ja und von solchen Leuten wird man immer per geschickten Seitenhieb blöd angemacht...na wo fährst denn in den Urlaub hin - sie wissen genau, das ich sogut wie nie wohin fahre...usw....immer wieder oder wenn irgendwo ein Fest ist...na warst auch...blabla
Dann sag' ihnen genau das, und zwar mit genau diesem Wortlaut, damit sie ein für allemal die Schnauze halten! "Du weißt genau, dass ich im Urlaub so gut wie nie verreise - was versprichst du dir also von deiner Frage?" Und guck' sie dabei ganz besorgt an, als wäre zu befürchten, dass sie nicht ganz bei Trost sind. Bring' sie in Verlegenheit, wie sie dich in Verlegenheit bringen wollen. Gewöhne dir die völlig unnötige Rücksichtnahme auf Menschen ab, die dich auch nicht respektvoll behandeln. An solchen Menschen hast du eh nichts verloren. Entdecke deine Aggressionen wieder und richte sie gegen fiese, rücksichtslose Menschen statt gegen dich selbst. Natürlich nicht, indem du ihnen körperlich etwas antust, sie anschreist oder grob beleidigst, sondern indem du sie so herablassend behandelst, wie sie dich behandeln. Sticheln kann man lernen. Jemandem offen ins Gesicht sagen, dass man seine unlauteren Absichten durchschaut, auch, ohne dabei ausfallend zu werden.
Ich habe mich von einer Cousine zurückgezogen, die bei jedem noch so seltenen Kontakt überwiegend stichelte, weil ich keine eigene Familie gegründet habe. Die Themen Familie, Kinder, Enkel, Schwangerschaften wurden immer überbetont und natürlich ihre Statussymbole und die beruflichen Erfolge ihres einzigen Sohnes. Alles andere interessierte nicht. Was ich konnte, kann oder erreicht habe, was meine Persönlichkeit und mein Leben ausmacht und was mich bewegt, wurde ignoriert oder abgewertet.
Vor allem kann man nicht mit ihr über allgemeine Themen in Politik und Gesellschaft oder auch nur über das Tagesgeschehen reden. Ich erinnere mich noch an ihre Reaktion, als ich im April 2018 in einer WhatsApp an die Cousinen Bestürzung wegen des Selbstmordattentäters in Münster
https://de.wikipedia.org/wiki/Amokfahrt_in_Münster zeigte, zumal ich die Stadt 14 Tage vorher noch selbst besucht hatte ("Das macht mich zwar auch etwas betroffen, aber ich lasse es nicht so nah an mich heran.
Ich kümmere mich um meine Gesundheit."). Dann schilderte sie ihre Bäder und Kuranwendungen in einem bayerischen Kurort und dass ihr Mann derweil zu Hause sogar für die Enkelkinder kochte. Sie und ihre Familie waren natürlich mal wieder am wichtigsten. Wer dagegen keine Familie hat, der hat wohl nichts Besseres zu tun, als sich mit fremdem Leid zu belasten und andere damit im Kururlaub zu stören. Mit meiner Mutter und meiner früher mit im Elternhaus lebenden Oma und einer unverheirateten Tante, allesamt eher einfache Frauen mit einfacher Schulbildung, hätte ich über das Thema besser reden können und sie hätten wesentlich mehr Mitgefühl mit den Opfern gezeigt als diese nur an sich selbst, ihrer eigenen Kleinfamilie und ihren Statussymbolen interessierte Cousine. Wie ich gerade bei Wikipedia nachlesen konnte, fand die Tat national und selbst international ein breites Medienecho. Mit meiner Reaktion befinde ich mich also sogar in guter Gesellschaft.
Meine Cousine sucht - ähnlich wie dein soziales Umfeld - gezielt nach vermeintlichen Schwächen, womit sie mich treffen will. Übrigens macht sie das ganz ähnlich mit ihrer älteren Schwester, die sie auf subtile Art und Weise auch gern bei Familientreffen "alt aussehen" lassen will und hinter deren Rücken sie versucht, Stimmung gegen sie zu machen (aus Neid, weil deren Sohn erfolgreich Medizin studiert hat, inzwischen Oberarzt an einer Uniklinik und mit einer Ärztin verheiratet ist). Wäre sie wirklich zufrieden mit ihrer Lebensleistung, hätte sie das wohl kaum nötig. Selber hat sie sich in meinen Augen - bei boshafter Betrachtung - schon mit 20 flachlegen lassen, "musste" heiraten, hat ihren gesamten Wohlstand ganz überwiegend der Unterstützung durch Eltern und Schwiegereltern zu verdanken und der Tatsache, dass sie verheiratet ist. Beruflich hat sie selbst jedenfalls nichts Besonderes erreicht, davon allein könnte sie sich ihren Lebensstandard niemals auch nur ansatzweise leisten, ist vielmehr darauf angewiesen, dass ihre Ehe hält. Da redet man sich manches schön. Wenn sie meint, darauf dennoch stolz sein zu können und auf andere herabsetzen zu müssen, nur weil diese nicht verheiratet sind und keine Kinder haben (sie selbst hat auch nur ein einziges): Bitte!
Sollte ich die Person noch einmal wiedersehen, wenn es sich nicht vermeiden lässt (Beerdigung oder dergleichen), bin ich innerlich von vornherein auf Krawall gebürstet. Fiese Bemerkungen verteilen kann ich auch, ich werde auf die keine Rücksicht mehr nehmen.