Du unterschätzt den psychischen Effekt des "mehr Geld da - Preise nach oben!" Hatten wir schon mal, bei der Umstellung auf den Euro, als die Leute damit nicht zurechtkamen, daß alles ganz plötzlich "nur noch die Hälfte wert ist". Da wurde auch verblüffend schnell auf "gewohnten" 1 : 1Status aufgestockt.
Daß dieses Geld nicht "geschenkt" ist, sondern über andere Leistungen wieder hereingeholt wird, merken die Leute erst dann, wenn es sie in den Hintern zwickt - zum Beispiel über höhere Umsatzsteuern, die auf jeder Art von Konsum liegen, und Abschaffung von bisher "selbstverständlichen" staatlichen Leistungen wie Kindergeld oder staatlichen Alimenten für Alleinerziehende. Wenn Kinder ohnehin ihr eigenes BGE kriegen, wird die Zahlungsmoral von unterhaltspflichtigen Vätern wahrscheinlich in den Keller fallen. (Oder wird die elterliche Unterhaltspflicht dann gleich ganz abgeschafft?)
Die Konsumsteuer ist nur eine Variante von vielen. Ich persönlich finde, dass wir gar kein Kindergeld brauchen. Die ganz Armen die Hartz 4 beziehen wird das Kindergeld sowieso angerechnet und die Wohlhabenden brauchen es eh nicht. Da kommt komischerweise kein Aufschrei. Es gibt solche Väter, allerdings gibt es auch Mütter die die Väter zahlen lassen und es verweigern, dass er sein Kind sehen darf. Rechtliche Schritte sind diesbezüglich langwierig und kompliziert.