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Seit wir zusammen wohnen haben wir immer wieder Streit

sunset7

Mitglied
Hallo zusammen

Ich habe momentan ein Problem mit meine Freund, welches mich immer mehr belastet...

Wir wohnen seit Ende Mai zusammen. Mein Freund arbeitet jeden Tag mind. 4 Stunden weniger als ich, was vielleicht wichtig ist zu erwähnen...Gestern haben wir dann mal wieder über das Thema Haushalt diskutiert. Er findet ich mache zu wenig und merke auch zu wenig was ansteht. Ich finde aber, dass ich genug mache und nicht mehr Zeit habe zu Putzen..ich arbeite ja auch viel. Meiner Meinung nach find ich auch, dass er e masslos übertreibt mit der Sauberkeit. Beispiele dafür wären: Dass er das Lavabo in der Küche nicht benützt, weil es schön und sauber bleiben soll oder dass er jeden Tag mehrmals den Boden aufnimmt und mir dann zeigt wie viele Haare es wieder von mir am Boden gehabt hat (so dass ich mich fast schuldig fühle). Ich war früher eher chaotisch aber seit wir zusammen wohnen, habe ich mich verändert für meinen Freund. Er schätzt das aber nicht und denkt immer noch ich mache zu wenig. Für mich macht das Sinn, dass derjenige der 4 Stunden weniger arbeitet auch mehr im Haushalt macht, das würde ich auch machen wenn ich mehr Zeit hätte als er. Er denkt aber ich sage das nur so. Was mich auch enttäuscht ist, dass er mir vorwirft Sätze von mir wie z. B dieser "Ich kann ja den Briefkasten um 12.15 Uhr nicht mehr leeren, wenn du ihn bereits um 11.30 Uhr leerst" seien nur Ausreden. Was nicht stimmt! Wenn ich ihm dann von meinen Problemen erzähle: zu wenig kuscheln, Küssen, sagen dass er mich liebt, Komplimente machen statt immer nur an mir rummeckern, mich akzeptieren wie ich bin und akzeptieren dass ich gerne mit meinen Eltern und meiner Schwester abmachen möchte (ohne ein schlechtes Gewissen zu haben) nimmt er es irgendwie nicht ernst. Was soll ich machen? Wir finden momentan keine gemeinsame Lösung aber ihn so schnell aufgeben und alles hinschmeissen, möchte ich auch nicht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat einen Tipp für mich?

Danke euch fürs Zuhören und evtl. Meinungen dazu....
 

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Hallo! Natürlich sollte er mehr im Haushalt machen als du, wenn du mehr arbeiten gehst, daher mehr verdienst und daher auch finanziell mehr zur Erhaltung eures Lebensstandards beiträgst. Aber natürlich muss die Relation stimmen. Wenn er ein sehr sauberkeitsliebender Mensch ist - genieße es - es gibt Schlimmeres (aber echt). Das bedeutet aber auch, dass die anfallende Hausarbeit in Summe mehr ist, vor allem wenn man all die künstlichen Handgriffe zur Vermeidung von Schmutz als Arbeit hinzurechnet. Diese Gesamthausarbeit ist es, die ihr dann im Verhältnis 1:1,5 aufteilen müsst. Schlecht ist, wenn du nur deine Mindesthausarbeit im Verhältnis 1:1,5 aufteilst - dann ist klar, dass er sich benachteiligt fühlt. Wenn er im Grunde aber so reinlich ist, wird er vermutlich ohnehin viel putzen und sein Bestes geben - daher überlege, ob du noch Ressourcen für bestimmte Handgriffe hast, die du ihm komplett vom Rücken nimmst. Er wird dir im Gegenzug auch in der Sache mit deiner Mutter bzw. den Geschwistern entgegenkommen.
 

LunaLina

Mitglied
Hallo :)
Ich wohne seit Februar mit meinem Freund zusammen.
Wir hatten Anfangs dieselben Probleme, was sich aber zum Glück erledigt hat.
Mit der Zeit lernt man mit den Macken des anderen umzugehen und findet Kompromisse.
Vielleicht solltet ihr (so machen wir es und kommen gut zurecht)
am Wochenende einen Putztag vereinbaren und jeder bekommt dann innerhalb der Woche seine festen Aufgaben.
Ich zum Beispiel putze immer das Badezimmer, weil er das nicht gern macht. Und ich falte die Wäsche und hänge sie auf.

Vielleicht legt sich dann auch die Phase mit dem wenigen kuscheln, küssen etc.
Ich denke ihr müsst euch erstmal aneinander gewöhnen. Denn Zusammenleben ist ein großer Schritt.
Man hat plötzlich nicht mehr dieselben Ausweichmöglichkeiten wie vorher.

Sich nur zu streiten wegen dem putzen finde ich sehr schade.

Ich wünsche euch alles Gute :)
 

Ondina

Sehr aktives Mitglied
Ehrlich mich würde es Nerven und in solchen Fällen habe ich mir das ganze Drama dreißig vierzig Jahre weiter mit der Option dass das Leben nicht einfacher sondern Komplexer wird vorgestellt und dann hatte sich so was ganz schnell erledigt.

Ich mein wenn es jetzt schon nicht passt und du jetzt schon genervt bist und dich im Grunde genommen immer Unwohler fühlst was soll das erst werden wenn mal Kinder da sind?!

Und entschuldige Bitte aber ich halte deinen Freund für ziemlich Empathie-los und da ist nix zu machen. Denn wenn deine Wünsche ihm jetzt schon nicht Interessieren und er diese immer wieder negiert was soll das erst in zwanzig Jahren werden, Hilfe.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
wie alt seid ihr und wie lange kennt ihr euch?

zusammenwohnen ist eine umstellung.

macht einen putzplan. redet vor allem drüber wie sich euer zusammenleben gestalten soll?

trennen könnt ihr euch immer noch wenn es überhaupt nicht geht.
 

Cinne

Aktives Mitglied
Dieses Thema kenne ich sehr gut:

Ich bin täglich fast 2 Std. eher zu hause, arbeite aber teilweise mehr Std. wie er.

Er geht davon aus, dass ich deshalb auch mehr putzen sollte...

Mir werden auch jedes mal die haare gezeigt, woe sie am boden liegen und ich soll mich gescheit kämmen.

Ich denke man sollte sich das gemeinsam aufteilen. ich hab dann mal auf stur gestellt und nix mehr gemacht.

Aber ich glaube das geht nie ohne "zickereien", solang nicht einer alles alleine macht.

Ich finde es nun auhc nicht sooooo schlimm.
 

sunset7

Mitglied
Hallo! Natürlich sollte er mehr im Haushalt machen als du, wenn du mehr arbeiten gehst, daher mehr verdienst und daher auch finanziell mehr zur Erhaltung eures Lebensstandards beiträgst. Aber natürlich muss die Relation stimmen. Wenn er ein sehr sauberkeitsliebender Mensch ist - genieße es - es gibt Schlimmeres (aber echt). Das bedeutet aber auch, dass die anfallende Hausarbeit in Summe mehr ist, vor allem wenn man all die künstlichen Handgriffe zur Vermeidung von Schmutz als Arbeit hinzurechnet. Diese Gesamthausarbeit ist es, die ihr dann im Verhältnis 1:1,5 aufteilen müsst. Schlecht ist, wenn du nur deine Mindesthausarbeit im Verhältnis 1:1,5 aufteilst - dann ist klar, dass er sich benachteiligt fühlt. Wenn er im Grunde aber so reinlich ist, wird er vermutlich ohnehin viel putzen und sein Bestes geben - daher überlege, ob du noch Ressourcen für bestimmte Handgriffe hast, die du ihm komplett vom Rücken nimmst. Er wird dir im Gegenzug auch in der Sache mit deiner Mutter bzw. den Geschwistern entgegenkommen.
Danke für deine Antwort...Ich finde das auch logisch, dass derjenige der viel mehr Zeit hat auch mehr macht. Aber er versteht das anscheinend nicht :( Ich würde das gerne für ihn machen wenn ich weniger arbeiten würde. Leider geht es aber manchmal so weit, dass ich mir wünschen würde er wäre nicht so ein sauberkeitsliebender Mensch, weil er es übertreibt und denkt ich muss auch so sein wie er. Ich bin aber anders warum kann er das nicht einfach akzeptieren...Es wäre was Anderes wenn ich meine Kleider am Boden liegenlassen würde, das Geschirr nicht abräumen würde und nie was von mir aus putzen würde. Aber ich gebe ja schon mein Bestes und nutze meine Zeit nach der Arbeit für den Haushalt. Ich finde nur das Leben sollte nicht nur aus Arbeiten und Haushalt bestehen...Das mit meiner Familie verstehe ich sowieso nicht. Was ist daran so schlimm 1 x im Monat zu meinen Eltern Essen zu gehen oder mal mit meiner Schwester was zu unternehmen? Er kann mir keine rechte Antwort darauf geben aber trotzdem bekommen wir jedes Mal wegen diesem Thema Streit. Am Anfang war er so anders...:(
 

Ondina

Sehr aktives Mitglied
Also Ehrlich was ihr euch alles so gefallen lasst und nicht für schlimm befindet ist schon ne Nummer für sich.
Ich bin niemandem sein Dienstbote und wenn er dir schon die Haare zeigt, dann kann er sie auch gleich weg machen und Gut ist, denn du putzt ja auch so manchen Dreck wortlos von ihm weg, oder nicht? Also da bleibt mir Echt die Sprache weg.
Das hat sich mein Mann in all den Jahren noch nicht erlaubt.
 
G

Gast

Gast
Ich glaube, das kennen viele Paare am Anfang des Zusammenlebens. Man muß sich erstmal zusammenraufen, und es gibt nun nicht mehr "mein Revier, Dein Revier", es ist alles ein gemeinsamer Haushalt. Das ist auch eine Art "Machtkampf", was sich da abspielt.

Rumzicken hilft da wenig, setzt Euch zusammen und redet KONSTRUKTIV und sachlich über alles. Die Situation ist für Euch beide neu, da muß jeder sich erstmal dran gewöhnen. Wichtig ist, daß man sachlich sagt: "Ich wünsche mir das und das", und nicht "Du klappst ja nie die Klobrille runter".
 

sunset7

Mitglied
Hallo :)
Ich wohne seit Februar mit meinem Freund zusammen.
Wir hatten Anfangs dieselben Probleme, was sich aber zum Glück erledigt hat.
Mit der Zeit lernt man mit den Macken des anderen umzugehen und findet Kompromisse.
Vielleicht solltet ihr (so machen wir es und kommen gut zurecht)
am Wochenende einen Putztag vereinbaren und jeder bekommt dann innerhalb der Woche seine festen Aufgaben.
Ich zum Beispiel putze immer das Badezimmer, weil er das nicht gern macht. Und ich falte die Wäsche und hänge sie auf.

Vielleicht legt sich dann auch die Phase mit dem wenigen kuscheln, küssen etc.
Ich denke ihr müsst euch erstmal aneinander gewöhnen. Denn Zusammenleben ist ein großer Schritt.
Man hat plötzlich nicht mehr dieselben Ausweichmöglichkeiten wie vorher.

Sich nur zu streiten wegen dem putzen finde ich sehr schade.

Ich wünsche euch alles Gute :)
Danke für deinen Tipp! Das mit dem Putzplan habe ich ihm bereits vorgeschlagen. Seine Reaktion war aber nicht so erfreulich "Wir sind doch nicht im Kindergarten" na toll eine andere Lösung ist mir bis jetzt noch nicht eingefallen...ich hoffe bei uns wird es auch wieder besser und er kann mich auch so akzeptieren wie ich bin. Mache ich bei ihm ja auch obwohl mir nicht alles so passt...

Wünsche euch auch weiterhin alles Gute! :)
 

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