Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Selbst bei Minijobs als Student hohe Ansprüche?

Die 80er Jahre sind leider vorbei wo man in der Arbeitswelt noch wirklich gut behandelt wurde und immer Chancen auf einen gutbezahlten Job hatte.

Ha, ha du Witzbold.

Hast Du in den 80ern mal als Kumpel im Pütt gearbeitet? Oder am Hochofen? Oder auf einem Fischtrawler? Oder.....oder...

Und nur so: eine Bachelor erhält man nicht für abgesessene Stunden sondern für erbrachte Leistungen.
 
Hallo.

Mich beschäftigt folgendes. Ich bin Student und finanziere mein Studium durch Nebenjobs.

Dabei merke ich, obwohl es nur ein Nebenjob ist, eine hohe Anspruchshaltung gegeben ist. Ich hatte bisher schon einige unterschiedliche Jobs und Vorstellungsgespräche. Mir ist aufgefallen, dass es weder einfach ist einen Minijob zu bekommen noch es eben als nur ein Minijob, also nicht so wichtig, gewertet wird, wie es eben sein sollte.

Meine Erfahrungen waren bisher folgende.

Es wird ständige Erreichbarkeit und Verfügbarkeit vorausgesetzt.

Es gibt keine bis wenige Kulanz was Prüfungen angeht. Man bekommt nicht mal einfach frei deshalb. Denn die Arbeit hat Vorrang. Auch wenn es nur ein Minijob ist.

Selbst Überstunden sind selbstverständlich, am besten unbezahlte. Ob man Termine oder Unterricht hat nach der Arbeitszeit interessiert keinen. Wehrt man sich, dann ist man gleich der Buhmann und kann gehen oder sollte lieber kündigen davor, denn das endet nie gut. Das ist sicherlich auch ein allgemeines Problem, das in vielen Betrieben vorkommt.

Pendeln zur Uni wird gleich als Ausschlusskriterium gewertet oder ein anspruchsvolles Studienfach. Da ja volle Widmung und Flexibilität nicht vorhanden.

Selbst als Student wird gefragt, ob man ein Auto hat, denn wenn jemand ausfällt sollte ich ja so schnell qie möglich da sein können.
Ich finde es nicht selbstverständlich als Student ein Auto zu haben, da ich es mir nicht leisten könnte und auch meine Eltern nicht. Wenn man also aus ärmeren Verhältnissen stammt, wird auch mal gleich aussortiert.

Auch bekam ich schon Absagen, gerade weil ich Student war und diesen Minijob doch nicht für immer ausüben kann. Egal was man macht, ist nicht richtig.

Ich muss jedesmal was vormachen, um einen einfachen, an sich fachlich und geistig anspruchslosen Nebenjob zu bekommen.

Mit vormachen meine ich zu versichern, dass ich "immer" kann unter der Woche und am Wochenende, sie mich also Vor- oder Nachmittags/Abends frei eintragen können. Was als Student in Betracht der Vorlesungen und Prüfungen natürlich nicht realistisch und machbar ist. Ich sage auch, dass ich ein
Auto habe mittlerweile, damit ich keine Absage bekomme.


Andersherum hab ich eine Absage kassiert. Also wenn ich sagte, Mittwochs kann ich nicht, da hab ich eben von 8-16 Vorlesung usw. Oder ich wurde erst gar nicht genommen, wenn ich von "festen" Tagen sprach, wie jeden Samstag oder Montag oder dass ich kein Auto habe, aber mit Bus und Bahn doch gut überall hinkomme.

Oder weil ich ehrlich war und sagte, ich habe eben noch 1 Jahr bis zum Abschluss. Das war dann auch zu wenig. Aber irgendwie muss man sich doch weiterhin finanzieren können!

Ich empfinde das alles absurd und es belastet mich mittlerweile, weil ich es übertrieben empfinde. Ich bin teilweise
wütend und traurig. Das kann doch nicht ernsthaft der Ablauf der Dinge sein?

Wie gehts euch damit? Bin nur ich davon betroffen und ihr habt als Studenten weniger derartige Probleme mit Nebenjobs?

Lg, Marc.

Hi, ich finanziere das Studium mit Hilfe einer Zeitarbeitsfirma. Die Firma hat viel zu tun und hört sich immer bei den geringfügigen Kräften um, wer gerade so Zeit hat und aushelfen kann, sobald der nächste Auftrag reinkommt. Wenn ich etwas in der Uni habe oder privat was geplant habe, lehne ich auch oft Einsätze ab. Für meine Zeitfirma war es bisher nie ein Problem, wenn ich abgelehnt habe. Ein Auto habe ich nicht, meine ZP ist mit dem Semesterticket vollkommen zufrieden. Letztendlich ist es sogar günstiger, weil ich kostenlos fahren darf und mir die Firma kein Fahrgeld zahlen muss.
Ab und zu gibt es auch mal Fahrgemeinschaften, je nachdem, wer so alles im Einsatz ist. Die Einsätze dauern zwischen 3-8 Stunden, ich bekomme immer im voraus eine Info, wie viel Zeit ich einplanen muss. Häufig machen wir Umzüge oder Reinigungsarbeiten. Ich verdienen mind. 9 Euro, manchmal auch mehr mit Zulagen. Die Tätigkeiten sind simpel, ich bin mit der Vergütung zufrieden und komme auf meine Stunden. In der Klausurenphase habe ich auch mal ein Monat frei, wenn ich viel Zeit habe in der vorlesungsfreien Zeit, arbeite ich auch mal 2-3 Wochen Vollzeit. Seit 2 Jahren bin ich dort neben dem Studium tätig. Der Arbeitgeber ist recht entspannt.
 
Ich habe mich von der normalen Arbeitswelt schon seit mehr als einem Jahr ausgeklinkt als der Dank war, dass mir nichteinmal der Bachelor mit über 30 vergönnt wurde obwohl ich immer mein bestes gegeben hatte. Ich lebe derweil noch ohne einem Job aber ich habe schon mir Sachen überlegt wo ich trotzdem auch gutes Geld verdienen kann aber ich keinen Doppelten Doktor schon für den Job als Reinigungskraft brauche 😉 . Ich mache mein Ding und fertig. Die 80er Jahre sind leider vorbei wo man in der Arbeitswelt noch wirklich gut behandelt wurde und immer Chancen auf einen gutbezahlten Job hatte.

Ich möchte mich gar nicht aus der Arbeitswelt ausklinken, dafür macht es mir viel zu sehr Spaß, auch wenns nur (noch) ein Nebenjob ist.

Ich erwarte mit meinen Uni Abschluss auch keinen hohen Verdienst. Ich sage mal durchschnittlich ist realistisch. Es gibt sogar
Welche, die durch eine Lehre besser verdienen als ein frischer Uni Absolvent, da auch jahrelange berufserfahrung.

Den Abschluss mache ich auch nur, weil es mich fachlich interessiert. Nicht weil ich mal
viel Geld erwarte. Dafür bin ich viel zu bescheiden aufgewachsen und mir gings auch als Student ziemlich bescheiden. Darüber will ich mich auch gar nicht beschweren, es gibt weiß Gott schlimmeres.

Dennoch wünsche ich mir insgesamt in der Arbeitswelt eine faire Behandlung, auch wenn es ein Minijob ist, ganz egal was.

Mir geht's gar nicht darum, dass ich zu fein bin oder es gerne bequemer hätte. Es ist einfach nicht fair, wie ich es oft erlebt habe und das spiegelt wohl auch die Arbeitswelt wieder, wenn auch nur andere Themen und Umstände/Bereiche.
 
Stell dir vor im Jahr 2016 gibts noch immer Kupferminen! Hättest nicht gedacht oder? Warum gehst du gleich vom Extrembeispiel aus? Ich meinte allgemein war die Arbeitslage längst nicht so beschissen wie heute. Früher bekamst du mit einem Hauptschulzeugnis eine Lehre nachgeschmissen. Heute wollen sie am liebsten schon ein Abi für eine Lehre und eine richtige Bewerbung und Vorstellungsgespräch für den Job als Aushilfe.

Und klar ich bin in meinem Studium nur schlafend im Hörsaal bzw. Seminarraum auf dem Tisch gelegen wo denkst du hin? Vögel gibts 🙄
 
Stell dir vor im Jahr 2016 gibts noch immer Kupferminen! Hättest nicht gedacht oder? Warum gehst du gleich vom Extrembeispiel aus? Ich meinte allgemein war die Arbeitslage längst nicht so besamst du mit einem Hauptschulzeugnis eine Lehre nachgeschmissen. Heute wollen sie am liebsten schon ein Abi für eine Lehre und eine richtige Bewerbung und Vorstellungsgespräch für den Job als Aushilfe.

Und klar ich bin in meinem Studium nur schlafend im Hörsaal bzw. Seminarraum auf dem Tisch gelegen wo denkst du hin? Vögel gibts 🙄

Dass die Änderungen gestiegen sind heutzutage, muss ich zustimmen.

Selbst für meine Minijobs wurden komplette Bewerbungsunterlagen gefordert mit Noten.

Für eine Bäckerei hat mich sogar die Leiterin, die kein Studium und wahrscheinlich auch kein Abi hat, mich zur Rede gestellt, warum ich mit einem ausreichend in einem Fach in der 11.Klasse! Studieren konnte und es so weit! Geschafft hätte. Ich dachte mich trifft der Schlag. Ich musste mich dafür rechtfertigen bei einer unstudierten und wohl ohne Abi Bäckereileiterin für einen Minijob. Ich musste dann erklären, dass in der Zeit meine Eltern sich haben scheiden lassen und ich mitten in ihrer Ehekrise den ganzen Haushalt übernehmen musste, weil meine Mutter eben ausgezogen ist und ich mich dazu noch um die Geschwister kümmern musste. Das hat sie dann umso mehr verwundert, wie ich so weit kommen konnte.

Die Absurditäten steigern sich wohl mit den Fortschritten der Zeit.

Nach diesem einen ausreichend in einem unwesentlichen Fach wird mich nicht einmal mein studierter Arbeitgeber in einer gehobenen Position fragen.

Soweit ist es gekommen.

Eine andere Bäckerei wollte zu einer Einstellung als studentische Aushilfe mein Abizeugnis ebenfalls sehen.

Ich würde zu gerne mal deren Leistungen und Zeugnisse und Lebensläufe sehen.
 
Ha, ha du Witzbold.

Hast Du in den 80ern mal als Kumpel im Pütt gearbeitet? Oder am Hochofen? Oder auf einem Fischtrawler? Oder.....oder...

Und nur so: eine Bachelor erhält man nicht für abgesessene Stunden sondern für erbrachte Leistungen.

Bierdeckel...hast Du in den 80ziger gearbeitet? Das ist wirklich ein Witz, ein Hohn ist das...

Ihr Studium interessiert mich nicht". Das kanns doch nicht sein?

Was würdest Du dem AG sagen, wenn er sagt, die Arbeit muß der Zahlen wegen an diesem Tag gemacht werden...?

😕

"Ihre Zahlen interessieren mich nicht", oder 😉

Es kommt immer auf die Sicht an...von Deiner oder von deren...

Ob anspruchslos oder nicht - anscheinend muß der Job gemacht werden. Minijobber haben immer die Popokarte.

Ich weiß noch als ich während des Studiums in der Altenpflege gearbeitet habe: Ich habe IMMER die blödesten Schichten bekommen.

Apropo Altenpflege: dies habe ich am Ende des Studium gemacht am Wochenende, so daß ich in Ruhe meine Diplomarbeit (Laborarbeit, in der ich bis in die Abendstunden im Labor oder Bibo verbracht habe)...viell. wäre das ein Job für Dich. Ist aber mit den Alzheimer nicht anspruchslos

Kolya
 
noch mal zu den gemütlichen 80zigern:

Ich habe gleich nach dem Abi gejobbt:

Schweineladen: halben Tag im Gefrierhaus und halben Tag am Band, Akkord. Selbstverständlich war das derzeit KEINE 40 Stunden Woche.

Später habe ich im Hafen gearbeitet. Das glaubt mir kein Mensch unter was die Menschen dort gearbeitet haben.

Kennst Du nicht Wallraff "ganz unten"? Hätte von mir sein können oder von vielen anderen, die in der Zeit gearbeitet haben als Arbeiter.

Aber wer sagt, daß in den 80ziger man mal eben so leichtes Geld verdienen konnte, hat einfach kein Ahnung.

Kolya
 
Ein Arbeitgeber sagte zu mir klip und klar "Ihr Studium interessiert mich nicht". Das kanns doch nicht sein?

Klar kann das sein. Was hat eine Bäckerei davon, wenn du BWL studierst? Diese sind in erster Linie daran interessiert, jemanden zu finden für deren anstehende Aufgaben. Wenn sie täglich jemanden brauchen, können sie dich nicht nehmen. Wobei das Quatsch wäre bei einem Minijob. Da würde man sowieso nicht täglich mehrere Stunden arbeiten dürfen, sonst wäre es kein Minijob 😕

Vier Seiten Thread und niemand hat bisher gefragt "Was studierst du eigentlich genau?"
Vielleicht kann man dir dann bessere Tipps für mögliche Jobs geben? 🙂
 
Bierdeckel...hast Du in den 80ziger gearbeitet? Das ist wirklich ein Witz, ein Hohn ist das...



Was würdest Du dem AG sagen, wenn er sagt, die Arbeit muß der Zahlen wegen an diesem Tag gemacht werden...?

😕

"Ihre Zahlen interessieren mich nicht", oder 😉

Es kommt immer auf die Sicht an...von Deiner oder von deren...

Ob anspruchslos oder nicht - anscheinend muß der Job gemacht werden. Minijobber haben immer die Popokarte.

Ich weiß noch als ich während des Studiums in der Altenpflege gearbeitet habe: Ich habe IMMER die blödesten Schichten bekommen.

Apropo Altenpflege: dies habe ich am Ende des Studium gemacht am Wochenende, so daß ich in Ruhe meine Diplomarbeit (Laborarbeit, in der ich bis in die Abendstunden im Labor oder Bibo verbracht habe)...viell. wäre das ein Job für Dich. Ist aber mit den Alzheimer nicht anspruchslos

Kolya

Also darf ein Minijobber an seinen Prüfungstagen nichts verlegen und kann die Uniprüfung nicht ablegen? Es geht nicht mal ums frei nehmen sondern ums verlegen. Ih darf doch wohl meine Prüfungen ablegen dürfen. Das hat Vorrang auch gesetzlich.

Ist das die Lösung? Nehm ich so nicht an, was auch nicht richtig ist so. Wenn du ein Kind bekommst, als Vater z.B. ist das auch ein Grund oder ein Todesfall.

Eben nicht. Minijobber haben dieselben Rechte und Pflichten wie ein Vollzeit Arbeitnehmer. Es ist doch keine Freikarte sie auszubeuten nur weil sie Minijobber sind.

Eure Antworten find ich zum Teil erschütternd.
 
Klar kann das sein. Was hat eine Bäckerei davon, wenn du BWL studierst? Diese sind in erster Linie daran interessiert, jemanden zu finden für deren anstehende Aufgaben. Wenn sie täglich jemanden brauchen, können sie dich nicht nehmen. Wobei das Quatsch wäre bei einem Minijob. Da würde man sowieso nicht täglich mehrere Stunden arbeiten dürfen, sonst wäre es kein Minijob 😕

Vier Seiten Thread und niemand hat bisher gefragt "Was studierst du eigentlich genau?"
Vielleicht kann man dir dann bessere Tipps für mögliche Jobs geben? 🙂

Für einen Bäckerei Job braucht man generell kein Studium und auch kein Abi im Übrigen.

Es geht nicht um tägliche Vollzeitarbeit sondern von Anfang an um einen Minijob. Studentische Aushilfe nennen die das sogar selber. Auch ein Student ganz egal was er studiert kann Brötchen verkaufen. Oder etwa nicht?!
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben