Hallo Leute und frohes Neues!
Ich hoffe ihr hattet einen guten Rutsch und habt die Zeit mit Freunden und Familie genossen.
Bei mir hat sich seit Weihnachten einiges getan: Ich habe meinen Arbeitsplatz gefestigt und werde jetzt Teilzeit arbeiten. Ich werde meinen Lohn von 450 Euro verdoppeln, allerdings werde ich wohl dann auch Steuern und Sozialabgaben zahlen müssen. Vor Weihnachten war das mit der Arbeit nicht sicher, jetzt ist es das. Ich fange ab nächster Woche (wo die Schule wieder anfängt) mit neuem Arbeitsvertrag an.
Meine Eltern sind immernoch dabei die Wohnung aufzuräumen, ich schätze aber, dass sie die nächsten Tage fertig sein werden. Ihr müsst euch vorstellen wie die Wohnung aussah, wenn sie fast 3 Wochen (jeden Tag, den ganzen tag) brauchen zum aufräumen. Ich habe mich immer geweigert und habe nur meine Sachen geputzt, meine Klamotten weiterhin wie gewohnt heimlich selber gewaschen und selber eingekauft und gekocht.
Meine Eltern haben weitere Andeutungen gemacht, dass sie mich nicht nur wegen meiner Freundin, sondern wegen anderen "Sachen" verklagt hätten.. Ich wüsste zwar nicht wegen was sonst, aber ich bin immernoch alarmiert, dass ich jeden Tag hier rausfliegen könnte, das kränkt mich schon sehr..
Meiner Mutter war auch in einem Streit rausgerutscht, dass das Jugendamt am 4. Januar wieder zu uns kommt, ich hoffe die kommen bevor ich zur Arbeit muss damit ich das noch miterlebe.
Ich werde mir das Kindergeld anklagen, damit ich die gezahlten Steuern irgendwie ausgleichen kann, weil es sonst mit knapp 1000 Euro sehr eng wird die Miete und noch die Unterhaltskosten zu tragen. Ich werde im ersten Arbeitsmonat auch noch nicht den vollen Lohn bekommen. Da wäre ein Auszug sehr riskant. Ich könnte nur die Miete zahlen, und nur knapp die hälfte der sonstigen Kosten. Je nachdem wie hoch mein Lohn ausfallen wird, würde ich es aber trotzdem riskieren wenn es keinen anderen Weg gibt. Ich habe am 5. Januar Geburtstag und hoffe da einfach auf Geldgeschenke, damit ich da dann meinen Umzug etwas beschleunigen kann.
Nun ist es so, dass ich viel Druck habe, weil auch meine Eltern mich sozusagen als Vogelfrei sehen.. Mein Vater ist verbal und fast körperlich sehr gewaltbereit und droht mir jeden Tag. Ich werde auch jeden Tag von ihm als "Bastard" beleidigt. Er behandelt seit längerer Zeit meine 14. Jährige Schwester so ähnlich, aber seit der Sache mit dem Jugendamt scheint er komplett die nerven verloren zu haben. Er schreit jeden an und bedroht sogar meine Mutter, wenn er die Hand hebt, rufe ich sofort die Polizei.
Am selben Tag wo uns das Amt besucht hat, meinte die Betreuerin am Telefon, dass sie mir den U25-Antrag "genehmigen" würde. Seitdem habe ich aber nichts mehr gehört, lag aber wohl an den Feiertagen. Mit diesem Antrag könnte ich eine Wohnung bezahlt bekommen, damit würde ich eine der Wohnungen die ich bereits aufm Schirm habe, sofort bezahlen können. Ich hoffe, dass ich nächste Woche mehr Klarheit haben werde. Wenn ich Hilfe bekomme, dann ziehe ich sofort auf der Stelle aus.
Ich werde behandelt als wäre ich nichts Wert, und als wäre meine Existenz unerwünscht. Ich konnte die Feiertage nicht wirklich genießen und ich bin erst frei wenn ich ausgezogen bin. Das ist meine einzige große Last. Was mir Kraft gibt, ist meine Freundin und die Tatsache, dass ich das alles bald nicht länger aushalten muss. Ich kann es kaum abwarten bis die Schule wieder anfängt und ich dann abgelenkt bin.
Ich sehe ein helles Licht am Ende dieses schwarzen Tunnels und bald wird alles wieder gut. Das erste was ich tun werde wenn ich hier weg bin, ist erstmal meine 2 Jüngeren Geschwister bei mir aufzunehmen und ihnen erlauben erstmal irgendwie bei mir zu wohnen oder vorbeizukommen wann sie wollen. Um die 2 kleineren wird sich hoffentlich das Jugendamt kümmern.
Ich bin so unendlich froh, dass ich jetzt arbeitsmäßig im klaren bin und ich weiß, dass ich früher oder später wirklich ausziehen kann. Es ist jetzt nur eine Frage der Zeit.
Soweit wars das erstmal. Ich hoffe, dass ich euch sehr bald ein Happy End präsentieren kann..