Kurdt meinte:
...weil wir extrem hohe Schulden haben. Der Staat hat seit einiger Zeit lieber darauf gesetzt das Sozialsystem zu erhalten, indem es Steuerzahler ins Land holt.
ins land geholt wurden die meisten, weil ein Arbeitskräftemangel herrschte, die Einwanderung in den letzten beiden Jahrzehnten ist ein Witz im Vergleich zu den 60er und 70er. Die Sozialsysteme wurden erhalten und ausgebaut weil man damit Wahlen gewinnen konnte, bezahlt wurde das schon seit längerem über Kredite.
Kurdt meinte:
Was ich meine ist, dass das Land die Bevölkerung erhöht, und damit im Grunde ihre Ausgaben und Scheineinnahmen wie ich sie erst mal nennen möchte.
Scheineinnahmen? Das ist falsch.. einwanderer sind durchschnittlich erheblich mehr wirtschaftlich tätig als träge deutsche. das heißt die einnahmen(reale, aufgrund von gewinnen die sonst niemand gemacht hätte) aufgrund ihres kommens sind stärker gestiegen als die ausgaben des staates. Aber du hast recht, ohne sie wäre das ganze schon längst nicht mehr zu bezahlen gewesen. Ich weiß jetzt aber nicht wie man diese Tatsache zum Argument gegen ihr Kommen machen kann? Ich denke viele Deutsche die jetzt noch eine fast unbeschnittene Rente kriegen (und das sind viele), würden bei der Wahl: Rente um etliches kürzen oder einwanderer reinlassen/drinlassen, zweiteres wählen. und auch bei der Wahl Rente auf Sozi-niveau und niemand mehr reinlassen, oder 100euro mehr und leute reinlassen, weiß ich ja auch was man wählen würde.
die einwanderer haben nun wirklich gar nichts mit unseren Problemen zu tun, ich frag mich warum man immer sagt, man hat nichts gegen sie, aber dann im endeffekt nur argumente gegen ihre anwesenheit bringt und keine für ihre anwesenheit. wenn man nichts gegen einwanderer hätte, würde man sich mit der eigenen einwandererfeindlichen meinung nicht zufrieden geben, sondern stark nach argumenten für sie suchen. Also entweder so, oder ehrlich sein und sagen, dass man was gegen sie hat. Anders kann ich mir das nicht vorstellen warum man die zwei themen immer vermischt!
Kurdt meinte:
aufgrund der grausamen Kriegsführung die wir dann zum Glück verloren haben keine Rücklagen bilden.
versteh ich nicht, was meinst du? den kalten krieg?
Die Rücklagen verschwanden schon 29/30 da hat der Krieg kaum Anteil. und das was hitler als wohlstand ausschüttete, war auch nur ein spekulationsgeschäft, das geld was er in den 30er ausgab kam von investoren, und eigentlich hätte er es nach gewonnenem Krieg zurückzahlen müssen. Was die verbindung zwischen der Vollbeschäftigung unter Hitler und dem Krieg schafft. dadurch, dass es allen gut ging, musste es einen Krieg geben, weil Hitler keinen anderen Weg hatte, die Schuldscheine (MEFO-Wechsel) zu bezahlen. Die Deutschen haben ihren Wohlstand auf Kredit praktisch im nachhinein versucht zu bezahlen durch kriegsgewinne. Es gab also niemals wirkliches Vermögen der breiten Masse nach 29/30 in Deutschland, war alles aus der Zukunft entliehen. damit haben alle deutschen ihren kurzen wohlstand mit zukünftigen blut anderer bezahlt.
Kurdt meinte:
Durch eben solche Zuwanderer (Ich meins wirklich nicht böse) wird das unausweichliche bloß hinausgezögert.
das ist doch nicht ihr Ergebniss. Als ob man in den 70ern oder 80ern die Chance gehabt hätte das Sozialsystem zu verändern. Es waren ja schließlich nur paar hunderttausend bis millionen arbeitslose, und dem rest gings relativ gut, und die soziale marktwirtschaft war ja grad erst eingeführt, niemand hätte damals jemand klar machen können, dass man das ganze experiment wieder beendet.
Die Hauptprobleme kamen einfach mal mit der Einheit (oder meinst du jetzt die Ostdeutschen mit zuwanderern?). Die CDU hat die einfach über die Sozialsystem finanziert und dadurch die Arbeit unbezahlbar gemacht, die vorher schon zu teuer war.
Kurdt meinte:
ist dass die Politiker ihre Gehälter nicht kürzen, was auch nötig wäre. Aber das wäre sowieso nur ein kleiner Schritt.
das fehlte mir wirklich noch in dem Thread! Was glaubst du denn warum unsere Wirtschaft international so brummt und unsere Politik nichts auf die Reihe kriegt? Weil da schlecht-bezahlte Spacken sitzen! Wir hatten ein MdB als Mutter von nem Klassenkameraden, die war in 14 Tagen mal 2 Tage zuhause, schlimmer als ein Fernfahrer, hatte 12-15 Stunden Tage, und macht das ganze für ein Gehalt für das ein mittlerer Manager noch nicht mal 5 Tage in der Woche 40Stunden arbeitet!
Ich bin dafür die Gehälter zu verdreifachen, damit endlich mal Profis wieder in den Bundestag gehen, damit sich auch jemand aus der Wirtschaft es sich leisten kann, mal für 4 Jahre seine normale Karriere zu knicken.
Aber ihre Altersversorgung kann man abschaffen, die können sie vom höheren Gehalt ruhig selbst bezahlen (wurde in einem Landtag schon gemacht, ich glaub brandenburg)
Wie gesagt, kein vernünftiger Mensch, der nicht von idealen verblendet ist, und was im kopf hat, geht in die Politik, da wird man doch verheizt für ein Bruchteil des Geldes was man in der Wirtschaft verdienen kann.
Kurd meinte:
Der Staat müsste tatsächlich mal irgendwie die gesamten Sozialausgaben einsparen, damit es das Geld für bestimmte andere Dinge einsetzen kann.
Grundsätzlich stimm ich zu, man braucht aber ein gewisses Minimum damit niemand auf komische politische Ideen kommt ("erst das Fressen dann die Moral"), und für 50 Mill. ein Minimum zu finanzieren ist klar immer noch ein Problem, auch wenn man alle Renten und Arbeitslosenhilfen auf das Niveau runterkürzen wollte
Kurdt meinte:
Läuft es aber so weiter wie bisher, kann ich nur raten auszuwandern. Denn es wird teuer werden hier zu leben, das glaubt mir.
Naja, teuer nicht, eher schleichend billiger (da keiner mehr die Sachen kaufen kann). Es kommen ja jetzt schon die Polen zu uns zum einkaufen, weil wir billiger sind.
europäisches Ausland reicht völlig aus um aus der Misere rauszukommen. braucht man sich nur die statistiken mit wirtschaftwachstum anzuschauen.
man kann ja auch einfach direkt hinter die Grenze ziehen, hat so noch kontakt zu deutschland, aber nicht mehr dieses system am hals. und im bestenfall findet man einen job bei ner firma die ihre leistungen in deutschland anbietet. woanders wohnen, in deutschland arbeiten.
ist doch alles nicht so schlimm, es geht doch nur um deutschland, und wir sind im 21.jahrhundert, wir haben freie auswahl zwischen zwei dutzend anderen Staaten in europa. wenn die wirtschaft denk sie wandert aus, weil ihr hier alles nicht mehr gefällt, müssens die bürger einfach auch machen, und am ende schaun die politiker dumm aus der wäsche, weil keiner mehr ihre Schulden bezahlt.
Max