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Seinen Weg gehen oder Meinen?

Geh deinen eigenen Weg!

Dein Mann sieht anscheinend nicht wie sehr du ihn unterstützt.
Lass ihn sehen, wie es ist, wenn du ihm nicht mehr unter die Arme greifst.
 
Ich sehe in diesem Fall auch keinen Verzicht deinerseits.

Es geht auch nicht um Verzicht aufgrund von Kinder und Familie. Vielmehr verzichtet sie auf eine ordentliche Anstellung aufgrunddessen das sie ihrem Mann hilft sich beruflich selbst zu verwirklichen! Da sehe ich schon einen Verzicht.

Ihr Problem ist nicht, Job und Familie unter einen Hut zu bekommen. Vor dieser Frau sollte man vielmehr selbigen ziehen!
 
Ich finde, in einer Famiie ist es jetzt nicht zuviel Opfer, wenn die Ehefrau ihren Mann einige Monate unterstützt.
Das sind jetzt gerade mal 5 Monate, bestimmt nicht zu lange, um sich nie mehr selbstverwirklichen zu können.

Das Problem hier ist ja vielmehr, dass vom Ehemann keinerlei Dank und Anerkennung zu kommen scheint.


Die Frage ist nur, soll die TE ihren Mann auflaufen lassen und hinterher sagen "ich habs dir doch gesagt, ohne mich bist du aufgeschmissen" oder ihm trotzdem noch einige Zeit unter die Arme greifen.
Immerhin werden auch die Kinder und sie darunter leiden, wenn der neue Job den Bach runterläuft.

Ich kann auch nicht verstehen, wie der Mann nicht sehen kann, dass seine Frau eigentlich seinen Laden schmeißt. Zumindest hört sich das hier so an.
 
@ PC

Hmmmhhhhhh... Meine Mutter hat mich und meine Geschwister erzogen und gleichzeitig vollzeit gearbeitet. Das war auch nicht unbedingt ihr Wunschberuf.
Ich kann mich nicht daran erinnern dass mein Vater ihr deswegen die Füße geküsst hat.
Jedem war klar dass es anders nicht geht. Er hat ja uns auch erzogen und gearbeitet.

Was soll der Mann noch mehr tun? Ich verstehe es nicht.
 
Hallo Soey,

deine Frage ist doch eigentlich eine Beziehungsfrage, keine berufliche, oder? Eigentlich würde ich ja immer jedem raten, seinen eigenen Weg zu gehen. Aber...

Beziehung heißt für mich, einen gemeinsamen Weg gehen, mit dem beide glücklich sind. Gibt (gab) es den bei euch? (Auch wenn natürlich jeder seine Freiheiten braucht.)

Nun bin ich seit Januar wieder zu Hause und habe meinem Mann geholfen eine Selbständigkeit aufzubauen.
Ist das SEIN Weg? Oder habt ihr irgendwann gemeinsam beschlossen, dass das EUER Weg sein soll? Wie kam das alles zustande?

Bald werden die letzten Züge vorgenommen und die Eröffnung ist geplant. Ich weiß, dass er ohne mich aufgeschmissen ist.......trotzdem ärgert es mich maßlos, wie er mit mir umgeht. Er sieht den Verzicht meinerseits überhaupt nicht und hat auch keine Ruhe für irgendetwas.
Auch wenn du sagst (und ich dir voll und ganz glaube), dass er ohne dich aufgeschmissen wäre, hängt er sich doch bestimmt auch total rein, oder? Wahrscheinlich kostet ihn das im Moment auch ganz viel Kraft, dann reicht einfach die Kraft nicht mehr auch deine Leistung anzuerkennen. War das vorher auch schon manchmal so, dass er nicht so mit dir umgegangen ist, wie du es dir gewünscht hättest? Dass er dir zu wenig Wertschätzung entgegengebracht hat?

Gespräche führen nur zu Streit.
Das ist das große Problem!

Jetzt hab ich ihm vor Wut an den Kopf geworfen, dass ich mir eine neue Arbeitsstelle suchen werde und er ist der Meinung, dass ich das dann tun soll.
Willst du das denn wirklich, oder nur, um ihm einen Denkzettel zu verpassen? Und was wäre, wenn du es tun würdest? Ich vermute, dass deine Beziehung dann endgültig vor dem Aus stehen würde. Die Frage die du dir stellen musst ist also, ob du wirklich deinen eigenen Weg ohne ihn gehen willst, oder ob du noch eine Chance für euch siehst. Wenn du noch eine Chance siehst, dann müsst ihr EUREN Weg wieder finden!

Liebe Grüße
M.
 
Wer die Frage so stellt (meins oder deins, aber nicht unsers), bereitet schon still und heimlich eine Scheidung vor.
Nein find ich nicht unbedingt. (Kann sein, muss nicht.) Vielleicht hat sich einfach viel zu lange seinen Weg mitgemacht, sich viel zu lange vereinnahmen lassen, ohne was zu sagen, ohne überhaupt zu wissen, wie ein gemeinsamer Weg aussehen kann. Wenn beide diese Notwendigkeiten erkennen, ist es aber m. E. sehr wohl noch möglich, diesen zu finden.
 

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