diabolo
Aktives Mitglied
Das ist nicht richtig, denn es handelt sich hier um eine Ehe und zu der gehört die (aus freien Stücken eingegangene) Verpflichtung zu "ehelichen Gemeinschaft". Die dauerhafte Verweigerung des Beischlafs ist eine schwere Eheverfehlung. Es ist also, wenn eine Seite dem nicht nachkommt, für die andere Seite durchaus legitim das einzufordern bzw. bei Nichterfüllung keineswegs "unfair" sondern sachlich richtig und geboten ihr die "Schuld zuzuschieben".
digitus
*argl* DAS Thema wurde ja nun lang und breit diskutiert. Die Pflicht des Beischlafes in der Ehe wurde abgeschafft.
Und digitus - wenn es einem Mann "reicht", dass seine Frau aus ehelicher "Pflicht" die Beine breit macht und dabei im Inneren am liebsten ihrem Mann eine Vase auf dem Kopf zerschlagen möchte, weil er sie zu sowas nötigt, dann ist das schon ein Armutszeugnis für den Mann und die Ehe an sich.
Natürlich kann er auch "erwarten", dass sie das dann gerne macht. Das ist so ähnlich sinnvoll, als würde man zu einer anderen Person sagen: "Du liebst mich nicht. Jetzt drück mal auf dein Knöpfchen. Dann erwarte ich von dir, dass du mich für den tollsten Menschen dieser Welt hältst."
Komm jetzt bitte auch nicht mit dem österreichischen Schuldrecht, das diese "Verfehlung" im Scheidungsverfahren berücksichtigt. Um das geht es hier nicht!
Wer unglücklich darüber ist und keine Aussicht mehr sieht, kann sich trennen. Das steht jedem frei - auch, wenn er verheiratet ist.
Ein "Einfordern" von Sex ist im übrigen NICHT legitim - auch nach dem Gesetz nicht.
Schuldzuweisungen finde ich generell sehr kontraproduktiv. Jede Schuldzuweisung negiert die Bedürfnislage des Gegenüber und stellt einen "Ich gut- du schlecht" - Wertemaßstab auf, der nur dazu dient das Selbstwertgefühl des "Gut-Menschen" zu erhöhen.
Keine gute Basis für Beziehungsarbeit.