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Schwierig! Teenie-Tochter soll Gehhilfe benutzen und weigert sich

Ich würde mich hier mit betroffenen Eltern austauschen:
 
Ich bitte euch um Ideen!
Huhu,

ich kann gut verstehen, dass deine Tochter den Stock verweigert, hätte ich sicher auch in dem Alter. Aber es ist natürlich keine gute Lösung, wenn dann die körperlichen Probleme weiter voranschreiten, wobei ich mich damit nicht gut auskenne, in einigen anderen Kommentaren hier wird ja eher zum Korsett geraten.
Hat sie denn Vorbilder, die auch einen gehstock nutzen? Falls du Instagram nutzt (falls nicht, probiere mal, ob sich die Seiten trotzdem öffnen lassen), kann ich dir diese beiden Seiten/ das Video empfehlen, vielleicht hilft es, wenn sie sieht, dass sie nicht alleine ist:


 
Mit 13 würde man wohl lieber tot über einem Zaun hängen, als mit einem Stock zu gehen.
Das ist einfach schlimm für sie, in dem Alter will man bloß nicht auffallen. Wenn schon auffallen, dann auf jeden Fall positiv, ansonsten wollen alle ja irgendwie in der Masse untergehen.
Ich finde die Idee, über Schuhe nachzudenken wirklich gut, vielleicht kann man da eher helfen?
 
Hat sie denn Vorbilder, die auch einen gehstock nutzen?
vielleicht hilft es, wenn sie sieht, dass sie nicht alleine ist:
Hallo Vogelfrei,
Danke für die Links!

Nein ich denke nicht dass sie da Vorbilder hat, und in ihrem Umfeld gibt es da auch Niemand.
Alle Menschen die mit einem Handicap umgehen sind für mich bewundernswert. Und ich finde diese Profile toll wenn damit offensiv umgegangen wird.

Ich glaube nur in ihrem eigenen Bewusstsein sieht sie sich nicht als "behindert"!
Und ich denke das liegt auch en meiner Erziehung. Nicht dass es etwas Schlimmes oder NEgatives wäre, aber ich habe immer versucht ihr zu vermitteln dass sie ein normales Mädchen wie die Anderen auch ist.
Ich habe ihr erklärt dass fast jeder Mensch Hilfsmittel oder Therapien (aka Brillen, Einlagen, Zahnspangen, Physio etc...) braucht, sie vielleicht etwas mehr als der Durchschnitt aber damit ist es ok!
So auf die Art: Du hast die Brille damit kannst du sehen, du hast die Hörgeräte, also kannst du hören und du hast deine Orthese damit kannst du laufen also kannst du nicht weniger als die Anderen!
Ok sie hat ihren "Hinkefuß" (so sagt sie selber) aber das sieht sie eher als Schönheitsfehler denn als Behinderung!
Ob das so gut war weiß ich nicht aber bisher kam sie mit dieser Einstellung gut zurecht!
Das Bewusstsein dass sie eben doch "anders" ist hat sich erst im letzten Jahr gezeigt. (siehe das Thema mit ihrer Brille) Möglicherweise fällt es ihr jetzt dadurch schwerer manche Dinge zu akzeptiern??
 
Das ist sehr gut.

Bei der Orthopädietechnik kann man ein auf den Patienten maßgefertigtes Korsett anfertigen lassen. Das kann der Arzt verordnen. Das bewirkt auch etwas im Gegensatz zum Stock.
Danke!

Das Thema Korsett schwebt auch schon länger über uns und unser Orthopäde hat uns schon erklärt wie die Behandlung mit Korsett ablaufen würde. Er ist aber der Meinung dass es vermeidbar wäre.

Ich habe das wahrscheinlich schlecht kommuniziert, beim Thema Gehhilfe geht es aber nicht vorrangig um die Skoliose sondern um Überlastung von Knie und Hüfte durch ihre Beinfehlstellung.
Durch ihre Art zu "gehen" macht sie sich die Gelenke kaputt wobei sie durch die angeborene Hüftdysplasie sowieso vorbelastet sind.
Von daher ist das laufen mit Krücke leider notwendig.
Die Auswirkung auf die Skoliose wäre aber AUCH vorhanden. O-Ton Physio: Durch ihr Gangbild macht sie leider 80% der Übungen die sie brav mach wieder zunichte!
 
Mit 13 würde man wohl lieber tot über einem Zaun hängen, als mit einem Stock zu gehen.
Das ist einfach schlimm für sie, in dem Alter will man bloß nicht auffallen.
Das ist mein Dilemma!
Ich verstehe den Punkt auch vollkommen und es tut mir auch leid für sie.

Empfohlen wird uns das von Ärzten / Physio schon seit Längerem (schon vor 2 Jahren hat ein Gelenksspezialist geraten sie sollte am besten 2 (!) Stützen verwenden) aber bisher konnten wir uns noch herummogeln doch mit dem Wachstum (Größe/Gewicht) wird die Sache nicht besser!

Jetzt ist eben leider der Zeitpunkt gekommen dass die Gehhilfe medizinisch unumgänglich ist und ich muss ihr das jetzt auf eine positive Art vermitteln!
(sie ist natürlich bei den Arztgesprächen dabei und weiß dadurch genau um den Zweck und die Notwendigkeit, hört aufmerksam zu und nickt, aber 10 Minuten später kommt ein "SICHER NICHT!"
 
Jetzt ist eben leider der Zeitpunkt gekommen dass die Gehhilfe medizinisch unumgänglich ist und ich muss ihr das jetzt auf eine positive Art vermitteln!
(sie ist natürlich bei den Arztgesprächen dabei und weiß dadurch genau um den Zweck und die Notwendigkeit, hört aufmerksam zu und nickt, aber 10 Minuten später kommt ein "SICHER NICHT!"
Positive Vermittlung gut und schön.
Aber dafür scheint sie ja im Moment nicht zugänglich zu sein.

Kamen in den Arztgesprächen auch die möglicherweise negativen Folgen zur Sprache?
Also ggf. Operation der Skoliose mit längerdauernder Ruhigstellung. Oder verstärkte Schmerzen und evtl. später Einsatz weiterer Hilfsmittel (Rollstuhl, ...).

Was antwortet sie darauf? Aber vermutlich ist das noch viel zu weit weg für sie - das "Fehlentscheidungen" jetzt Auswirkungen auf ihr weiteres Leben haben werden.
Jetzt tut es noch nicht weh bzw. geht noch > deshalb muss ich doch nichts tun. So denkt sie vermutlich.

Problem ist denke ich mal zusätzlich - dass die Skoliose ja nicht nur allein besteht - sondern durch weitete körperliche Einschränkungen ja noch verstärkt wird.
So dass einige der Tipps - wobei ich die Empfehlungen bezüglich Liebscher&Bracht und dieser Schweizerin in diesem Fall bedenklich finde (da umstritten und fehlende Studien) - vermutlich allein nicht helfen werden.

Ein Korsett wäre eine gute Idee - aber fraglich, ob sie das dann auch regelmäßig tragen wird. Denn ganz verstecken kann man das auch nicht.
Ich Kämpfe mit meinem Sohn auch drum, dass er es immer trägt. Mit fast 16 hat der auch keinen Bock mehr. Manchmal zieht das Argument - dass er es bei ordentlichem Tragen eher loswerden, ansonsten sich die Zeit jedoch verlängert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kamen in den Arztgesprächen auch die möglicherweise negativen Folgen zur Sprache?
Ja das kam natürlich zur Sprache!
Ohne Gehhilfe hinkt sie und belastet dadurch Knie und Hüftgelenk extrem!
Der Orthopäde sagt bei ihrer Vorgeschichte kann sie sich bald auf ein künstliches Hüftgelenk einstellen wenn sie sich nicht an die Anweisungen hält!
Jetzt tut es noch nicht weh bzw. geht noch > deshalb muss ich doch nichts tun. So denkt sie vermutlich.
Genau das ist das Problem!
Derzeit sieht sie nur den Nachteil, nämlich dass es ihr unangenehm ist mit der Krücke zu laufen!

Dabei wäre ihr Gangbild so viel besser (und auch sicherer) sobald sie die Krücke verwendet! Das habe ich (und sie wohl auch!) sofort bemerkt als sie sie bei unserem Ausflug in den Zoo verwendet hat!
Auch wäre sie wesentlich sicherer!
Sie stolpert oder stürzt ja auch immer mal wieder beim Versuch mit den Anderen Schritt zu halten!
 

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