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"Sein eigener bester Freund sein"

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 125620
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Irgendwie gerate ich fast immer an die falschen Leute und ich verstehe nicht, warum. Ist es, weil ich zu unsicher bin?

Ja das kann durchaus sein.
Wenn man Unsicherheit ausstrahlt, zieht man viel eher Leute an, die einen ausnutzen.

Du hast schlechte Erfahrungen gemacht, aber du kannst daraus lernen.
Achte darauf wenn dich etwas stört und setze dann Grenzen, nicht immer "Ja" sagen wenn du zu etwas keine Lust hast.
 
Man lernt viele Menschen kennen und manchmal findet man unter ihnen einen Freund.

Wie definiert man Freund, was ist ein Freund? Ich habe unentwegt Begegnungen mit lieben Mitmenschen, eigentlich ist keiner dabei, der mir Feind ist und falls ich Zuspruch brauchen würde, oder was auch immer, dann bin ich doch nirgendwo abgelehnt von jenen. Irgendwer kommt, wär da, hat Zeit von der ganzen Truppe, die müssen nicht einmal gut bekannt sein. Alleine ist niemand wirklich.

Dieses Forum ist bereits eine Kommunity, mit der man in kameradschaftlichen Austausch gehen kann, jederzeit, rund um die Uhr. Wildfremde Leute können dir Balsam sein, Hilfe geben, dazu brauchts keine "Beziehung" weiter, also in diesem Sinne kommt mir vor, der Freund ist aufgesplittert in viele Menschen, der mit dir im Austausch steht.
 
Das ist ein guter Einwand. Es gibt den Ansatz dass unser ich auch gesplittert ist in unterschiedliche "ichs" z.B. das Inneres Kind, das unsicher ist. Was würde dieses kind brauchen?
Das kind, das oft fliehen will. Was würde dieses kind brauchen?
So geht der Ansatz, der eigenen therapie und so finde ich heraus was gerade los ist.
Das Kind, das nie sauer sein dürfte. Was braucht das Kind?
Hier ist nur Der Trick herauszufinden, was genau man nicht dürfte oder unterdrückt hatte und diese/s Gefühl/e auszudrücken
 
Kennt ihr das Sprichwort "Sei dein eigener bester Freund?"
Das Sprichwort kenne ich, ja.
Es ist auch gut, sich sich selbst gegenüber so zu verhalten, wie man es sich von einem besten Freund wünscht, bzw. einfach gut zu sich selbst zu sein und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Du kannst schauen: was und wer ist gut für dich, was und wer ist nicht gut.

Das heißt aber nicht, dass man sich von anderen Menschen komplett abwendet und keine Freunde mehr braucht.
Man lernt im Leben viele Menschen kennen, manche nur flüchtig, andere besser und manchmal wird im Laufe der Zeit eine gute Freundschaft daraus.

Du schreibst von dieser "Bekanntschaft" und hast selbst schon längst erkannt, dass das kein Freund war. Vielleicht kannst du aus dieser Erfahrung mitnehmen, dich schneller zu distanzieren, wenn du merkst, dass etwas so gar nicht stimmt. Solche Menschen gibt es leider, aber es gibt auch andere.

Ist es, weil ich zu unsicher bin? Habe ich einfach Pech?
Vielleicht.
Selbstsicheren Menschen fällt es leichter, für sich einzustehen. Sie gehen auch anders auf andere Menschen zu und schließen leichter Kontakte, stehen aber auch mehr für sich selbst ein, wenn ihnen jemand nicht gut tut, bzw. schadet, wie in deinem Beispiel.
 
Wie definiert man Freund, was ist ein Freund?
Das definiert jeder anders für sich. Ich könnte zig Beispiele nennen, die für mich einen Unterschied machen, ob ich jemanden als Freund oder guten Bekannten bezeichne. Gute Bekannte haben das Potenzial, Freunde zu werden. Ab wann jemand ein Freund oder ein guter Bekannter ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt keine Checkliste, an der man ausmachen kann, ob alle "Anforderungen" die einen Freund definieren, erfüllt sind. Das ist wie beim Unterschied zwischen Sympathie und Liebe.
 
Das definiert jeder anders für sich. Ich könnte zig Beispiele nennen, die für mich einen Unterschied machen, ob ich jemanden als Freund oder guten Bekannten bezeichne.
Das finde ich interessant, da ja jeder selber entscheidet, was der andere für mich ist. Also für mich kann der andere ein guter Freund sein, aber ich kann für den anderen eher nur ein Bekannter. Es muss nicht auf gegenseitig beruhen. 🤔

Aber man freut sich natürlich, wenn dem so ist. Ich denke, man möchte genau so geschätzt werden, wie man den anderen schätzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke erstmal für die weiteren Antworten.

Manchmal muss ich an meine "Jugendphase" zurückdenken, denn da gab es eine Zeit, in der ich wirklich gar keine Freunde hatte (ging von der 5. bis 9. Klasse so). In der Grundschule hatte ich vereinzelt Freunde, aber in dem Alter war das auch nicht so schwer. ^^ Ich war als Schüler (und bin immer noch) eher schüchtern und introvertiert, was es natürlich schwierig macht, Freunde zu finden. Darüber hinaus konnte ich mit den anderen Jungs aus meiner (Parallel-)klasse irgendwie so gar nicht "connecten" (lag wahrscheinlich einfach daran, dass ich schwul bin und mich eher mit den Mädchen verstanden habe). Leider waren viele aus meiner Klasse eher so "Tussies" (so oberflächliche "popular girls"), mit denen ich nicht auf einer Wellenlänge war. Dann gab es ein paar wenige Mädels, mit denen ich dann schließlich "connecten" konnte (aber auch erst in der 10. Klasse).

Die Pausen im Gymnasium habe ich immer alleine verbracht und meine Freizeit bestand aus viel Internet und Online-Games. Manchmal macht es mich etwas traurig, darüber nachzudenken, denn ich denke mir dann: "Was hättest du in der Zeit Tolles erleben können mit Freunden?" Andererseits konnte ich das durch Internet/Online-Games etwas kompensieren..

Bin einfach nur froh, aus der Schule endlich raus zu sein und will damit gedanklich auch komplett abschließen, mein Abi ist ja immerhin auch schon 5 Jahre her. Wie macht ihr das eigentlich so, von unliebsamen Gedanken - wie der Schulzeit - sich zu verabschieden? An meiner Vergangenheit kann ich ja sowieso nichts ändern..
 
Wie macht ihr das eigentlich so, von unliebsamen Gedanken - wie der Schulzeit - sich zu verabschieden? An meiner Vergangenheit kann ich ja sowieso nichts ändern..

eben, die Schulzeit ist lange her.
Da sollte man nicht mehr drüber nachgrübeln.
Wenn Gedanken daran aufkommen, versuche die Gedanken auf was anderes zu lenken und sage dir innerlich "Stop"
 
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