Meine Beziehungen haben sich so ergeben, dass ich mich mit den Männern über Themen unterhielt, die sowohl sie als auch mich interessierten. Das waren zunächst ganz normale Kontakte, die sich aus gemeinsamen Interessen ergaben, da habe ich auch sehr viel Freude bei gehabt, mein Wissen erweitern können und einiges gelernt. Wenn man auf der Ebene in Kontakt miteinander kommt, hat man da erst einmal ein ganz unverbindliches Kennenlernen, kein An-den-Hals-Schmeißen, kein unübersehbares Werben.
Wenn Sympathien erwachen, wird sich die andere Seite auf jeden Fall wieder melden und den Kontakt halten, das spürt man ganz schnell, ob da eine Basis ist oder nicht.
Krampfhafte Bemühungen, egal ob um einen Partner oder um was auch immer, bringen meiner Erfahrung nach nur Leid. Man kann nicht irgendwelche Vorstellungen, die man vom Leben hat, einfach durchsetzen, das geht nicht, auch wenn man sich dafür die Beine ausreißt.
Ich würde den Leuten raten, keine Show abzuziehen, sich nicht krampfhaft zu bemühen und sich einfach zu geben, wie man ist, aber natürlich am Anfang der Beziehung noch nicht alles offenzulegen. Das braucht Zeit um zu wachsen und zu reifen.
Wichtig ist auch, sich nicht mit anderen zu vergleichen. Was andere haben und nicht haben, ist kein Maßstab, denn jedes Leben hat seine eigenen Maßstäbe. Eine Partnerschaft ist eine private Sache, nicht zum Vorzeigen und nicht zum gegenseitigen Ausstechen da. Es darf kein Wettrennen geben, wer zuerst verheiratet ist und wer den tollsten Partner hat. Wer so agiert, hat Wesentliches noch nicht verstanden.
Ganz gefährlich ist die Erwartung, dass der Partner einen gefälligst glücklich zu machen hat. Wer nicht selbst für sein Glück sorgen kann, wird es auch in keiner Partnerschaft finden.