Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Single Haustiere strafbar

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Aus wissenschaftlicher Sicht, also aus Sicht der Ethik, bestehen Werte unabhängig von der Gesellschaft und den Menschen.

Dann müsste es aber universelle Werte geben. Werte werden aber festgesetzt. Das heißt, eine universelle Werteordnung würde schon bestehen, die die Menschen nur gerade zuwiderlaufen.

Von wo leitet ihr diese universelle Werteordnung ab?

Ganz im Gegenteil. Wenn man Menschen etwas vernünftig erklärt, dann sind die Chanchen gut, dass es auch aktzeptiert wird. Nicht immer sofort, aber mit der Zeit durchaus.

Ganz und gar nicht. Es hat schlicht etwas mit der Lebensqualität der Gesellschaft insgesamt zu tun. Oder platt ausgedrückt: Ob man's sich leisten kann. Die Schweiz ist ein reiches Land, sie kann sich leisten moralischer zu sein und eben diese Moral auch auf Tiere anzuwenden.
Deutschland und andere EU Länder könnten es sich ebenfalls leisten.

Der Großteil der Welt kann es sich nicht leisten.
Für einen Menschen im Sudan sind solche Überlegungen lächerlich. Nicht weil er vom Potential her weniger moralisch ist, als ein Europäer, sondern weil er schlichtweg ums überleben kämpft.
 
Wieso soll jemand im Sudan weniger Moral haben? Woher weißt Du das denn? Du spielst auf Afrika an. Dort werden die Tiere nicht deshalb ausgreottet, weil man Hunger hat, sondern weil die Trophäen viel Geld bringen. Da wage ich aber zu behaupten, das dies in Mitteleuropä ebenso wäre.
Das Thema Tierschutz ist ja gar nicht alt. Nach dem Krieg hat sich dafür niemand interessiert - einfach weil es keine Massentierhaltung gab und Fleisch daher relativ selten auf dem Teller. Das ganze Problem begann erst damit, das jeder jeden Tag Fleisch billig haben will - und das auf der anderen Seite damit - und besonders wenn man auf die Ware keine Rücksicht nimmt - sehr viel Geld verdienen läßt.
Ich kann mich zum Beispiel an meine 70er und 80er Jahre erinnern. Dort habe ich in einem Betrieb der Lederverarbeitung gearbeitet. Ganz stolz haben wir in unseren Katalogen von "Kalbinleder" geschwärmt. Aber niemand von uns hat darüber jemals nachgedacht, daß Kälber ja nichts weiter als junge Kühe sind, die für Fleisch und Haut spätestens nach 6 Monaten getötet werden.
 
Ganz und gar nicht. Es hat schlicht etwas mit der Lebensqualität der Gesellschaft insgesamt zu tun. Oder platt ausgedrückt: Ob man's sich leisten kann. Die Schweiz ist ein reiches Land, sie kann sich leisten moralischer zu sein und eben diese Moral auch auf Tiere anzuwenden.

Auch die Schweizer essen Hunde

Die Schweiz ist ins Visier von Hundefreunden geraten. Nicht nur in Asien, nein auch in der Schweiz darf jeder Hundebraten und Katzenfilets essen. Die Schweizer Gesetze verbieten es nicht, sein eigenes Haustier zu schlachten und zu kochen.
Die Eidgenössische Fleischverordnung verbietet nur, Fleisch von Hunden, Katzen und Schildkröten zu verkaufen.
Tierschützer klagen an: "In ländlichen Gebieten wird viel Hundefleisch gegessen. Aber nicht nur im Rheintal und im Appenzell, in der ganzen Schweiz werden Hunde und Katzen gegessen. Und für manche ist es sogar eine Delikatesse."
Trotz des Verkaufsverbots gibt es unter der Hand Hundefleisch zu kaufen. Für rund 16{asveuro} pro Kilo. Ein Hundeesser: "Das Fleisch hat weniger Hormone als Geflügel, ist sehr bekömmlich, hat eine feinere Struktur als Rindfleisch, weniger Fett als Schweinefleisch und geringere Schwermetallbelastungen, als sie in Fisch vorkommen. Es gibt nichts besseres."
Sehr beliebt ist auch das flüssige Hundefett. Es soll gegen Bronchitis, entzündete Halsdrüsen und bei Husten helfen.
Quelle:

Der Beitrag ist von 2003 inzwischen gab es Änderungen,aber es werden
trotzdem, aller Wahrscheinlichkeit nach,.. immer noch Hunde "verputzt".

Hundefleisch – Wikipedia
 
Zuletzt bearbeitet:
Das habe ich eben nicht gesagt, sondern das Gegenteil.
Den Sudan hab ich genommen, weil es eine Krisen geschüttelter Staat ist.

Worauf ich hinaus will, was eigentlich für jeden, der ein bisschen seinen Verstand einsetzt, auch klar sein sollte: Diese Tierschutz-Debatte ist ein Luxus-Problem.

Dieses neue Tierschutzecht in der Schweiz ist ein Luxus-Recht.

Solche Debatten führen und solche Gesetze verabschieden, können nur Länder, die zwar aus ihrer eigenen Perspektive sicherlich auch Probleme haben, die aber im globalen Maßstab lächerlich sind und kaum einer Erwähnung wert.
 
Die Gesetze haben aber mit der Behandlung von Tieren nichts zu tun. Denn in Wirklichkeit hat der erwähnte Sudan-Neger die bessere Moral. Der hat maximal zwei Kühe und drei Hühner. Und die steckt er eben nicht in enge Käfige, sondern behandelt sie lange und gut pfleglich - weil sein Leben und das Leben seiner Kinder direkt davon abhängt.
 
Dann müsste es aber universelle Werte geben. Werte werden aber festgesetzt.
Genau, die Ethik sagt uns, dass es objektive Werte gibt. Begründet wird das mit der Erkenntnisstheorie.
Kurz gesagt, wenn man die Art und Weise, wie der menschliche Verstand funktioniert logisch analysiert, dann kommt man zu dem Schluss, dass es objektive Prinzipien geben muss, die unabhängig vom Menschen existieren.
Der Hintergrund dazu ist, dass man nicht denken kann, ohne auf bestimmte Art und Weise zu denken. Zum Beispiel kann man sich Dinge nur in einem dreidimensionalen Raum vorstellen. Die Physik hat dagegen rausgefunden, dass es 27 Dimensionen gibt.
Die Erkenntnistheorie zeigt also, dass es Prinzipien gibt, die unabhängig von unserem Verstand existieren. Die Werte, an denen sich die Ethik orientiert, gehören zu diesen Prinzipien.

Das heißt, eine universelle Werteordnung würde schon bestehen, die die Menschen nur gerade zuwiderlaufen.
So in der Art, ja. Objektive Werte sind nicht unmittelbar zu fassen, weil der Filter unserer Art zu denken dazwischen steht. ...das ist jetzt ziemlich blöde ausgedrückt, aber mir fällt grad nix besseres ein.

Der Großteil der Welt kann es sich nicht leisten.
Für einen Menschen im Sudan sind solche Überlegungen lächerlich. Nicht weil er vom Potential her weniger moralisch ist, als ein Europäer, sondern weil er schlichtweg ums überleben kämpft.
Das stimmt - wenn sich jemand um das pure Überleben sorgen muss, nimmt er sich nur selten Zeit um über richtig oder falsch nachzudenken.
Uns gehts hier in Mitteleuropa aber gut - darum können wir uns auch an Werten orientieren.
 
Das bestreite ich, weil die Realität anders ist.
Gerade wenn jemand ums Überleben kämpft, wird er sein Viehzeug pfleglich behandeln - schaut ihr alle kein TV, oder was?

Tierschutz ist kein Luxusproblem.
 
Diese Tierschutz-Debatte ist ein Luxus-Problem.
Das ist nicht richtig. Es ist nicht Tierschutz ein Luxus Prolem, sondern moralisches Verhalten generell. Ob es dabei um Menschen oder Tiere geht, ist egal.

Wenn du in den Sudan gehst, dann ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass du um die Ecke gebracht wirst, weil jemand deine Armanduhr verkaufen will um davon Essen zu kaufen.

Aber was willst du uns eigentlich sagen - das Tierschutz nur aus Langeweile entsteht? Oder worum geht es dir?
 
Das weiß er doch selber nicht mehr.
Ich habe z.B. in meiner Jugend ( also mit etwa 4 - 6 Jahren ) meinen Onkel auf seinem Bauerhof im Hessischen erlebt. Da waren wir jedes Jahr auf Urlaub. Sechs Kühe, alle namentlich bekannt ( Nette, Vera, etc ) und etwa 30 Hühner im fußballplatzgroßen Garten. Morgens wurden die Kühe in Zweierreihe an den Traktor angebunden und dann wurde im Schrittempo hinaus auf die Weide getuckert. Und abends zum melken wieder rein.

Das ganze Problem ist ein Problem der Massentierhaltung.
 
Moral ist u.A. eine Sache des Abstands, bzw. wie nahe oder weit enfernt man von -in diesem Fall- den Tieren ist.

Massentierhaltung entfremdet. Da ist kein Platz für Namen oder gar Gefühle. Menschen die das machen sind abgestumpft. Sonst wäre das nicht auszuhalten.

Wenn aber genau diesselben Menschen auf einem Bauernhof leben würden und nur ein paar Kühe oder Hühner hätte, sähe das wohl anders aus.

Je weiter das Leid weg ist umso besser kann man es vertragen und verdrängen.

11. September.......viele haben die Geschehniss life im Fernsehen verfolgen können, aber was das WIRKLICH für Ausmaße hatte kommt auf einem kleinen Bildschirm halt sehr klein rüber.

Moral ist eine Sache der Menschen und da kommt es auf jeden Einzelnen an. Es gibt Menschen ohne Moral und es gibt Menschen mit übertriebener Moral und es gibt ganz viel dazwischen.

DAS was in der Welt so alles geschieht ist ein Spiegel für menschliche Reife bzw. Unreife.

Man könnte monate-jahrelang darüber diskutieren wie man Meerschweinchen halten soll - letztendlich kommt es auf den Einzelnen an. Mit Gewalt erzwingen geht m.M. nach nicht.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben