibt es denn etwas, über das deine Eltern und dein Bruder mit dir sprechen können, was dich ein wenig aufmuntert?


Du bist schon ein tolles Mädchen. Ich freue mich, dass du ins Forum gefunden hast und du mit uns schreibst.

Wenn du heute Chemo hast, geht es dir sicher nicht so gut grad. Dann schicke ich dir mal einen Lilalaunebär zum Kuscheln.


Tuesday
 
Hallo Lisa

Erstmal wünsche ich dir nicht mein Beileid sondern mein Kraft, dass du diese Krankheit überstehen wirst.

Es ist echt stark wie du mit der Krankheit umgehst. Und auch, dass du so über die Krankheit, das Leben und den Tod, deine Eltern und Verwandten nachdenkts. Für sie ist es warscheinlich noch viel schlimmer. Und sie leiden bestimmt auch sehr unter deiner Krankheit.

Aber sie alle halten zu dir wie auch jeder hier im Forum. Und du wirst diese Krankheit überstehen. Daran glaube ich und daran sollst auch du glauben. Leukämie ist heilbar und du bist stark. Du schaffst das!

Sich mit dem Tod auseinander zu setzen hat auch seine guten Seiten. du denkst darüber nach was der Sinn des Lebens ist und dich macht das schlussendlich nur stärker. Denke nicht ans Sterben und das Leid, welches daraus hervorgeht sondern ans Leben und die Freude die davon kommt.
Erfreue dich an allem was dir jetzt positives wiederfährt. An dem Besuch und der Zeit mit deinen Eltern und Bruder, an der Natur und Sonne, einfach an all dem schönen, was das Leben und die Erde zu bieten hat. 😉

Du wie auch deine Freunde sind noch sehr jung (bin ich ja eigentlich mit 18 auch noch 😛) und da ist es klar, dass sie vielleicht angst haben und so. Sie wissen auch nicht, wie sie damit umgehen sollen. Aber wie dein Bruder sagt sie sind in Gedanken und im Herzen bei dir und das ist was zählt. Denk daran, wieviele hinter dir stehen. Du bist nicht alleine im Kampf gegen diese krankheit und genau das ist der Grund warum du es auch schaffen wirst

Gruss und viel viel Kraft

kust'r
 

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