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Schwere Erkrankung der Mutter im Ausland

Ganz ehrlich, ich würde mich an Deiner Stelle nicht so herunterziehen lassen von der Situation, denn es war Deine Mutter selbst die sich mal dazu entschieden hat, in die russische Pampa zu ziehen, ohne damals zu ahnen wie sehr sie das mal in den Hintern beißen würde. Wenn alle Kinder an schweren eigenen Baustellen tragen sind auch äußerst selten die Eltern ganz unschuldig dran. Ich habe keine Ahnung wie Deine Familiengeschichte aussieht, ob Du die mal geschrieben hast ( keine Zeit zum langen Suchen), aber wenn Du selbst darüber nachdenkst muss die Frage lauten, bist Du bereit noch mal eine Last zu tragen, von der Du Dich wenigstens halbwegs schon befreit hattest? Bei Demenz besteht die Möglichkeit dass es relativ schnell dahingeht, dass also alles was Du tun könntest ohnehin bald sinnlos wäre. Der Lebensgefährte ist natürlich auch ein Herzchen, hat wahrscheinlich gedacht dass er im Alter von ihr gepflegt werden würde und jetzt ist sie es, die Pflege braucht.
Guter Beitrag..
 
Ganz ehrlich, ich würde mich an Deiner Stelle nicht so herunterziehen lassen von der Situation, denn es war Deine Mutter selbst die sich mal dazu entschieden hat, in die russische Pampa zu ziehen, ohne damals zu ahnen wie sehr sie das mal in den Hintern beißen würde. Wenn alle Kinder an schweren eigenen Baustellen tragen sind auch äußerst selten die Eltern ganz unschuldig dran. Ich habe keine Ahnung wie Deine Familiengeschichte aussieht, ob Du die mal geschrieben hast ( keine Zeit zum langen Suchen), aber wenn Du selbst darüber nachdenkst muss die Frage lauten, bist Du bereit noch mal eine Last zu tragen, von der Du Dich wenigstens halbwegs schon befreit hattest? Bei Demenz besteht die Möglichkeit dass es relativ schnell dahingeht, dass also alles was Du tun könntest ohnehin bald sinnlos wäre. Der Lebensgefährte ist natürlich auch ein Herzchen, hat wahrscheinlich gedacht dass er im Alter von ihr gepflegt werden würde und jetzt ist sie es, die Pflege braucht.
Ich verstehe, was Du meinst, und ganz unrecht hast Du damit auch nicht. Meine Mutter ist in Russland geboren, und meine Kindheit war – milde ausgedrückt – alles andere als leicht. Darüber mache ich mir nichts vor.
Trotzdem lässt mich die Sorge um sie nicht los. So abgeklärt bin ich nicht, dass mir der Gedanke egal wäre, sie könnte jetzt in einem abgelegenen Dorf allein und hilflos zurückgelassen werden.
Die Frage nach der eigenen Belastungsgrenze stelle ich mir sehr wohl, jeden Tag. Ich weiß, dass ich nicht alles tragen kann und darf – und dass ich mich selbst schützen muss. Aber zwischen „alles auf mich nehmen“ und „innerlich komplett abschalten“ liegt für mich noch ein schmerzhafter Zwischenraum.
Vielleicht ist das nicht rational, vielleicht auch nicht konsequent. Es ist aber im Moment meine Realität.
 
Ich weiss nicht, ob es in Russland eine staatliche finanzielle Unterstützung für einen Heimplatz gibt..

 
Das habe ich bereits mehrfach geschrieben: Ich habe diese Wege geprüft und überall nachgefragt.
Auch die russische Botschaft in Österreich gehört dazu. In der Praxis ist es äußerst schwierig, dort überhaupt durchzukommen; die telefonische Auskunft ist erfahrungsgemäß unfreundlich und abweisend – das ist leider die Realität.
Natürlich gibt es in Russland Pflege- und Altenheime. Für normale Bürger herrschen dort jedoch oft unzumutbare Zustände. Eine bessere, private Unterbringung wäre nur dann eine Option, wenn ich sie finanziell stemmen könnte.
Zudem müsste so etwas vor Ort organisiert und recherchiert werden. Das ist kein formaler Schritt, den man einfach aus dem Ausland erledigt. Wäre es so einfach, hätte ich längst gehandelt.
 
Ein demenzkranker Mensch kann für sich selber überhaupt nichts mehr tun...wie meine Mutter.
Sie ist in einer Pflege WG.
Das ist in Deutschland wesentlich leichter als in Russland.
Man sollte im Vorfeld für diesen Fall der Krankheit im Alter sorgen.

Ich weiss nicht ob der Partner deiner Mutter etwas für sie tut oder eine Pflege für sie organisieren kann.
Und ob deine Mutter krankenversichert ist und ob es eine staatliche finanzielle Unterstützung für eine Pflege in Russland gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotzdem lässt mich die Sorge um sie nicht los. So abgeklärt bin ich nicht, dass mir der Gedanke egal wäre, sie könnte jetzt in einem abgelegenen Dorf allein und hilflos zurückgelassen werden.
Das verstehe ich sehr gut und denke, dass es vielen an deiner Stelle ähnlich ginge und sie sich Gedanken um die Versorgung der Mutter machen würden, auch wenn das Verhältnis zu ihr nicht das beste war und derzeit nicht eng ist.

Die Frage nach der eigenen Belastungsgrenze stelle ich mir sehr wohl, jeden Tag. Ich weiß, dass ich nicht alles tragen kann und darf – und dass ich mich selbst schützen muss.
Das ist sehr gut, dass du um deine Grenzen weißt und versuchst realistisch einzuschätzen, was du aktuell leisten kannst und was nicht. Ich fürchte nur, dass es keine gute und praktikable Lösung für die Betreuung deiner Mutter gibt, viele Probleme hast du genannt. Am naheliegendsten wäre es aus meiner Sicht, wenn der Lebensgefährte deiner Mutter bzw. dessen Angehörige sich vor Ort um einen Heimplatz oder ähnliches kümmern würden, aber die Kommunikation mit ihm scheint ja leider sehr schwierig zu sein und wenig Aussicht auf Erfolg zu haben.
 
Trotzdem lässt mich die Sorge um sie nicht los. So abgeklärt bin ich nicht, dass mir der Gedanke egal wäre, sie könnte jetzt in einem abgelegenen Dorf allein und hilflos zurückgelassen werden.
Ich kann das gefühlsmäßig nachvollziehen (hatte 40 Jahre keinen Kontakt zu meinem Vater und hätte ihn aber, als ich informiert war, nicht einfach sich selbst überlassen können, Mitte 90, sehr krank und die ersten Abstufungen zur Demenz).

Du wurdest ja aus Russland informiert und erreichst nun niemanden mehr, das finde ich schon mehr als schräg. Wie der Zustand deiner Mutter sich gerade entwickelt, weißt du auch nicht. Je nach Schweregrad ihrer Demenz ist sie ggf. für sich und ihr Umfeld gefährdet. Kann, aber muss nicht sein.

Eine bessere, private Unterbringung wäre nur dann eine Option, wenn ich sie finanziell stemmen könnte.
Du hattest geschrieben, dass evtl. ein Haus verkauft werden kann. Könnte man aus diesen Mitteln eine private Pflege bezahlen?

Wenn du den Mann/Lebensgefährten deiner Mutter nicht erreichst, würde ich das schriftlich machen, sofern du die Adresse hast. Du musst wissen, ob die verheiratet sind, denn dann wäre er in erster Linie zuständig, seine Frau unterzubringen.

Mal eben so nach Russland zu fliegen, ist schwierig, kompliziert und teuer. Abgesehen davon, dass das ganze Procedere nicht gesund für dich wäre.

Ich weiß nicht, ob es schon gefragt wurde und ob du bei Facebook bist (ich nicht, daher kann ich leider nicht schauen), aber von meiner Schwiegertochter weiß ich, dass es etliche russische Communitys gibt.
 

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