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Spielt ihr Lotto, Aktion Mensch?

Warum wohl. Man möchte möglichst wenige imageschädigende Fälle in den Medien haben, im Stil von "Günther Glück (45), Name von der Redaktion geändert, hat 3.200.000 Euro gewonnen und lebt heute unter der Brücke".
Was wäre, wenn er das Geld nicht gewonnen sondern geerbt hätte und trotzdem unter der Brücke gelandet wäre? Sowas wäre einer gewissen Blöd-Zeitung wohl genauso einen Bericht wert. Wäre das dann ein Argument, das Erben generell zu verbieten? Weil manche charakterlich mit einem plötzlichen Übermaß an Geld nicht zurechtkommen? Oder fällt das einfach unter die Rubrik "selber schuld - das hätte jeder mit einer Spur Verstand besser gemacht"?
 
muss man mit rechnen, dass die Projekte der Großgewinner nicht gerade sozial/toll werden, und ggf. im Bereich der Freien Energie, Homöopathie, Religion / radikale Ideologien etc. investiert wird. Da rollen mir schon alleine vom Gedanken die Fußnägel. Aber wer es finanzieren will, bitteschön.
Das gilt wohl in gleichem Umfang für eine unerwartete Erbschaft. Argument gegen das Erben?

Übrigens wurde das staatliche Lotto in der Nachkriegszeit explizit eingeführt, um den damaligen Wildwuchs an illegalen Glücksspielen - insbesondere manipulierte Sportwetten, in den "wilden 50ern" recht beliebt, manipulierte Boxwettkämpfe, Fußballspiele, Pferderennen - auszuhebeln. Glücksspiele und Wetten für Geld und Vermögen sind kein Phänomen der Moderne, es gab und gibt sie schon in der Antike und bei Naturvölkern, das "schnelle Glück per Zufall" war zu allen Zeiten eine Verlockung, die antiken Römer kannten Glücksspiele genauso wie die mittelalterlichen Japaner. Man kann fast sagen, zu wetten ist eine Art Grundbedürfnis. Wenn also viele Menschen dafür anfällig sind, dann ist die einzig richtige Handlung, es unter legalisierten Bedingungen in feste Bahnen zu lenken und unter staatlicher Aufsicht zu halten. Ansonsten verschwindet es nicht, sondern kehrt in die Illegalität zurück.
 
Was wäre, wenn er das Geld nicht gewonnen sondern geerbt hätte und trotzdem unter der Brücke gelandet wäre?
Kann passieren. Ist aber unwahrscheinlicher.
Als vermögende Person kann man schon früh anfangen zu planen bzw. dafür sorgen, dass ein unbekanntes Erbe oder ein Erbe, das eine schräge Person ist, nur den gesetzlichen Teil bekommt.
Die Chance, dass das Geld an einem Irrationalisten gerät, ist geringer als bei Lotto.
Weil man als vermögende Person es ein wenig steuern kann und man als Erbe nicht erst eine Investition mit einem Verlustrisiko von fast 100% eingehen muss. Als Erbe hat man glück oder nicht, ohne den Lotto-Wahnsinn.

Sowas wäre einer gewissen Blöd-Zeitung wohl genauso einen Bericht wert.
Wäre das dann ein Argument, das Erben generell zu verbieten?
...
Das gilt wohl in gleichem Umfang für eine unerwartete Erbschaft. Argument gegen das Erben?
Das ist eher ein Argument, vorher noch umfangreicher regeln zu dürfen, wer was erbt.
Und btw. ein tolles Strohmann-Argument. Ich sagte ja nur, mal soll kein Lotto spielen, nicht, dass man es verbieten muss.

Wenn also viele Menschen dafür anfällig sind, dann ist die einzig richtige Handlung, es unter legalisierten Bedingungen in feste Bahnen zu lenken und unter staatlicher Aufsicht zu halten. Ansonsten verschwindet es nicht, sondern kehrt in die Illegalität zurück.
Deswegen appelliere ich ja an die potentiellen Spieler, kein Lotto zu spielen, und nicht den Staat, alles Glücksspiel zu verbieten.
Wenn Glücksspiele unbedingt sein müssen: es gibt Alternativen.
 
Rauchen schädigt auch andere, durch den Passivrauch, die Kippen und die Asche (viele Raucher sind echte Schweine und schmeißen alles einfach in die Landschaft), und hin und wieder fackelt ein leichtsinniger Raucher auch mal die Wohnung oder draußen ein bißchen Wald ab. Lottospielen dagegen schädigt nur den eigenen Geldbeutel. (Wenn man zu denen gehört, die standhaft kein Glück haben.)
 
Hallo zusammen,

Spielt jemand hier Lotto, Aktion Mensch, oder Ähnliches?

Mich würde interessieren wieviel Geld ihr im Monat hierfür ausgebt.

Danke und liebe Grüße
Sandrine

Nein, ich spiele kein Lotto, weil ich vor Jahren festgestellt habe, dass ich eine gewisse Affinität zu Glückspiel habe (obwohl ich weiß, dass man da unter'm Strich nicht gewinnt - aber der Nervenkitzel eben!).
Ich kann alle paar Monate mal mit 2~5 Euro am Automaten stehen, das ist in Ordnung. Wobei das letzte Mal schon ein paar Jahre her ist.
Aber regelmäßiges Glücksspiel würde mich süchtig machen.
Und Aktion M. wäre eben regelmäßig.

Spenden tue ich dann lieber direkt an Wohltätigkeitsorganisationen.
 
Mit dem Unterschied dass Menschen die größere Wahrscheinlichkeit (Flugzeugabsturz) mental praktisch ausschließen aber auf die kleinere Wahrscheinlichkeit (Jackpot) wetten ...
Die Wahrscheinlichkeit auf den vollen Jackpot von soundsoviel Millionen ist gering, aber die Wahrscheinlichkeit auf einen Kleingewinn von 5 Euro, 12 Euro, 50 Euro oder je nachdem wie das Spiel gestaffelt ist, ist deutlich höher. Weil man dafür weniger Gewinnzahlen braucht. Mit 2 Richtigen + Zusatzzahl ist man schon dabei. Beim Lotto gibt es kein "alles oder nichts"!
 
Weil ich mir die Aussagen der Leute genauer unter die Lupe nehme.
Wenn schon Sätze fallen wie "ich hab schon so lange nichts gewonnen, jetzt muss langsam was kommen" sieht man schon, sie schätzen es total falsch ein.
Wer das glaubt, hat keine Ahnung von Chaostheorie. Denn bei jedem einzelnen Spiel stehen die Gewinnchancen wieder genauso wie beim allerersten Spiel, nicht besser und nicht schlechter.

Glücksspiele sind geradezu Paradebeispiele für die Gesetzmäßigkeiten der Chaostheorie. Sieht man sehr gut an den gezogenen Zahlen. Man sollte meinen, daß jede Zahl über längere Zeit ungefähr gleich häufig gezogen wird, oder? Die Chance ist ja immer exakt die gleiche. Stimmt aber nicht. Aktuell (Samstagslotto) ist die häufigst gezogene Zahl die 49 (464 x), die seltenste die 13 (339 x), Differenz also immerhin 125 Spiele. Beim Mittwochslotto, das es noch nicht so lange gibt, liegt die Differenz bei 61 Spielen (22 = 154 x, 21 = 93 x) - Zahlen aus dem aktuellen Glücksblatt -
Und tatsächlich ist die Bildung von mysteriösen "Clustern" (Anhäufungen, Strukturen) auch Teil des Chaos. Man sagt, der Grund, warum sich Planeten und Leben überhaupt erst entwickeln konnten in einem nach wie vor ziemlich chaotischen Universum. Das Leben als Glücksspiel auf intergalaktischer Ebene.
 
Würde sich die Häufigkeit der gezogenen Zahlen auf eine größere Menge nicht wieder glatt ziehen oder ist die 49 aus ALLEN Ziehungen die häufigste Zahl?
 

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