Mauii
Aktives Mitglied
Ich denke, du hast mich missverstanden. Mir ist klar, wie du das gemeint hast. Ich würde mir an deiner Stelle aber die Frage stellen ab wann ich eine richtige Freundschaft definiere und ob meine realen Freunde auch meine realen Freunde wären wenn ich dort nicht bin.
Vielleicht hast Du recht damit. Dennoch trifft dann auch das den Punkt und ist extrem traurig... denn es bedeutet, dass echte Freundschaften eben immer seltener und noch viel schwerer zu finden und zu halten sind. Wenn Selbstdarstellung und Fangemeinden in Socialmedia Netzwerken zur Verdrängung realer Freunde führen, bzw. zu Ablenkung von diesen oder gar Konkurrenz, dann ist das für mich shr deprimierend und traurig. Es scheint leider so zu sein... Wie schon jemand anders hier zuvor schrieb: Manch einem erscheint der schier unendlich große, neue Kontaktpool online vielleicht reizvoller als die realen, echten Freunde. Noch lustiger, noch schöner, noch attraktiver... Auch die narzisstische Komponente könnte da eine Rolle spielen: Es füttert ja das Ego ungemein, wenn einem online etliche "Fans" ständig zu unzähligen Selfies etc. die schleimigsten Komplimente machen und man z.B. auf Instagram so viel Follower gewinnt, dass man sich ein bisschen wie ein kleiner VIP da fühlen kann. Ich habe ja schon angedeutet, dass jemand, die ich für eine gute Freundin aus meinem realen Leben hielt, sich inzwischen mit ihren Online Fans live verabredet, während sie für mich keine Zeit hat.... ich kann diese Bevorzugung fremder Menschen persönlich absolut nicht verstehen.
