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Schwiegereltern versorgen

Auch wenn du nach diesem Beitrag nichts (Negatives) über deine Schwiegereltern geschrieben hättest:
Ich finde es unterm Strich gut, dass du dich so klar äußerst.
Es geht ja nicht um ein paar Urlaube oder das eine oder andere freie Wochenende. Es geht darum, ob man verpflichtet ist, sein weiteres Leben komplett nach anderen Menschen auszurichten, und das ist man mE nicht.
@
HeartAttack
Genau, darum geht es! Ich will sie nicht aus meinem Leben verbannen und wünsche mir auch kein schnelles Ende für die beiden. Es geht darum mich nicht mehr einengen zu lassen. Wir haben beide so viel und schwer gearbeitet um uns in unserem Ruhestand mit Anfang 60 Freiheit und Freizeit leisten zu können.
 
Ja, die Bauchschmerzen kann ich verstehen und finde auch, dass die nun erfolgten Erklärungen zum Verhalten der Schwiegereltern einen großen Unterschied machen.

Ich versorg(t)e und pfleg(t)e in den letzten ca. fünf Jahren drei Angehörige. Und zwar einerseits aus der Überzeugung, dass alle drei zu Hause besser aufgehoben sind als in einem Pflegeheim. Andererseits sehe ich aber dadurch auch sehr deutlich, dass man da sehr schnell an (die eigenen) Grenzen stößt, völlig allein gelassen und überfordert das eigene Leben total aus dem Blick verlieren kann. Deswegen denke ich, dass es nur funktioniert, wenn man die Pflege freiwillig und gerne übernimmt. Und mit den Angehörigen grundsätzlich ein gutes Verhältnis hat. Alles andere führt meiner Meinung nach schnell zu Bedingungen, wo eine Unterbringung in einem Pflegeheim für beide Seiten die bessere Alternative darstellt.


Ja, WENN Eltern sich liebevoll gekümmert haben, dann sehe ich es ähnlich. Aber NUR dann. Nie allgemein. Wäre interessant zu wissen, ob der Ehemann von @Monika G. seine Eltern als liebevoll beschreiben würde. Oder ob er aus einer anderen Art des Pflichtgefühls heraus handelt. Jedenfalls scheint auch er an seine Grenzen zu stoßen und dann ist es sicher richtig über Alternativen nachzudenken. Und auch eine Unterbringung in einem Betreuten Wohnen oder einer Pflegeeinrichtung bedeutet ja nicht, dass man sich dann nicht mehr kümmern kann/braucht/darf/muss.
Ich denke schon, mein Mann hat eine gute Kindheit gehabt. Auch wenn er viel Zeit bei seinen Großeltern verbracht hat, weil seine Eltern immer viel gearbeitet haben. Es liegt aber auch in seinem Wesen, auch beruflich, Verantwortung zu übernehmen. Ich glaube im schlimmsten Fall ist wahrscheinlich er zuerst am Ende seiner Kraft. Ich habe in meiner vorherigen Beziehung viel Schlimmes erlebt und dadurch Durchhalten gelernt. Mein Mann kann sehr gut funktionieren, bis zu einem bestimmten Punkt, und dann bricht er ein, wie gestern.
 
@
HeartAttack
Genau, darum geht es! Ich will sie nicht aus meinem Leben verbannen und wünsche mir auch kein schnelles Ende für die beiden. Es geht darum mich nicht mehr einengen zu lassen. Wir haben beide so viel und schwer gearbeitet um uns in unserem Ruhestand mit Anfang 60 Freiheit und Freizeit leisten zu können.
Die alten Leute werden sich ihren Lebensabend auch anders vorgestellt haben. Sie werden auch nicht auf der faulen Haut gelegen haben.
Du schreibst, sie wollten dich nicht pflegen, als du vor 5 Jahren Rückenprobleme hattest.
Was hast du denn von 80jährigen erwartet? Sie wären mit deiner Pflege genauso überfordert wie du mit ihrer.
 
Ich denke schon, mein Mann hat eine gute Kindheit gehabt. Auch wenn er viel Zeit bei seinen Großeltern verbracht hat, weil seine Eltern immer viel gearbeitet haben. Es liegt aber auch in seinem Wesen, auch beruflich, Verantwortung zu übernehmen. Ich glaube im schlimmsten Fall ist wahrscheinlich er zuerst am Ende seiner Kraft. Ich habe in meiner vorherigen Beziehung viel Schlimmes erlebt und dadurch Durchhalten gelernt. Mein Mann kann sehr gut funktionieren, bis zu einem bestimmten Punkt, und dann bricht er ein, wie gestern.
Ich hoffe sehr, dass dein Mann seine Grenzen zu erkennen lernt und die nötigen Konsequenzen zieht, gleichzeitig in einer Weise und in einem Umfang für seine Eltern da sein kann wie es seinem Bedürfnis entspricht. Es ist sicher nicht einfach, dass er und du als einzelne Personen, ihr beide als Paar und mit seinen Eltern als (Schwieger-)Familie alle eure Grenzen, Bedürfnisse und Wünsche in Einklang bringt und ich drücke euch weiterhin die Daumen, dass gute Kommunikation und passende Lösungen möglich sein werden.
 
Die alten Leute werden sich ihren Lebensabend auch anders vorgestellt haben. Sie werden auch nicht auf der faulen Haut gelegen haben.
Du schreibst, sie wollten dich nicht pflegen, als du vor 5 Jahren Rückenprobleme hattest.
Was hast du denn von 80jährigen erwartet? Sie wären mit deiner Pflege genauso überfordert wie du mit ihrer.
Es ging bei meiner Pflege nicht um einen Aufwand wie es sich jetzt für die alten Leute darstellt. Ich bat lediglich um Verständnis, dass ich dort nicht sitzen kann und keinen Alkohol trinke. Vielleicht wäre ab und an mal eine Mahlzeit möglich gewesen zu kochen oder ein Besuch im Krankenhaus, alles das fand nicht statt. Das hätten sie aber mit 80 problemlos tun können.
 
Hallo @Monika G. , wie sieht es denn inzwischen bei euch aus? Hat sich die Situation weiter entspannt? Ich drücke dir weiterhin die Daumen, dass ihr die passenden Angebote und Hilfen findet und die Schwiegereltern sie annehmen. Wünsche dir/euch einen ruhigen Sonntag.
 
Hallo @Monika G. , wie sieht es denn inzwischen bei euch aus? Hat sich die Situation weiter entspannt? Ich drücke dir weiterhin die Daumen, dass ihr die passenden Angebote und Hilfen findet und die Schwiegereltern sie annehmen. Wünsche dir/euch einen ruhigen Sonntag.
Hallo Nachtgespenst, vielen Dank der Nachfrage!
Der OP Termin liegt natürlich allen schwer auf der Seele. Ich versuche nicht über den schlimmsten Fall nachzudenken.
Mein Mann hat inzwischen Kontakt zur Krankenkasse meiner Schwiegermutter aufgenommen und wartet auf eine Rückmeldung für einen Beratungstermin. Es soll unbedingt eine Pflegestufe ermittelt werden um Leistungen in Anspruch nehmen zu können, wie erst einmal eine Haushaltshilfe.
Wir sind auch überhaupt noch nicht weiter, wie es bei privat versicherten Menschen läuft. Ich denke mein Schwiegervater hätte wenigstens nach der OP und mit seinen Vorerkrankungen auch einen Anspruch.
Wenn die Krankenkasse ablehnt, werde ich die Senioren drängen, in den Sozialverband einzutreten, um dort professionelle Hilfe beim Widerspruch zu erhalten.
Das Verhältnis zwischen meinem Mann und mir hat sich tatsächlich ein wenig entspannt. Ich versuche ihn bei diesen Terminen zu unterstützen, meine eigene Mutter hat auch gute Tipps gegeben, sie hat für meinen Vater schon eine Pflegestufe erreichen können und kann uns vorbereiten, wie die Begutachtung abläuft.
 
Mein Mann hat inzwischen Kontakt zur Krankenkasse meiner Schwiegermutter aufgenommen und wartet auf eine Rückmeldung für einen Beratungstermin. Es soll unbedingt eine Pflegestufe ermittelt werden um Leistungen in Anspruch nehmen zu können, wie erst einmal eine Haushaltshilfe.
Ist die Schwiegermutter gesetzlich versichert? In dem Fall kommt der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkassen) und begutachtet den/die Pflegebedürftige/n. Das passiert meist relativ zeitnah nach Antragsstellung, kann teilweise auch telefonisch erfolgen. Die Gutachter/innen arbeiten für die Krankenkassen und nach meinen Erfahrungen leider auch in deren Sinne bei der Ermittlung eines Pflegegrades. Man kann Glück haben, man kann Pech haben. Die Chancen erhöhen sich nach dem wie ich es bisher erlebt habe bei körperlichen, gut dokumentierten Erkrankungen. Arztbriefe und ähnliches sind da sehr nützlich. Und Kooperation der Pflegebedürftigen - wenn die nicht mitspielen wird es sehr schwierig, weil die Gutachter/innen denen dann nur zu gern glauben, dass kein großer Pflegebedarf vorliegt.

Keine Ahnung, wie weit du selber aktiv werden möchtest, aber auch sowas - also rein Organsisatorisches - ist ja, wie du von deinen Eltern sowieso weißt, extrem viel Aufwand und kostet Nerven. Ich würde dringend einen Termin bei einem Pflegestützpunkt empfehlen - entweder für deinen Mann oder noch besser für euch beide, falls du mitgehen möchtest - mit denen habe zumindest ich hier bei uns überwiegend hilfreiche Erfahrungen gemacht, wenn es um Finanzielles/Organisatorisches ging und um die Suche nach Anbietern vor Ort, die entsprechende Dienstleistungen über den Entlastungsbetrag (alle Pflegegrade) und die Pflegesachleistungen (ab Pflegegrad 2) abrechnen können.

Wünsche weiterhin gute Nerven und gutes Durchhalten!

Ergänzung:
Das Verhältnis zwischen meinem Mann und mir hat sich tatsächlich ein wenig entspannt.
Das freut mich sehr und ich denke, dass es extrem wichtig ist, dass ihr jetzt gut zusammen haltet und gemeinsam am gleichen Strang zieht, damit sich die ganze Situation mit den Schwiegereltern möglichst gut bewältigen lässt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Nachtgespenst, vielen Dank der Nachfrage!
Der OP Termin liegt natürlich allen schwer auf der Seele. Ich versuche nicht über den schlimmsten Fall nachzudenken.
Mein Mann hat inzwischen Kontakt zur Krankenkasse meiner Schwiegermutter aufgenommen und wartet auf eine Rückmeldung für einen Beratungstermin. Es soll unbedingt eine Pflegestufe ermittelt werden um Leistungen in Anspruch nehmen zu können, wie erst einmal eine Haushaltshilfe.
Wir sind auch überhaupt noch nicht weiter, wie es bei privat versicherten Menschen läuft. Ich denke mein Schwiegervater hätte wenigstens nach der OP und mit seinen Vorerkrankungen auch einen Anspruch.
Wenn die Krankenkasse ablehnt, werde ich die Senioren drängen, in den Sozialverband einzutreten, um dort professionelle Hilfe beim Widerspruch zu erhalten.
Das Verhältnis zwischen meinem Mann und mir hat sich tatsächlich ein wenig entspannt. Ich versuche ihn bei diesen Terminen zu unterstützen, meine eigene Mutter hat auch gute Tipps gegeben, sie hat für meinen Vater schon eine Pflegestufe erreichen können und kann uns vorbereiten, wie die Begutachtung abläuft.

Hallo Monika, mein Vater ist privat versichert, ich kann dir da weiterhelfen:

Wendet auch an compass, das ist die Pflegeberatung für die privat Versicherten.


Die haben Berater vor Ort, die auch zu euch ins Haus kommen (jedenfalls war das bei uns vor einigen Jahren so). Die beraten wirklich gut und bereiten mit euch die Pflegebegutachtung vor.

Natürlich bekommen deine Schwiegereltern einen Pflegegrad, das steht bei den Erkrankungen außer Frage.
 

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