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So ticken Frauen!

Tja, beim Denken bin ich mir nicht sicher, ob das überhaupt instinktiv vorgesehen ist... oder ob es sich dabei eher um eine "neumodische Erfindung" des Menschen bzw. seiner Vorfahren handelt.
Ich glaub, wenn man so weit in das Thema einsteigt, wirds echt kompliziert. So weit ich weiss, ist der Teil unserers Gehirns, der für das rationale Denken zuständig ist, zu dem Teil, in dem die Instinkte sitzen, dazu gekommen. Wobei sich die Fachleute wohl immer wieder streiten, was Instinkte überhaupt sind. Es gibt ja auch Lebewesen, die garkein Gehirn haben, aber trotzdem angeborene Verhaltensweisen zeigen. Einzeller zum Beispiel.
Da könnte Polux vieleicht mehr zu wissen, er interessiert sich dafür wie unser Gehirn funktioniert.



Na, das woran du wieder denkst... sicher... 😉 ! Aber im Gesamtzusammenhang in unserer "heutigen" Gesellschaft macht es eben auch wieder nicht dauerhaft zufrieden... 🙂
Ist ja interessant zu sehen, wie du darüber denkst, was ich denken könnte. Allerdings hab ich an das, was du denkst garnicht gedacht. Man könnte glatt denken, wir denken zu viel.

Ich meine, wenn man zum Beispiel mal guckt wie sich Eltern über ihre Kinder freuen und welche Mühen sie ins Aufziehen der Kleinen stecken. Es ist doch ein "cleverer" Trick der Evolution, dass wir uns so über Kinder freuen können. Würden wir uns nicht freuen, müsste die Evolution ja die ganze Zeit mit erhobenem Zeigefinger hinter uns stehen: "Denk dran, dass du noch Kinder bekommst, damit die Menscheit nicht ausstirbt" Wenn uns das Ganze aber jede Menge Glücksgefühle bringt, dann nehmen wir die Mühen freiwillig auf uns.

Für das, woran du gedacht hast, passt es natürlich auch. Wenn der Anblick einer schöne Frau die Männer nicht beeindrucken könnte - dann würde es diesen Thread hier sicher nicht geben.



Falsch. Gene passen sich durchaus den Umweltbedingungen an, und werden durch verschiedene chemische Stoffe (z.Bsp. Methyl)aktiviert oder deaktiviert bzw. in ihrer Funktion beeinflusst. Daher verändern diese durchaus auch das Erbgut und genau das lässt uns Überleben! Beeinflusst auch unser Verhalten.
Gene können sich aber nicht gezielt an Umweltbedingungen anpassen. Das sich Erbgut verändert, das stimmt. Aber es dauert seine Zeit, bis sich dadurch auch Verhaltensweisen ändern. Und wenn, dann müssen sich neue Verhaltensweisen als nützlicher als die Alten erweisen. Da stellt sich dann die Frage, was an unseren Instinkten denn schlecht sein soll.

Mir kommts so vor, als ob viele Leute eine Abneigung dagegen haben, dass Menschen auch von Instinkten gesteuert werden könnten. Irre ich mich da, oder was findet ihr da schlimm dran?
 
Treffer und versenkt. Jede Menge Leute die sich ungern selbst als Mitglied der Tierwelt sehen.

Im Endeffekt muss man wohl unterscheiden zwischen Instinkt, also einem imperativem unbewussten Drang zu einer Handlung, Emotion oder Haltung, und angeborenem Verhalten, was sozusagen frei wählbar abrufbar ist.
Beispiel: Instinkt versucht dir in dem Augenblick wo du mit der Nase auf 5cm an ne Frau rankommst zu sagen: Großhirn abschalten...
Du hast aber keine Möglichkeit diesen Zustand von alleine herbeizuzaubern, also dieses komplette, kontemplative Verlieren im Duft.

Aber es gibt keinen Instinkt der dir z.B. vor nem Hinderniss sagt wie du die beste Lösung findest.
Du hast aber die freie Wahl die angeborene Fähigkeit zur Erstellung einer gedachten 3D-Karte der Umgebung incl. Routing zu nutzen 😉.

Und dann haste noch Reflexe, das sind wohl sowas wie Instinkt hardcore. Die bitten und drängen gar nicht erst das Großhirn zu Handlungen, Emotionen, Einstellungen, sondern machen lieber gleich.

Zu der Sache mit dem Einfluss der Umwelt. Während des Lebens kann zwar die Umwelt Gene verändern, aber eigentlich eher in einzelnen Zellen, vor allem den Keimzellen, diese Veränderungen bewirken für diesen Menschen nix. Aber sein Kind, wenn die Veränderungen vor der Zeugung von diesem geschahen, könnte z.B. durch die Hungersnot die du lange vor der Zeugung erlitten hast, ein ängstlicher Charakter sein (ängstlichkeit ist es glaub ich nicht, aber irgendne auswirkung hat Hunger aufs Kind).

Aber die Umwelt kann verschiedene Gene an- und ausschalten, was im Endeffekt das Gleiche bedeutet, dass man von anderen Genen gebildet/gesteuert wird als vorher.
Aber, diese Instinkte sitzen ja nicht nur in den Genen, die sitzen ja in großen Strukturen festgeschrieben.

Wie ein fest-verdrahteter Computerchip dessen Aufgabe nicht per Software veränderbar ist, und dessen Struktur auch starr ist. Nervenzellen werden nicht in dem großen Maß nachgebildet.
Also ich denke man bekommt am Lebensanfang, wenn sich das Gehirn bildet, diese Instinkte auch in dessen Struktur eingeschrieben, und die werden dann nur je nach Alter und Hormonstatus aktiver oder passiver.
 
Gene können sich aber nicht gezielt an Umweltbedingungen anpassen. Das sich Erbgut verändert, das stimmt. Aber es dauert seine Zeit, bis sich dadurch auch Verhaltensweisen ändern. Und wenn, dann müssen sich neue Verhaltensweisen als nützlicher als die Alten erweisen. Da stellt sich dann die Frage, was an unseren Instinkten denn schlecht sein soll.

Mir kommts so vor, als ob viele Leute eine Abneigung dagegen haben, dass Menschen auch von Instinkten gesteuert werden könnten. Irre ich mich da, oder was findet ihr da schlimm dran?

Hallo Benjamin-29,

ob sich "reine" Gene nun gezielt an Umwelteinflüsse anpassen oder dies nur beiläufig durch eine Zellveränderung geschieht kann ich dir nicht sagen. Dafür bin ich viel zu sehr Laie, was die Erb- und Evolutionstheorie betrifft.

Ich kann dir allerdings versichern, dass nach heutigem wissenschaftlichen Diskurs in der Epigenetik davon ausgegangen wird, das die Erbgutveränderungen wesentlich schneller (schon über 1. u. 2. Generation) einsetzen als von uns vormals angenommen.

LG
 
Nachtrag: Ich hab kein Problem mit meinen Trieben. 😀 Ich hab ein Problem damit, dass meine Handlungen nur hierauf zurückgeführt werden sollen. 😉
 
Nachtrag: Ich hab kein Problem mit meinen Trieben. 😀 Ich hab ein Problem damit, dass meine Handlungen nur hierauf zurückgeführt werden sollen. 😉
Schau, am Ende ist unser einziger Sinn hier, unsere Gene weiterzugeben, die Art zu erhalten und zu vergrößern, sprich das große Spiel der Natur mitzuspielen. Der Fortpflanzungstrieb kontrolliert alles. Den Kerl der sich karrierebewusst verhält um mehr Status und damit mehr Fortpflanzungschancen zu haben, die Frau die sich schickmacht, etc.pp.. Der tiefere Sinn all unserer Handlungen ist doch nur unsere Fortpflanzungschancen zu erhöhen.

Nur leicht übertrieben 😉.

EDIT:
@Winnetou: Nein, das kollidiert nicht mit den Trieben. Diese schnelllebige Zeit mit vielen Partnern, Polygamie-Reihenschaltung (also nicht viele gleichzeitig, sondern viele hintereinander), entspricht unseren Instinkten vermutlich viel mehr.

OT
Wir haben z.B. im Vergleich zur Körpergrösse lange Penisse, das lässt sich eigentlich nur erklären damit, dass es früher mal nen Fortpflanzungsvorteil für längere Organe gab. Stichwort Gang-Bang am Lagerfeuer, und wer seine Samen paar mm-cm weiter vorne absetzen konnte, hatte höhere Chancen als die anderen Kerle.[/OT]

Bloß die Pille, die trickst die Instinkte aus. Die Instinkte gibts aber trotzdem, bloß die von der Natur gewünschte Folge nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau, am Ende ist unser einziger Sinn hier, unsere Gene weiterzugeben, die Art zu erhalten und zu vergrößern, sprich das große Spiel der Natur mitzuspielen. Der Fortpflanzungstrieb kontrolliert alles. Den Kerl der sich karrierebewusst verhält um mehr Status und damit mehr Fortpflanzungschancen zu haben, die Frau die sich schickmacht, etc.pp.. Der tiefere Sinn all unserer Handlungen ist doch nur unsere Fortpflanzungschancen zu erhöhen.

Nur leicht übertrieben 😉.

Ich frage mich gerade, wieso ich mir dann seit kurzem den Kopf darüber zerbreche, ob ich überhaupt Kinder haben will! ... also eigene 😀 ... aber vielleicht kommt dieser Instinkt ja wieder 😀
 
Das ist egal ob du vom Großhirn da noch zweifelst. Du hast sicher nen Drang nach Sex. Und vllt. versuchte auch paar Sachen in deinem Leben um deine Chancen zu erhöhen, sprich attraktiver zu sein.

Den Instinkt gibt es trotzdem, auch wenn du vom Großhirn her hinterm Mond lebst (sagt dir keiner was in deinem Geist?! Die anderen schließen dich aus, die mobben dich! 😉 ). Was kann der Instinkt von Kondom und Pille wissen, gabs damals noch nicht als der entstand.
 
Wir haben z.B. im Vergleich zur Körpergrösse lange Penisse, das lässt sich eigentlich nur erklären damit, dass es früher mal nen Fortpflanzungsvorteil für längere Organe gab. Stichwort Gang-Bang am Lagerfeuer, und wer seine Samen paar mm-cm weiter vorne absetzen konnte, hatte höhere Chancen als die anderen Kerle.

Bloß die Pille, die trickst die Instinkte aus. Die Instinkte gibts aber trotzdem, bloß die von der Natur gewünschte Folge nicht mehr.

Ich lieg am Boden! (also vor Lachen) 😀 Erläutern werd ich das jetzt nicht! 😀
 
Die Menschen praktizieren halt die extremste Form des Fortpflanzungsmodells "wenig Nachwuchs - intensive Pflege" (im Gegensatz dazu die Lachse: "Nachwuchs produzieren in rauhen Mengen - keine Brutpflege - ein paar werden schon durchkommen"). Von daher entspricht (in der Regel) nicht nur das Nachwuchs-Produzieren dem menschlichen Instinkt, sondern auch das jahrelange und mühsame Aufziehen desselben... wie Benjamin schon sagte. Und das lässt sich wiederum schwer vereinbaren mit dem Drang nach Unabhängigkeit und Schnelllebigkeit...
Nach 6-7Jahren lassen sich viele scheiden, weil es evolutionär vorgesehen ist, dass Beziehungen dann in Krisen kommen. Das Kind ist dann aus dem gröbsten raus (Kindersterblichkeitshügel überwunden). Es gibt noch solche Punkte, wo Trennungen wahrscheinlicher sind. Nach 6Wochen (Befruchtung sicher erfolgt) und 2,5-3Jahren (Kind kann laufen und beginnt normale Nahrung zu essen).
Der Evolution ist es ganz recht wenn man sich früh trennt, wenn die Ressourcen reichen (erfolgreiche Jägerin mit ner Tante die die Kinder betreut 🙂 ). Dann hat die Evolution ne bessere Chance dass es zusätzliche Gen-Mischungen gibt. Soviele Jahre hat ne Frau auch nicht in ihrer fruchtbaren Phase. Würde die Evolution vorsehen die Kinder großzuziehen, würde das für viele bedeuten, nur Kinder mit einem Mann im Leben. Das kann nicht die Absicht der Natur sein.

Jetzt hab' ich auch 'ne Weile gebraucht, bis ich wieder ruhig genug war, um darauf antworten zu können... 😀 !!! Tja also... ob die genetische Selektion so abgelaufen ist... ich wage es zu bezweifeln... 🙂 !
Wie soll die Selektion sonst gelaufen sein? Über die Auswahl der Frauen? Du glaubst wirklich Frauen hätten irgendwann nach diesem Merkmal gewählt?
Über die Theorie gabs nen Spiegel-Artikel mit dem Titel "Gang-bang am Lagerfeuer".
 

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