Ich glaube fast, ich möchte darüber gar nicht mehr mit meiner Schw.Tochter darüber reden.
Das wäre auch meine Empfehlung. Es geht jetzt seit fast zwei Jahrzehnten so und du solltest dich einfach damit arrangieren und dich weiterhin so oft es möglich ist einladen, um Zeit mit den Enkeln und deinem Sohn verbringen. Höre einfach auf, etwas von ihr zu erwarten oder rein zu interpretieren, dass etwas Konkretes sie stört. Sie kann einfach nichts mit dir anfangen und hat keine Lust im Privatleben zu schauspielern.
Wenn sie beruflich erfolgreich ist, muss sie im Beruf oft genug schauspielern und z. B. mit Kunden, die dem Unternehmen Geld bringen, freundlich Small Talk halten, obwohl sie keine Lust dazu hat. Solche Menschen wollen das dann nach Feierabend nicht mehr machen, was man so gesehen auch verstehen kann.
Es geht wahrscheinlich auch gar nicht um 'war auf der Universität oder nicht', sondern um den Habitus, den sie von Kindheit an verinnerlicht hat und ihr Selbstverständnis was interessante Gesprächsthemen sind, wofür man sich interessiert (Kunst und Kultur) und wie man sich verhält, richtig kleidet und das Besteck anfasst, platt gesagt. Ihr habt einfach komplett unterschiedliche Werte und eine nicht kompatible Einstellung, was im Leben wichtig und erstrebenswert ist.
Die Distanz zwischen euch hat auch nichts mit dir in dem Sinne zu tun. Sie kommt halt nur nicht komplett an dir vorbei, da du nunmal Herkunftsfamilie ihres Mannes bist. Sie wird das bei den Kindern genauso halten. Wenn ihr Kind ein anderes Kind z. B. in der Kita mochte, war das für sie kein Grund, nun auch mit dessen Mutter anzubändeln und gemeinsame Spieletreffs zu planen, wenn die Frau nicht ihre Kragenweite war und sie diese nicht auch ohne das Kind interessant gefunden hätte. Eigentlich nur konsequent von ihr.
Sie schießt ja nicht gegen dich, sondern es ist einfach ein 'leben' und 'leben lassen'. Bisher magst du dich aber einfach nicht damit abfinden. Stattdessen möchtest du, dass sie dir erklärt/begründet, warum sie nicht mit dir befreundet sein möchte.