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Sind Wirtschaftsbeziehungen wichtiger als Menschenrechte?

M

Manuel+

Gast
Wie nicht anders zu erwarten, waren die deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen der letzten Tage aus der finanzwirtschaftlichen Perspektive betrachet ein voller Erfolg: Die Wirtschaftsbeziehungen wurden weiter ausgebaut, die politischen Beziehungen vertieft.

Was aber ist mit den Menschenrechten, die das kommunistische Regime tagein tagaus mit Füßen tritt? Darf die deutsche Politik über staatliche Willkür und Folter in China einfach hinwegsehen? Reichen freundlich vorgetragene Forderungen nach mehr Rechtsstaatlichkeit in China wirklich aus?

Hat man gar nichts gelernt aus den freundschaftlichen Beziehungen z. B. zu nordafrikanischen Diktatoren?

Ich bin der Meinung, dass man mit Kriminellen keine Geschäfte machen darf.
 

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mikenull

Urgestein
Dann mußt Du aber auch fragen, ob die Deutschen bereit wären auf preiswerte Elektrogeräte zu verzichten und auf eine ganez Menge Arbeitsplätze, die im Export tätig sind.
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Ja, seien wir doch ehrlich. Sie sind es. Es gab da eine interessante Szene während der gemeinsamen Pressekonferenz zwischen dem chinesischen Ministerpräsidenten und der Kanzlerin Merkel.
Just in dem Moment, in dem die Kanzlerin auf die Menschenrechts-Situation in China zu sprechen kann, hatte ihr chinesischer Gast große Probleme mit seinen Kopfhörern. Ich mochte da an Zufall so recht nicht glauben.
Jetzt hören und lesen wir doch, allein wie viele Airbusse die Chinesen während ihres Besuchs geordert haben. Da klingeln die Kassen unserer Großunternehmen hier in Deutschland.
Menschenrechte?
Kein Platz. Money makes the world go round...
Seit Jahren liest man grausame Berichte über grausame Hinrichtungen in China. Hörst Du westliche Proteste? Protestiert man gegen die Unterdrückung der Tibeter, ihrer Religion?
Der Dalai Lama wird zum Privat-Besuch empfanden, nicht als Staatoberhaupt.
Geschäftssinn siegt über Moral, Profit hat Vorrang.

Und dann bin ich auch hilflos, wenn ich an den Arbeiter denke, dessen Arbeitsplatz für die nächsten Jahre durch die chinesischen Aufträge gesichert ist.

Soll ich ihm und seiner Familie dann mit Moral und Menschenrechten kommen?

Kann ich nicht.

Hans
 
M

Manuel+

Gast
Ja, seien wir doch ehrlich. Sie sind es. Es gab da eine interessante Szene während der gemeinsamen Pressekonferenz zwischen dem chinesischen Ministerpräsidenten und der Kanzlerin Merkel.
Just in dem Moment, in dem die Kanzlerin auf die Menschenrechts-Situation in China zu sprechen kann, hatte ihr chinesischer Gast große Probleme mit seinen Kopfhörern. Ich mochte da an Zufall so recht nicht glauben.
Jetzt hören und lesen wir doch, allein wie viele Airbusse die Chinesen während ihres Besuchs geordert haben. Da klingeln die Kassen unserer Großunternehmen hier in Deutschland.
Menschenrechte?
Kein Platz. Money makes the world go round...
Seit Jahren liest man grausame Berichte über grausame Hinrichtungen in China. Hörst Du westliche Proteste? Protestiert man gegen die Unterdrückung der Tibeter, ihrer Religion?
Der Dalai Lama wird zum Privat-Besuch empfanden, nicht als Staatoberhaupt.
Geschäftssinn siegt über Moral, Profit hat Vorrang.

Und dann bin ich auch hilflos, wenn ich an den Arbeiter denke, dessen Arbeitsplatz für die nächsten Jahre durch die chinesischen Aufträge gesichert ist.

Soll ich ihm und seiner Familie dann mit Moral und Menschenrechten kommen?

Kann ich nicht.

Hans
Willkommen im Reich der Tiere, Fressbakterien und Wirtschaftskriminellen!
 

mikenull

Urgestein
Wie ich gehört habe, darf VW in China zwei Autofabriken bauen. ( lassen ) Wie wollte man sowas verhindern? Wir wollte man verhindern, daß chinesische Elektronik wenn nicht direkt, über andere Länder in die BRD kommt? Nur etwas teuerer.
Ich glaube, daß es eine Illusion ist, ein Land wegen seiner nicht vorhandenen Menschenrechte zu boykottieren - das ist heutzutage nicht mehr möglich. Und ernstlich will es auch niemand.
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Manuel, deine Verbitterung verstehe ich.

Aber, ich habe das nicht postuliert, beschreibe "nur" eine Wirklichkeit. In meinem Alltag, Manuel, bewege ich mich an Krücken. Hab mich dran gewöhnt, und dennoch:

Nicht selten werde ich auf meinem Weg zur Kasse im Supermarkt fast umgerannt von flott-dynamischen Rentnern, überlaufen von Opis und Omis, die mich ebenso beim Einsteigen in Busse und Bahnen rempeln, dabei ihre Behinderten-Ausweise demonstrativ hinhaltend. Dann bin ich angekratzt, angeätzt.

Essen geht vor Moral. Eigensinn vor Ehik. Wir sind dicht am Raubtier, nur mühsam kaschiert. Da bin ich Realist. Dennoch hoffe ich, dass sich die andere Seite in uns, auch in mir, immer wieder Gehör und Raum verschafft,

Hans
 
M

Manuel+

Gast
Entschuldigen Sie, Burbacher!

Ich habe vielleicht etwas scharf formuliert. Aber Sie sind ja meiner Meinung inzwischen näher gekommen, wie aus Ihrem unten zitierten Beitrag hervorgeht.

Ihre Erfahrungen sagen ja auch aus, dass sie gegen das Recht des Stärkeren sind. Ein Raubtierkapitalismus ist keines Menschen würdig. Wir müssen die Kranken und Schwachen beschützen. Oder sollen wir die Altenheime schliessen und ihre Bewohner als Freiwild betrachten? Wer will so was?

Die Erfahrung ist in der Tat oft so, daß sich die Starken über die Schwächeren oft erheben. Eine Art Naturrecht, über dem der Mensch eigentlich stehen sollte.

Und wenn man wirtschaftliche Vorteile über die Menschenrechte setzt, erklärt man einige Menschen zu Freiwild. Das wäre ein Rückfall in die Zeit vor annähernd 100 000 Jahren. Leider macht sich die Bundesrepublik durch ihre Regierung mal wieder zum Komplizen von Kriminellen.

Die Wirklichkeit mag so sein, daß sich die Stärkeren bedienen. Aber so sollte niemand handeln und so muss auch niemand handeln.

Manuel, deine Verbitterung verstehe ich.

Aber, ich habe das nicht postuliert, beschreibe "nur" eine Wirklichkeit. In meinem Alltag, Manuel, bewege ich mich an Krücken. Hab mich dran gewöhnt, und dennoch:

Nicht selten werde ich auf meinem Weg zur Kasse im Supermarkt fast umgerannt von flott-dynamischen Rentnern, überlaufen von Opis und Omis, die mich ebenso beim Einsteigen in Busse und Bahnen rempeln, dabei ihre Behinderten-Ausweise demonstrativ hinhaltend. Dann bin ich angekratzt, angeätzt.

Essen geht vor Moral. Eigensinn vor Ehik. Wir sind dicht am Raubtier, nur mühsam kaschiert. Da bin ich Realist. Dennoch hoffe ich, dass sich die andere Seite in uns, auch in mir, immer wieder Gehör und Raum verschafft,

Hans
 

gflash

Aktives Mitglied
Hallo,

die Frage ist, ob wir die Menschenrechten in China fördern würden, indem wir weniger oder keine engen Wirtschaftsbeziehungen zu dem Land haben. Das würde die wirtschaftliche Situation der Menschen dort verschlechtern, und damit auch insgesamt die Lage im Land. Gewonnen hätte dann am Ende niemand.

Viele Chinesen kommen nach Deutschland, um hier zu studieren. Dabei sehen sie wie wir hier leben und welches politische System wir haben. Ich denke, das ist ein Weg um die Menschenrechte in China zu stärken: Der jungen Generation zeigen, wie es besser geht, in der Hoffnung dass sie einiges davon in den nächsten Jahrzehnten umsetzen.
 
T

The Collector

Gast
Das sehe ich anders.


Solange Deutschland und ganz Europa den Amerikanern und ihren immer noch total erlogenen und illegalen Einsätzen Verständniss zubringt brauchen die sich bei China nicht zu beschwerden.

Seit Jahren ist nun schon ein sinnloser Krieg in Afghanistan und der im Irak fand sowieso nie eine Rechtfertigung. Die Amerikaner haben die Taliban erst an die Macht gebracht als die Sowjets das Land bedrohten. Osama wurde nicht in einem Feuergefecht sondern ganz bewusst erschossen und Sadam Hussein war in den 80ern noch ein guter Freund der Amerikaner. Jetzt plötzlich war er ein skrupelloser Diktator und musste sterben, wobei Gaddafi und Mubarac auch nichts anderes waren, aber da gabs kein wirtschaftlichen Grund wie Öl.

In Guantanamo wurden unschuldige gefoltet und misshandelt und das Jahre lang.

China muss sich von den USA oder von uns deutschen wirklich nicht die Menschenrechte diktieren lassen, wir sind sicher nicht besser als jene Nation, von der wir so schockiert sind. Vielleicht ist es auch der Neid.
 

Shorn

Sehr aktives Mitglied
Das sehe ich anders.


Solange Deutschland und ganz Europa den Amerikanern und ihren immer noch total erlogenen und illegalen Einsätzen Verständniss zubringt brauchen die sich bei China nicht zu beschwerden.

Seit Jahren ist nun schon ein sinnloser Krieg in Afghanistan und der im Irak fand sowieso nie eine Rechtfertigung. Die Amerikaner haben die Taliban erst an die Macht gebracht als die Sowjets das Land bedrohten. Osama wurde nicht in einem Feuergefecht sondern ganz bewusst erschossen und Sadam Hussein war in den 80ern noch ein guter Freund der Amerikaner. Jetzt plötzlich war er ein skrupelloser Diktator und musste sterben, wobei Gaddafi und Mubarac auch nichts anderes waren, aber da gabs kein wirtschaftlichen Grund wie Öl.

In Guantanamo wurden unschuldige gefoltet und misshandelt und das Jahre lang.

China muss sich von den USA oder von uns deutschen wirklich nicht die Menschenrechte diktieren lassen, wir sind sicher nicht besser als jene Nation, von der wir so schockiert sind. Vielleicht ist es auch der Neid.
Nein so kann man das hier geschriebene nicht stehen, gelten lassen.
Das der Krieg nicht unbedingt nötig war/ist mag sein, das die gründe erlogen sind ist falsch.
Sadam Hussein, Muamar el Ghadafi, Osama bin Laden, Ayatolla Khomaini, Mubarac, Hitler
und wie sie alle hießen und heißen, sie alle haben ihr Volk und die Welt in Terror und Krieg versinken lassen.
Mit vielen Mio Toten, allen voran wir selbst mit traurigem Rekord.
Und ebenso wie im 2. WK sind wir angehalten jede Form der Unterdrückung und des Terrors
zu bekämpfen, so wie wir bekämpft wurden als Agressor.
Dies muss und da gebe ich allen Recht nicht immer in Form eines Militärschlages erfolgen, manches könnte auch auf der Politisch, Diplomatischen Bühne entschieden werden.
Allerdings ist dies nicht immer möglich, leider.
Stelle dir einmal vor Hitler hätte den 2. WK gewonnen, dann lebten wir heute in einer Militärdiktatur oder im Kommunismus, beides ist nicht erstrebenswert.
Ebenso verhält es sich oder verhielt es sich allen anderen Diktaturen.
Die Welt braucht eine neue Ethik aber dazu müssen alle Staaten ohne Ausnahme an einen Strang ziehen.
Der Schurken Staat ebenso wie unsere Demokratie - Wunschdenken -.
Fast immer sind neben politisch ideologischen auch wirtschaftliche Gründe, Grund für einen bewaffneten Konflikt somit werden Wirtschaftliche Interessen über die Meschlichkeit (Ethtik)
gestellt, verkümmert bis zur bedeutungslosigkeit, dieses gilt auch für China wo ein Menschenleben manchmal weniger zählt als ein Sack Reis.
Fakt aber ist das dieses Land eine aufsteigende Wirtschaftsmacht ist mit einem unvorstellbar großen Markt, gemessen an der Einwohnerzahl .
Diese gilt vor allem für so ein High tech Land wie der BRD

Shorn
 

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