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Sind reiche Menschen wirklich so viel glücklicher? Ständiges Gedankenspiel

  • Starter*in Starter*in SanfterTiger
  • Datum Start Datum Start
Nein, reiche Menschen sind definitiv NICHT glücklicher. Ob ein Mensch glücklich ist, hängt nicht von seinem Reichtum ab. Klar, Armut kann viele Sorgen bereiten, aber dieses Grundgefühl, ob man zufrieden oder glücklich ist, das ist unabhängig vom Geld. Gerade viele Reiche sind ja sehr unglücklich.
Zufriedenheit ist etwas, das man lernen kann und gerade Menschen, die mit wenig zufrieden sein können, sind umso glücklicher.

menschen die wenig haben, müssen sich ja mit dem wenigen zufrieden geben. sie haben keine andere wahl. ob sie deshalb glücklicher sind als reiche menschen, glaube ich nicht.

deshalb würde ich behaupten, macht reichtum glücklicher als armut.
 
Der schwachsinnige Artikel ist jetzt aber bitte nicht dein Ernst, oder? 😱

"Es kommt nicht so sehr darauf an, wie viel davon ein Mensch besitzt, sondern was er damit macht - ob er Geld hortet oder für Erfahrungen ausgibt. Erlebnisse wie Reisen, Restaurantbesuche oder Familienausflüge bescheren ein länger anhaltendes Gefühl von Glück als materielle Versüßungen des*Daseins"


LOL
*aua*
 
Zufriedenheit ist etwas, das man lernen kann und gerade Menschen, die mit wenig zufrieden sein können, sind umso glücklicher.

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das bezweifel ich aber stark, dass solche menschen glücklich und zufrieden sind. sie werden sich mit ihrer bedürftigkeit abgefunden haben.
es wird keinen geben, der sich freut, arm zu sein.
 
Ich empfinde es durchaus als Glück, die Miete ohne weiteres bezahlen zu können, keine Schulden zu haben, keine Rechnungen offen zu haben, die nötigen Anschaffungen umgehend machen zu können und auch keine Angst vor dem Alter haben zu müssen. Das anders zu sehen, käme mir idiotisch und verlogen vor.

Der materielle Wohlstand ist schon die Basis für vieles, was ich sonst nicht hätte. Das kann man schon sagen, dass das glücklicher macht. Natürlich bedrückt einen auch so so manches, man hat seinen Kummer und seine Sorgen, aber ohne die materielle Grundlage sähe es erheblich düsterer aus. Da würde ich nichts leugnen.

Da ich diese Grundlage habe, kann ich mein Leben auch genießen, aber dieses Genießen besteht für mich nicht aus Kaufen und Anschaffungen, denn das wird ab einem gewissen Grad reizlos. Ein großer Luxus sind für mich die persönlichen Freiräume für eigene Interessen. Sie machen mich glücklich, aber die Basis dafür ist der materielle Wohlstand. Ohne den wäre es arg trostlos...
 
das bezweifel ich aber stark, dass solche menschen glücklich und zufrieden sind. sie werden sich mit ihrer bedürftigkeit abgefunden haben.
es wird keinen geben, der sich freut, arm zu sein.

Ich kann mir schon vorstellen weshalb eine solche Denke, schon fast staatlich angeordnet ist und auch deshalb von Medien und selbsternannten Experten eher breitgetreten wird. Wenn eine handvoll Menschen die Hälfte des Gesamtvermögens besitzen...stell dir vor das stinkt morgen jedem. ^^
 
Das sehe ich komplett anders, und der zweite Satz beinhaltet auch nur die halbe Wahrheit. Wenn ein Mensch arm wie eine Kirchenmaus ist und deshalb unglücklich durchs Leben geht - hängt das in diesem Fall sehr wohl vom fehlenden Geld ab.

Natürlich sind im Durchschnitt betrachtet reiche Menschen glücklicher weil man sich um den Broterwerb, respektive die finanzielle Absicherung keine Gedanken machen muss. Es fällt ein großer Faktor, der einem tägliche Sorgen bereiten und welche Unglücklich machen kann, weg.

Von daher weiss ich nicht, auf welcher Grundlage man dann gegenteiliges behaupten kann. Ist ein einfaches Rechenspiel.

Nur weil jemand nicht reich ist, heißt das nicht, dass er komplett arm wie eine Kirchenmaus ist! Das solte man mal grundlegend klären, bevor man darüber diskutiert. Wir reden hier ja nicht vom extremem Reichtum im Gegensatz zur extremen Armut. Wir reden davon, ob Reichtum ein Garant für Glück ist- und das ist er nicht!
Reichtum MACHT nicht glücklich.
Armut kann unglücklich machen- das ist keine Frage. Vor allem, wenn die Existenz bedroht ist, oder man einfach sich niemals etwas gönnen kann, so macht sie unglücklich, weil sie bedroht.
Die Lösung dafür wäre aber nicht Reichtum, sondern eben ausreichend zum Leben zu haben.
Die Basis muss stimmen, das ist klar. Aber alles was daruber hinaus geht ist total subjektiv. Wie man dieses "ausreichend" definiert ist aber eben auch ein großer Indikator für Glück- selbst wirklich reiche Menschen klagen ja über ihre Geldsorgen.
Die Faktoren, die einen Menschen glücklich machen sind sehr vielfältig- ein wichtiger ist es jedoch, dass man mit dem was man hat (jetzt mal voraussgesetzt, dass man eben einigermaßen über die Runden kommen kann, und nicht um seine Existenz, seine Gesundheit oder gar sein Leben fürchten muss) zufrieden sein kann. Und das gilt sowohl für den Reichen, als auch für den eher armen.
Ein Geringverdiener in seiner kleinen Mietwohnung kann viel zufriedener sein, als ein Reicher in der Villa.
Der Reichtum ist eben kein Garant für Glück. Im Gegenteil: Meine Erfahrung ist, dass das subjektiv empfundene Glück ab einem gewissen Einkommen sogar kippt.

Die meiste Jammerei über Geldsorgen höre ich von Leuten, die man landläufig als reich bezeichnet. Für mich auch eine neue Erfahrung, weil ich nicht aus reichen, aber aus zufriedenen Verhältnissen komme. Aber ich erlebe oft, dass gejammert wird, weil zB die Zinsen momentan so schlecht sind, man nicht weiß, wo man die 100 000 die man gerade übrig hat anlegen soll, oder weil Wertverlust des neuen BMW so hoch ist usw.
Ich habe Kinder erlebt, die an Depressionen leiden, aber ein Pferd, allen Technischen Schnickschnack dieser Welt und Taschengeld von mehreren hundert Euro im Monat haben. Auf der anderen Seite sehe ich Kinder, deren Eltern eben einigermaßen über die Runden kommen und die sich wirklich keinen Luxus leisten können, die aber mit einem einfachen Campingurlaub glückseelig sind.

Ich kenne auch genug "Reiche" Leute, die glücklich sind- aber es ist niemals der Reichtum allein, der sie glücklich macht, sondern die Fähigkeit, ihr Leben zu genießen. Diese Fähigkeit kann man nicht kaufen und man erwirbt sie auch nicht automatisch mit dem Reichtum.
 
Da ich diese Grundlage habe, kann ich mein Leben auch genießen, aber dieses Genießen besteht für mich nicht aus Kaufen und Anschaffungen, denn das wird ab einem gewissen Grad reizlos. Ein großer Luxus sind für mich die persönlichen Freiräume für eigene Interessen. Sie machen mich glücklich, aber die Basis dafür ist der materielle Wohlstand. Ohne den wäre es arg trostlos...

Deine Meinung finde ich insgesamt ausgewogen und nachvollziehbar. Ich bin davon überzeugt, dass eine Haltung "je ärmer - je glücklicher" Unsinn ist.

Jedoch möchte ich darauf aufmerksam machen, dass materieller Wohlstand nichts ist, was wir festhalten können. Gut gefällt mir, wenn jemand sagt, dass ihn viele gute soziale Beziehungen glücklich machen. Aber auch hier gilt: Es ist nichts, was wir festhalten können. Auch Gesundheit können wir nicht festhalten.

Mir erscheint es erstrebenswert Glück an Faktoren fest zu machen, die unabhängig äusserer Umstände Bestand haben.
 
...man könnte es im Grunde mit dem Thema "wohnen" vergleichen: Natürlich ist es schlimm und S****, obdachlos zu sein, oder auch in einer Wohnung zu wohnen, die einfach nur ein Loch ist, oder zu klein, oder wenn man eben jeden Monat kämpfen muss, dass man seine Miete überhaupt zahlen kann. Aber wenn die Basis stimmt: Sprich, man hat eine Unterkunft, die ausreichend ist und einigermaßen komfortabel und die man sich leisten kann, so kann man darin glücklich sein. Man ist deswegen noch nicht reich- aber muss man das?
Es braucht keinen Palast zum glücklich sein, bzw kann man nicht davon ausgehen, dass der Nachbar in der großen Villa glücklicher ist.
WIE man sich in seinem Haus (sprich: in seinem Leben) einrichtet und sich dort fühlt, ist auch eine Frage der individuellen "Glücksfähigkeit".
 

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