Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Seit Jahren rastlos, alleine und es ist kein Ende in Sicht

Ja, ich weiß dass man sich alleine beschäftigen kann. Ich habe die letzen beiden Wochenenden alleine verbracht (bzw mit meinem Hund) was ich trotzdem als alleine bezeichnen würde. Nur ich bin ehrlich: Ich bin nunmal gerne unter Menschen. Und ich denke auch, dass es auf Dauer mir nicht gut tut, nur alleine zu sein. Und ja vermutlich ist habe ich an mich selbst und auch an andere überzogene Ansprüche. Zu der Phantasie mit berühmt werden: werde ich eh nie machen, wie gesagt. Lediglich eine Dumme Träumerei bzw. Realitätsferne Vorstellung davon wie man an ein bisschen Aufmerksamkeit kommen kann, aber sowas ist aufgrund meiner Arbeit nicht möglich. Allein schon weil ich danach nirgends mehr einen seriösen Job bekommen würde.
Mein Leben ist nur so langweilig und ich habe keine Ahnung wie ich das ändern kann. Tu mir ja allein schon so schwer irgendwen für banale Unternehmungen zu finden. Zu den Vorschlägen mit wandern und Verein: wandern ist so auf Dauer nicht mein Ding. Hab es schon öfters ausprobiert aber hatte da nie wirklich Spaß. Und Vereine kenne ich in meiner Umgebung keine, wo ich Interesse für hätte. Ehrlich gesagt würde es mir schon reichen, wenn ich am we wen hätte mit dem ich abends was trinken gehen kann, neue Restaurants ausprobieren oder Ski fahren oder einfach zuhause was trinken und quatschen (sowas hatte ich bis vor kurzem ja noch). Jetzt stehe ich eben wieder allein da. Wie so oft in meinem Leben. Ich meine ich bin es irgendwie auch gewohnt. Aber ich leide trotzdem darunter🙁
 
Oh Mädel, du scheinst an potentielle Freunde/Partner aber auch keine Ansprüche zu haben. Hauptsache, du hast jemanden, den du voll quatschen kannst.

Nicht die beste Voraussetzung wenn wir ehrlich sind , so wirst du wieder an Leute geraten, denen du relativ egal bist.
 
Da bleibt wohl nur die Flucht nach vorne. Könntest dich ja hier mal anmelden und nach interessanten Menschen Ausschau halten. Sind ja fast alle einfach mal so anschreibbar und vllt ergeben sich paar Dialoge, Telefonate, was auch immer. Ist nicht das Optimum zugegeben, aber mal wieder näheren Kontakt mit jemanden zu haben, gibt einem doch das Gefühl, dass man akzeptiert wird und scheinbar doch nicht so schlimm, dass alle vor einem wegrennen.

Und wenn du einen Hund hast, kannst du ja mal an öffentlichen Orten spazieren gehen, da ergibt sich doch immer was und wenn es nur ein lockerer Plausch ist.

Ich für meinen Teil bin ein introvertierter Mensch und mag es gar nicht unter einem Vorwand Leute gezwungen anzusprechen. Ich muss aber gestehen, dass sich im Alltag doch schon einige Chancen bieten mal mit wem ins Gespräch zu kommen. Und wenn man nur eben mal in was einsteigt. Ich für mich entscheide mich bewusst dagegen, weil ich authentisch bleiben möchte, aber für andere, vllt sogar dich, kommt das sicher gelegen.
 
Wenn man "sucht" hebt man meißt nur den Müll auf, den andere schon nicht haben wollten oder solche, die einen nur ausnutzen (egal in welcher Form) so meine Erfahrung.

Einen wichtigen Punkt gibt es. Wenn man alleine nicht glücklich sein kann, dann ist man es in einer Beziehung auch nicht und gibt, wenn auch unterbewußt, solche "Signale" an die Umwelt.

Einen Punkt finde ich immer schräg, das wenn Menschen etwas aufgeben und denken da gibts noch was besseres. Ein Trugschluß, den man erst bemerkt, wenn man weis was man weggeschmissen hat und den Vergleich zu dem angeblich Besseren hat.

In Beziehungen läuft nie alles "gerade". Sowas gibt es nicht und ich hab auch immer überlegt woher nur diese Unzufriedenheit immer kommt. Man sollte doch dann viel eher über "Missstände" reden und versuchen einen gemeinsamen Nenner zu finden. Erst wenn das nicht zu gehen scheint, sollte man es beenden.
Ich betrachte es als sehr schwierig in der heutigen digitalen Zeit einen einigermaßen passenden Partner zu finden.
Versuche es mit Joggen, Vereinen oder anderen Hobbys. Da ergibt sich vielleicht was...

LG
 
Hi Linda, ich kann vieles was Du beschreibst sehr gut nachvollziehen, oder wie man heute sagt "Ich fühle das"😉 Ich denke dass Einsamkeit ein riesen Problem in der heutigen Zeit und auch tabuisiert ist, wer gibt schon gerne zu dass er Einsam ist? Ich bin gut 10 Jahre älter als Du, männlich und eigentlich in der gleichen Situation. Ich habe auch alles mögliche versucht, eine Partnerin oder wenigstens Freunde zu finden aber bin gescheitert. All die guten Ratschläge die einem Da immer reflexartig gegeben werden (Verein suchen, Online-Dating, VHS-Kurs) habe ich schon durch, aber es hat nie zu etwas geführt. Ich habe mal in einem Interview von einer Politikerin die Aussage gelesen, dass eine Vielzahl von sozialen Kontakten noch nicht das Gegenteil von Einsamkeit ist. Ich finde, das stimmt einfach. Wenn man mit Menschen Kontakt hat, bei denen keine innere Verbindung entsteht, ist man genau so allein wie vorher. Stell Dir vor, Du bist in einem Fußballstadion in der Fankurve. Du bist aber kein Fan, Dich interessiert noch nicht mal Fußball, bist Du dann weniger allein, obwohl 20.000 Menschen um Dich rum sind? Ich habe keine Lösung, denn ich habe wie gesagt das gleiche Problem und es ist etwas tröstlich dass ich damit nicht "allein" bin😛 Schade dass man Dich nicht anschreiben kann, vielleicht hätte man sich austauschen können. LG und nicht aufgeben!
 
Also…Hallo erstmal! Mit deinem Alter bist du aus meiner Sicht eine junge Frau! Soll da heißen…Betrachtung ist vom Standpunkt abhängig!

Wenn ich deine Zeilen so lese, finde ich auch in Teilen meine Biografie wieder. ZB was Schule angeht!

Einen Rat…kann dir kaum wer geben…dafür ist Empfinden zu subjektiv und Menschen sind - auch bei vielleicht ähnlichen Biografien - zu individuell!

Du liest dich Emotional grade sehr festgefahren. Die berühmte Sackgasse…aus meiner Sicht im Leben eines fast jeden Menschen vorkommend und nichts Ungewöhnliches!

Wenn man ein gefühltes Sammelsurium an Mißbefindlichkeit ist (das meine ich nicht wertend)…dann strahlt man das aus und man lebt es auch irgendwann. Man geht schon mit dieser Negativhaltung an neue Dinge heran und kann dann sagen…ich wusste es doch, ist ja immer so - BEI MIR!

Ich habe für mich folgende Dinge lernen müssen:

1) wenn ich mich selber „nicht komplett“ fühlte…war es verkehrt eine Lösung dafür in anderen Menschen zu suchen! Das funktioniert einfach nicht…
2) wenn es mir alleine gut geht…ich also niemanden „brauche“…bin ich offen für zwischenmenschliche Interaktionen!
3) Sex ist körperlich…(nach C.Bukowski) F***** ist F*****! Sorry…das Zitat lautet halt so! Ich habe oft in der zweiten Hälfte meiner Zwanziger guten Sex mit „mehr“ verwechselt! Darauf hin war ich meist enttäuscht …vom Gegenüber und dann auch noch von Sexualität generell!

Ich bin nun Mitte 40…meine negative Schulbiografie belächel ich heute nur noch! Ich weis heute warum sie so war und habe damit fertig! Die schlimmen Jahre - in denen ich mich ähnlich wie du gefühlt habe - sind auch vorbei und ich verstehe heute zu 95% warum diese Zeit so war! Ich habe gelernt das tiefes zwischenmenschliches Empfinden nicht zwingend Sexualität und Partnerschaft sein muss! Ich musste in den letzten 5 Jahren aber auch erlernen…das eine erfüllte emotionale Partnerschaft ggf auch ohne Sexualität auskommen muss/kann!

Warum schreibe ich das so? Nun…zum Einen stellt das Leben sich immer wieder vor Neue Schwierig, Hindernisse und Herausforderungen…zum Anderen hatte ich also gut 10 Jahre (30 bis 40) in denen die Vergangenheit hinter mir lag…was aber nicht bedeuten sollte, das in der Zukunft nicht wieder dunkle Wolken aufziehen können! (40 bis heute)

Ich nehme das heute aber nicht mehr so schwer! Ich habe irgendwann angefangen meine Haltung zu mir selber zu hinterfragen, zu überdenken und zu verändern! Das mag nicht für jeden das passende Rezept sein…aber es ist möglich damit aus sich selber heraus dir Lebensqualität deutlich zu verbessern!

Man hat nicht alles im Leben selber in der Hand! Gutes lässt sich nicht erzwingen, egal wie sehr man sich danach sehnen mag…
Nicht alles Schlechte lässt sich abwenden, egal wie sehr man sich darum bemüht…
Daraus resultiert…das man manche Zustände im Leben akzeptieren lernen muss/sollte , ohne eine Bewertung dort hinein zu legen! Nicht im Positiven und nicht im Negativen. Dann kann man aufhören Gründe für diese Dinge zwingend bei sich selber finden zu wollen…vor allem bei allem…was nicht rund läuft!

Auch deine Schilderung zum Job…ich habe selber eine sehr bewegte berufliche Geschichte und zu 90% lag jegliches Scheitern nicht bei mir (Insolvenzen zB und ein körperlich gesundheitlicher Einbruch, der einen Neustart unumgänglich machte)…natürlich möchte ein jeder einen erfüllenden Job, tolle Kollegen, Wertschätzung und ein gutes Gehalt! Bei den wenigsten Menschen ist das Aber vollumfänglich so. Wenn es privat halt ebenfalls hakt…fällt das direkt mehr ins Gewicht! Ich bin nun seit 12 Jahren Angestellter im öffentlichen Dienst, in einem städtischen Beteiligungsunternehmen…da lechzen in diesen oft wackeligen Zeiten viele Menschen nach! Manchmal bin ich es aber einfach nur satt! Das was ich eigentlich machen möchte - kann ich nicht mehr…das was ich mache…möchte ich manchmal nicht mehr! Aber was ist der kleinste Nenner aller Jobs, die man haben kann? Ein pünktlicher Gehaltseingang! Ansparen einer Rente…

Ich vermute, das auch in deinem Leben reichlich versteckte Kleinigkeiten zu finden sind, im Jetzt und Hier…die du eventuell gar nicht wahrnehmen kannst! Ja…das Leben kann sich bescheiden anfühlen und es hilft meist nicht, sich nur daran zu orientieren, das es auch noch schlechter geht! Was kann man tun?
Das Erste hast du schon getan! Du hast dir diese Plattform gesucht…und dich im Schutz der Anonymität geöffnet! Sehr gut!
Dir gefällt dein Leben zur Zeit nicht, du hast es bemerkt und bist auf einem guten Weg, eine Änderung in Angriff zu nehmen! Aus dir selber heraus…das ist doch ein toller Anfang!

Das Leben ist schön…auch wenn es oft voll von Mist zu sein scheint. Man muss das Schöne erkennen…

Pack dir mal zB Erbsen in deine Hosentasche. Ein paar Stück…jeden Tag wenn du etwas Schönes siehst, nimm eine davon und tu sie in die andere Hosentasche. Egal was es ist…irgendwelche Tiere draußen, wärmende Sonnenstrahlen…das Lachen über einen Witz, oder einen Scherz! Ein schöner Abend mit deinen Eltern…

Führe Tagebuch über Befindlichkeiten…was man aufschreibt, muss man nicht im Kopf behalten ! Eventuell findest du nach einer Weile Muster, Trigger, oder auch Dinge…sie dir selber unnötig vorkommen…

Ich wünsche dir Kraft und Mut und Zuversicht!
 
Hallo Linda 77,
wenn ich deinen Text lese, denke ich wir sind so etwas wie Seelen verwand, ich möchte dir keine Ratschläge erteilen wie die anderen, die dir Versucht haben gute Ratschläge zu geben, das hilft alles nichts.
Aber ich verstehe was du meinst.
Auch ich bin irgend wie aus der Bahn geraten, und weiß nicht warum.
ich habe einen suppi Job, nach X Versuchen die mir nichts gegeben haben, und eine schöne Wohnung. also währe ja eigentlich alles okay.
Leider nicht so.
Dazu muss ich sagen, das ich schon über 64 bin, aber irgend wie im Geist mich wie erst 30 fühle, das führt dazu das ich immer die falschen menschen kennen lerne, mit denen man sich gut versteht, die dann aber doch Abstand nehmen, weil der Altersunterschied zu groß ist, Schade, suchte doch nur Freundschaft.
Du siehst Du bist nicht alleine, uns bleibt also nur die Hoffnung das es das Schicksal mal gut meint,ich wünsche dir alles Gute und lass die Hoffnung nicht sausen, ich hoffe auch.
Udo
 
Hallo,
wollte nur ein kurzes Update geben: Mit den Unternehmungen am Wochenende läuft es inzwischen besser. Ich bin aktiver auf Facebookgruppen etc. und habe dadurch (im Moment noch recht oberflächliche aber dennoch recht nette Kontakte gefunden). So war ich die letzten Wochenenden recht viel unterwegs. Natürlich auch nicht das was ich auf Dauer suche, mal echte Freundschaften, aber natürlich kann man hier nichts erzwingen und eventuell ergibt sich noch was.
In der Liebe läuft es nach wie vor gar nicht, trotz weiterhin Nutzen von dating apps. Hier bin ich wirklich kurz vorm aufgeben. Aufgeben ist natürlich keine Option, aber ja, ich bin hier wirklich verzweifelt aber auch da kann man nichts erzwingen. Fühle mich aber einfach sehr sehr einsam, da 5 Jahre single sein wirklich sehr lange ist und es mit jedem Tag "unwirklicher" wird, je wieder wen für ne Beziehung zu finden bzw. sich wirklich richtig zu verlieben.
Und auch meine Arbeit wird nicht besser.. aber auch hier sehe ich im Moment keine wirklichen Möglichkeiten. Ich habe mich intern vor einigen Wochen sogar auf eine andere Stelle beworben und mir wurde recht harsch gesagt, dass hier andere den Vorrang hätten und es für mich recht aussichtslos sei... (für mich nicht nachvollziehbare Gründe und daher habe ich mich sehr aufgeregt, was bei meinem Chef gar nicht gut ankam). Naja, also beruflich im Moment auch nicht so toll, da ich mich mit der gesamten Aktion ziemlich unbeliebt gemacht habe...aber kann es jetzt auch nicht ändern.

Schönen Abend euch noch und vielen Dank für die Antworten!
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben