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Schwere Erkrankung der Mutter im Ausland

Leider erreiche ich immer noch niemanden. Es ist nach wie vor alles still – dieses Schweigen macht mich fertig.
Ich versuche inzwischen, nicht mehr ununterbrochen darüber nachzudenken, weil ich Stress vermeiden soll, aber ganz abschalten kann man das ja nicht.
Mit meinem Bruder habe ich nur ein paar Worte gewechselt, doch auch von ihm bekomme ich keine klare Auskunft, wie es meiner Mutter wirklich geht.
Im Moment fühle ich mich ziemlich hilflos. Mehr tragen, als für mich zumutbar ist, kann ich einfach nicht.
Diese Ungewissheit und nichts tun zu können, zermürbt einen. Das tut mir leid!

Ich denke aber auch, wenn es brennt, wird sich schon jemand bei dir melden. Besser wäre natürlich, jetzt alles zu klären.
Du kannst es derzeit nicht ändern und nichts tun, versuche dich, so gut es geht, zu entspannen und an dich zu denken.
 
Diese Ungewissheit und nichts tun zu können, zermürbt einen. Das tut mir leid!

Ich denke aber auch, wenn es brennt, wird sich schon jemand bei dir melden. Besser wäre natürlich, jetzt alles zu klären.
Du kannst es derzeit nicht ändern und nichts tun, versuche dich, so gut es geht, zu entspannen und an dich zu denken.
Danke für deine Anteilnahme.
Im Moment bin ich wieder sehr niedergeschlagen, die Depression klopft erneut an.
Und es hört ja nicht bei meiner Mutter auf. Auch meinem Bruder, seiner Frau und meinem Vater in Belarus geht es gesundheitlich schlecht. Sie sind angeblich ständig krank – irgendein Infekt. Aber eigentlich ist es ein ganzes Bündel an Problemen: schwerer Alkoholismus bei allen dreien, mein Bruder mit massivem Diabetes und bereits angegriffenen Beinen, mein Vater herzkrank, seine Frau mit Post-Covid.
Es fühlt sich an, als stünde meine ganze Familie mit einem Bein im Grab. Diese Masse an Krankheit und Selbstzerstörung überfordert mich.
Wenn meinem Vater etwas zustößt, wären mein Bruder und seine Frau mittellos – doch er weigert sich, Invalidität zu beantragen. Stattdessen leben sie weiter im Rausch, als wäre alles egal.
Und dieser Satz meines Bruders verfolgt mich: „Ist eh alles wurscht, ich geh sowieso bald drauf.“
Ich weiß manchmal nicht mehr, wie viel Sorge ein Mensch tragen kann.
 
Mein Vater wird in zehn Tagen 72. Und trotzdem arbeitet er noch – außer am Wochenende – in zwei Jobs und stemmt alle Kosten allein.
Mein Bruder schrieb mir neulich, er könne kaum noch gehen.
Dieser Gedanke lässt mich nicht los: Ein 72-jähriger, herzkranker Mann, der sich kaum noch auf den Beinen halten kann und trotzdem alles trägt.
Ich fühle mich so weit weg und gleichzeitig so verantwortlich – und doch machtlos.
 
Mein Vater wird in zehn Tagen 72. Und trotzdem arbeitet er noch – außer am Wochenende – in zwei Jobs und stemmt alle Kosten allein.
Mein Bruder schrieb mir neulich, er könne kaum noch gehen.
Dieser Gedanke lässt mich nicht los: Ein 72-jähriger, herzkranker Mann, der sich kaum noch auf den Beinen halten kann und trotzdem alles trägt.
Ich fühle mich so weit weg und gleichzeitig so verantwortlich – und doch machtlos.
Du bist nicht verantwortlich und (aus eigener Erfahrung) du kannst nichts tun. Macht- und hilflos, eine schwere Last. Meine Brüder haben nicht mal die 60 erreicht.
 
Was mich am meisten fertig macht, ist dieses ständige Totschweigen.
Probleme werden einfach mit Wodka hinuntergespült – als würde Alkohol irgendetwas lösen. Niemand will darüber sprechen, was geregelt ist, was nicht geregelt ist, wie es weitergehen soll, falls etwas passiert. Dieses „falls“ hängt wie ein dunkler Schatten im Raum, aber keiner spricht es aus.
Mit meiner Familie kann man darüber einfach nicht reden. Jeder macht die Augen zu, betäubt sich – und ich bleibe mit all den Gedanken allein zurück.
 
Mehr tragen, als für mich zumutbar ist, kann ich einfach nicht.
Daran solltest du dich auch immer wieder selbst erinnern. Wenn drei Personen, die da mitmischen, schwere Alkoholiker sind, kannst du sowieso nur verlieren. Man muss auch akzeptieren, wann man machtlos ist, bevor man selbst vor die Hunde geht. Letzten Endes sind das alles erwachsene Menschen, die selbst für ihr Leben verantwortlich sind. Und sie sind - im Gegensatz zu dir - vor Ort.
 
Was mich am meisten fertig macht, ist dieses ständige Totschweigen.
Probleme werden einfach mit Wodka hinuntergespült – als würde Alkohol irgendetwas lösen. Niemand will darüber sprechen, was geregelt ist, was nicht geregelt ist, wie es weitergehen soll, falls etwas passiert. Dieses „falls“ hängt wie ein dunkler Schatten im Raum, aber keiner spricht es aus.
Mit meiner Familie kann man darüber einfach nicht reden. Jeder macht die Augen zu, betäubt sich – und ich bleibe mit all den Gedanken allein zurück.
Ich kenne ähnliches (zum Glück aber ohne heftige Alkoholprobleme) und es ist wirklich furchtbar. Das tut mir sehr Leid, dass du die geballte Ladung abbekommst und niemanden hast, mit dem du an einem Strang ziehen könntest.

Hoffentlich schaffst du es dich dauerhaft irgendwie abzugrenzen und das Elend und Unvermögen der anderen nicht zu nah an dich ran zu lassen. Ich wünsche dir starke Nerven und ganz viel Kraft. Und obwohl hier niemand helfen kann, ist es vielleicht trotzdem hilfreich - falls dir denn danach ist - darüber zu schreiben. Vielleicht in einem Rahmen wo klar ist, dass du keine Ratschläge oder Lösungsansätze suchst sondern nur deine Gedanken und Gefühle loswerden möchtest.
 
Liest sich für mich als hättest Du vor langer Zeit den rechtzeitigen Absprung geschafft, denn stell Dir vor Du wärst jetzt dort und müßtest das tägliche Elend vor Ort mitmachen, würdest Dich genauso jeden Tag zusaufen um die Zustände nicht mitbekommen zu müssen. Zumal das alles erwachsene Leute sind die jederzeit eine andere Wahl im Leben hatten. Niemand hat sie dazu gezwungen, sich an die Flasche zu hängen.
Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man um des eigenen Überlebens willen einen Schnitt machen muß und sich abnabeln von Leuten die sich ihr Leben selbst versaut haben.
Wenn Dir das Elend nicht gut tut, dann stell den Kontakt einfach ein. Tun kannst Du ohnehin nichts, also rede Dir auch keine Schuld ein. Niemand kann Dir einen Zauberstab reichen mit dem sich alles heile zaubern läßt. Wenn Du leidest, bringt das niemandem einen Nutzen, Dir nicht und den anderen ebenfalls nicht. Du kannst nur vor Deiner eigenen Tür kehren und zuschauen, daß es Dir selber besser geht und Du niemals die Fehler der anderen machst (Alkoholismus).
 

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